Extermsteine im Teutoburger Wald bei Detmold
Wandern • Teutoburger Wald

Wandern im Teutoburger Wald: Wo Geschichte, Wald und sanfte Höhenzüge verschmelzen

Sanfte Höhenzüge, geheimnisvolle Felsen und uralte Geschichte – der Teutoburger Wald ist Wandern mit Tiefgang. Komm mit auf die schönsten Wege!

Wandern im Teutoburger Wald

Es gibt Regionen, die schreien förmlich nach Aufmerksamkeit, und dann gibt es den Teutoburger Wald – einen Höhenzug, der seine Schönheit lieber leise erzählt. Hier, zwischen Osnabrück, Bielefeld und dem Eggegebirge, schlängeln sich uralte Wege über bewaldete Kämme, vorbei an bizarren Felsformationen und durch Buchenwälder, die im Herbst ein ganzes Farbspektrum in Brand setzen. Wer einmal auf dem Hermannsweg unterwegs war, weiß: Dieser Mittelgebirgszug hat eine Seele.

Der Teutoburger Wald ist nicht das spektakulärste Gebirge Deutschlands – und genau das ist sein Charme. Die Höhen sind moderat, die Steigungen freundlich, die Aussichten dafür umso überraschender. Plötzlich öffnet sich der Wald, und du blickst über sanfte Hügel, Felder und Dörfer bis an den Horizont. Es ist eine Landschaft, die nicht überfordert, sondern einlädt – zum Durchatmen, zum Innehalten, zum einfach mal Loswandern.

Und dann ist da natürlich die Geschichte. Vor über zweitausend Jahren soll hier in der legendären Varusschlacht ein römisches Heer untergegangen sein. Das gewaltige Hermannsdenkmal thront seither über den Baumwipfeln und erinnert an diese Epoche. Doch auch ohne Geschichtsbuch im Rucksack spürt man die Tiefe dieser Region: in den knorrigen Externsteinen, in den stillen Mooren, in den Heideflächen, die im Spätsommer violett leuchten.

Für Wanderer ist der Teutoburger Wald ein echtes Geschenk. Bestens markierte Wege, eine herzliche Gastfreundschaft, gemütliche Einkehrmöglichkeiten und eine Erreichbarkeit, die ihresgleichen sucht. Egal ob Tagesausflug oder mehrtägige Tour auf dem Hermannsweg – hier findest du genau die Mischung aus Bewegung, Natur und Genuss, die einen Wandertag perfekt macht. Schnür die Schuhe, der Wald wartet.

Topografie & Landschaft

Bewaldeter Mittelgebirgskamm

Höhenlage

Bis 468 m (Velmerstot)

Geländecharakter

Waldpfade, Wurzelwege, Sandsteinfelsen

Infrastruktur

Sehr gut markiert, viele Einkehren

Beste Reisezeit

Frühling bis Herbst

Navigation

Sehenswürdigkeiten und Naturhighlights im Teutoburger Wald

Die Externsteine – Felsriesen mit Geheimnis

Wenn es ein Wahrzeichen des Teutoburger Waldes gibt, das sofort im Gedächtnis bleibt, dann sind es die Externsteine bei Horn-Bad Meinberg. Dreizehn schmale Sandsteinfelsen ragen bis zu 40 Meter senkrecht aus dem Wald empor – wie versteinerte Wächter aus einer anderen Zeit. Über eine Treppe und eine kleine Brücke erreichst du die Plattform auf einem der Felsen, von der aus du über den angrenzenden Wiembecketeich und die bewaldeten Hänge blickst.

Die Externsteine sind seit Jahrhunderten ein Ort der Mythen. Ob heidnische Kultstätte, mittelalterliche Pilgerstation oder geologisches Naturdenkmal – Wissenschaftler und Esoteriker streiten bis heute. In den Fels gehauen findest du ein eindrucksvolles Kreuzabnahme-Relief aus dem 12. Jahrhundert. Wusstest du schon? Zur Sommersonnenwende fällt das Licht durch ein kreisrundes Loch in der oberen Felskammer – ein Schauspiel, das immer wieder Besucher anlockt.

Das Hermannsdenkmal über Detmold

Hoch über der Stadt Detmold reckt der Cheruskerfürst Arminius sein Schwert gen Himmel. Das 1875 vollendete Hermannsdenkmal ist mit über 53 Metern Gesamthöhe eine der größten Statuen Deutschlands und ein beliebtes Wanderziel. Vom Sockel aus genießt du einen weiten Blick über den Teutoburger Wald und das Lipperland.

