der Teufelstisch, Wahrzeichen im Pfälzerwald
Wandern • Pfälzerwald

Pfälzerwald: Wandern zwischen Felsentürmen, Burgen und kühlem Waldduft

Roter Sandstein, alte Burgen und urige Hütten: Der Pfälzerwald ist Deutschlands größtes Waldabenteuer mit Genuss-Garantie.

Wandern im Pfälzerwald

Es gibt Wälder, die durchquert man einfach. Und es gibt den Pfälzerwald – ein riesiges, grünes Meer aus Buchen, Kiefern und roten Sandsteinfelsen, das dich vom ersten Schritt an in seinen Bann zieht. Mit über 1.700 Quadratkilometern ist er das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands, ein Ort, an dem du stundenlang gehen kannst, ohne eine Straße zu kreuzen, dafür aber Burgruinen, versteckte Felstürme und urige Hütten findest.

Hier riecht es nach warmem Harz, nach Moos und nach dem würzigen Duft von Kiefernnadeln, die in der Sonne knistern. Bizarre Sandsteinformationen ragen wie versteinerte Wächter aus dem Grün, mittelalterliche Burgen thronen auf bewaldeten Höhen, und immer wieder öffnet sich der Blick über sanfte Hügel bis hinunter zur Rheinebene, wo die Weinberge der Südlichen Weinstraße beginnen.

Der Pfälzerwald ist kein Hochgebirge, und genau das macht ihn so liebenswert. Die Wege sind abwechslungsreich, mal weich und federnd unter den Füßen, mal felsig und herausfordernd. Du musst kein Bergsteiger sein, um hier glücklich zu werden – ein wenig Wanderlust und Lust auf eine deftige Pfälzer Saumagen-Pause reichen völlig aus.

Was diese Region wirklich einzigartig macht, ist die Verbindung aus Natur und Genuss. Nach einer Tour wartet fast überall eine bewirtschaftete Waldhütte mit kühlem Schoppen und herzhaftem Essen. Der Pfälzerwald ist UNESCO-Biosphärenreservat und gleichzeitig die Heimat unzähliger Wanderer, die sich hier jedes Wochenende neu verlieben. Schnür die Schuhe – dieser Wald wartet schon auf dich.

Topografie & Landschaft

Bewaldetes Mittelgebirge mit Sandsteinfelsen

Höhenlage

bis 672 m (Kalmit)

Geländecharakter

Waldpfade, Sandsteinfelsen, Forstwege

Infrastruktur

Dichtes Hüttennetz, gute Markierung

Beste Reisezeit

Frühling bis Herbst

Navigation

Was den Pfälzerwald so besonders macht

Burgen, die Geschichten erzählen

Kaum eine andere Region in Deutschland ist so dicht mit Burgen und Burgruinen übersät wie der Pfälzerwald. Über die bewaldeten Höhenzüge verteilen sich Dutzende mittelalterlicher Anlagen, von denen viele frei zugänglich sind. Die berühmteste ist zweifellos das Hambacher Schloss oberhalb von Neustadt – die Wiege der deutschen Demokratie, wo 1832 Tausende Menschen für Freiheit und Einheit demonstrierten.

Wer es wilder mag, steigt hinauf zur Burg Trifels bei Annweiler, in der einst die Reichskleinodien lagerten und Richard Löwenherz gefangen gehalten wurde. Von ihren Türmen schweift der Blick über ein endloses Wellenmeer aus Wald. Auch die Dahner Burgengruppe Altdahn, Grafendahn und Tanstein klebt geradezu an den Sandsteinfelsen und lässt jede Wanderung zur Zeitreise werden.

Roter Sandstein und bizarre Felsen

Das eigentliche Markenzeichen des Pfälzerwaldes ist sein roter Buntsandstein. Über Jahrmillionen formten Wind und Wetter daraus skurrile Türme, Wände und Kletterfelsen, die heute Wanderer wie Kletterer gleichermaßen anziehen. Der Teufelstisch bei Hinterweidenthal ist das wohl bekannteste Naturdenkmal: ein gewaltiger Pilzfelsen, der aussieht, als hätte ein Riese seinen Tisch im Wald vergessen.

Im Dahner Felsenland reihen sich Formationen mit klangvollen Namen wie Lämmerfelsen, Braut und Bräutigam oder Jungfernsprung aneinander. Sie verleihen der Landschaft etwas Märchenhaftes und sorgen dafür, dass du auf jeder Tour das Gefühl hast, gleich um die nächste Ecke wartet das nächste Naturwunder.

