Vulkanische Mittelgebirgslandschaft
Wandern in der Eifel: Vulkane, Maare und Wälder im Herzen der Westmitte Deutschlands
Wandern in der Eifel: Vulkanland erleben
Es gibt Landschaften, die brauchen ein bisschen, bis sie dich um den Finger wickeln – und es gibt die Eifel, die genau das Gegenteil tut. Kaum hast du die ersten Schritte auf einem ihrer weichen Waldwege gemacht, riechst du das harzige Holz, hörst das Plätschern eines klaren Bachs und blickst auf ein türkisblaues Maar, das in einem alten Vulkankrater ruht. Hier wandert man nicht einfach – hier taucht man in eine Region ein, die geologisch wie kaum eine andere in Deutschland geformt ist.
Die Eifel erstreckt sich über das westliche Rheinland, reicht bis nach Luxemburg und Belgien und vereint sanfte Hügel, dichte Buchenwälder, weite Hochflächen und tief eingeschnittene Flusstäler. Im Herzen liegt der Nationalpark Eifel, in dem sich die Natur über große Flächen frei entfalten darf – Wildkatzen streifen durch die Wälder, Schwarzspechte klopfen an alten Buchen, und im Frühsommer leuchten die Hänge gelb von blühendem Ginster.
Was die Eifel so besonders macht, ist ihre Vielfalt auf kleinem Raum. Im Westen liegt die Vulkaneifel mit ihren weltberühmten Maaren – kreisrunden Kraterseen, die wie blaue Augen aus der Landschaft schauen. Im Norden dehnt sich die Hocheifel mit der Hohen Acht, dem höchsten Berg der Region. Dazwischen schlängeln sich Premiumwanderwege wie der Eifelsteig oder die zahlreichen Traumpfade durch Täler, über Felsen und vorbei an Burgruinen.
Und dann ist da noch dieses Lebensgefühl: gemütliche Dörfer mit Fachwerk und Bruchstein, dampfende Teller mit Döppekooche und einem kühlen Bier danach, dazu Menschen, die nicht viele Worte machen, dich aber herzlich willkommen heißen. Die Eifel ist kein lautes Reiseziel – sie ist eine, die leise begeistert. Wer einmal bei Sonnenaufgang am Pulvermaar stand oder durch die Wolfsschlucht bei Gerolstein gewandert ist, versteht, warum so viele immer wieder zurückkommen.
Topografie & Landschaft
Höhenlage
bis 747 m (Hohe Acht)
Geländecharakter
Waldwege, Felsenpfade, Hochflächen
Infrastruktur
Sehr gut ausgebaut, beschildert
Beste Reisezeit
Mai bis Oktober
Die schönsten Sehenswürdigkeiten und Naturwunder der Eifel
Die Maare – blaue Augen der Vulkaneifel
Wer an die Eifel denkt, denkt fast automatisch an die Maare. Diese kreisrunden Kraterseen entstanden vor Tausenden von Jahren, als aufsteigendes Magma auf Grundwasser traf und gewaltige Explosionen auslöste. Heute liegen sie still und tiefblau in der Landschaft – allen voran das Pulvermaar bei Gillenfeld, eines der tiefsten Maare Deutschlands, sowie die malerischen Dauner Maare, die zu den meistfotografierten Motiven der Region zählen.
Rund um die Maare führen herrliche Wanderwege, die mal direkt am Ufer entlangführen, mal auf Aussichtspunkte hinaufsteigen. Besonders im Herbst, wenn sich die Laubwälder am Wasser spiegeln, entfaltet sich hier eine fast meditative Stimmung. Wusstest du schon? Das Gemündener Maar ist so klar und sauber, dass es im Sommer als Naturbad genutzt wird – ein Sprung ins kühle Kraterwasser ist nach einer Wanderung pures Glück.
