Alpine Gipfel und sanfte Almen
Wandern im Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen: Zwischen Zirbenwäldern und weiten Almhorizonten
Wandern im Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen
Es gibt Regionen, die schreien nach Aufmerksamkeit – und dann gibt es den Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen, der einfach still und gelassen darauf wartet, dass du ihn entdeckst. Eingebettet in die sanften Höhenzüge der westlichen Steiermark, dort wo die Seetaler Alpen und die grünen Kuppen der Grebenzen aufeinandertreffen, breitet sich eine Landschaft aus, die sich Zeit lässt. Und genau das überträgt sich auch auf dich, sobald deine Wanderschuhe den ersten weichen Almboden berühren.
Herzstück der Region ist der Zirbitzkogel, mit 2.396 Metern der höchste Gipfel der Seetaler Alpen. Er trägt seinen Namen nicht ohne Grund: An seinen Flanken wachsen einige der schönsten Zirbenwälder der Ostalpen, deren würziger Duft dich bei jedem Atemzug begleitet. Oben angekommen, öffnet sich ein Panorama, das an klaren Tagen von den Hohen Tauern bis zur ungarischen Tiefebene reicht – ein Weitblick, der dich unweigerlich zum Innehalten zwingt.
Ganz anders, aber nicht weniger reizvoll, präsentiert sich die Grebenzen im Süden des Naturparks. Sanfte Almwiesen, blühende Wildblumen, uralte Bauernhöfe und der glasklare Furtnerteich prägen hier das Bild. Es ist eine Landschaft zum Durchatmen, ideal für Familien, Genusswanderer und alle, die Natur nicht erobern, sondern genießen wollen.
Der gesamte Naturpark ist ein Mosaik aus Mooren, Bergseen, Zirben- und Lärchenwäldern, urigen Almhütten und stillen Talschaften. Hier trifft alpine Wildheit auf liebliche Kulturlandschaft, und dazwischen wandelst du auf bestens markierten Wegen, die vom gemütlichen Themenweg bis zur anspruchsvollen Gipfeltour reichen. Wer einmal hier war, versteht schnell, warum die Einheimischen so wenig Aufhebens um ihre Heimat machen – sie wollen sie einfach für sich behalten.
Topografie & Landschaft
Höhenlage
bis 2.396 m (Zirbitzkogel)
Geländecharakter
Almwege, Waldpfade, alpine Steige
Infrastruktur
Almhütten, Schutzhaus, Themenwege
Beste Reisezeit
Juni bis Oktober
Was den Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen so besonders macht
Der Zirbitzkogel – König der Seetaler Alpen
Wenn eine Region einen unangefochtenen Star hat, dann ist es hier der Zirbitzkogel. Mit 2.396 Metern thront er über dem gesamten Naturpark und ist von vielen Seiten sichtbar. Sein Gipfel ist mit einem markanten Gipfelkreuz und einer bewirtschafteten Schutzhütte gekrönt, die zu den beliebtesten Anlaufstellen der Region zählt. Von oben aus reicht der Blick an klaren Tagen weit über die Niederen Tauern, die Koralpe bis hin zu den Karawanken.
Rund um den Gipfel erstrecken sich weitläufige Zirbenbestände, die dem Berg seinen Charakter geben. Die knorrigen Bäume trotzen Wind und Wetter und verströmen einen unverwechselbaren, harzigen Duft. Wer im Spätsommer unterwegs ist, entdeckt zwischen den Zwergsträuchern reife Heidelbeeren und Preiselbeeren – ein natürlicher Snack, den sich kein Wanderer entgehen lassen sollte.
Der Furtnerteich und die sanfte Grebenzen
Im südlichen Teil des Naturparks liegt der Furtnerteich bei Mariahof, ein kleines Naturjuwel und wichtiges Vogelschutzgebiet. Über einen Rundweg lässt sich das Feuchtgebiet erkunden, wo Haubentaucher, Reiher und zahlreiche Wasservögel zu Hause sind. Beobachtungsplätze und Infotafeln laden zum Verweilen ein – ein idealer Ort für Familien und Naturbegeisterte, die es ruhiger mögen.