Kulinarik: Schoppen, Saumagen und Hüttenzauber

Wandern im Pfälzerwald ohne Einkehr? Undenkbar. Die Region ist berühmt für ihre bewirtschafteten Wanderhütten, oft vom Pfälzerwald-Verein betrieben, in denen du nach der Anstrengung mit einem kühlen Schoppen Wein oder einer kräftigen Schorle belohnt wirst. Dazu gibt es deftige Klassiker wie Saumagen, Leberknödel oder einen herzhaften Pfälzer Wurstsalat.

Am Rand des Waldes, entlang der Südlichen Weinstraße, liegen charmante Winzerdörfer wie Sankt Martin oder Rhodt unter Rietburg. Hier kannst du nach der Tour direkt beim Winzer einkehren und die Sonne über den Reben genießen. Wusstest du schon? Die Pfalz ist das zweitgrößte Weinanbaugebiet Deutschlands – und der Riesling von hier gehört zu den besten weltweit.

Geheimtipp: Stille Täler abseits der Hauptwege

Während sich an Wochenenden viele Wanderer am Teufelstisch und am Trifels tummeln, gibt es im Pfälzerwald unzählige stille Ecken. Das Karlstal bei Trippstadt etwa, eine wildromantische Felsenschlucht mit moosbewachsenen Steinen und plätscherndem Bach, gilt als einer der schönsten und gleichzeitig ruhigsten Plätze der Region.

Auch die Gegend rund um das Wasgau im südlichen Pfälzerwald lohnt sich für alle, die Einsamkeit suchen. Hier verschmilzt der deutsche Wald nahtlos mit den französischen Nordvogesen – grenzenloses Wandern im wahrsten Sinne des Wortes.

Warum der Pfälzerwald ein Wanderparadies ist

Ein Wegenetz wie kein zweites

Der Pfälzerwald ist ein Wanderparadies in Reinform – und das ist keine Übertreibung. Über 12.000 Kilometer markierte Wanderwege durchziehen das Gebiet, liebevoll gepflegt vom Pfälzerwald-Verein, einem der ältesten und größten Wandervereine Deutschlands. Die Markierungen sind vorbildlich, sodass du dich auch ohne GPS selten verläufst.

Vom gemütlichen Spazierweg bis zum anspruchsvollen Premiumweg findest du hier alles. Besonders beliebt sind die zertifizierten Pfälzer Waldpfade und der grenzüberschreitende Pfälzer Weinsteig, der Wald und Weinberge auf wunderbare Weise verbindet.

Felsiges Gelände mit Aussicht

Was den Pfälzerwald von vielen anderen Mittelgebirgen unterscheidet, ist sein abwechslungsreiches Gelände. Die roten Sandsteinfelsen sorgen für spannende Passagen, bei denen du manchmal über Treppen und schmale Pfade kletterst, um zu einem grandiosen Aussichtspunkt zu gelangen. Belohnt wirst du mit Panoramen über das endlose Waldmeer bis zu den Vogesen oder der Rheinebene.

Die Höhenunterschiede sind moderat – der höchste Punkt, die Kalmit, misst 672 Meter. Das macht die Touren auch für weniger geübte Wanderer machbar, ohne dass die Landschaft langweilig würde. Im Gegenteil: Das ständige Auf und Ab durch Täler und über Bergrücken sorgt für ein abwechslungsreiches Wandergefühl.

Für wen sich der Pfälzerwald eignet

Egal ob Familie mit Kindern, ambitionierter Weitwanderer oder Genusswanderer mit Vorliebe für Hütten und Wein – der Pfälzerwald hat für jeden die passende Tour. Familien begeistern sich für die Burgen und Felsen, die jede Wanderung zum Abenteuer machen. Wer Ruhe sucht, findet sie in den stillen Tälern abseits der Hotspots.

Auch für Mehrtagestouren ist die Region ideal: Dank des dichten Hüttennetzes und der gut erreichbaren Dörfer kannst du Etappenwanderungen planen, ohne schwer zu schleppen. Die bewirtschafteten Hütten sind dabei mehr als nur Verpflegungsstationen – sie sind das gesellige Herz des Pfälzer Wanderlebens.