Nationalpark Eifel – wo die Wildnis zurückkehrt
Im Norden der Region liegt der einzige Nationalpark Nordrhein-Westfalens, ein Stück Wildnis, das sich Jahr für Jahr ein wenig mehr selbst überlässt. Auf rund 110 Quadratkilometern dürfen Wälder wachsen, wie sie wollen, und seltene Tiere wie die Wildkatze, der Schwarzstorch oder der Biber finden hier Rückzugsräume. Der Park ist außerdem als internationaler Sternenpark anerkannt – nachts sieht man hier einen Sternenhimmel, wie er in Mitteleuropa selten geworden ist.
Ein Highlight ist der Aussichtspunkt am ehemaligen NS-Ordensburg-Gelände Vogelsang IP, das heute als Bildungsstätte und Besucherzentrum dient und beeindruckende Blicke über den Urftsee bietet. Wer Glück hat, beobachtet von den Wanderwegen aus die Hirsche bei ihrer abendlichen Wanderung an die Waldränder.
Burgen, Klöster und Fachwerkdörfer
Die Eifel ist gespickt mit kulturellen Schätzen. Die Burg Eltz im Elzbachtal gilt als eine der schönsten Burgen Deutschlands und thront wie aus einem Märchen über dem Tal – sie war nie zerstört und ist bis heute im Besitz derselben Familie. Auch das Kloster Maria Laach an seinem eigenen vulkanischen Laacher See ist ein Ort, an dem man die Zeit gerne anhält.
In Dörfern wie Monschau, mit seinen schiefen Fachwerkhäusern und dem rauschenden Fluss Rur, fühlt man sich in eine andere Zeit versetzt. Geheimtipp: Besuche die Gassen von Monschau am frühen Morgen, bevor die Tagesgäste eintreffen – dann gehört dir die historische Altstadt fast allein.
Kulinarik – deftig, ehrlich, regional
Nach einer Wanderung schmeckt die Eifel besonders gut. Hier kommen handfeste Spezialitäten auf den Tisch: der Döppekooche, ein herzhafter Kartoffelauflauf aus dem Ofen, dazu Apfelmus, oder der Eifeler Schinken, der monatelang luftgetrocknet wird. In den Brauereien und Hofläden findest du regionales Bier, Senf aus Monschau und Honig von den Hochflächen.
Wusstest du schon? Die Eifel ist auch eine Region des guten Wassers – das berühmte Gerolsteiner Mineralwasser sprudelt direkt aus dem vulkanischen Untergrund. Ein Glas davon nach dem Wandern schmeckt tatsächlich anders als die Flasche aus dem Supermarkt zu Hause.
Was das Wandern in der Eifel so besonders macht
Premiumwege und Traumpfade auf höchstem Niveau
Die Eifel gehört zu den am besten erschlossenen Wanderregionen Deutschlands – und das merkt man auf Schritt und Tritt. Der Eifelsteig zieht sich über rund 313 Kilometer von Aachen-Kornelimünster bis nach Trier und gilt als einer der schönsten Fernwanderwege des Landes. In 15 Etappen führt er durch Moore, Wälder, Vulkanlandschaften und Flusstäler, immer hervorragend markiert und mit durchdachter Infrastruktur.
Ergänzt wird das Wegenetz durch die Traumpfade und Traumschleifen, kurze bis mittellange Rundwege, die mit dem Deutschen Wandersiegel ausgezeichnet sind. Sie sind so angelegt, dass möglichst wenig Asphalt und möglichst viele naturnahe Pfade, Aussichten und Highlights aufeinandertreffen. Wer Wert auf Qualität legt, ist hier goldrichtig.
Landschaftliche Vielfalt für jeden Geschmack
Das Faszinierende am Wandern in der Eifel ist der ständige Wechsel. Innerhalb einer einzigen Tagestour kannst du durch schattige Buchenwälder steigen, über offene Hochflächen mit weitem Blick wandern und schließlich in ein enges, felsiges Flusstal hinabsteigen. Die Vulkaneifel überrascht mit ihren Maaren und Lavafeldern, während die Nordeifel mit ihren Stauseen und der weiten Rureifel ein ganz anderes Gesicht zeigt.
