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Rittenpass - Passo del Renon
Passprofil:
Rittenpass - Passo del Renon
- Höhe 1213 Meter
- Höhenmeter 941 Meter 1121 Meter
- Steigung Durchschnitt8.4% 6.6 %
- Steigung Maximal 14.3% 14.5 %
- Länge 30 Kilometer
- Kehren 28
- Mautpflicht Nein
- Wintersperre Nein
- Schwierigkeit 3
Lage und geografische Einordnung
Der Rittenpass liegt in Südtirol und verbindet das Eisacktal bei Bozen mit dem Hochplateau des Ritten oberhalb des Etschtals. Die Strecke führt von Bozen hinauf in Richtung Klobenstein und weiter ins Sarntal.
Durch seine Lage unmittelbar oberhalb von Bozen besitzt der Rittenpass vor allem regionale Bedeutung.
Kurzbeschreibung des Passes
Der Rittenpass ist eine kurvenreiche, mittelhohe Alpenstraße mit engem Verlauf und lokalem Charakter. Er eignet sich besonders für Motorradfahrer, die kompakte Kehren und kurze, technisch interessante Abschnitte schätzen.
Im Vergleich zu hochalpinen Pässen steht hier weniger die Höhe als die Nähe zu Bozen und die dichte Kurvenfolge im Vordergrund.
Streckenführung und Fahrdynamik
Die Auffahrt von Bozen hinauf auf den Ritten ist geprägt von engen Kehren und steileren Passagen. Die Straße ist teilweise schmal und verlangt präzise Linienwahl.
Im oberen Bereich öffnet sich die Strecke auf dem Hochplateau und verläuft flüssiger. Der fahrerische Anspruch entsteht vor allem durch die enge, steile Auffahrt aus dem Tal.
Öffnung, Saison und empfohlene Reisezeit
Der Rittenpass ist meist ganzjährig befahrbar. Winterliche Bedingungen können temporäre Einschränkungen verursachen.
Für Motorradtouren gelten April bis Oktober als angenehmste Reisezeit.
Verkehrsaufkommen und Streckenbesonderheiten
Die Strecke wird regional genutzt und dient als Verbindung zwischen Bozen und dem Ritten. Pkw und Motorräder sind typische Verkehrsteilnehmer.
In der Sommersaison kann es durch Ausflugsverkehr zu erhöhtem Aufkommen kommen, bleibt jedoch meist überschaubar.
Wichtige Hinweise für Motorradfahrer
Die enge Auffahrt aus Bozen erfordert erhöhte Aufmerksamkeit bei Gegenverkehr. In schattigen Abschnitten kann der Asphalt bei Nässe rutschig sein.
In bewaldeten Bereichen ist mit Laub oder losem Untergrund zu rechnen.
Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke
Auf dem Ritten-Hochplateau bestehen zahlreiche Restaurants, Cafés und touristische Einrichtungen. In Bozen sowie in Klobenstein stehen vielfältige Versorgungsmöglichkeiten zur Verfügung.
Die Infrastruktur ist regional gut entwickelt.
Geschichte und Bedeutung
Der Ritten war historisch Sommerfrischegebiet für die Bevölkerung von Bozen. Mit dem Ausbau der Straße gewann die Region zusätzliche verkehrstechnische Bedeutung.
Heute ist der Ritten vor allem touristisch geprägt.
Landschaft und regionaler Charakter
Die Strecke bietet Ausblicke auf das Etschtal und die umliegenden Dolomiten. Das Hochplateau wirkt offener und ländlicher als die steile Auffahrt aus Bozen.
Der landschaftliche Charakter ist alpin, jedoch nicht hochgebirgig.
Anschlussrouten und Tourenkombinationen
Der Rittenpass lässt sich gut mit Strecken ins Sarntal oder Richtung Eisacktal kombinieren. Er eignet sich als kurze, kurvenreiche Etappe innerhalb einer Südtirol-Tour.
Redaktionelle Einschätzung
Der Rittenpass ist eine kompakte, technisch interessante Regionalroute mit steiler Auffahrt und engem Verlauf. Er bietet auf kurzer Distanz fahrerischen Anspruch.
"Ritten" oder "Renon" ist eigentlich die Bezeichnung für ein herrlich gelegenes Hochplateau zwischen den Südtiroler Flüssen Eisack und Talfer. Der Höhenrücken erstreckt sich nördlich von Bozen zwischen 800 und 1500 Metern und ist schon seit über 400 Jahren ein beliebtes Sommerfrische-Idyll der Bozener Bürger. Von Weinreben bis zu alpinen Almen reicht das landschaftliche Spektrum. Die wenigen Straßen über den Ritten sind schmal und kurvenreich, an Sommerwochenenden aus und in Richtung Bozen auch gut frequentiert.
Die ausgeschilderten "Rittner Erdpyramiden" sind die höchsten und formschönsten in Europa. Sie wachsen bis zu einer Höhe von über 30 m aus dem Boden. Das Material der Rittner Erdpyramiden ist ein späteiszeitlicher Moränenlehm, aus dessen Steilhängen die Erdpyramiden bei Regen förmlich "herausgewaschen" werden. Nur unter dem schützenden Dach größerer Steine bleiben die markanten Pyramidenkegel dann stehen und ragen keck in die Landschaft. Niemand weiß, wie alt sie sind oder noch werden. Nur eines ist gewiss: Fällt der schützende Stein, ist die Pyramide dem Untergang geweiht.
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