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Pordoijoch, Passo Pordoi
Passprofil:
Pordoijoch, Passo Pordoi
- Höhe 2239 Meter
- Höhenmeter 809 Meter 656 Meter
- Steigung Durchschnitt6.6% 7 %
- Steigung Maximal 9.2% 9.3 %
- Länge 22 Kilometer
- Kehren 65
- Mautpflicht Nein
- Wintersperre Nein
- Schwierigkeit 3
Lage und geografische Einordnung
Das Pordoijoch liegt in den Dolomiten und verbindet Arabba in Venetien mit Canazei im Fassatal (Trentino). Der Pass ist Teil der bekannten Sella-Runde und befindet sich zwischen dem Sellamassiv und der Marmolada-Gruppe.
Durch seine zentrale Lage gehört das Pordoijoch zu den bedeutendsten Dolomitenpässen und ist ein zentraler Knotenpunkt innerhalb des Dolomitenstraßennetzes.
Kurzbeschreibung des Passes
Das Pordoijoch ist eine hochgelegene, klar strukturierte Kehrenstraße mit gleichmäßigem Anstieg. Der Pass richtet sich sowohl an erfahrene Motorradfahrer als auch an Tourenfahrer, die regelmäßig angeordnete Kurvenfolgen und gut ausgebauten Asphalt schätzen.
Im Vergleich zu technisch unruhigeren Dolomitenpässen wirkt das Pordoijoch geordnet und rhythmisch fahrbar.
Streckenführung und Fahrdynamik
Das Pordoijoch ist bekannt für seine gleichmäßig angeordneten Kehren, insbesondere auf der Ostseite Richtung Arabba. Die Kurven sind klar einsehbar und ermöglichen sauberes, rhythmisches Fahren.
Die Westseite von Canazei wirkt etwas länger und offener, bleibt jedoch ebenfalls strukturiert. Der fahrerische Anspruch entsteht weniger durch extreme Steigungen, sondern durch die dichte, regelmäßige Kurvenabfolge.
Öffnung, Saison und empfohlene Reisezeit
Der Pass ist in der Regel von spätem Frühjahr bis in den Herbst geöffnet. In den Wintermonaten besteht eine Wintersperre.
Die beste Reisezeit liegt zwischen Juni und September. Frühmorgendliche Fahrten bieten meist ruhigere Bedingungen, da das Pordoijoch stark touristisch frequentiert ist.
Verkehrsaufkommen und Streckenbesonderheiten
Als Teil der Sella-Runde ist das Pordoijoch stark frequentiert. Motorräder, Pkw, Reisebusse und Radfahrer sind regelmäßig unterwegs.
In der Hochsaison und an Wochenenden ist mit hohem Verkehrsaufkommen zu rechnen. Besonders im Bereich der Kehren kann es zu dichterem Verkehr kommen.
Wichtige Hinweise für Motorradfahrer
Die regelmäßig angeordneten Kehren verleiten zu sportlicher Fahrweise. Aufgrund des Verkehrs ist jedoch eine vorausschauende Linienwahl wichtig.
In schattigen Bereichen kann der Asphalt bei Nässe rutschig sein. Durch die Höhenlage sind schnelle Wetterwechsel möglich.
Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke
Im Bereich der Passhöhe befinden sich mehrere Restaurants, Hütten und touristische Einrichtungen. Diese sind stark auf Besucher ausgerichtet und entsprechend gut besucht.
Zusätzliche Einkehrmöglichkeiten bieten Arabba und Canazei.
Geschichte und Bedeutung des Passes
Das Pordoijoch wurde im Zuge der Erschließung der Dolomiten im 20. Jahrhundert ausgebaut und entwickelte sich zu einem zentralen Bestandteil der Dolomitenstraße.
Heute ist der Pass sowohl touristisch als auch sportlich von Bedeutung und regelmäßig Bestandteil internationaler Radsportveranstaltungen.
Landschaft und regionaler Charakter
Der Pass bietet weite Ausblicke auf das Sellamassiv und die umliegenden Dolomitengipfel. Oberhalb der Baumgrenze dominiert offene Hochalpenlandschaft mit markanten Felsformationen.
Die Kombination aus regelmäßig angelegter Straße und dramatischer Felskulisse prägt den Charakter des Pordoijochs.
Anschlussrouten und Tourenkombinationen
Das Pordoijoch ist Teil der Sella-Runde und lässt sich direkt mit weiteren Dolomitenpässen kombinieren. Es eignet sich ideal als Bestandteil einer Dolomiten-Rundtour oder mehrtägigen Alpenfahrt.
Redaktionelle Einschätzung
Das Pordoijoch ist ein klassischer Dolomitenpass mit klarer Kehrenstruktur und hohem Wiedererkennungswert. Es bietet rhythmisches Kurvenfahren in spektakulärer Umgebung.
Wer extreme technische Herausforderung sucht, findet anspruchsvollere Alternativen. Wer jedoch geordnete Kehrenfolgen und Dolomitenpanorama schätzt, findet hier eine der bekanntesten Passstraßen der Region.
Der Passo Pordoi zählt fahrerisch zu den größten Herausforderungen der Dolomiten, er ist mit 2239 Metern zudem der zweithöchste asphaltierte Straßenpass Italiens und verbindet Arabba im Herzen der Dolomiten mit Canazei im Val di Fassa. Auf der Passhöhe bieten Hotels und Gasthöfe dem nach all der Kurvenhatz erschöpften Biker willkommene Stärkung, bevor es dann weiter geht im Kurventanz. Zum Beispiel über die "Große Dolomitenstraße", zu der jener Pordoi natürlich gehört.
Bunt und laut geht es zu in Canazei, dem wohl bekanntesten Fremdenverkehrsort des Fassatales, er ist heutzutage zugleich die Drehscheibe der wichtigsten Dolomitenpässe. Der Reiz des Bergdorfes liegt in seinem erlebenswerten Kontrast zur überwältigenden Einsamkeit der umliegenden Berge. Gönnen Sie sich unbedingt einen leckeren Cappuccino in einem der zahlreichen Cafés im Ortszentrum und schauen Sie in aller Ruhe dem bunten Treiben zu. Es ist hoch interessant.
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