Besonders reizvoll sind die Übergänge zwischen den Landschaftsformen. An einem Tag stehst du am felsigen Aussichtspunkt der Gerolsteiner Dolomiten, am nächsten wanderst du über die sanften Wiesen der Hocheifel rund um die Hohe Acht. Diese Abwechslung sorgt dafür, dass dir die Region selbst nach vielen Touren nicht langweilig wird.
Für wen sich die Eifel besonders eignet
Die gute Nachricht: Die Eifel ist eine Wanderregion für nahezu jeden. Die Höhenunterschiede sind moderat – der höchste Punkt, die Hohe Acht, liegt bei knapp 747 Metern –, sodass auch Einsteiger und Familien viele schöne Touren finden, ohne sich zu überanstrengen. Gleichzeitig bieten die anspruchsvolleren Traumpfade mit ihren steilen Auf- und Abstiegen genug Herausforderung für ambitionierte Wanderer.
Familien mit Kindern finden rund um die Maare flache, kindgerechte Rundwege mit Bademöglichkeiten. Wer Ruhe und Einsamkeit sucht, wird im Nationalpark und in der Hocheifel fündig. Und Genusswanderer kombinieren die Touren einfach mit einer Einkehr in einem der zahlreichen Eifeler Gasthöfe.
Aussichtspunkte, die hängen bleiben
Die Eifel ist reich an Panoramablicken. Vom Aussichtsturm auf der Hohen Acht, dem Kaiser-Wilhelm-Turm, reicht der Blick an klaren Tagen weit über die Hochflächen bis zum Siebengebirge. Die Felsen der Gerolsteiner Dolomiten bieten spektakuläre Tiefblicke ins Kylltal, und am Urftsee im Nationalpark spiegelt sich der Himmel in stillem Wasser.
Ein echter Geheimtipp ist der Sonnenaufgang am Weinfelder Maar, auch Totenmaar genannt, mit seiner einsamen Kapelle am Ufer. Wer früh aufsteht und die Stille genießt, erlebt einen Moment, der lange nachklingt – und der zeigt, warum die Eifel Wanderherzen so nachhaltig erobert.
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Die beliebtesten Wandertouren in der Eifel
Rund um die Dauner Maare – Maartour der Vulkaneifel
Diese rund 12 Kilometer lange Rundwanderung verbindet die drei berühmten Dauner Maare – das Gemündener Maar, das Weinfelder Maar und das Schalkenmehrener Maar – zu einem der schönsten Klassiker der Vulkaneifel. Start- und Zielpunkt ist meist der Ort Schalkenmehren, von wo aus du zunächst zum Schalkenmehrener Maar hinabsteigst und es teilweise umrundest.
Der Weg führt anschließend über sanfte Höhen zum stillen Weinfelder Maar mit seiner einsamen Kapelle, einem der atmosphärischsten Plätze der gesamten Eifel. Über den Aussichtspunkt am Mäuseberg, wo der Dronketurm einen Rundumblick bietet, geht es weiter zum tiefer gelegenen Gemündener Maar, das im Sommer zum Baden einlädt.
Die Tour ist gut markiert, hat moderate Anstiege und eignet sich hervorragend für Familien und Genusswanderer. Besonders im Herbst, wenn sich die Laubwälder im Wasser spiegeln, entfaltet sich hier ein Farbenspiel, das dich immer wieder zum Stehenbleiben zwingt.
Gerolsteiner Felsenpfad – Traumpfad durch die Dolomiten der Eifel
Der etwa 13 Kilometer lange Gerolsteiner Felsenpfad gehört zu den spektakulärsten Touren der Region und startet im Zentrum von Gerolstein. Schon bald erreichst du die Gerolsteiner Dolomiten, mächtige Kalk- und Riffkalkfelsen, die vor rund 380 Millionen Jahren in einem tropischen Meer entstanden sind und heute schroff über dem Kylltal aufragen.