Rund um das Denkmal gibt es nicht nur den Adlerwarte-Greifvogelpark, sondern auch zahlreiche schattige Waldwege, die zum Verweilen einladen. Das Denkmal markiert symbolisch den Ort der Varusschlacht – auch wenn die historische Forschung den tatsächlichen Schauplatz inzwischen eher bei Kalkriese vermutet. Geschichte und Mythos gehen hier eine charmante Verbindung ein.

Kulinarik und Land & Leute

Der Teutoburger Wald gehört zu Westfalen und Niedersachsen – und das schmeckt man. Deftige Pumpernickel, herzhafter Pickert, frischer Spargel aus der Senne und natürlich das berühmte westfälische Bier kommen hier auf den Tisch. In den vielen Wandergaststätten und Hofcafés wirst du nach einer Tour mit echter Gastfreundschaft empfangen.

Die Menschen hier sind bodenständig, herzlich und ein bisschen wortkarg auf die sympathische Art. Wer den Smalltalk mit dem Wirt sucht, sollte über das Wetter oder den Zustand der Wanderwege reden – das öffnet jede Tür. Geheimtipp: Die kleinen Hofläden entlang der Wanderwege bieten oft selbstgemachte Marmeladen, Honig und Wurstwaren, die in keinem Supermarkt zu finden sind.

Sennelandschaft und Heideblüte

Im Süden grenzt der Teutoburger Wald an die Senne – eine weite, karge Sandlandschaft mit Heideflächen, lichten Kiefernwäldern und kleinen Bachläufen. Im August und September leuchtet die Heide violett, und die Region zeigt ein Gesicht, das so gar nicht zum dichten Buchenwald passt.

Die Senne ist ein einzigartiges Naturschutzgebiet, das durch militärische Nutzung über Jahrzehnte vor Bebauung bewahrt blieb. Heute ist sie ein Refugium für seltene Vögel, Insekten und Pflanzen. Ein Spaziergang durch die Heide in der Abendsonne gehört zu den ruhigsten und schönsten Momenten, die diese Region zu bieten hat.

Warum der Teutoburger Wald ein Wanderparadies ist

Der Hermannsweg – Fernwandern auf dem Kamm

Das Herzstück des Wanderns im Teutoburger Wald ist der Hermannsweg, einer der bekanntesten Kammwege Deutschlands. Auf rund 156 Kilometern führt er von Rheine bis nach Horn-Bad Meinberg fast durchgehend über den bewaldeten Bergrücken. Das Besondere: Der Weg verläuft oft auf der Höhe, sodass sich immer wieder weite Ausblicke nach beiden Seiten öffnen.

Als zertifizierter Qualitätsweg ist der Hermannsweg hervorragend markiert – das geschwungene H weist zuverlässig den Pfad. Du wanderst meist auf weichen Waldböden, durch Buchenhallen und über Wurzelpfade. Wer mehrere Etappen aneinanderreiht, erlebt den Charakter eines echten Fernwanderwegs, ohne sich konditionell zu überfordern.

Wegequalität und Markierung

Der Teutoburger Wald gehört zu den am besten erschlossenen Wandergebieten Deutschlands. Neben dem Hermannsweg gibt es ein dichtes Netz aus Rundwanderwegen, Themenpfaden und Premiumwegen. Die Beschilderung ist klar, einheitlich und auch für Einsteiger leicht zu verstehen.

Viele Wege tragen das Siegel des Deutschen Wanderverbands oder sind als Premiumwanderwege ausgezeichnet. Das bedeutet: abwechslungsreiche Streckenführung, naturnahe Pfade statt langweiliger Forststraßen und durchdachte Einkehr- und Rastmöglichkeiten. Wandern hier ist entspannt – die Orientierung verschwendet kaum Gedanken, und du kannst dich ganz auf die Landschaft konzentrieren.

Für wen sich der Teutoburger Wald eignet

Die große Stärke der Region ist ihre Zugänglichkeit für alle. Mit Höhen zwischen 100 und knapp 450 Metern sind die Touren auch für Familien, Genusswanderer und Einsteiger gut machbar. Gleichzeitig bieten die langen Kammetappen ambitionierten Wanderern und Trailrunnern genug Herausforderung.

