Wandern in der Wachau: Zwischen Weinterrassen, Donaublick und mittelalterlichen Ruinen
Wandern • Wachau

Wandern in der Wachau: Zwischen Weinterrassen, Donaublick und mittelalterlichen Ruinen

Steile Weinterrassen, mittelalterliche Ruinen und der Donaublick unter dir – die Wachau ist Wandern und Genuss in einem.

Wandern in der Wachau

Es gibt Landschaften, die wirken wie gemalt, und dann gibt es die Wachau. Auf gerade einmal 36 Kilometern schlängelt sich die Donau zwischen Melk und Krems durch ein Tal, das so dicht mit Geschichte, Wein und steilen Terrassen vollgepackt ist, dass man beim Wandern kaum weiß, wohin man zuerst schauen soll. Mal glitzert der Fluss tief unten, mal leuchten im Frühjahr die Marillenbäume in einem zarten Rosa, das selbst hartgesottene Outdoor-Typen kurz innehalten lässt.

Die Wachau ist UNESCO-Weltkulturerbe, und das merkt man auf Schritt und Tritt. Über den Weinbergen thronen Burgruinen wie Aggstein und Dürnstein, in denen einst Richard Löwenherz gefangen gehalten wurde. Dazwischen ducken sich verträumte Winzerorte mit Kopfsteinpflaster, alten Heurigen und Kirchtürmen, die aussehen, als hätten sie sich seit Jahrhunderten kein bisschen verändert.

Beim Wandern bewegst du dich hier durch ein lebendiges Mosaik: schmale Steige durch Trockenrasen, schattige Waldpfade, sonnenwarme Weinterrassen aus uraltem Granit und Aussichtspunkte, an denen sich das ganze Donautal vor dir ausbreitet. Der berühmte Welterbesteig Wachau verbindet all das auf rund 180 Kilometern und gilt als einer der schönsten Weitwanderwege Österreichs.

Was die Wachau so unwiderstehlich macht, ist diese Mischung aus Genuss und Bewegung. Du wanderst nicht einfach von A nach B, sondern von Heuriger zu Heuriger, von Aussicht zu Aussicht, von einem Glas Grünem Veltliner zum nächsten Marillenknödel. Hier wird das Wandern zur Lebensart. Schnür die Schuhe, der Donaublick wartet schon.

Topografie & Landschaft

Enges Donautal mit Weinterrassen

Höhenlage

ca. 200 bis 600 m

Geländecharakter

Weinbergsteige, Waldpfade, Uferwege

Infrastruktur

Sehr gut erschlossen, bahnnah

Beste Reisezeit

April bis Oktober

Navigation

Was die Wachau so besonders macht

Dürnstein – das blaue Wahrzeichen der Wachau

Kaum ein Ort prägt das Bild der Wachau so sehr wie Dürnstein mit seinem strahlend blau-weißen Stiftsturm, der sich elegant über die Donau erhebt. Schon von Weitem erkennst du ihn, wenn du auf dem Welterbesteig durch die Weinberge wanderst. Der Turm des Augustiner-Chorherrenstifts gilt als eines der schönsten Barockensembles Österreichs und ist ein beliebtes Fotomotiv – kein Wunder, denn das Blau leuchtet selbst an grauen Tagen.

Hoch über dem Ort thront die Ruine Dürnstein, in der angeblich der englische König Richard Löwenherz im 12. Jahrhundert gefangen gehalten wurde. Der kurze, aber steile Aufstieg lohnt sich doppelt: oben erwartet dich nicht nur ein Hauch Mittelalter, sondern auch einer der spektakulärsten Ausblicke ins Donautal. Wer Glück hat, beobachtet von hier oben die gemächlich vorbeiziehenden Donauschiffe.

Marillen, Wein und Wachauer Küche

Die Wachau und die Marille gehören zusammen wie die Donau und das Tal. Die geschützte Wachauer Marille wird hier seit Jahrhunderten kultiviert, und wenn im April die Bäume blühen, verwandelt sich die Landschaft in ein rosa-weißes Blütenmeer. Aus den Früchten entstehen Marmelade, Schnaps, Likör und die legendären Marillenknödel, die man sich nach einer Wanderung redlich verdient hat.

Mindestens ebenso berühmt ist der Wein. Auf den steilen Terrassen reifen Grüner Veltliner und Riesling von Weltrang, gehegt von Winzerfamilien, die ihr Handwerk über Generationen perfektioniert haben. In den urigen Heurigen, erkennbar am ausgehängten Föhrenbuschen, kannst du diese Tropfen direkt beim Erzeuger genießen – am besten zu einer Brettljause mit Speck, Käse und frischem Brot.