Der Pfad windet sich über felsige Passagen, vorbei an der Buchenlochhöhle und der Munterley, einem markanten Aussichtsfelsen mit weitem Blick über die Stadt und das Tal. Stahlseile und Treppen sichern die ausgesetzten Abschnitte, sodass die Tour auch für weniger Schwindelfreie machbar bleibt – Trittsicherheit ist aber gefragt.
Wer hier wandert, fühlt sich streckenweise eher wie in den Alpen als in der Eifel. Die Tour ist anspruchsvoll, aber lohnt sich für jeden, der felsige Landschaften und echte Höhenmeter liebt. Festes Schuhwerk ist Pflicht, und eine Einkehr im Anschluss in Gerolstein rundet den Tag perfekt ab.
Wilder Kermeter – Naturerlebnis im Nationalpark Eifel
Der Wilde Kermeter ist eine barrierearme Erlebnisroute im Herzen des Nationalparks Eifel und bietet auf rund 7 Kilometern einen wunderbaren Einstieg in die Wildnis. Start ist am Forum Vogelsang IP oder am Parkplatz Kermeter, von wo aus du über breite, gut begehbare Wege durch ausgedehnte Buchenwälder wanderst.
Highlight der Tour ist der Aussichtspunkt Hirschley, von dem aus sich ein grandioser Blick über den türkisblauen Urftsee öffnet. Unterwegs informieren Erlebnisstationen über die Tier- und Pflanzenwelt des Nationalparks, was die Strecke besonders für Familien mit Kindern attraktiv macht.
Mit etwas Glück und Geduld lassen sich hier Hirsche, Greifvögel und im Frühjahr ein Meer aus blühenden Pflanzen beobachten. Da die Wege auch für Rollstühle und Kinderwagen geeignet sind, ist diese Tour ein echtes Erlebnis für alle Generationen und ein idealer erster Eindruck vom Nationalpark.
Rund um Burg Eltz – Eltzer Burgpanorama
Diese rund 13 Kilometer lange Rundtour startet meist am Parkplatz Antoniuskapelle oder in Wierschem und führt dich auf naturnahen Pfaden durch das idyllische Elzbachtal zur weltberühmten Burg Eltz. Schon der erste Blick auf die nie zerstörte Höhenburg, die wie aus einem Märchen über dem Tal thront, ist die ganze Wanderung wert.
Der Weg schlängelt sich entlang des plätschernden Elzbachs, durch schattige Mischwälder und über kleine Brücken. Immer wieder eröffnen sich neue Perspektiven auf die Burg, die zu den schönsten und bekanntesten Burgen Deutschlands zählt und früher sogar auf der 500-DM-Banknote abgebildet war.
Die Tour ist abwechslungsreich, hat einige knackige Anstiege und eignet sich für geübte Wanderer ebenso wie für ambitionierte Einsteiger. Eine Besichtigung der Burg lässt sich gut einbauen, und unterwegs laden ruhige Rastplätze am Bach zum Verweilen ein – ein Tag wie aus dem Bilderbuch.
Eifelsteig-Etappe: Monschau nach Einruhr
Diese rund 16 Kilometer lange Etappe des Eifelsteigs gehört zu den landschaftlich reizvollsten Abschnitten des Fernwanderwegs und beginnt im malerischen Fachwerkstädtchen Monschau. Schon der Start durch die schiefen Gassen und entlang der rauschenden Rur ist ein Erlebnis für sich.
Der Weg führt hinaus aus dem Tal, über offene Hochflächen und durch ausgedehnte Wälder der Rureifel, bis er schließlich nach Einruhr am Rursee absteigt. Unterwegs durchquerst du das Naturschutzgebiet Perlenbach-Fuhrtsbachtal, das im Frühsommer für seine Narzissenblüte berühmt ist und dann ganze Hänge gelb färbt.