Die Grebenzen selbst, mit rund 1.892 Metern, präsentiert sich weit sanfter als der schroffe Zirbitzkogel. Ihre Almwiesen und lichten Wälder machen sie zum perfekten Ziel für entspannte Halbtagestouren. Von den Höhen aus blickt man weit über das Murtal und die umliegenden Berge – ohne dass man dafür einen kräftezehrenden Aufstieg in Kauf nehmen müsste.
Kulinarik zwischen Zirbe und Alm
Die Zirbe ist in der Region nicht nur Landschaftsprägerin, sondern auch fester Bestandteil der Küche und Kultur. Der berühmte Zirbenschnaps, Zirbenlikör und sogar Zirbenkissen begegnen dir überall – die Einheimischen schwören auf die beruhigende Wirkung des Holzes. In den Almhütten und Gasthöfen wird bodenständig aufgetischt: Kaspressknödel, Almkäse, Brettljause und hausgemachte Mehlspeisen sorgen für die nötige Energie nach der Wanderung.
Regionale Produkte stehen hier hoch im Kurs. Viele Bauernhöfe verkaufen ab Hof selbstgemachte Marmeladen, Honig, Käse und Wurstwaren. Wer Zeit mitbringt, sollte unbedingt bei einer der urigen Almen einkehren, wo die Butter noch nach Alm schmeckt und der Almkäse noch von Hand gemacht wird.
Wusstest du schon?
Die Zirbe, die dem Naturpark ihren Charakter gibt, wird auch "Königin der Alpen" genannt und kann über 1.000 Jahre alt werden. Studien zeigen, dass das Schlafen in einem Zirbenholzbett den Herzschlag beruhigen und für tieferen Schlaf sorgen kann – kein Wunder also, dass Zirbenkissen und -möbel hier zu den beliebtesten Souvenirs gehören.
Ein echter Geheimtipp ist die Wanderung zu den Winterleitenseen, einer Gruppe glasklarer Bergseen unterhalb des Zirbitzkogels. Sie liegen etwas abseits der Hauptrouten und belohnen dich mit einer Stille, die anderswo im Naturpark selten geworden ist. Perfekt für eine Rast, bei der man einfach nur den Wolken beim Ziehen zusieht.
Wanderparadies zwischen Steiermark und Kärnten
Ein Naturpark, viele Gesichter
Was das Wandern im Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen so reizvoll macht, ist die enorme Bandbreite an Landschaften auf engstem Raum. Innerhalb weniger Kilometer wechselst du von schroffen alpinen Gipfelregionen zu sanften Almwiesen, von dichten Zirbenwäldern zu offenen Mooren und stillen Bergseen. Diese Vielfalt sorgt dafür, dass jede Tour ihren eigenen Charakter hat und Wanderer aller Erfahrungsstufen auf ihre Kosten kommen.
Während der Zirbitzkogel echte Bergerfahrung und Kondition verlangt, laden die Themenwege rund um die Grebenzen zum gemütlichen Schlendern ein. Genau diese Kombination macht die Region zu einem echten Allrounder: Anspruchsvolle Bergsteiger finden ihre Herausforderung, Familien und Genusswanderer ihre entspannten Runden.
Wege für jede Kondition
Die Wanderwege im Naturpark sind vorbildlich markiert und gepflegt. Zahlreiche Themenwege wie der Zirbenweg oder Wasserwege vermitteln spielerisch Wissen über die Natur und eignen sich besonders für Familien mit Kindern. Wer es sportlicher mag, findet in den Gipfeltouren auf den Zirbitzkogel und die umliegenden Erhebungen genug Herausforderung.
Besonders angenehm: Viele Touren lassen sich flexibel gestalten. Almhütten und Schutzhäuser dienen als Etappenziele oder Startpunkte, sodass du deine Wanderung ganz nach Laune verlängern oder abkürzen kannst. Die dichte Hüttenlandschaft sorgt außerdem dafür, dass eine warme Suppe oder ein kühles Getränk nie weit entfernt sind.
Naturerlebnis und Aussichten
Die Aussichtspunkte im Naturpark gehören zu den schönsten der Steiermark. Vom Zirbitzkogel-Gipfel aus überblickst du bei guter Sicht ein gewaltiges Bergpanorama, das von den Hohen Tauern über die Nockberge bis zur ungarischen Ebene reicht. Doch auch abseits der Gipfel gibt es zahllose Aussichtsplätze, an denen sich das Weite Tal, blühende Almen und ferne Bergketten wie ein Gemälde ausbreiten.
