Riedbergpass

Fischen - Hittisau
Riedbergpass - Motorradtouren und Pässe
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Passprofil:
Riedbergpass

30Km
  • Höhe 1420 Meter
  • Höhenmeter 681 Meter 701 Meter
  • Steigung Durchschnitt4.1% 5.4 %
  • Steigung Maximal 9.4% 10.8 %
  • Länge 30 Kilometer
  • Kehren 1
  • Mautpflicht Nein
  • Wintersperre Nein
  • Schwierigkeit 4

Lage und geografische Einordnung

Der Riedbergpass liegt im Oberallgäu in Bayern und verbindet den Raum Obermaiselstein mit dem Bergdorf Balderschwang. Er befindet sich vollständig auf deutschem Staatsgebiet und wird häufig als höchste befahrbare Passstraße Deutschlands bezeichnet. Trotz seiner regionalen Lage weist der Pass einen klar alpinen Charakter auf.

Die Strecke dient vor allem dem regionalen Verkehr, ist jedoch aufgrund ihrer Steilheit und Streckenführung weit über das Allgäu hinaus bekannt.

Kurzbeschreibung des Passes

Der Riedbergpass ist eine kurze, sehr steile und fahrerisch anspruchsvolle Passstraße. Er richtet sich in erster Linie an erfahrene Motorradfahrer, die technische Strecken mit kräftigen Steigungen bevorzugen. Die Route ist kompakt, direkt und fordert eine saubere Fahrtechnik.

Im Vergleich zu langen Hochalpenpässen steht hier nicht das Panorama, sondern der konzentrierte fahrerische Anspruch im Mittelpunkt.

Streckenführung und Fahrdynamik

Der Riedbergpass fährt sich steil, direkt und wenig rhythmisch. Mehrere kräftige Rampen wechseln sich mit kurzen flacheren Abschnitten ab. Die schmale Fahrbahn und die enge Linienführung erfordern eine präzise Gangwahl und kontrollierte Gasannahme.

Der Anspruch entsteht weniger durch klassische Kehrenabfolgen, sondern durch die Kombination aus Steigung, begrenztem Raum und wechselnden Linien. Besonders bei Gegenverkehr steigt die gefühlte Schwierigkeit deutlich an.

Öffnung, Saison und empfohlene Reisezeit

Der Riedbergpass ist grundsätzlich ganzjährig befahrbar, jedoch stark von den jeweiligen Wetterbedingungen abhängig. In den Wintermonaten sowie in der Übergangszeit können Schnee, Eis oder Nässe die steilen Passagen erheblich erschweren.

Die besten Bedingungen herrschen in der Regel zwischen Mai und Oktober. Trockenes Wetter ist aufgrund der Steilheit besonders wichtig. Fahrten unter der Woche oder in den frühen Morgenstunden sind meist entspannter.

Verkehrsaufkommen und Streckenbesonderheiten

Der Pass ist bei Motorradfahrern sehr beliebt und wird an Wochenenden sowie bei gutem Wetter entsprechend stark frequentiert. Neben Motorrädern sind auch Pkw und Radfahrer unterwegs.

Durch die schmale Streckenführung kann Gegenverkehr, insbesondere in steilen Abschnitten, zusätzliche Aufmerksamkeit erfordern. Besondere zeitliche Fahrbeschränkungen bestehen nicht.

Wichtige Hinweise für Motorradfahrer

Die steilen Rampen verlangen eine saubere Fahrtechnik mit vorausschauender Gangwahl und ruhiger Gasdosierung. Bei Nässe oder kühlen Temperaturen kann die Traktion deutlich nachlassen, besonders in schattigen Bereichen.

Eine defensive Fahrweise ist bei hohem Verkehrsaufkommen empfehlenswert. Wildwechsel ist in den Morgen- und Abendstunden möglich.

Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke

Direkt am Pass selbst sind die Einkehrmöglichkeiten begrenzt. In Balderschwang sowie in den Orten im Illertal und im Raum Obermaiselstein stehen jedoch mehrere Gasthöfe und Restaurants zur Verfügung.

In der Hauptsaison ist dort mit entsprechendem Andrang zu rechnen.

Geschichte und Bedeutung des Passes

Der Riedbergpass wurde vergleichsweise spät für den motorisierten Verkehr erschlossen. Ursprünglich diente die Route vor allem landwirtschaftlichen Zwecken und als lokale Verbindung zwischen den Tälern.

Mit dem Ausbau zur Passstraße entwickelte sich der Riedbergpass zu einer der markantesten Strecken im deutschen Alpenraum und erlangte insbesondere bei Motorradfahrern große Bekanntheit.

Landschaft und regionaler Kontext

Der Pass verläuft unterhalb des Riedberger Horns durch eine offene Allgäuer Berglandschaft. Weite Wiesen, steilere Hänge und freie Ausblicke prägen das Landschaftsbild. Die Umgebung wirkt weniger hochalpin, dafür naturnah und ursprünglich.

Der landschaftliche Reiz entsteht vor allem durch Offenheit und Nähe zum Gelände.

Anschlussrouten und Tourenkombinationen

Der Riedbergpass eignet sich hervorragend als fahraktiver Baustein innerhalb von Oberallgäu-Touren. Er lässt sich sinnvoll mit Strecken rund um Bad Hindelang, dem Oberjochpass oder dem Tannheimer Tal kombinieren.

Durch seine Kürze kann er gut als intensiver Abschnitt in größere Rundtouren eingebunden werden.

Redaktionelle Einschätzung

Der Riedbergpass zählt zu den anspruchsvollsten Passstraßen Deutschlands, gemessen an Steilheit und Streckencharakter. Für erfahrene Motorradfahrer bietet er ein kurzes, intensives Fahrerlebnis mit hohem Anspruch.

Für Einsteiger oder bei ungünstigen Bedingungen kann der Pass schnell fordernd wirken. Wer steile, direkte Passstraßen schätzt, findet hier jedoch eine der markantesten Strecken im Allgäu.

Von Fischen folgt man dem Wegweiser Richtung Balderschwang und biegt von der B19 ein auf die Straße hinauf zum Pass. Entlang der Schönberger Ache windet sich die Strecke gen Westen durch Obermaiselstein hindurch und steigt bergan. Die einzige Kehre des Passes findet sich an dessen Scheitelpunkt nahe der auch bei Bikern beliebten Grasgehren-Hütte. Kurz hinter Schlipfhalden quert die Straße die Grenze nach Österreich und pendelt in den Ausläufern des Bregenzer Waldes gemütlich aus.

Die Sturmannshöhle bei Obermaiselstein ist die einzige begehbare Schauhöhle im Allgäu, sie liegt gut 980m hoch zu Füßen des Ochsenberges in einer von Wassern ausgewaschenen, imposanten Felsenkluft. Folgen Sie den mystischen Geschichten und Erzählungen auf fast 200 Stufen gut 300 Meter tief in die faszinierende Welt der Urzeit. 120 Millionen Jahre alte Gesteinsformationen begleiten Sie auf dem Weg zum "Drachentor". Die Sturmannshöhle ist mit festem Schuhwerk gut zu begehen, alle Infos gibt es im Obermaiselsteiner "Haus des Gastes".

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