Die Etappe ist konditionell fordernd, aber technisch unproblematisch und durchgehend bestens markiert. Sie eignet sich für ausdauernde Wanderer, die einen ganzen Tag in der Natur verbringen möchten. Am Rursee angekommen, lohnt sich eine Schifffahrt oder eine Einkehr mit Blick aufs Wasser als verdienter Abschluss.
Pulvermaar und Strohner Maar – Stille Runde bei Gillenfeld
Diese etwa 9 Kilometer lange Rundwanderung beginnt im Ort Gillenfeld und führt dich zum tiefblauen Pulvermaar, dem tiefsten und eines der jüngsten Maare der Vulkaneifel. Das nahezu kreisrunde Gewässer ist von dichtem Wald umgeben und wirkt an stillen Tagen fast wie ein Spiegel.
Vom Pulvermaar aus geht es weiter zum verlandenden Strohner Märchen und zum Strohner Maar, die einen ganz anderen, moorig-naturbelassenen Charakter zeigen. Hier siehst du eindrucksvoll, wie sich ein Maar im Laufe der Jahrtausende langsam in eine Moorlandschaft verwandelt.
Die Tour ist überwiegend flach bis leicht hügelig und damit auch für Familien und ältere Wanderer gut geeignet. Im Sommer lädt das Pulvermaar mit seinem Strandbad zum Baden ein – ein erfrischender Abschluss nach der Runde durch eine der ruhigsten Ecken der Vulkaneifel.
Häufige Fragen
Ist die Eifel zum Wandern für Anfänger geeignet?
Absolut. Die Eifel ist eine der einsteigerfreundlichsten Wanderregionen Deutschlands. Die Höhenunterschiede sind im Vergleich zu den Alpen oder dem Schwarzwald moderat, und es gibt unzählige flache bis mittelschwere Rundwege, etwa rund um die Maare oder im Nationalpark.
Gerade die kurzen Touren von 7 bis 12 Kilometern eignen sich hervorragend, um sich an längere Strecken heranzutasten. Die Wege sind hervorragend markiert, sodass du dich auch ohne große Erfahrung kaum verläufst. Wer mehr Herausforderung sucht, findet mit den Traumpfaden und Eifelsteig-Etappen anspruchsvollere Optionen mit echten Höhenmetern.
Kann ich in der Eifel mit Hund wandern?
Ja, die Eifel ist ein wunderbares Ziel für Wanderungen mit Hund. Die meisten Wege führen durch Wälder und über Hochflächen, wo dein vierbeiniger Begleiter viel Platz und Abwechslung findet. Wasserstellen wie Bäche und Maare bieten zudem willkommene Abkühlung im Sommer.
Beachten solltest du allerdings, dass im Nationalpark Eifel und in Naturschutzgebieten Leinenpflicht gilt, um die Tierwelt zu schützen. Auch zur Brut- und Setzzeit im Frühjahr ist Rücksichtnahme gefragt. Viele Gasthöfe und Hotels in der Region sind hundefreundlich, sodass auch die Einkehr meist kein Problem darstellt.
Wann ist die beste Zeit zum Wandern in der Eifel?
Die Eifel lässt sich grundsätzlich das ganze Jahr über erwandern, doch besonders schön sind das späte Frühjahr und der Herbst. Im Mai und Juni blühen die Narzissen im Perlenbachtal und der Ginster färbt die Hänge gelb, während die Wälder in frischem Grün leuchten.
Der Herbst gehört zu den fotogensten Jahreszeiten, wenn sich das bunte Laub in den Maaren spiegelt und die Luft klar und kühl ist. Der Sommer eignet sich gut für Badewanderungen rund um die Maare. Im Winter zeigt sich die Hocheifel oft verschneit und lädt zu stillen Touren ein – dann solltest du allerdings auf die Wetterbedingungen achten.
Eignet sich die Eifel zum Wandern mit Kindern?
Ja, die Eifel ist ein ideales Wanderziel für Familien. Rund um die Maare gibt es flache, gut begehbare Rundwege, die auch kleine Beine bewältigen können, und viele davon enden an einem See, in dem man im Sommer baden kann – das motiviert ungemein.