Besonders schön: Viele Startpunkte sind mit Bus und Bahn erreichbar, sodass auch Streckenwanderungen ohne zweites Auto funktionieren. Familien finden zahlreiche kurze Themenpfade rund um die Externsteine oder das Hermannsdenkmal, während erfahrene Wanderer den kompletten Hermannsweg in sechs bis acht Tagen unter die Sohlen nehmen können.

Aussichtspunkte und Naturerlebnisse

Trotz der moderaten Höhen wartet der Teutoburger Wald mit überraschend vielen Aussichtspunkten auf. Vom Hermannsdenkmal über den Bismarckturm bei Halle bis zum Aussichtsturm auf der Hünenburg gibt es immer wieder Stellen, an denen sich der Wald öffnet und den Blick freigibt.

Naturliebhaber kommen das ganze Jahr auf ihre Kosten: Im Frühling tanzt das Buschwindröschen über den Waldboden, im Sommer spenden die Buchenkronen kühlen Schatten, im Herbst explodieren die Farben, und im Winter verwandeln Raureif und Nebel die Kämme in eine mystische Kulisse. Die Mischung aus dichtem Wald, offenen Heideflächen und schroffen Felsen macht jede Tour zum Erlebnis.

Übernachten im Teutoburger Wald: Gemütliche Unterkünfte für Wanderer

Die schönsten Wandertouren im Teutoburger Wald

Externsteine-Rundweg ab Horn-Bad Meinberg

Diese rund 9 Kilometer lange Rundtour startet am großen Parkplatz beim Besucherzentrum der Externsteine und ist der Klassiker für alle, die das berühmteste Naturdenkmal der Region erleben wollen. Schon nach wenigen Minuten stehst du vor den eindrucksvollen Sandsteinfelsen, die sich am Wiembecketeich spiegeln – ein Postkartenmotiv, das du nicht vergessen wirst.

Vom Felsen aus folgst du dem markierten Weg hinauf zum Bärenstein und weiter über bewaldete Höhen mit immer wieder schönen Durchblicken. Der Pfad verläuft auf weichen Waldböden, mit einigen Wurzelpassagen und sanften Anstiegen, die auch für Familien gut machbar sind. Unterwegs lohnt ein Abstecher zur Felsenstruktur und zum kleinen Kreuzweg.

Die Tour ist ideal für Genusswanderer und Familien mit etwas wanderfreudigen Kindern. Einkehren kannst du im Café am Besucherzentrum, wo selbstgebackener Kuchen auf dich wartet. Wer die Sommersonnenwende erlebt, sollte früh kommen – dann wird es voll.

Hermannsweg-Etappe: Hermannsdenkmal bis Berlebeck

Diese rund 12 Kilometer lange Etappe des Hermannswegs verbindet zwei Highlights der Region und ist perfekt für einen abwechslungsreichen Tagesausflug. Start ist das gewaltige Hermannsdenkmal über Detmold, von dem aus du den weiten Blick über das Lipperland genießt, bevor es in den Wald geht.

Du folgst dem markanten H-Zeichen über den bewaldeten Kamm, mal durch lichte Buchenhallen, mal über schmale Pfade mit weichem Boden. Unterwegs passierst du die Adlerwarte Berlebeck, eine der ältesten Greifvogelwarten Deutschlands – ein lohnender Zwischenstopp, besonders mit Kindern.

Der Weg ist gut markiert und konditionell moderat, mit einigen sanften Steigungen entlang des Kamms. Diese Etappe eignet sich hervorragend für Wanderer, die das Fernwanderfeeling des Hermannswegs schnuppern wollen, ohne sich gleich auf eine Mehrtagestour festzulegen. Die Rückfahrt von Berlebeck nach Detmold ist mit dem Bus möglich.

Dörenther Klippen und das Hockende Weib bei Ibbenbüren

Im westlichen Teutoburger Wald liegt eines der landschaftlich spektakulärsten Ziele: die Dörenther Klippen bei Ibbenbüren. Die rund 11 Kilometer lange Rundtour startet am Parkplatz Dörenther Klippen und führt über den Hermannsweg entlang einer eindrucksvollen Sandsteinkette.

Der heimliche Star ist das Hockende Weib – eine bizarre Felsformation, die wie eine sitzende Gestalt aussieht und seit Generationen die Fantasie der Wanderer beflügelt. Von hier oben hast du einen tollen Blick ins Tecklenburger Land. Der Weg schlängelt sich entlang der Felskante, mal über Stufen, mal über schmale Pfade.