Die intakte Natur ist ein Erlebnis für alle Sinne: Murmelpfiffe hallen über die Hänge, Adler kreisen am Himmel, und im Frühsommer verwandeln Enziane, Alpenrosen und Almrausch die Wiesen in ein Farbenmeer. Wer aufmerksam unterwegs ist, entdeckt vielleicht sogar Gämsen oder das seltene Birkhuhn.
Für wen sich die Region eignet
Familien schätzen die kinderfreundlichen Themenwege und die zahlreichen Einkehrmöglichkeiten. Ambitionierte Wanderer freuen sich über die alpinen Gipfeltouren mit ordentlichen Höhenmetern. Und Genussmenschen finden in den sanften Landschaften der Grebenzen ihr Paradies zum Entschleunigen.
Gerade weil die Region touristisch noch nicht überlaufen ist, findest du hier eine Ruhe, die andernorts oft verloren gegangen ist. Wer bewusst dem Trubel entfliehen und Natur pur erleben möchte, ist im Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen goldrichtig.
Übernachten mitten im Naturpark: Hotels und Gasthöfe rund um Zirbitzkogel und Grebenzen
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Die schönsten Wanderungen im Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen
Auf den Zirbitzkogel über die Winterleiten
Diese klassische Gipfeltour startet beim Parkplatz der Winterleitenhütte oberhalb von Obdach. Von hier führt der markierte Weg zunächst durch lichten Wald und vorbei an den idyllischen Winterleitenseen, bevor sich die Landschaft öffnet und die typischen Zirbenwälder des Zirbitzkogels erscheinen. Der Duft der Zirben begleitet dich auf dem stetig ansteigenden Pfad.
Über weite Almböden und felsige Passagen erreichst du schließlich das Zirbitzkogelhaus knapp unterhalb des Gipfels, wo du einkehren und dich stärken kannst. Die letzten Meter zum Gipfelkreuz auf 2.396 Metern belohnen dich mit einem grandiosen Rundumblick über die Seetaler Alpen und weit darüber hinaus.
Die Tour verlangt Kondition und Trittsicherheit, ist aber technisch nicht schwierig. Sie eignet sich für geübte Wanderer und ist mit rund 900 Höhenmetern eine lohnende Tagestour. Wer möchte, übernachtet im Zirbitzkogelhaus und genießt Sonnenuntergang und Sternenhimmel in großer Höhe.
Grebenzen-Rundwanderung von St. Lambrecht
Vom sehenswerten Benediktinerstift St. Lambrecht startet diese abwechslungsreiche Rundtour hinauf zur Grebenzen. Der Weg führt zunächst durch schattigen Mischwald, bevor er sich zu den offenen Almwiesen der Grebenzen hinaufschlängelt. Unterwegs eröffnen sich immer wieder herrliche Ausblicke auf das Murtal und die umliegenden Berge.
Oben angekommen, kannst du bei der Grebenzenhütte einkehren, ehe du über einen alternativen Weg wieder ins Tal absteigst. Die sanften Hügel und weiten Wiesen machen diese Tour zu einem echten Genusserlebnis, das auch für weniger geübte Wanderer gut machbar ist.
Besonders im Frühsommer, wenn die Almwiesen in voller Blüte stehen, entfaltet die Grebenzen ihren ganzen Charme. Die Tour ist familienfreundlich und lässt sich mit einer Besichtigung des barocken Stifts St. Lambrecht wunderbar kombinieren.
Naturlehrweg am Furtnerteich
Diese kurze, ebene Runde um den Furtnerteich bei Mariahof ist perfekt für Familien und alle, die es gemütlich mögen. Der beschilderte Naturlehrweg führt rund um das Feuchtgebiet, das zu den bedeutendsten Vogelschutzgebieten der Region zählt. Zahlreiche Infotafeln erklären die heimische Flora und Fauna.
An mehreren Beobachtungsstationen kannst du Haubentaucher, Reiher und weitere Wasservögel in Ruhe beobachten. Besonders in den Morgenstunden herrscht hier reges Treiben, und mit etwas Glück entdeckst du seltene Arten. Für Kinder ist der Weg ein spannendes Naturerlebnis zum Anfassen.