Stift Melk und Krems – die Tore zur Wachau

Am westlichen Ende der Wachau thront das Stift Melk, ein barockes Meisterwerk, das auf einem Felsen über der Donau prangt. Die prachtvolle Stiftsbibliothek und die goldene Stiftskirche zählen zu den beeindruckendsten Sakralbauten Europas. Viele Wanderungen starten oder enden hier, und der Anblick beim Anwandern ist schlicht atemberaubend.

Am östlichen Ende liegt Krems, eine charmante Altstadt voller Gassen, Galerien und gemütlicher Lokale. Die Stadt verbindet Wachauer Tradition mit moderner Kunstszene und ist der ideale Ausgangspunkt für Touren in den Weinbergen. Wusstest du schon? Krems gehört zu den ältesten Städten Österreichs und wurde bereits im Jahr 995 urkundlich erwähnt.

Geheimtipp: die stillen Seitentäler

Während sich am Donauufer im Sommer die Touristenströme drängen, bleibt es in den Seitentälern und auf den höher gelegenen Steigen erstaunlich ruhig. Wer den Trubel meiden möchte, wandert hinauf zur Ruine Aggstein oder erkundet die einsamen Trockenrasen oberhalb von Spitz. Hier findest du seltene Orchideen, wärmeliebende Eidechsen und die ungestörte Stille, die das echte Wachau-Gefühl ausmacht.

Warum die Wachau ein Wanderparadies ist

Der Welterbesteig Wachau – ein Weitwanderweg der Extraklasse

Das Herzstück des Wanderns in der Wachau ist der rund 180 Kilometer lange Welterbesteig Wachau, der das Tal auf beiden Seiten der Donau umrundet. In 14 Etappen führt er dich durch alles, was die Region zu bieten hat: Weinterrassen, Trockenrasen, lichte Eichenwälder, Burgruinen und immer wieder dieser umwerfende Blick auf den silbrigen Fluss. Der Weg ist bestens markiert und lässt sich dank guter Bahn- und Fährverbindungen wunderbar in Einzeletappen aufteilen.

Das Schöne: Du musst kein Extremsportler sein, um die Wachau zu Fuß zu erleben. Die meisten Etappen liegen im moderaten Bereich, auch wenn die steilen Anstiege zu den Aussichtspunkten durchaus für warme Waden sorgen. Wer es gemütlicher mag, pickt sich einzelne Höhepunkte heraus und kombiniert sie mit einer Donauschifffahrt oder einer Heurigeneinkehr.

Aussichten, die süchtig machen

Die Wachau ist ein Tal der Panoramen. Egal ob von der Ruine Aggstein, der Seekopf-Warte oder dem Aussichtspunkt oberhalb von Dürnstein – immer wieder öffnet sich der Blick über die Donauschleifen, die terrassierten Weinberge und die roten Dächer der Winzerorte. Besonders magisch wird es im Herbst, wenn sich das Laub golden färbt und der Nebel morgens über dem Fluss liegt.

Diese ständige Belohnung durch grandiose Ausblicke macht das Wandern hier so motivierend. Selbst wer eigentlich keine Lust auf den nächsten Anstieg hat, wird oben oft sprachlos – und greift dann doch reflexartig zur Kamera. Die Wachau ist eine der wenigen Regionen, in denen jede Mühe sofort und sichtbar entlohnt wird.

Für wen sich das Wandern hier besonders lohnt

Die Wachau ist erstaunlich vielseitig und spricht ganz unterschiedliche Wandertypen an. Genusswanderer kommen wegen der kurzen Distanzen zwischen den Heurigen voll auf ihre Kosten, ambitionierte Weitwanderer finden im Welterbesteig eine echte Herausforderung über mehrere Tage. Auch Kulturinteressierte sind hier goldrichtig, denn an jeder Ecke wartet ein Stift, eine Ruine oder ein historischer Ortskern.

Familien finden zahlreiche kürzere Rundwege mit Burgbesichtigung als Belohnung, und Naturfreunde freuen sich über die artenreichen Trockenrasen mit ihrer mediterran anmutenden Flora. Die gute Erreichbarkeit mit der Bahn ab Wien macht die Region auch für Tagesausflügler attraktiv – innerhalb einer guten Stunde bist du mittendrin.