Diese Tour ist ein Genuss für alle, die Felsen und Aussichten lieben. Wegen einiger schmaler und ausgesetzter Passagen ist Trittsicherheit von Vorteil. Einkehrmöglichkeiten findest du in Ibbenbüren oder im benachbarten Tecklenburg, dessen historischer Stadtkern mit Burgruine einen Abstecher wert ist.

Bielefelder Sparrenburg und Botanischer Garten

Diese stadtnahe Rundtour von rund 8 Kilometern verbindet urbanes Flair mit Waldgenuss und ist perfekt für einen entspannten Halbtag. Ausgangspunkt ist die Sparrenburg, das Wahrzeichen Bielefelds, die hoch über der Stadt auf dem Teutoburger Wald thront. Vom Turm aus reicht der Blick weit über die Region.

Von der Burg folgst du den waldigen Wegen des Teutoburger Waldes hinein in ruhige Buchenbestände. Der Weg führt vorbei am idyllischen Botanischen Garten Bielefeld, einer grünen Oase mit Teich und Fachwerkhaus, in der du herrlich pausieren kannst.

Die Tour eignet sich besonders für Wanderer, die mit Bahn oder Bus anreisen, denn alles ist bestens erreichbar. Auch für Familien und Einsteiger ist die Strecke gut machbar, da die Steigungen moderat bleiben. Wer mag, kombiniert die Wanderung mit einem Besuch der Burgschänke und einem Spaziergang durch die Bielefelder Altstadt.

Velmerstot und Eggegebirge bei Horn-Bad Meinberg

Wer den höchsten Punkt der Region erklimmen will, ist auf dieser rund 13 Kilometer langen Tour zur Velmerstot richtig. Mit 468 Metern ist die Lippische Velmerstot der höchste Gipfel im Teutoburger-Wald-Eggegebirge und bietet von ihrem Aussichtsturm einen weiten Rundumblick.

Vom Startpunkt bei Veldrom geht es über den Eggeweg, einen weiteren zertifizierten Qualitätswanderweg, hinauf durch Wälder und über offene Heideflächen, die im Spätsommer violett blühen. Der Wechsel zwischen schattigem Wald und lichter Höhe macht den besonderen Reiz dieser Strecke aus.

Die Tour ist konditionell etwas anspruchsvoller als die Klassiker rund um die Externsteine und richtet sich an geübte Tageswanderer. Belohnt wirst du mit Ruhe, Weite und dem Gefühl, dem Himmel ein Stück näher zu sein. Festes Schuhwerk und ausreichend Verpflegung sind hier empfehlenswert, da die Strecke abgelegener verläuft.

Häufige Fragen

Ist Wandern im Teutoburger Wald für Anfänger geeignet?

Absolut, der Teutoburger Wald ist sogar eines der einsteigerfreundlichsten Wandergebiete Deutschlands. Die Höhenzüge erreichen maximal rund 468 Meter, und die meisten Steigungen sind sanft und gut zu bewältigen. Du musst also kein durchtrainierter Bergsteiger sein, um hier eine schöne Tour zu erleben.

Besonders gut für den Einstieg eignen sich kurze Rundwege rund um die Externsteine oder das Hermannsdenkmal, die zwischen 5 und 9 Kilometern liegen. Wer sich langsam steigern möchte, kann später einzelne Etappen des Hermannswegs angehen. Die hervorragende Markierung sorgt dafür, dass du dich kaum verlaufen kannst – ideal, um entspannt Wandererfahrung zu sammeln.

Kann ich mit Hund im Teutoburger Wald wandern?

Ja, der Teutoburger Wald ist ein sehr hundefreundliches Wandergebiet. Die meisten Wald- und Kammwege sind problemlos mit Vierbeinern zu begehen, und viele Wandergaststätten und Hofcafés heißen Hunde ausdrücklich willkommen. Wasserstellen wie Bäche und Teiche bieten unterwegs Erfrischung für deinen Begleiter.

Beachte allerdings die Leinenpflicht, die je nach Gebiet und Jahreszeit gilt – besonders in Naturschutzgebieten wie der Senne und während der Brut- und Setzzeit zwischen März und Juli. An stark frequentierten Punkten wie den Externsteinen kann es voll werden, hier ist eine Leine ohnehin sinnvoll. Mit Rücksicht auf Wildtiere und andere Wanderer steht einem entspannten Hundewandertag nichts im Weg.

