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Mendelpass - Passo della Mendola
Passprofil:
Mendelpass - Passo della Mendola
- Höhe 1363 Meter
- Höhenmeter 290 Meter 991 Meter
- Steigung Durchschnitt4.2% 6.2 %
- Steigung Maximal 11.3% 12.3 %
- Länge 23 Kilometer
- Kehren 26
- Mautpflicht Nein
- Wintersperre Nein
- Schwierigkeit 3
Lage und geografische Einordnung
Der Mendelpass, italienisch Passo della Mendola, liegt zwischen Südtirol und dem Trentino und verbindet das Etschtal bei Kaltern/Eppan mit dem Nonstal. Der Pass bildet einen Übergang zwischen dem Raum Bozen und dem westlich gelegenen Trentino.
Durch seine Lage oberhalb des Etschtals zählt der Mendelpass zu den wichtigen regionalen Alpenverbindungen im südlichen Alpenraum.
Kurzbeschreibung des Passes
Der Mendelpass ist eine klassische Kehrenstraße mit klar strukturierter Südrampe und gut ausgebauter Nordrampe. Er eignet sich besonders für Motorradfahrer, die rhythmisch angelegte Kurven und übersichtliche Linienführung schätzen.
Im Vergleich zu hochalpinen Pässen steht hier weniger die extreme Höhe als die markante Kehrenarchitektur im Vordergrund.
Streckenführung und Fahrdynamik
Die Nordrampe vom Etschtal hinauf ist geprägt von eng angeordneten, klar einsehbaren Kehren. Die Kurven folgen einem regelmäßigen Rhythmus und ermöglichen sauberes, planbares Fahren.
Die Südseite ins Nonstal wirkt offener und weniger kurvenintensiv. Der fahrerische Anspruch entsteht vor allem auf der Etschtaler Seite durch die Steigung und die Kehrenfolge.
Öffnung, Saison und empfohlene Reisezeit
Der Mendelpass ist meist ganzjährig befahrbar. Winterliche Bedingungen können temporäre Einschränkungen verursachen.
Für Motorradtouren gelten April bis Oktober als angenehmste Reisezeit.
Verkehrsaufkommen und Streckenbesonderheiten
Der Pass besitzt regionale Bedeutung und wird entsprechend regelmäßig genutzt. Motorräder, Pkw und Ausflugsverkehr sind typisch.
In der Sommersaison und an Wochenenden ist mit erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen, insbesondere auf der Nordrampe.
Wichtige Hinweise für Motorradfahrer
Die Kehren sind gut einsehbar, erfordern jedoch präzise Linienwahl bei Gegenverkehr. In schattigen Bereichen kann der Asphalt bei Nässe rutschig sein.
Durch die vergleichsweise moderate Höhe sind extreme Wetterwechsel seltener als bei Hochalpenpässen.
Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke
Im Bereich der Passhöhe befinden sich Hotels und Restaurants. Auch in Kaltern, Eppan und im Nonstal bestehen zahlreiche Einkehrmöglichkeiten.
Die touristische Infrastruktur ist gut ausgebaut.
Geschichte und Bedeutung
Der Mendelpass war bereits im 19. Jahrhundert ein wichtiger Übergang und wurde frühzeitig ausgebaut. Mit der Erschließung des Etschtals gewann er zusätzliche Bedeutung.
Heute ist er sowohl regionale Verbindungsstraße als auch touristisch geschätzte Route.
Landschaft und regionaler Charakter
Der Pass bietet weite Ausblicke über das Etschtal sowie in Richtung Nonstal. Die Umgebung wirkt südlich geprägt, mit Weinbergen im Tal und bewaldeten Hängen im oberen Bereich.
Der landschaftliche Charakter unterscheidet sich deutlich von hochalpinen Regionen über 2.000 Meter.
Anschlussrouten und Tourenkombinationen
Der Mendelpass lässt sich gut mit weiteren Südtiroler und Trentiner Routen kombinieren. Er eignet sich als Verbindungselement zwischen Etschtal und westlich gelegenen Alpenstraßen.
Redaktionelle Einschätzung
Der Mendelpass ist eine klassische Kehrenstraße mit moderatem Anspruch und guter Straßenqualität. Besonders die Nordrampe bietet ein strukturiertes und rhythmisches Fahrerlebnis.
Für extreme Hochalpenatmosphäre gibt es in der Region höher gelegene Alternativen. Als technisch saubere und gut fahrbare Route ist der Mendelpass jedoch eine lohnende Verbindung zwischen Südtirol und Trentino.
Weit geschwungene Kurven und bequeme Steigungen prägen die um 1885 erbaute Pass-Straße. Erst im Bereich der Passhöhe erfreuen uns einige Kehren. Die Passhöhe auf 1363 Metern dominieren Hotels, Gasthöfe und Einkehrmöglichkeiten, zum Teil mit herrlichen Terrassencafés, auf denen sich die ankommende Bikerschar bequem beobachten lässt. Direkt an der Passhöhe zweigt eine Sackgasse zum 1737 m hohen Gipfelplateau des Penegal ab, die man sich unbedingt gönnen sollte.
Bozen oder Bolzano ist die Landeshauptstadt Südtirols und seit 1964 stolzer Bischofssitz. Sie bietet mit ihrer überschäumenden Lebendigkeit alle Annehmlichkeiten, die man sich nach einem langen Tag im Sattel wünschen kann, sie bietet pralle Geschichte in den engen Altstadtgassen ebenso, wie eine Vielzahl an Cafés, Restaurants und Einkehrmöglichkeiten. Aber aufgepasst: Bozen erstickt tagein tagaus auch immer wieder im wohl niemals ruhenden Verkehr. Meiden Sie unbedingt die Rush-Hours morgens und abends und erkunden Sie das sehenswerte historische Zentrum möglichst zu Fuß.
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