Wegequalität und Orientierung

Die Wanderwege der Wachau sind durchwegs gut gepflegt und markiert. Der Welterbesteig folgt einer einheitlichen Beschilderung, und auch die zahlreichen Rundwege sind klar ausgeschildert. Du bewegst dich überwiegend auf naturnahen Pfaden, schmalen Steigen durch die Weinberge und gelegentlich auf befestigten Wegen am Donauufer.

Festes Schuhwerk ist Pflicht, denn die steilen, teils steinigen Abschnitte verlangen Trittsicherheit. Dafür wirst du selten von langweiligen Asphaltpassagen gequält – die Wachau ist überwiegend ein echtes Naturerlebnis. Trinkwasser solltest du gerade an heißen Sommertagen ausreichend mitnehmen, denn auf den sonnenexponierten Terrassen wird es ordentlich warm.

Übernachten in der Wachau: Vom Winzerhof bis zum Donau-Hotel

Wir konnten leider kein Hotel finden...

Sie sind Hotelier, oder führen einen Gasthof oder eine Pension und interessieren sich für eine Aufnahme in unser Portal?

oder direkt anrufen
+49 (0)8167-69 63 70

Hotelzimmer mit Bett und Holzwand
© Evrymmnt - stock.adobe.com

Die schönsten Wanderungen in der Wachau

Von Dürnstein zur Ruine und durch die Weinberge

Diese klassische Rundwanderung startet im malerischen Ortskern von Dürnstein und führt dich gleich zu Beginn steil bergauf zur berühmten Ruine Dürnstein. Über felsige Stufen und schmale Steige erreichst du das Gemäuer, in dem der Legende nach Richard Löwenherz gefangen saß. Oben breitet sich das Donautal in seiner ganzen Pracht vor dir aus – ein Panorama, das den schweißtreibenden Aufstieg sofort vergessen lässt.

Weiter geht es über den Höhenweg Richtung Westen, vorbei an der Starhembergwarte und durch lichte Wälder, bevor der Weg in die Weinterrassen abtaucht. Hier wanderst du durch die berühmten Rieden, in denen Grüner Veltliner und Riesling reifen, und genießt immer wieder Tiefblicke auf die blaue Stiftskirche.

Zurück im Ort lockt eine Einkehr in einem der gemütlichen Heurigen. Die Tour ist rund 6 Kilometer lang, erfordert aber wegen der Steigungen Trittsicherheit und etwas Kondition – ideal für ambitionierte Genusswanderer mit Sinn für Geschichte.

Welterbesteig-Etappe: Spitz nach Weißenkirchen

Diese aussichtsreiche Etappe des Welterbesteigs gehört zu den schönsten Abschnitten überhaupt. Du startest im verträumten Winzerort Spitz an der Donau, bekannt für seinen Tausendeimerberg, und steigst durch terrassierte Weingärten hinauf in Richtung der Höhen oberhalb des Tals.

Der Weg führt durch lichte Eichenwälder und über sonnige Trockenrasen, wo im Frühsommer Orchideen blühen und Smaragdeidechsen über die warmen Steine huschen. Immer wieder öffnen sich grandiose Blicke auf die Donauschleife und die gegenüberliegende Ruine Hinterhaus.

Nach rund 11 Kilometern erreichst du Weißenkirchen, eines der Vorzeigedörfer der Wachau mit wehrhafter Kirche und urigen Gassen. Die Strecke ist mittelschwer und lässt sich dank Bahnverbindung bequem als Punkt-zu-Punkt-Tour gehen. Eine perfekte Tagesetappe für alle, die das authentische Wachau-Gefühl suchen.

Rundwanderung zur Ruine Aggstein

Die Burgruine Aggstein am südlichen Donauufer ist eines der eindrucksvollsten Ausflugsziele der Wachau. Diese Rundtour startet meist in Aggsbach Dorf und führt dich auf gut markierten Waldwegen hinauf zur mächtigen Ruine Aggstein, die hoch über dem Strom thront und einst als gefürchtete Raubritterburg galt.

Der Aufstieg durch den schattigen Mischwald ist angenehm zu gehen und gerade an heißen Tagen ein willkommener Kontrast zu den sonnigen Weinbergen. Oben angekommen erwartet dich nicht nur ein begehbares Burgareal mit dem berüchtigten Rosengärtlein, sondern auch ein atemberaubender Blick weit ins Donautal hinein.