Da der Weg fast eben verläuft und gut ausgebaut ist, eignet er sich auch für einen entspannten Nachmittagsspaziergang. Rundum finden sich Rastplätze und Bänke, die zum Verweilen einladen – ideal für ein kleines Picknick am Ufer.
Zirbenweg am Zirbitzkogel
Der Zirbenweg ist ein Themenweg, der dir die "Königin der Alpen" auf informative und erlebnisreiche Weise näherbringt. Startpunkt ist meist die Region um Obdach oder die Winterleitenhütte, von wo aus der Weg durch beeindruckende alte Zirbenbestände führt. Entlang der Route erfährst du Wissenswertes über das langsame Wachstum und die Bedeutung dieser besonderen Bäume.
Der Weg ist so angelegt, dass er die Sinne anspricht: Du kannst den harzigen Duft der Zirben einatmen, das weiche Holz berühren und die Ruhe des Waldes auf dich wirken lassen. Immer wieder öffnen sich Blicke auf die umliegenden Höhen und Almen.
Diese moderate Wanderung eignet sich für alle, die Natur nicht nur sehen, sondern verstehen möchten. Sie ist auch für Familien geeignet und lässt sich gut mit einer Einkehr in einer der Almhütten verbinden.
Zu den Winterleitenseen
Diese Tour zu den glasklaren Winterleitenseen ist ein echter Geheimtipp für alle, die stille Bergseen lieben. Von der Winterleitenhütte aus führt der Weg durch Zirben- und Lärchenwälder hinauf zu den Seen, die in einem Hochtal unterhalb des Zirbitzkogels eingebettet liegen.
Die Seen spiegeln an windstillen Tagen den Himmel und die umliegenden Gipfel wider und laden zu einer ausgiebigen Rast ein. Wer mutig ist, wagt vielleicht ein erfrischendes Bad im kühlen Bergwasser – Abkühlung garantiert. Der Weg ist mittelschwer und verlangt etwas Kondition.
Da die Seen etwas abseits der Hauptrouten liegen, herrscht hier oft eine besondere Ruhe. Diese Tour eignet sich für alle, die dem Trubel entfliehen und die alpine Landschaft in ihrer ursprünglichen Form erleben möchten.
Von Neumarkt zur Grebenzen über die Almen
Diese aussichtsreiche Tour startet im Ort Neumarkt in der Steiermark und führt über sanft ansteigende Wege hinauf in die Almregion der Grebenzen. Unterwegs passierst du bewirtschaftete Almen, weidende Kühe und immer wieder herrliche Ausblicke über das Neumarkter Becken.
Der Weg ist gut markiert und abwechslungsreich, mit Passagen durch Wald und über offene Wiesen. Bei den Almhütten kannst du regionale Schmankerl genießen, bevor du die letzten Höhenmeter zum Gipfelbereich der Grebenzen zurücklegst.
Diese Halbtagestour eignet sich für konditionell durchschnittliche Wanderer und bietet ein rundes Naturerlebnis. Der Rückweg lässt sich variieren, sodass du eine schöne Rundtour daraus machen kannst. Besonders im Herbst, wenn sich die Lärchen golden färben, ist die Strecke ein Genuss.
Häufige Fragen
Ist der Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen für Familien mit Kindern geeignet?
Ja, der Naturpark ist geradezu ideal für Familien. Neben anspruchsvollen Gipfeltouren gibt es zahlreiche kinderfreundliche Themenwege wie den Naturlehrweg am Furtnerteich oder den Zirbenweg, die spielerisch Wissen über Natur und Tierwelt vermitteln.
Viele dieser Wege sind flach oder nur leicht ansteigend und mit Rastplätzen, Infotafeln und Beobachtungsstationen ausgestattet. Almhütten entlang der Routen sorgen für kurze Einkehrmöglichkeiten, sodass auch kleinere Kinder nicht überfordert werden. Für ältere Kinder mit etwas Wandererfahrung sind auch die sanften Grebenzen-Touren gut machbar.
Kann ich mit Hund im Naturpark wandern?
Grundsätzlich ja, Hunde sind auf den meisten Wanderwegen im Naturpark willkommen. Allerdings solltest du besonders im Bereich der Almen und Weideflächen auf Weidevieh achten und deinen Hund unbedingt an der Leine führen.