Naturerlebnis im Biosphärenreservat

Als UNESCO-Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen ist die Region ein Hort der Artenvielfalt. In den dichten Buchen- und Eichenwäldern leben Wildkatzen, Schwarzspechte und sogar Luchse, die hier wieder angesiedelt wurden. Mit etwas Glück hörst du im Frühjahr das Klopfen der Spechte oder entdeckst die ersten zarten Buchenblätter im frischen Maigrün.

Im Herbst verwandelt sich der Wald in ein Farbenfeuerwerk, wenn das Laub in Gold und Rot leuchtet und der rote Sandstein perfekt dazu kontrastiert. Es ist diese Mischung aus unberührter Natur und kultureller Tiefe, die das Wandern hier so unvergesslich macht.

Übernachten im Pfälzerwald: Vom Waldhotel bis zur urigen Pension

Wir konnten leider kein Hotel finden...

Sie sind Hotelier, oder führen einen Gasthof oder eine Pension und interessieren sich für eine Aufnahme in unser Portal?

oder direkt anrufen
+49 (0)8167-69 63 70

Hotelzimmer mit Bett und Holzwand
© Evrymmnt - stock.adobe.com

Die schönsten Wanderungen im Pfälzerwald

Felsenland-Premiumweg Dahner Felsenpfad

Der Dahner Felsenpfad ist die Königstour für alle Sandstein-Liebhaber. Vom Startpunkt am Wanderparkplatz Sportzentrum in Dahn führt die rund 12 Kilometer lange Rundtour mitten hinein in das spektakuläre Dahner Felsenland. Schon nach kurzer Zeit tauchen die ersten markanten Formationen auf: der Schwalbenfelsen, die Hochsteinfelsen und der berühmte Lämmerfelsen, von dem sich ein traumhafter Blick über das Wieslautertal öffnet.

Der Weg schlängelt sich an bizarren Felstürmen vorbei, immer wieder gibt es kurze Anstiege zu Aussichtskanzeln, von denen du das Felsenmeer überblickst. Highlights sind die Felsformationen Braut und Bräutigam sowie der Wachtfelsen. Die Tour ist als Premiumweg zertifiziert und durchgehend gut markiert.

Mit einigen Höhenmetern und schmalen, felsigen Passagen ist der Pfad mittelschwer und am besten für trittsichere Wanderer mit etwas Kondition geeignet. Eine Einkehr in Dahn am Ende rundet das Erlebnis perfekt ab.

Rundwanderung zur Burg Trifels bei Annweiler

Diese Tour verbindet Geschichte und Natur auf wunderbare Weise. Vom Bahnhof Annweiler oder vom Parkplatz am Fuße des Berges geht es hinauf zur majestätischen Reichsburg Trifels, die hoch über dem Queichtal thront. Hier lagerten einst die Reichskleinodien und Richard Löwenherz saß in Gefangenschaft – Geschichte zum Anfassen.

Vom Burgturm aus reicht der Blick über die drei Sandsteinfelsen Trifels, Anebos und Münz, die wie eine Burgenkette aus dem Wald ragen. Der etwa 9 Kilometer lange Rundweg führt anschließend durch schattige Buchenwälder und vorbei am Asselstein, einem beliebten Kletterfelsen.

Die Tour ist landschaftlich wie kulturell ein Höhepunkt und dank moderater Steigungen auch für Familien gut machbar. Wer Kinder dabei hat, kann den Burgbesuch perfekt mit einer Sagengeschichte über Löwenherz verbinden.

Kalmit – auf den höchsten Gipfel des Pfälzerwaldes

Die Kalmit ist mit 672 Metern der höchste Berg des Pfälzerwaldes und ein lohnendes Ziel. Eine schöne Rundtour startet in Maikammer oder am Parkplatz Kalmithaus und führt durch dichten Mischwald stetig bergauf. Belohnt wirst du oben mit einem grandiosen Panorama über die Rheinebene, bei klarer Sicht bis zum Schwarzwald und Odenwald.

Am Gipfel lädt das Kalmithaus, eine bewirtschaftete Hütte des Pfälzerwald-Vereins, zu einer Pause mit Schorle und Pfälzer Spezialitäten ein. Der Abstieg kann über das idyllische Felsenmeer oder durch ruhige Waldpfade erfolgen.

Die Tour umfasst je nach Variante 10 bis 14 Kilometer und einige Höhenmeter, ist aber durchgängig gut begehbar. Für Genusswanderer mit Lust auf Aussicht und Einkehr ist die Kalmit eine echte Empfehlung – besonders im Herbst, wenn die Weinberge ringsum golden leuchten.