Die Burgschänke lädt zur deftigen Rast, bevor es auf einer alternativen Route wieder hinabgeht. Mit rund 8 Kilometern und moderaten Höhenmetern eignet sich die Tour gut für Familien mit wanderfreudigen Kindern, die sich für Ritter und Burgen begeistern.

Marillenblütenwanderung rund um Rossatz

Wenn im April die Marillenbäume blühen, verwandelt sich die Wachau in ein zartrosa Blütenmeer – und nirgends erlebt man das schöner als rund um Rossatz-Arnsdorf am sonnigen Südufer der Donau. Diese gemütliche Rundwanderung führt dich durch die ausgedehnten Marillengärten, die hier zwischen Fluss und Weinhängen liegen.

Der Weg ist überwiegend flach und damit ideal für entspannte Genusswanderer und Familien. Entlang der Route triffst du immer wieder auf Hofläden und Heurige, die ihre selbstgemachten Marillenprodukte anbieten – vom Marmeladenglas bis zum hochprozentigen Brand.

Vom Ufer aus hast du einen herrlichen Blick auf die gegenüberliegenden Orte und die blaue Kirche von Dürnstein. Die etwa 7 Kilometer lange Tour lässt sich wunderbar mit einer Überfahrt per Rollfähre kombinieren. Ein Erlebnis, das man am besten zur Blütezeit Anfang April plant – dann ist die Wachau einfach unwiderstehlich.

Von Melk auf die Höhen über dem Stift

Diese Wanderung startet im Schatten des prachtvollen Stift Melk und führt dich vom barocken Tor der Wachau hinauf in die bewaldeten Höhen, die das Tal nach Westen begrenzen. Schon der Blick zurück auf die goldgelbe Stiftsanlage ist die ganze Tour wert.

Über naturnahe Pfade gewinnst du stetig an Höhe und tauchst ein in ruhige Wälder, in denen es deutlich stiller zugeht als am belebten Donauufer. Immer wieder öffnen sich Lichtungen mit Ausblicken auf die Donau und den Beginn des Wachautals.

Die Tour eignet sich gut als erster Abschnitt des Welterbesteigs oder als eigenständige Halbtagesrunde. Mit rund 9 Kilometern und sanften Anstiegen ist sie für geübte Wanderer gut machbar. Wer die Wachau von ihrer kulturellen und ihrer naturnahen Seite gleichzeitig erleben will, ist hier bestens aufgehoben – und kann den Tag mit einem Stiftsbesuch abrunden.

Häufige Fragen

Wann ist die beste Zeit zum Wandern in der Wachau?

Die Wachau ist von Frühjahr bis Herbst ein Traum, hat aber zwei ganz besondere Höhepunkte. Im April verwandelt die Marillenblüte das Tal in ein zartrosa Blütenmeer – das ist die wohl romantischste Zeit zum Wandern, allerdings auch sehr beliebt. Der Herbst von September bis November bietet milde Temperaturen, goldgelb gefärbte Weinberge und die Zeit des Sturms, des jungen, noch gärenden Weins.

Im Hochsommer kann es auf den sonnenexponierten Weinterrassen sehr heiß werden, weshalb du dann früh starten und ausreichend Wasser mitnehmen solltest. Der Winter ist zum Wandern nur bedingt geeignet, dafür aber herrlich ruhig. Insgesamt sind Mai, Juni, September und Oktober die idealen Wandermonate.

Ist Wandern in der Wachau mit Kindern geeignet?

Absolut, die Wachau bietet zahlreiche familienfreundliche Touren. Besonders beliebt sind die Wanderungen zu den Burgruinen Aggstein und Dürnstein, denn was begeistert Kinder mehr als echte Ritterburgen mit Türmen, Mauern und spannenden Geschichten? Die Ruine Aggstein mit ihrem berüchtigten Rosengärtlein und der Burgschänke ist ein echtes Highlight für kleine Abenteurer.

Für jüngere Kinder eignen sich die flacheren Wege entlang der Donau und durch die Marillengärten, etwa rund um Rossatz. Steile Welterbesteig-Etappen mit ausgesetzten Passagen solltest du mit kleinen Kindern dagegen meiden. Plane ausreichend Pausen ein, am besten mit einer Einkehr beim Heurigen – Marillenknödel oder Apfelsaft sorgen für gute Laune.

Kann ich in der Wachau mit Hund wandern?