Rund um das Vogelschutzgebiet am Furtnerteich gelten besondere Rücksichtnahmen, da hier viele störungsempfindliche Vögel brüten. Halte dich an die Beschilderung und respektiere die Ruhezonen. In vielen Almhütten und Gasthöfen der Region sind gut erzogene Hunde ebenfalls gern gesehen – frag im Zweifel einfach vorher nach. Wasser für deinen Vierbeiner solltest du bei längeren Touren mitnehmen.
Wie schwierig ist der Aufstieg auf den Zirbitzkogel?
Der Aufstieg auf den Zirbitzkogel ist konditionell anspruchsvoll, technisch aber überwiegend unproblematisch. Je nach Startpunkt sind zwischen 700 und 900 Höhenmeter zu bewältigen, was eine gewisse Grundkondition voraussetzt.
Die Wege sind gut markiert und größtenteils gut begehbar, im Gipfelbereich gibt es einige felsigere und steilere Passagen, die Trittsicherheit erfordern. Festes Schuhwerk ist Pflicht. Bei guter Vorbereitung ist die Tour für die meisten geübten Wanderer gut machbar. Da das Wetter im Hochgebirge schnell umschlagen kann, solltest du immer eine Wetterjacke und ausreichend Verpflegung dabei haben.
Wann ist die beste Zeit zum Wandern in der Region?
Die ideale Wanderzeit erstreckt sich von etwa Juni bis Oktober. Im Frühsommer erlebst du die Almwiesen in voller Blütenpracht, mit Enzian, Alpenrosen und Almrausch. Die Temperaturen sind angenehm und die Natur zeigt sich von ihrer frischesten Seite.
Der Herbst hat seinen ganz eigenen Reiz: Wenn sich die Lärchen golden färben und die Luft klar ist, sind die Fernblicke besonders eindrucksvoll. In den höheren Lagen, etwa am Zirbitzkogel, kann bereits im Frühherbst und bis in den späten Frühling hinein Schnee liegen, weshalb du dich vorher über die aktuellen Bedingungen informieren solltest.
Gibt es bewirtschaftete Hütten für Einkehr und Übernachtung?
Ja, die Region verfügt über mehrere bewirtschaftete Hütten und Almen. Das Zirbitzkogelhaus knapp unterhalb des Gipfels ist ein beliebter Stützpunkt, der sowohl Einkehr als auch Übernachtung ermöglicht – perfekt für einen Sonnenaufgang am Gipfel.
Auch die Winterleitenhütte und verschiedene Almhütten rund um die Grebenzen bieten regionale Küche und teils Übernachtungsmöglichkeiten. Es empfiehlt sich, gerade in der Hochsaison und für Übernachtungen vorher zu reservieren. Die Öffnungszeiten sind saisonal, weshalb du dich vor deiner Tour über die aktuellen Betriebszeiten informieren solltest.
Wie erreiche ich den Naturpark mit öffentlichen Verkehrsmitteln?
Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist möglich, erfordert aber etwas Planung. Neumarkt in der Steiermark und die umliegenden Ortschaften sind per Bahn und Bus erreichbar, wobei die Verbindungen im ländlichen Raum nicht sehr dicht getaktet sind.
Von den Ortszentren aus sind die Ausgangspunkte einiger Wanderungen zu Fuß oder mit lokalen Buslinien erreichbar. Für abgelegenere Startpunkte wie die Winterleitenhütte ist ein Auto allerdings deutlich praktischer. Es lohnt sich, die Fahrpläne im Voraus zu prüfen und gegebenenfalls einen Wandertaxi-Service zu nutzen, den manche Gemeinden anbieten.
Brauche ich eine besondere Ausrüstung?
Für die einfacheren Themenwege reichen bequeme Wanderschuhe und wettergerechte Kleidung völlig aus. Für die Gipfeltouren, insbesondere den Zirbitzkogel, solltest du dagegen mit festen, knöchelhohen Wanderschuhen, einer wind- und wasserdichten Jacke sowie ausreichend Verpflegung und Wasser ausgestattet sein.
Da sich das Wetter im Gebirge schnell ändern kann, empfehlen sich immer eine warme Zwischenschicht und Sonnenschutz. Wanderstöcke können auf den steileren Abschnitten hilfreich sein. Eine Karte oder eine Wander-App auf dem Smartphone sowie eine Powerbank gehören ebenfalls ins Gepäck, da das Mobilfunknetz in den höheren Lagen nicht überall zuverlässig ist.