Karlstalschlucht bei Trippstadt

Wer es romantisch und ruhig mag, ist im Karlstal genau richtig. Diese wildromantische Felsenschlucht zwischen Trippstadt und Stelzenberg gehört zu den schönsten Naturschauplätzen des Pfälzerwaldes. Ein gut angelegter Pfad folgt dem plätschernden Moosalbbach, vorbei an moosbewachsenen Sandsteinblöcken, kleinen Holzbrücken und uralten Bäumen.

Die rund 8 bis 10 Kilometer lange Rundwanderung startet am besten am Forsthaus Karlstal oder im Ort Trippstadt. Das Licht, das durch das Blätterdach fällt, taucht die Schlucht in ein fast mystisches Grün – ein Paradies für Fotografen und Ruhesuchende.

Da die Wege gut gepflegt und größtenteils flach durch die Schlucht verlaufen, eignet sich diese Tour hervorragend für Familien und gemütliche Wanderer. Ein Abstecher zum Schloss Trippstadt oder zur nahegelegenen Klug'schen Mühle rundet den Tag ab.

Teufelstisch-Runde bei Hinterweidenthal

Der Teufelstisch ist das Wahrzeichen des Pfälzerwaldes – ein gewaltiger Pilzfelsen aus rotem Buntsandstein, der wie ein vergessener Tisch eines Riesen aussieht. Die Rundwanderung startet direkt am Teufelstisch in Hinterweidenthal und führt durch abwechslungsreichen Wald zu weiteren Felsformationen und Aussichtspunkten.

Auf der etwa 11 Kilometer langen Tour passierst du den Hühnerstein und genießt immer wieder Ausblicke ins Wieslautertal. Die Wege sind abwechslungsreich, mal breite Forstwege, mal schmale Pfade durch den dichten Wald.

Der Teufelstisch selbst ist ein beliebtes Fotomotiv und der perfekte Startpunkt für ein Familienabenteuer mit Sagencharakter. Die Tour ist mittelschwer und dank guter Beschilderung leicht zu finden. Im benachbarten Ort gibt es Einkehrmöglichkeiten für die wohlverdiente Pause.

Hambacher Schloss und Kästenburg-Runde

Diese Tour verbindet Demokratiegeschichte mit herrlichen Ausblicken. Vom Stadtrand Neustadts oder vom Parkplatz am Hambacher Schloss aus erklimmst du den Schlossberg, auf dem 1832 das legendäre Hambacher Fest stattfand – die Wiege der deutschen Demokratie. Die schwarz-rot-goldene Geschichte ist hier überall spürbar.

Von der Schlossterrasse genießt du einen weiten Blick über die Rheinebene und die Weinberge der Südlichen Weinstraße. Anschließend führt der gut markierte Weg durch lichten Wald, vorbei an Weinbergen und kleinen Aussichtskanzeln.

Die rund 9 Kilometer lange Rundtour ist moderat und auch für ungeübte Wanderer gut machbar. Eine Einkehr im Schlossrestaurant oder bei einem der Winzer in Hambach bietet sich an, um den Tag bei einem Glas Riesling ausklingen zu lassen.

Häufige Fragen

Ist der Pfälzerwald zum Wandern mit Kindern geeignet?

Absolut, der Pfälzerwald ist ein wunderbares Wanderziel für Familien. Die vielen Burgen und Burgruinen wie der Trifels oder die Dahner Burgengruppe machen jede Tour zum Abenteuer und beflügeln die Fantasie kleiner Ritter und Burgfräulein.

Besonders die bizarren Sandsteinfelsen wie der Teufelstisch sind echte Hingucker, an denen Kinder gerne klettern und staunen. Viele Wege sind moderat in der Länge und Steigung, sodass auch kürzere Beine gut mitkommen. Plane einfach genug Pausen ein und nutze die bewirtschafteten Hütten als Belohnungsziel – ein Stück Kuchen oder eine Limo motiviert ungemein.

Darf ich meinen Hund mit in den Pfälzerwald nehmen?

Ja, der Pfälzerwald ist ein sehr hundefreundliches Wandergebiet. Die meisten Wege sind frei zugänglich und bieten viel Schatten unter den Buchen und Kiefern, was an warmen Tagen angenehm ist. Bäche und Quellen sorgen für willkommene Abkühlung deines Vierbeiners.