Ja, die Wachau ist eine sehr hundefreundliche Wanderregion. Die meisten Wege auf dem Welterbesteig und den Rundtouren sind problemlos mit Hund zu begehen, und viele Heurige und Gasthäuser heißen Vierbeiner willkommen. Achte darauf, deinen Hund in den Weinbergen und Naturschutzgebieten anzuleinen, da hier sensible Trockenrasen und brütende Vögel geschützt werden.

An heißen Sommertagen solltest du genügend Wasser für deinen Hund mitführen, denn die offenen Weinterrassen bieten kaum Schatten und heizen sich stark auf. Plane deine Tour dann in die kühleren Morgenstunden oder wähle schattige Waldwege wie den Aufstieg zur Ruine Aggstein. Bei Burgbesichtigungen gelten teils eigene Regeln, daher lohnt ein Blick auf die jeweiligen Hinweise vor Ort.

Wie erreiche ich die Wachau am besten?

Die Wachau ist hervorragend mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, was sie besonders für Tagesausflügler und Weitwanderer attraktiv macht. Von Wien aus erreichst du Krems mit der Bahn in etwa einer Stunde, von dort verkehren Busse und im Sommer Schiffe entlang des gesamten Tals. Auch Melk am westlichen Ende ist gut per Bahn angebunden.

Innerhalb der Wachau kannst du dank der Wachaubahn, der Donauschifffahrt und der Fähren bequem zwischen Start- und Zielpunkt deiner Wanderung pendeln – ideal für Punkt-zu-Punkt-Touren auf dem Welterbesteig. Wer mit dem Auto anreist, findet in den größeren Orten Parkmöglichkeiten, sollte in der Hauptsaison aber früh dran sein.

Wie anspruchsvoll sind die Wanderungen in der Wachau?

Das Spektrum reicht von gemütlichen Spaziergängen bis zu fordernden Bergetappen. Die flachen Uferwege und Marillengarten-Runden sind für jeden machbar, während die Aufstiege zu den Ruinen und die Welterbesteig-Etappen durchaus Trittsicherheit und Kondition verlangen. Die Höhenunterschiede sind nicht alpin, aber die steilen Anstiege durch die Weinterrassen bringen einen ordentlich ins Schwitzen.

Festes Schuhwerk ist auf den schmalen, teils steinigen Steigen Pflicht. Insgesamt bewegen sich die meisten Touren im mittelschweren Bereich und sind für durchschnittlich fitte Wanderer gut zu bewältigen. Wer unsicher ist, beginnt mit einer einzelnen Etappe oder Rundtour und steigert sich von dort.

Was ist der Welterbesteig Wachau genau?

Der Welterbesteig Wachau ist der bekannteste Weitwanderweg der Region und führt auf rund 180 Kilometern in 14 Etappen einmal rund um das gesamte Donautal zwischen Melk und Krems. Er verbindet auf beiden Flussseiten die schönsten Aussichtspunkte, Weinberge, Ruinen und Winzerorte miteinander und gilt als einer der attraktivsten Weitwanderwege Österreichs.

Das Tolle daran: Du musst nicht den gesamten Weg am Stück gehen. Dank der hervorragenden Verkehrsanbindung mit Bahn, Bus und Schiff lassen sich einzelne Etappen ideal als Tagestouren wandern. Die Beschilderung ist einheitlich und zuverlässig, sodass du dich kaum verlaufen kannst.

Wo kann ich in der Wachau gut einkehren?

Die Wachau ist ein Paradies für Genießer, und die Einkehrmöglichkeiten gehören untrennbar zum Wandererlebnis dazu. In nahezu jedem Winzerort findest du gemütliche Heurige, erkennbar am ausgehängten Föhrenbuschen, die hauseigenen Wein und herzhafte Brettljausen servieren. Hier kehrst du direkt beim Erzeuger ein und probierst Grünen Veltliner oder Riesling vom Fass.

Daneben gibt es zahlreiche Gasthäuser mit regionaler Küche, in denen Marillenknödel, Wachauer Laberl und Wild auf der Karte stehen. Auch die Burgschänken bei den Ruinen Aggstein und Dürnstein laden zur Rast mit Aussicht. Plane deine Wanderung am besten so, dass eine Einkehr am Ziel auf dich wartet – das motiviert ungemein.

Brauche ich für die Wachau spezielle Wanderausrüstung?

Für die meisten Touren reicht eine solide Tageswanderausrüstung völlig aus. Wichtig sind vor allem feste Wanderschuhe mit gutem Profil, denn die steilen Steige durch die Weinberge und die Aufstiege zu den Ruinen sind teils steinig und können bei Nässe rutschig werden. Trekkingstöcke sind bei den steileren Etappen eine echte Hilfe für die Knie.