Wann ist die beste Zeit zum Wandern im Teutoburger Wald?

Grundsätzlich kannst du den Teutoburger Wald das ganze Jahr über erwandern, doch jede Jahreszeit hat ihren eigenen Reiz. Der Frühling verzaubert mit frischem Grün und blühenden Waldböden, während der Sommer angenehmen Schatten unter den dichten Buchenkronen bietet.

Besonders beliebt ist der Herbst, wenn sich die Wälder in leuchtende Farben tauchen und die Heide in der Senne bereits verblüht ist. Wer die Heideblüte erleben möchte, sollte im August und frühen September kommen. Der Winter zeigt die Kämme von einer mystischen Seite – bei Raureif und Nebel wirkt der Wald fast magisch. Wichtig ist nur passende Kleidung und festes Schuhwerk je nach Witterung.

Wie lang ist der Hermannsweg und wie viele Etappen hat er?

Der Hermannsweg ist mit rund 156 Kilometern einer der bekanntesten Fernwanderwege Deutschlands und führt von Rheine im Westen bis nach Horn-Bad Meinberg im Osten. Er verläuft dabei fast durchgehend auf dem bewaldeten Kamm des Teutoburger Waldes.

Üblicherweise wird der Weg in sechs bis acht Tagesetappen aufgeteilt, je nach gewünschter Tageslänge und Kondition. Die einzelnen Etappen liegen meist zwischen 18 und 25 Kilometern. Da viele Etappenorte mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind, kannst du den Weg auch flexibel in einzelnen Tagestouren erkunden, ohne ihn am Stück gehen zu müssen. Das macht ihn besonders alltagstauglich.

Eignet sich der Teutoburger Wald für Familien mit Kindern?

Ja, der Teutoburger Wald ist ein wunderbares Ziel für Familien. Die moderaten Höhen und gut ausgebauten Wege machen das Wandern auch mit jüngeren Kindern entspannt. Highlights wie die Externsteine oder das Hermannsdenkmal sorgen für Abwechslung und Staunen unterwegs.

Besonders beliebt bei Familien ist die Adlerwarte Berlebeck mit ihren beeindruckenden Greifvogelflugschauen, die sich gut mit einer kleinen Wanderung verbinden lässt. Auch kurze Themenpfade und Erlebniswege halten Kinder bei Laune. Ein Tipp: Plane genug Pausen und ein Picknick ein, dann wird der Wandertag zum Abenteuer statt zur Geduldsprobe.

Wie erreiche ich die Wanderregion mit öffentlichen Verkehrsmitteln?

Der Teutoburger Wald ist hervorragend an das Bahn- und Busnetz angebunden, was ihn ideal für autofreies Wandern macht. Städte wie Bielefeld, Detmold, Osnabrück und Ibbenbüren verfügen über gut erreichbare Bahnhöfe, von denen aus regionale Buslinien zu vielen Wanderausgangspunkten führen.

Gerade für Streckenwanderungen auf dem Hermannsweg ist das ein großer Vorteil: Du kannst an einem Etappenort starten und am nächsten bequem mit Bus oder Bahn zurückfahren, ohne ein zweites Auto zu organisieren. Es lohnt sich, vorab die Fahrpläne zu prüfen, da manche Buslinien im ländlichen Raum nicht im engen Takt fahren. Mit etwas Planung klappt die Anreise aber meist reibungslos.

Welche Ausrüstung brauche ich für eine Wandertour?

Für die meisten Touren im Teutoburger Wald reicht eine solide Basisausrüstung. Wichtig sind feste, gut eingelaufene Wanderschuhe mit Profil, denn auf den Wurzelpfaden und Felspassagen kann es rutschig werden. Eine wetterfeste Jacke gehört wegen der schnell wechselnden Witterung im Mittelgebirge immer in den Rucksack.

Nimm außerdem ausreichend Wasser, eine kleine Verpflegung und je nach Jahreszeit Sonnen- oder Regenschutz mit. Für längere Etappen wie auf dem Hermannsweg empfehlen sich zusätzlich Wanderstöcke und eine Karte oder Wander-App. Da viele Wege durch Wald führen, ist auch im Sommer eine dünne Zusatzschicht sinnvoll, falls es auf den schattigen Höhen kühler wird.