Im Nationalpark Eifel gibt es zudem barrierearme Erlebnisrouten wie den Wilden Kermeter mit Informationsstationen, die das Wandern für Kinder spannend machen. Auch Wildgehege, Naturerlebniszentren und die Aussicht auf Hirsche oder Greifvögel sorgen dafür, dass es nicht langweilig wird. Plane einfach genug Pausen und kleine Highlights ein.
Wie gut sind die Wanderwege in der Eifel markiert?
Die Markierung in der Eifel gehört zu den besten in ganz Deutschland. Der Eifelsteig ist durchgehend mit einem eigenen Logo gekennzeichnet, und auch die zahlreichen Traumpfade und Traumschleifen sind klar und zuverlässig ausgeschildert.
Du findest an Kreuzungen und Abzweigungen in der Regel gut sichtbare Wegweiser, oft ergänzt durch Hinweistafeln zu Sehenswürdigkeiten und der Natur. Dennoch empfiehlt es sich, eine Wander-App oder eine topografische Karte mitzunehmen, besonders auf weniger frequentierten Routen oder bei schlechter Sicht. So bist du auf der sicheren Seite.
Welche Ausrüstung brauche ich für eine Wanderung in der Eifel?
Für die meisten Touren in der Eifel reicht eine solide Tageswanderausrüstung. Wichtig sind feste, knöchelhohe Wanderschuhe mit gutem Profil, denn auf den Traumpfaden geht es auch über felsige und wurzelige Abschnitte. Wetterfeste Kleidung im Zwiebelprinzip ist ratsam, da das Wetter in den Höhenlagen schnell umschlagen kann.
Nimm außerdem ausreichend Wasser und einen Snack mit, da nicht auf jeder Strecke eine Einkehr liegt. Auf felsigen Touren wie dem Gerolsteiner Felsenpfad ist Trittsicherheit gefragt. Im Sommer sind Sonnenschutz und auf den Maartouren gerne auch Badesachen sinnvoll, im Herbst und Winter zusätzlich Mütze und Handschuhe.
Wie komme ich am besten in die Eifel?
Die Eifel ist gut erreichbar, sowohl mit dem Auto als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Über die Autobahnen rund um Köln, Aachen und Trier gelangst du schnell in die verschiedenen Teilregionen. Viele Wanderparkplätze an den beliebten Startpunkten sind kostenlos oder günstig.
Mit Bus und Bahn erreichst du Orte wie Gerolstein, Daun, Monschau oder Kall über die Eifelstrecke und regionale Buslinien. Gerade für Etappenwanderungen auf dem Eifelsteig ist die Anreise mit ÖPNV praktisch, da du nicht zum Auto zurückkehren musst. In der Saison gibt es zudem spezielle Wanderbusse, die abgelegene Startpunkte anbinden.
Darf man in den Maaren der Eifel baden?
In einigen Maaren ist Baden ausdrücklich erlaubt und sogar ein echtes Vergnügen. Das Gemündener Maar und das Schalkenmehrener Maar bei Daun sowie das Pulvermaar bei Gillenfeld verfügen über Strandbäder mit klarem, kühlem Wasser – ein herrlicher Abschluss nach einer Wanderung an heißen Tagen.
Andere Maare wie das Weinfelder Maar stehen unter Naturschutz, dort ist das Baden nicht gestattet. Achte daher immer auf die Beschilderung vor Ort. Das Wasser in den Maaren ist erstaunlich klar, kann aber auch im Hochsommer recht kühl bleiben, da die Seen oft sehr tief sind. Eine Erfrischung der besonderen Art ist es allemal.
Wie anspruchsvoll sind die Traumpfade in der Eifel?
Die Traumpfade variieren stark im Schwierigkeitsgrad. Viele sind als mittelschwer einzustufen, mit Strecken zwischen 8 und 16 Kilometern und einigen knackigen Anstiegen. Sie sind bewusst so angelegt, dass sie über naturnahe Pfade, Felsen und Aussichtspunkte führen und Asphalt weitgehend meiden.