Da die Weinterrassen kaum Schatten bieten, gehören Sonnenschutz, Kopfbedeckung und ausreichend Wasser im Sommer unbedingt ins Gepäck. Eine leichte Regenjacke schadet nie, denn das Wetter kann im Donautal wechselhaft sein. Für mehrtägige Welterbesteig-Touren empfiehlt sich zusätzlich ein gut sitzender Tagesrucksack.

Gibt es geführte Wanderungen in der Wachau?

Ja, in der Wachau werden regelmäßig geführte Wanderungen angeboten, die das Erlebnis um spannende Hintergründe bereichern. Besonders beliebt sind themenbezogene Touren rund um Wein, Marille und die Geschichte des Tals, bei denen ortskundige Guides Wissenswertes über die Region, die Winzertradition und die Burgruinen erzählen.

Viele dieser Touren enden mit einer Verkostung beim Winzer oder einer Einkehr beim Heurigen, sodass Wandern und Genuss perfekt verbunden werden. Auch botanische Führungen durch die artenreichen Trockenrasen werden angeboten. Informationen findest du bei den lokalen Tourismusbüros in Krems, Melk und den Winzerorten.

Kann ich Wandern und Donauschifffahrt kombinieren?

Unbedingt, und genau das macht die Wachau so besonders. Im Sommerhalbjahr verkehren Ausflugsschiffe zwischen Melk, Spitz, Dürnstein und Krems, die du wunderbar in deine Wanderplanung einbauen kannst. So wanderst du etwa eine Etappe und lässt dich anschließend gemütlich per Schiff zurück zum Ausgangspunkt bringen – mit einem Glas Wein an Deck und herrlichem Blick auf die Ufer.

Die Kombination aus Wandern und Schifffahrt ist ideal für alle, die das Tal aus verschiedenen Perspektiven erleben möchten. Vom Wasser aus wirken die Weinterrassen und Ruinen noch einmal ganz anders. Beachte die saisonalen Fahrpläne, denn außerhalb der Hauptsaison fahren die Schiffe seltener.

Sind die Wanderwege auch außerhalb der Saison begehbar?

Grundsätzlich kannst du in der Wachau ganzjährig wandern, denn die Wege sind nicht durch Schnee blockiert wie in alpinen Hochlagen. Im Winter zeigt sich das Tal von seiner ruhigen, fast meditativen Seite, und du hast die Aussichtspunkte oft ganz für dich allein. An frostigen Tagen können die steilen Steige allerdings rutschig oder vereist sein, hier ist Vorsicht geboten.

Zu bedenken ist außerdem, dass viele Heurige, Schiffe und manche Burgschänken im Winter geschlossen haben, sodass die Genuss-Komponente etwas zu kurz kommt. Wer das volle Wachau-Erlebnis mit Einkehr und Schifffahrt möchte, ist von April bis Oktober am besten dran.

Wo übernachte ich am besten als Wanderer?

Die Wachau bietet eine charmante Auswahl an Unterkünften, die sich ideal an Wanderbedürfnisse anpassen. Besonders stimmungsvoll sind die Winzerhöfe und Privatzimmer in Orten wie Spitz, Weißenkirchen und Dürnstein, wo du oft direkt vom Weingut aus loswandern kannst und morgens mit Blick auf die Reben frühstückst.

In Krems und Melk findest du größere Hotels und Pensionen, die sich gut als Standort für mehrtägige Touren eignen, da sie verkehrstechnisch ideal angebunden sind. Wer den Welterbesteig in Etappen geht, sollte frühzeitig buchen, besonders zur Marillenblüte und in der Weinlese. Viele Gastgeber bieten Gepäcktransfer an, sodass du nur mit dem Tagesrucksack unterwegs sein musst.

Copyright Dicom GmbH.
Einstellungen gespeichert

Cookie-Hinweis: Wir setzen auf unserer Website Cookies ein. Einige von ihnen sind erforderlich, während andere uns helfen unser Onlineangebot zu verbessern. Sie können alle Cookies über den Button “Alle akzeptieren” zulassen, oder Ihre eigene Auswahl vornehmen.

Technisch erforderliche Cookies werden immer geladen.

Weitere Hinweise, welche Cookies jeweils geladen werden, finden Sie hier in unseren Datenschutzhinweisen.

You are using an outdated browser. The website may not be displayed correctly.