Sind die Wanderwege gut markiert?
Ja, die Wanderwege im Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen sind vorbildlich markiert und beschildert. An Wegkreuzungen findest du in der Regel Wegweiser mit Zielangaben und Gehzeiten, und die Routen sind mit den üblichen rot-weiß-roten Markierungen versehen.
Die Themenwege sind zusätzlich mit Infotafeln und speziellen Symbolen gekennzeichnet. Dennoch ist es ratsam, eine aktuelle Wanderkarte oder eine zuverlässige App dabei zu haben, insbesondere bei längeren oder alpinen Touren. Bei Nebel oder schlechter Sicht können Markierungen in den höheren Regionen schwerer zu erkennen sein, weshalb dort besondere Aufmerksamkeit gefragt ist.
Eignet sich die Region auch für Anfänger?
Absolut. Der Naturpark bietet für Wandereinsteiger eine große Auswahl an leichten, gut ausgebauten Wegen. Der Naturlehrweg am Furtnerteich, kurze Almwanderungen und Teile des Zirbenwegs sind ohne besondere Vorkenntnisse machbar und dennoch landschaftlich sehr reizvoll.
Wer sich langsam steigern möchte, findet zahlreiche mittelschwere Touren, etwa die Grebenzen-Rundwanderungen. Der anspruchsvolle Zirbitzkogel sollte dagegen erst nach etwas Wandererfahrung angegangen werden. So können sich Anfänger Schritt für Schritt an längere und höhere Touren herantasten und dabei ihre Kondition und Sicherheit aufbauen.
Kann man im Naturpark auch mehrtägige Wanderungen unternehmen?
Ja, mehrtägige Touren sind sehr gut möglich. Dank der bewirtschafteten Hütten wie dem Zirbitzkogelhaus lassen sich Wanderungen bequem auf mehrere Tage aufteilen. Eine Übernachtung am Berg ist ein besonderes Erlebnis, das dir Sonnenuntergang, Sternenhimmel und Sonnenaufgang in großer Höhe beschert.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, mehrere Gipfel und Landschaftsräume zu kombinieren und so eine individuelle Mehrtagesrunde zu gestalten. Wichtig ist, Übernachtungen in den Hütten vorab zu reservieren und die Etappen realistisch zu planen. So kannst du die Ruhe und Weite des Naturparks in vollen Zügen genießen, ohne täglich ins Tal absteigen zu müssen.
Gibt es geführte Wanderungen im Naturpark?
Ja, in der Region werden regelmäßig geführte Wanderungen und Naturpark-Erlebnisse angeboten. Naturpark-Ranger und lokale Wanderführer nehmen dich mit auf Touren, bei denen du viel über die heimische Flora und Fauna, die Bedeutung der Zirbe und die Kulturlandschaft erfährst.
Diese geführten Angebote sind besonders empfehlenswert, wenn du die Region intensiver kennenlernen oder dich in den höheren Lagen sicher fühlen möchtest. Informationen zu Terminen und Anmeldung findest du bei den örtlichen Tourismusverbänden und Naturparkstellen. Oft gibt es auch thematische Wanderungen, etwa zu Kräutern, Tierbeobachtung oder Sonnenaufgangstouren.
Was macht die Zirbe für die Region so besonders?
Die Zirbe ist das Wahrzeichen des Naturparks und prägt Landschaft, Kultur und Kulinarik gleichermaßen. Die knorrigen Bäume, auch "Königin der Alpen" genannt, wachsen extrem langsam und können über 1.000 Jahre alt werden. Sie trotzen Wind, Kälte und kargem Boden und bilden am Zirbitzkogel eindrucksvolle Wälder.
Das Holz der Zirbe ist bekannt für seinen angenehmen Duft und seine beruhigende Wirkung, weshalb es gerne für Möbel, Kissen und Schnaps verwendet wird. In der Region findest du zahlreiche Produkte rund um die Zirbe, vom Likör bis zum Zirbenkissen. Wer durch die Zirbenwälder wandert, versteht schnell, warum dieser Baum den Menschen hier so viel bedeutet.