Das Laden von Openstreetmap wurde nicht erlaubt. Bitte ändern Sie die Datenschutz-Einstellungen
Nigerpass - Passo di Nigra
Passprofil:
Nigerpass - Passo di Nigra
- Höhe 1690 Meter
- Höhenmeter 816 Meter 147 Meter
- Steigung Durchschnitt5.7% 3.4 %
- Steigung Maximal 11.7% 8 %
- Länge 19 Kilometer
- Kehren 17
- Mautpflicht Nein
- Wintersperre Nein
- Schwierigkeit 3
Lage und geografische Einordnung
Der Nigerpass liegt in Südtirol (Italien) und verbindet das Eggental bei Welschnofen mit dem Tierser Tal am Fuß des Rosengartens. Er bildet eine regionale Verbindung innerhalb der westlichen Dolomiten.
Der Pass besitzt vor allem touristische Bedeutung und dient als Querverbindung zwischen mehreren Dolomitenrouten.
Kurzbeschreibung des Passes
Der Nigerpass ist eine schmale, kurvenreiche Dolomitenstraße mit moderatem fahrerischem Anspruch und kompaktem Verlauf. Er eignet sich besonders für Motorradfahrer, die landschaftlich eindrucksvolle Nebenrouten abseits stark frequentierter Hauptachsen suchen.
Im Vergleich zu den bekannten Dolomiten-Hochpässen ist der Nigerpass niedriger gelegen, enger und weniger auf Durchgangsverkehr ausgelegt.
Streckenführung und Fahrdynamik
Die Strecke verläuft kurvenreich durch bewaldete Hänge und öffnet sich in höheren Abschnitten mit Blick auf das Rosengartenmassiv. Die Kurven sind teilweise enger, bleiben jedoch gut fahrbar.
Der Rhythmus ist kompakt und konzentriert. Enge Kehren und schmalere Passagen erfordern vorausschauende Fahrweise, insbesondere bei Gegenverkehr.
Öffnung, Saison und empfohlene Reisezeit
Der Nigerpass ist in der Regel von Frühjahr bis Herbst befahrbar. In Wintermonaten kann es zu saisonalen Sperrungen kommen.
Für Motorradtouren gelten Mai bis Oktober als verlässlichste Reisezeit. In der Hauptsaison ist mit touristischem Verkehr zu rechnen.
Verkehrsaufkommen und Streckenbesonderheiten
Die Strecke wird vorwiegend touristisch genutzt. Motorräder, Pkw und Radfahrer sind regelmäßig unterwegs.
Im Vergleich zu großen Dolomitenpässen bleibt das Verkehrsaufkommen meist moderat, kann jedoch in Ferienzeiten ansteigen.
Wichtige Hinweise für Motorradfahrer
In bewaldeten Abschnitten kann bei Nässe rutschiger Asphalt auftreten. Schmale Stellen erfordern besondere Aufmerksamkeit bei Gegenverkehr.
Durch die Nähe zu beliebten Wander- und Ausflugszielen ist mit querendem Fuß- oder Radverkehr zu rechnen.
Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke
Direkt am Pass befinden sich gastronomische Betriebe. Auch in Welschnofen und im Tierser Tal bestehen mehrere Einkehrmöglichkeiten.
Die Infrastruktur ist klar touristisch geprägt.
Geschichte und Bedeutung des Passes
Der Nigerpass entwickelte sich als regionale Verbindung zwischen Eggental und Tierser Tal. Historisch hatte er vor allem lokale Bedeutung.
Mit der touristischen Erschließung der Dolomiten gewann er an Bedeutung für den Ausflugsverkehr.
Landschaft und regionaler Charakter
Die Strecke verläuft am Fuß des Rosengartenmassivs und bietet markante Dolomitenblicke. Wälder, Almflächen und felsige Gipfel prägen das Landschaftsbild.
Der Charakter ist alpin, jedoch weniger hochgebirgig als bei Pässen über 2.000 Meter.
Anschlussrouten und Tourenkombinationen
Der Nigerpass lässt sich gut mit weiteren Dolomitenrouten kombinieren und dient häufig als Verbindung innerhalb einer Sellarunde- oder Rosengarten-Tour.
Er erhöht die Variabilität bei der Planung von Dolomiten-Rundtouren.
Redaktionelle Einschätzung
Der Nigerpass ist eine landschaftlich reizvolle Nebenroute mit moderatem Anspruch und engerem Charakter. Er eignet sich besonders für Motorradfahrer, die ruhigere Dolomitenverbindungen bevorzugen.
Weniger geeignet ist er für Fahrer, die breite, hochalpine Hauptstraßen mit ausgeprägter Kehrenarchitektur erwarten.
Der Nigerpass ist ein kurven- und abwechslungsreicher Alpenpass, der das Tierser Tal mit dem Karerpass verbindet. Seine maximale - kurzzeitige - Steigung vor dem Örtchen Tiers beträgt satte 24 Prozent, damit gehört dieser nur auf den ersten Blick eher unscheinbare Pass immerhin zu den steilsten ganz Italiens. Die knapp unterhalb des Passschildes in einer weiten Kurve gelegene Nigerhütte ist ein beliebter Bikertreff und bietet neben ordentlicher Hausmannskost vor allem herrliche Ausblicke auf den Naturpark Schlern.
Der berühmte Zwergenkönig Laurin hatte sich mitten im Gebirge einen wunderschönen Rosengarten angelegt. Eines Tages wollte Laurins Nachbar, der König an der Etsch seine schöne Tochter Similde vermählen. Alle Adeligen wurden eingeladen, nur Laurin nicht. Mächtig sauer schnappte er sich seine unsichtbar machende Tarnkappe und entführte Similde in sein Felsenreich. Doch Ritter Dietrich von Bern gelang es, Laurin einzuholen und im Rosengarten zu stellen. Denn er erkannte an den Bewegungen der Rosen, wo sich der unsichtbare Zwergenkönig verbarg. Aus Wut über den Verrat belegte Laurin seinen Rosengarten mit einem Fluch: Weder bei Tag noch bei Nacht sollte ihn jemals wieder ein Auge erblicken. In seinem Zorn vergaß er aber die Dämmerung und so geschieht es, dass König Laurins Rosengarten immer bei Sonnenauf- und -untergang für ein paar Minuten prächtig erblüht. Schauen Sie mal ganz genau hin
Der Kurvenkönig Newsletter informiert dich über aktuelle Angebote, neue Touren und aktuelle News.