Passo di Campolongo

Corvara - Arabba
Passo di Campolongo - Motorradtouren und Pässe
© adobe stock, SusaZoom

Passprofil:
Passo di Campolongo

10Km
  • Höhe 1875 Meter
  • Höhenmeter 314 Meter 243 Meter
  • Steigung Durchschnitt6% 5.6 %
  • Steigung Maximal 7.4% 5.9 %
  • Länge 10 Kilometer
  • Kehren 19
  • Mautpflicht Nein
  • Wintersperre Nein
  • Schwierigkeit 3

Lage und geografische Einordnung

Der Passo di Campolongo liegt in den Dolomiten und verbindet Corvara in Südtirol mit Arabba in Venetien. Der Pass ist Teil der bekannten Sella-Runde und bildet einen der vier klassischen Übergänge rund um das Sellamassiv.

Durch seine Lage zwischen Alta Badia und dem Buchensteintal ist er eine wichtige innerdolomitische Verbindung.

Kurzbeschreibung des Passes

Der Passo di Campolongo ist ein mittlerer Dolomitenpass mit gleichmäßigem Verlauf und moderatem fahrerischem Anspruch. Er eignet sich besonders für Tourenfahrer, die eine flüssige Verbindung innerhalb der Sella-Runde suchen.

Im Vergleich zu höheren Dolomitenpässen steht hier weniger die extreme Höhe als die harmonische Streckenführung im Vordergrund.

Streckenführung und Fahrdynamik

Der Passo di Campolongo bietet eine übersichtliche, rhythmisch fahrbare Kurvenfolge ohne extreme Steigungswechsel. Die Straße ist gut ausgebaut und ermöglicht sauberes Kurvenfahren.

Beide Rampen verlaufen relativ gleichmäßig. Die Kehren sind weniger eng als bei anderen Dolomitenpässen, wodurch der fahrerische Anspruch moderat bleibt.

Öffnung, Saison und empfohlene Reisezeit

Der Pass ist in der Regel von spätem Frühjahr bis in den Herbst geöffnet. In den Wintermonaten besteht eine Wintersperre.

Die beste Reisezeit liegt zwischen Juni und September. Als Bestandteil der Sella-Runde ist der Pass in dieser Zeit stark frequentiert.

Verkehrsaufkommen und Streckenbesonderheiten

Der Passo di Campolongo ist touristisch stark geprägt und Teil der beliebten Dolomiten-Rundtouren. Motorräder, Pkw, Reisebusse und Radfahrer sind regelmäßig unterwegs.

In der Hochsaison und an Wochenenden ist mit erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen.

Wichtige Hinweise für Motorradfahrer

Die Strecke ist gut ausgebaut und übersichtlich. Aufgrund des hohen Verkehrs ist eine defensive Fahrweise empfehlenswert.

In schattigen Bereichen kann der Asphalt bei Nässe rutschig sein. Durch die Lage innerhalb der Sella-Runde ist mit wechselndem Verkehrsfluss zu rechnen.

Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke

Sowohl in Corvara als auch in Arabba bestehen zahlreiche Restaurants, Cafés und Hotels. Auch im Bereich der Passhöhe befinden sich touristische Einrichtungen.

Die Infrastruktur ist stark auf Besucher ausgerichtet.

Geschichte und Bedeutung

Der Passo di Campolongo war schon früh eine wichtige Verbindung zwischen den ladinischen Tälern. Mit dem Ausbau der Dolomitenstraßen im 20. Jahrhundert entwickelte er sich zu einem festen Bestandteil der Sella-Runde.

Heute ist er sowohl touristisch als auch sportlich von Bedeutung.

Landschaft und regionaler Kontext

Der Pass verläuft in offener Dolomitenlandschaft mit Blick auf das Sellamassiv und umliegende Gipfel. Die Umgebung wirkt alpin, jedoch weniger schroff als bei höher gelegenen Pässen.

Die Kombination aus moderater Höhe und markanter Felskulisse prägt den Charakter des Campolongo.

Anschlussrouten und Tourenkombinationen

Der Passo di Campolongo ist integraler Bestandteil der Sella-Runde und lässt sich direkt mit weiteren Dolomitenpässen kombinieren.

Durch seine Lage eignet er sich ideal als Verbindungsetappe innerhalb einer Dolomiten-Tour.

Der Passo di Campolongo verläuft exakt in Nord-Süd-Richtung, steigt aus dem Val Badia kommend von Corvara her zügig an und trifft im Süden auf die "Große Dolomitenstraße" im Skiressort Arabba. Eines der Highlights des Passes ist die Aussicht, die man genießen kann. Durch saftige Almen geht es über eine ordentliche Piste hinauf zur eher unscheinbaren Passhöhe und sodann kurvenreich weiter Richtung Arabba. Immer im Blick der gewaltige Marmolada-Gletscher, den wir uns mit dem Passo di Fedaia gönnen können.

Alta Badia, Val Gardena, Grödner- und Fassatal sind die Heimat der Ladiner, einem rätoromanischen Volksstamm, der seit Urzeiten die Dolomiten besiedelt. Dreisprachige Beschilderungen in Deutsch, Italienisch und Ladinisch sind ebenso selbstverständlich, wie eine Kultur tief verwurzelt in der Welt der Berge. Kein Wald wird gerodet, wo Lawinengefahr besteht, kein Haus gebaut, wo reißende Bäche lauern, kaum ein Fenster existiert an den Nordseiten und die Hausdächer haben zur optimalen Schneelastverteilung exakt 25º Neigung.

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