Touren wie der Gerolsteiner Felsenpfad fordern Trittsicherheit und ein gewisses Maß an Kondition, während andere Traumschleifen entspannter ausfallen. Es lohnt sich, vorab die Tourenbeschreibung mit Höhenmetern und Schwierigkeitsangabe zu prüfen. Für ungeübte Wanderer empfiehlt es sich, mit den kürzeren und flacheren Varianten zu starten und sich langsam zu steigern.
Gibt es in der Eifel Einkehrmöglichkeiten unterwegs?
In den meisten besiedelten Gebieten der Eifel findest du regelmäßig gemütliche Gasthöfe, Cafés und Hofläden, in denen du regionale Spezialitäten wie Döppekooche, Eifeler Schinken oder hausgebackenen Kuchen genießen kannst. Besonders entlang des Eifelsteigs und in den Maardörfern ist die Versorgung gut.
In abgelegeneren Gegenden wie dem Nationalpark oder auf den Hochflächen solltest du allerdings nicht überall mit einer Einkehr rechnen und genug Proviant einpacken. Es lohnt sich, vorab die Öffnungszeiten zu prüfen, da manche Gasthöfe einen Ruhetag haben oder saisonal geschlossen sind. Die Eifeler Gastlichkeit ist herzlich und unkompliziert – hier wird man satt und zufrieden.
Kann man in der Eifel mehrtägige Wanderungen machen?
Ja, die Eifel ist ein Paradies für Mehrtageswanderer. Der Eifelsteig bietet auf rund 313 Kilometern in 15 Etappen die Möglichkeit, die gesamte Region zu Fuß zu durchqueren – von Aachen bis Trier. Entlang des Weges gibt es zahlreiche zertifizierte Gastgeber, die auf Wanderer eingestellt sind.
Viele Unterkünfte bieten Gepäcktransport an, sodass du nur mit leichtem Tagesrucksack unterwegs sein kannst. Auch kürzere Mehrtagestouren über drei bis fünf Etappen lassen sich gut planen, etwa durch die Vulkaneifel oder die Rureifel. Mit der guten Anbindung an Bus und Bahn ist die An- und Abreise zu den Etappenorten meist unkompliziert.
Ist der Nationalpark Eifel frei zugänglich?
Ja, der Nationalpark Eifel ist grundsätzlich frei zugänglich und kostenlos zu betreten. Allerdings gelten besondere Regeln zum Schutz der Natur: Du solltest auf den ausgewiesenen Wegen bleiben, Hunde an die Leine nehmen und keinen Müll hinterlassen. So bleibt die Wildnis für Tiere und künftige Besucher erhalten.
Der Park bietet zudem ein dichtes Netz aus markierten Wanderwegen, Informationszentren und geführten Rangertouren, die einen tiefen Einblick in die Natur ermöglichen. Besonders schön ist, dass der Nationalpark als Sternenpark anerkannt ist – bei klarem Himmel lohnt sich abends ein Blick nach oben, denn die Sternenpracht ist beeindruckend.
Wie hoch ist der höchste Berg der Eifel?
Der höchste Berg der Eifel ist die Hohe Acht mit einer Höhe von knapp 747 Metern. Sie liegt in der Hocheifel und ist über verschiedene Wanderwege gut zu erreichen. Auf dem Gipfel steht der Kaiser-Wilhelm-Turm, ein Aussichtsturm, von dem aus du an klaren Tagen einen weiten Blick über die Eifel bis hin zum Siebengebirge genießen kannst.
Im Vergleich zu den Hochgebirgen ist die Hohe Acht zwar bescheiden, doch der Aufstieg lohnt sich allemal. Die Wanderung dorthin führt durch typische Eifeler Landschaft mit Wäldern und Hochflächen. Oben angekommen belohnt dich das Panorama, und der Turm ist ein beliebtes Ziel für eine Pause oder ein Gipfelfoto.