Beachte jedoch, dass im Biosphärenreservat zum Schutz von Wildtieren in vielen Bereichen Leinenpflicht gilt, insbesondere während der Brut- und Setzzeit im Frühjahr. Viele Hütten erlauben Hunde auf der Terrasse. Nimm ausreichend Wasser mit, denn nicht jede Quelle ist verlässlich, und entsorge Hinterlassenschaften umweltgerecht.

Wann ist die beste Zeit zum Wandern im Pfälzerwald?

Der Pfälzerwald lässt sich das ganze Jahr über wunderbar erwandern, doch Frühling und Herbst sind besonders reizvoll. Im Frühjahr erwacht der Wald in frischem Maigrün, und entlang der Weinberge blühen die Mandelbäume in zartem Rosa.

Der Herbst verwandelt die Landschaft in ein Farbenmeer aus Gold und Rot, das herrlich mit dem roten Sandstein harmoniert – außerdem ist Weinlesezeit, was die Einkehr in den Winzerdörfern noch verlockender macht. Der Sommer ist dank des schattigen Walds angenehm, kann aber in den Tälern schwül werden. Selbst der Winter hat seinen Reiz, wenn der Raureif die Felsen überzieht.

Wie anspruchsvoll sind die Wanderungen im Pfälzerwald?

Der Pfälzerwald bietet Touren für jedes Niveau. Da es sich um ein Mittelgebirge handelt, sind die Höhenunterschiede überschaubar – der höchste Punkt, die Kalmit, misst nur 672 Meter. Es gibt jedoch durchaus knackige Anstiege und felsige Passagen, etwa auf den Premiumwegen im Dahner Felsenland.

Für Einsteiger und Familien eignen sich flache Touren wie die Karlstalschlucht, während ambitionierte Wanderer auf den langen Weitwanderwegen wie dem Pfälzer Weinsteig oder Pfälzer Waldpfad voll auf ihre Kosten kommen. Generell gilt: Festes Schuhwerk ist auf den felsigen Pfaden empfehlenswert, da der Sandstein bei Nässe rutschig werden kann.

Gibt es genug Einkehrmöglichkeiten unterwegs?

Der Pfälzerwald ist berühmt für sein dichtes Netz an bewirtschafteten Wanderhütten, von denen viele vom Pfälzerwald-Verein betrieben werden. Hier bekommst du deftige Pfälzer Spezialitäten wie Saumagen, Leberknödel oder Wurstsalat, dazu einen kühlen Schoppen Wein oder eine Schorle.

Beachte aber, dass viele Hütten nur an Wochenenden oder zu bestimmten Zeiten geöffnet haben, daher lohnt sich ein Blick auf die Öffnungszeiten vor der Tour. In den Randorten und Winzerdörfern findest du zusätzlich Gasthäuser und Weinstuben. Ein kleiner Proviant im Rucksack schadet auf längeren Touren trotzdem nie.

Wie komme ich am besten in den Pfälzerwald?

Der Pfälzerwald ist hervorragend erreichbar, sowohl mit dem Auto als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Autobahnen A6 und A65 führen direkt in die Region, und an den meisten Ausgangspunkten gibt es ausreichend Wanderparkplätze.

Besonders praktisch ist das gut ausgebaute Bahn- und Busnetz. Orte wie Neustadt an der Weinstraße, Annweiler oder Hinterweidenthal sind per Bahn angebunden, und am Wochenende verkehren spezielle Wanderbusse wie der beliebte Felsenland-Express. So kannst du Streckenwanderungen planen, ohne zum Auto zurückkehren zu müssen – ein echter Pluspunkt für nachhaltige Touren.

Welche Ausrüstung brauche ich für eine Wanderung?

Für die meisten Touren im Pfälzerwald reicht eine solide Wanderausrüstung. Wichtig sind feste Wanderschuhe mit gutem Profil, denn die Sandsteinpfade können bei Nässe rutschig sein und es gibt immer wieder felsige Abschnitte.

Nimm ausreichend Wasser mit, besonders im Sommer, sowie wetterangepasste Kleidung im Zwiebelprinzip, da es im Wald kühler sein kann als in der Ebene. Eine Wanderkarte oder eine GPS-App ist hilfreich, auch wenn die Markierungen des Pfälzerwald-Vereins ausgezeichnet sind. Für die Premiumwege im Felsenland empfehlen sich zudem trittsichere Schuhe und etwas Schwindelfreiheit an den Aussichtsfelsen.

Kann man im Pfälzerwald mehrtägige Touren wandern?

