Das Laden von Openstreetmap wurde nicht erlaubt. Bitte ändern Sie die Datenschutz-Einstellungen
Umbrailpass
Passprofil:
Umbrailpass
- Höhe 2503 Meter
- Höhenmeter 1130 Meter 1296 Meter
- Steigung Durchschnitt8.2% 7 %
- Steigung Maximal 11.5% 14.8 %
- Länge 32 Kilometer
- Kehren 63
- Mautpflicht Nein
- Wintersperre Ja
- Schwierigkeit 4
Lage und geografische Einordnung
Der Umbrailpass liegt im Grenzgebiet zwischen der Schweiz (Graubünden) und Italien (Lombardei). Er verbindet Santa Maria im Münstertal mit Bormio und stellt die höchste Straßenverbindung der Schweiz dar.
Der Pass zweigt südlich vom Stilfser Joch ab und bildet eine alternative Hochalpenroute zwischen Engadin/Münstertal und Veltlin.
Kurzbeschreibung des Passes
Der Umbrailpass ist eine hochgelegene, schmalere und technisch anspruchsvolle Hochalpenstraße. Er richtet sich vor allem an erfahrene Motorradfahrer, die enge Kehren, wechselnde Fahrbahnbreiten und reduzierten Ausbau schätzen.
Im Vergleich zum benachbarten Stilfser Joch wirkt der Umbrail ursprünglicher und weniger stark frequentiert, bietet jedoch ähnliches Hochalpenambiente.
Streckenführung und Fahrdynamik
Der Umbrailpass bietet eine enge, kurvenreiche Streckenführung mit klar ausgeprägten Kehren, insbesondere auf der Schweizer Seite. Die Straße ist schmaler als viele große Alpenpässe und erfordert präzise Linienwahl.
Die Verbindung zum Stilfser Joch verstärkt den Hochalpencharakter. Der fahrerische Anspruch entsteht aus Steigungswerten, Kurvendichte und reduzierter Fahrbahnbreite.
Öffnung, Saison und empfohlene Reisezeit
Der Pass ist in der Regel von spätem Frühjahr bis in den Herbst geöffnet. Aufgrund der Höhenlage kann die Öffnungsdauer stark von Schneelage und Wetter abhängen.
Die beste Reisezeit liegt zwischen Juni und September. In den oberen Bereichen sind selbst im Sommer kühlere Temperaturen möglich.
Verkehrsaufkommen und Streckenbesonderheiten
Der Umbrailpass wird vor allem touristisch genutzt und dient als alternative Zufahrt zum Stilfser Joch. Motorräder, Pkw und Radfahrer sind regelmäßig unterwegs.
Im Vergleich zu großen Transitpässen ist das Verkehrsaufkommen moderat, kann jedoch bei gutem Wetter deutlich ansteigen.
Wichtige Hinweise für Motorradfahrer
Die Strecke ist teilweise schmal und in engen Kehren unübersichtlich. Gegenverkehr erfordert vorausschauende Fahrweise.
Durch die Höhenlage sind schnelle Wetterwechsel möglich. In exponierten Abschnitten kann starker Wind auftreten.
Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke
Direkt am Pass sind die Einrichtungen begrenzt. In Santa Maria im Münstertal sowie in Bormio stehen mehrere Restaurants und Versorgungsmöglichkeiten zur Verfügung.
Die Infrastruktur am Pass selbst ist zurückhaltend.
Geschichte und Bedeutung des Passes
Der Umbrailpass wurde ursprünglich militärisch genutzt und später zur zivilen Hochalpenstraße ausgebaut. Die vollständige Asphaltierung erfolgte vergleichsweise spät, wodurch der ursprüngliche Charakter lange erhalten blieb.
Heute ist der Pass eine wichtige Ergänzung zum Stilfser Joch und besitzt regionale Bedeutung.
Landschaft und regionaler Kontext
Der Umbrailpass führt durch hochalpines Gelände oberhalb der Baumgrenze. Weite Hochflächen, steinige Hänge und offene Sichtachsen prägen das Bild.
Die Nähe zum Stilfser Joch verleiht der Strecke ein deutliches Hochgebirgsambiente mit alpiner Weite.
Anschlussrouten und Tourenkombinationen
Der Umbrailpass wird häufig in Kombination mit dem Stilfser Joch gefahren. Gemeinsam bilden beide eine anspruchsvolle Hochalpenroute im Grenzgebiet Schweiz–Italien.
Auch Verbindungen ins Engadin oder ins Veltlin lassen sich gut integrieren.
Redaktionelle Einschätzung
Der Umbrailpass ist eine technisch fordernde Hochalpenstraße mit ursprünglichem Charakter. Er bietet weniger touristische Infrastruktur als benachbarte Pässe, dafür jedoch ein intensives Fahrerlebnis.
Für erfahrene Motorradfahrer ist der Umbrail eine lohnende Alternative oder Ergänzung zum Stilfser Joch.
Der Umbrailpass ist perfekt geeignet für diejenigen, die sich die sehr anspruchsvolle Nordostrampe des Stilfser Jochs noch nicht zutrauen. Er ist der höchstgelegene Autopass der Schweiz, die Zufahrt vom Val Müstair wurde bereits 1901 fertiggestellt, die Trassenführung ist mittelschwer, die Spitzkehren besitzen ordentliche Steigungen, teilweise sogar auf lockerem Rollsplitt. Am Pass winkt bereits der Kamm des Stilfser Jochs herüber, eine Berghütte bittet zur Einkehr, etwas unterhalb zweigt die von Bormio kommende Südwestrampe des Stilfser Jochs ab.
Einen Katzensprung östlich liegt das prächtige Vinschgau, eine der regenärmsten Alpenregionen. Zwei Wahrzeichen machen das Vinschgau einzigartig: Der Sonnenberg, ein baumloser gewaltiger Berghang, der sich von Schluderns bis Latsch erstreckt, soll einer Sage zufolge in uralten Zeiten deshalb gerodet worden sein, um Holz für den Bau von Venedig zu bekommen. Das zweite Wahrzeichen ist natürlich der Reschensee mit seinem einsamen Kirchturm. Auch die Etsch, immerhin auf ihrem weiteren Weg zu Italiens zweitgrößtem Fluss anschwellend, entspringt im herrlichen Vinschgau.
Der Kurvenkönig Newsletter informiert dich über aktuelle Angebote, neue Touren und aktuelle News.