Gibt es unterwegs genügend Einkehrmöglichkeiten?

Ja, der Teutoburger Wald ist gut mit Gaststätten, Hofcafés und Wanderhütten versorgt. An beliebten Zielen wie den Externsteinen, dem Hermannsdenkmal oder der Sparrenburg findest du Cafés und Restaurants, in denen du dich nach der Tour mit westfälischen Spezialitäten stärken kannst.

Auf abgelegeneren Etappen, etwa rund um die Velmerstot oder im Eggegebirge, solltest du dich allerdings nicht auf eine Einkehr verlassen und lieber eigene Verpflegung mitnehmen. Viele kleine Orte entlang der Wege bieten zudem Bäckereien und Hofläden mit regionalen Produkten. Es lohnt sich, vorab die Öffnungszeiten zu prüfen, da manche Landgasthöfe an bestimmten Wochentagen Ruhetag haben.

Sind die Wanderwege gut markiert?

Der Teutoburger Wald gehört zu den am besten markierten Wandergebieten Deutschlands. Der Hermannsweg trägt durchgehend sein charakteristisches H-Zeichen, der Eggeweg ein E, und auch die zahlreichen Rundwanderwege sind klar und einheitlich beschildert.

Dank der Auszeichnungen als Qualitäts- und Premiumwanderwege kannst du dich auf eine durchdachte Wegeführung verlassen. Trotzdem ist es ratsam, eine Wanderkarte oder eine GPS-App dabeizuhaben, besonders bei längeren Touren oder wenn du Wege miteinander kombinierst. Wer den Markierungen folgt, verläuft sich hier aber nur selten – das macht das Wandern angenehm stressfrei.

Wie anspruchsvoll sind die Touren im Teutoburger Wald?

Die meisten Touren im Teutoburger Wald bewegen sich im leichten bis mittleren Schwierigkeitsbereich. Die Höhenunterschiede sind dank der moderaten Bergkämme überschaubar, sodass auch weniger geübte Wanderer gut zurechtkommen. Längere Etappen erfordern vor allem Ausdauer, weniger technisches Können.

Etwas anspruchsvoller wird es an Felspassagen wie den Dörenther Klippen oder beim Aufstieg zur Velmerstot, wo Trittsicherheit von Vorteil ist. Insgesamt findest du aber für jedes Niveau die passende Tour – vom gemütlichen Familienrundweg bis zur ambitionierten Tagesetappe auf dem Hermannsweg. Schwindelfreiheit ist nur an wenigen ausgesetzten Stellen erforderlich.

Kann ich im Teutoburger Wald mehrtägige Wanderungen machen?

Ja, der Teutoburger Wald eignet sich hervorragend für Mehrtagestouren. Der Hermannsweg lässt sich in sechs bis acht Etappen erwandern und bietet entlang der Strecke zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten in Gasthöfen, Pensionen und Hotels. So kannst du tagsüber wandern und abends bequem einkehren.

Viele Anbieter haben spezielle Wanderpakete mit Gepäcktransport im Programm, sodass du nur mit Tagesrucksack unterwegs bist und deine Hauptgepäckstücke zum nächsten Quartier gebracht werden. Das macht das Fernwandern besonders komfortabel. Wer flexibel bleiben möchte, kombiniert dank der guten ÖPNV-Anbindung einzelne Etappen auch zu individuellen Mehrtagestouren mit fester Unterkunft.

Was macht die Externsteine so besonders?

Die Externsteine sind eine der faszinierendsten Naturformationen Deutschlands. Dreizehn schmale Sandsteinfelsen ragen bis zu 40 Meter senkrecht aus dem Wald, was sie zu einem einzigartigen geologischen Denkmal macht. Bereits im Mittelalter wurde der Fels mit einem beeindruckenden Kreuzabnahme-Relief versehen.

Um die Externsteine ranken sich zahlreiche Mythen – von einer heidnischen Kultstätte bis zu astronomischen Bezügen. Tatsächlich fällt zur Sommersonnenwende das Licht durch ein Loch in der oberen Felskammer. Ob du an die Mythen glaubst oder nicht: Der Ort hat eine besondere Atmosphäre, die viele Besucher in ihren Bann zieht. Eine Treppe führt hinauf zu einer Aussichtsplattform mit Blick über den umliegenden Wald.

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