Ja, der Pfälzerwald eignet sich hervorragend für Mehrtagestouren und Fernwanderungen. Bekannte Weitwanderwege wie der Pfälzer Weinsteig, der Pfälzer Waldpfad oder der grenzüberschreitende Pfälzer Jakobsweg führen über mehrere Etappen durch die Region.

Dank des dichten Netzes an Dörfern, Gasthäusern und Hütten findest du fast überall Übernachtungsmöglichkeiten, sodass du nur mit leichtem Gepäck wandern kannst. Viele Anbieter offerieren auch geführte Mehrtagestouren mit Gepäcktransport. Plane deine Etappen vorab, da gerade in der Hochsaison und an Wochenenden Unterkünfte gefragt sind.

Sind die Wanderwege gut ausgeschildert?

Die Beschilderung im Pfälzerwald gilt als vorbildlich. Der Pfälzerwald-Verein pflegt seit über 100 Jahren ein Wegenetz von rund 12.000 Kilometern und markiert die Pfade mit einheitlichen Symbolen wie farbigen Balken, Punkten oder Kreuzen.

An Wegkreuzungen findest du in der Regel klare Wegweiser mit Zielangaben und Entfernungen. Die zertifizierten Premiumwege und Waldpfade sind zusätzlich mit eigenen Logos gekennzeichnet. Trotzdem empfiehlt sich für längere oder komplexere Touren eine Wanderkarte oder eine Navigations-App, besonders wenn du abseits der Hauptrouten unterwegs bist.

Gibt es im Pfälzerwald wilde Tiere, vor denen ich mich fürchten muss?

Keine Sorge, im Pfälzerwald gibt es keine Tiere, die für Wanderer gefährlich wären. Die Region ist als Biosphärenreservat ein Hort der Artenvielfalt und beherbergt Wildschweine, Rehe, Wildkatzen und sogar wieder angesiedelte Luchse, doch diese Tiere sind scheu und meiden den Menschen.

Mit etwas Glück hörst du den Schwarzspecht klopfen oder siehst Greifvögel über den Felsen kreisen. Begegnungen mit Wildschweinen sind selten und meist harmlos, solange du Abstand hältst und keine Jungtiere bedrängst. Halte deinen Hund in Wildschutzgebieten an der Leine, dann steht einem entspannten Naturerlebnis nichts im Weg.

Welche Tour eignet sich am besten für Einsteiger?

Für Wanderneulinge ist die Karlstalschlucht bei Trippstadt eine wunderbare Wahl. Der Weg führt weitgehend flach durch eine idyllische Felsenschlucht entlang des Moosalbbachs und bietet viel zu sehen, ohne große Anstrengung zu fordern.

Auch die Runde zum Hambacher Schloss ist gut für Einsteiger geeignet, da sie moderate Steigungen mit einem kulturellen Highlight und schönen Ausblicken verbindet. Beide Touren liegen im Bereich von 8 bis 10 Kilometern und lassen sich gut an einem halben Tag bewältigen. Starte einfach langsam und gönn dir eine Hüttenpause – so wirst du schnell zum begeisterten Pfälzerwald-Fan.

Kann ich im Pfälzerwald auch Wein und Wandern verbinden?

Definitiv, der Pfälzerwald grenzt direkt an die Südliche Weinstraße, das zweitgrößte Weinanbaugebiet Deutschlands. Touren wie der Pfälzer Weinsteig führen gezielt durch Wald und Weinberge und verbinden so Natur mit Genuss.

Charmante Winzerdörfer wie Sankt Martin, Rhodt unter Rietburg oder Hambach laden zur Einkehr in Weinstuben ein, wo du nach der Wanderung einen Riesling oder Spätburgunder direkt beim Erzeuger probieren kannst. Im Herbst zur Weinlese herrscht eine besonders festliche Stimmung. Achte nur darauf, dass Wandern und Weingenuss in vernünftiger Balance bleiben – die Heimkehr soll ja sicher gelingen.

Copyright Dicom GmbH.
Einstellungen gespeichert

Cookie-Hinweis: Wir setzen auf unserer Website Cookies ein. Einige von ihnen sind erforderlich, während andere uns helfen unser Onlineangebot zu verbessern. Sie können alle Cookies über den Button “Alle akzeptieren” zulassen, oder Ihre eigene Auswahl vornehmen.

Technisch erforderliche Cookies werden immer geladen.

Weitere Hinweise, welche Cookies jeweils geladen werden, finden Sie hier in unseren Datenschutzhinweisen.

You are using an outdated browser. The website may not be displayed correctly.