Bregenzerwald: Wo Käse, Berge und Baukunst zum Wandern einladen
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Bregenzerwald: Wo Käse, Berge und Baukunst zum Wandern einladen

Grüne Hügel, weltberühmter Käse und Holzarchitektur zum Verlieben – der Bregenzerwald verbindet Genuss und Gipfelglück wie kaum eine andere Region.

Wandern im Bregenzerwald

Es gibt Regionen, die man betritt und sofort spürt: Hier passt einfach alles zusammen. Der Bregenzerwald in Vorarlberg ist genau so ein Ort. Sanfte grüne Hügel, die sich zu markanten Kalkgipfeln aufschwingen, tiefe Wälder, glasklare Bäche und dazwischen Dörfer, die aussehen, als hätte ein besonders talentierter Architekt jedes einzelne Haus persönlich abgesegnet. Tatsächlich ist der Bregenzerwald weltberühmt für seine Baukultur – hier küssen sich uraltes Handwerk und moderne Holzarchitektur, ganz ohne Kitsch.

Wer hier wandert, wandert durch eine Kulturlandschaft, die über Jahrhunderte von fleißigen Händen geformt wurde. Die berühmten Vorsäße und Alpen sind bewirtschaftet, überall grasen zufriedene Kühe, deren Milch am Ende in einem der besten Bergkäse der Welt landet. Die KäseStrasse Bregenzerwald ist nicht nur eine kulinarische Institution, sie ist gelebte Regionalkultur zum Anbeißen.

Landschaftlich bekommst du hier ein erstaunlich vielfältiges Paket: Im Vorderwald geht es lieblich und sanft zu, ideal für genussvolle Familientage. Im Hinterwald rund um Damüls, Warth und Schröcken wird es alpiner, felsiger und ambitionierter. Dazwischen thronen Klassiker wie die Kanisfluh, das heimliche Wahrzeichen des Tals, oder der aussichtsreiche Diedamskopf.

Das Schöne: Der Bregenzerwald hat sich seine Ursprünglichkeit bewahrt. Kein Massentourismus, keine überlaufenen Trampelpfade, sondern echte Ruhe, herzliche Menschen und ein Netz aus bestens markierten Wegen. Ob du gemütlich von Alpe zu Alpe schlenderst, deftig einkehrst oder einen Gipfel unter die Wanderschuhe nimmst – hier findest du deinen Rhythmus. Schnür die Schuhe, der Wald wartet.

Topografie & Landschaft

Sanfte Hügel und Kalkgipfel

Höhenlage

bis 2230 m (Hoher Ifen)

Geländecharakter

Almwege, Waldpfade, alpine Steige

Infrastruktur

Bergbahnen, Hütten, gute Busanbindung

Beste Reisezeit

Mai bis Oktober

Navigation

Highlights und Sehenswürdigkeiten im Bregenzerwald

Baukultur, die man wirklich anfassen kann

Kaum eine andere Bergregion Europas ist so eng mit moderner Architektur verbunden wie der Bregenzerwald. Wer durch Dörfer wie Andelsbuch, Mellau oder Egg spaziert, entdeckt eine faszinierende Mischung aus jahrhundertealten Holzhäusern mit ihren typischen Schindelfassaden und mutigen zeitgenössischen Neubauten. Das berühmte Werkraum Haus in Andelsbuch, entworfen von Stararchitekt Peter Zumthor, ist ein Muss für alle, die Handwerk und Design lieben.

Das Besondere: Hier ist Architektur kein Selbstzweck, sondern gelebter Alltag. Bushaltestellen wurden von international renommierten Architekten gestaltet, Kindergärten sind kleine Holzkunstwerke und selbst der Käsekeller fügt sich elegant in die Landschaft. Diese Verbindung aus Tradition und Moderne macht das Wandern hier zu einem doppelten Genuss – für Auge und Seele.

Die KäseStrasse – Genuss mit Wanderschuhen

Der Bregenzerwald ist Käseland, und das mit Stolz. Auf zahlreichen Alpen wird noch nach uralter Tradition Bergkäse und Alpkäse hergestellt. Die KäseStrasse verbindet Sennereien, Bauernhöfe, Wirtshäuser und Käsekeller zu einem genussvollen Netzwerk, das du wunderbar mit Wanderungen kombinieren kannst.

Ein Besuch im Käsekeller in Lingenau zeigt eindrücklich, wie tausende Laibe reifen und regelmäßig gepflegt werden. Auf den Alpen selbst kannst du oft direkt beim Senner zusehen und den fangfrischen Käse gleich verkosten. Wusstest du schon? Für ein Kilo Bergkäse braucht man rund zehn Liter Milch – kein Wunder, dass die Kühe hier so beschäftigt aussehen.

Die Kanisfluh – das Wahrzeichen des Tals

Wenn ein Berg den Bregenzerwald symbolisiert, dann die Kanisfluh. Mit ihrer imposanten Felswand thront sie über dem Tal und ist von fast überall zu sehen. Ihre markante Silhouette hat Generationen von Wanderern angezogen und ist bis heute ein Sehnsuchtsziel.

Rund um die Kanisfluh findest du blühende Bergwiesen, seltene Alpenblumen und eine artenreiche Tierwelt. Mit etwas Glück kreisen Steinadler über den Felsen. Der Berg ist außerdem geologisch spannend, da hier verschiedene Gesteinsschichten wunderbar sichtbar werden – ein Freiluftmuseum für alle, die etwas genauer hinschauen.

Land und Leute – herzlich und bodenständig

Die Bregenzerwälder gelten als eigenständig, humorvoll und tief mit ihrer Heimat verbunden. Der berühmte Wälderdialekt ist selbst für andere Vorarlberger manchmal ein Rätsel, aber keine Sorge: Herzlichkeit versteht man auch ohne Übersetzung.

Ein echter Geheimtipp ist der Besuch eines der traditionellen Wirtshäuser abseits der Hauptorte, wo Kässpätzle, Riebel und hausgemachte Schnäpse serviert werden. Wer im Herbst kommt, erlebt vielleicht den Alpabtrieb, wenn die geschmückten Kühe unter Glockengeläut ins Tal ziehen – ein Fest für alle Sinne und garantiert authentisch.

Warum Wandern im Bregenzerwald so besonders ist

Vielfalt für jedes Wanderherz

Der große Trumpf des Bregenzerwaldes ist seine landschaftliche Bandbreite auf engstem Raum. Im Vorderwald erwarten dich sanfte, saftig grüne Hügel, weite Ausblicke bis zum Bodensee und gemütliche Wege, die ideal für Familien und Genusswanderer sind. Hier kannst du stundenlang von Alpe zu Alpe schlendern, ohne je überfordert zu sein.

Wer es sportlicher mag, findet im Hinterwald rund um Damüls, Warth und Schröcken alpines Gelände mit steilen Anstiegen, Gipfelkreuzen und hochalpiner Atmosphäre. Damüls gilt zudem als eines der schneereichsten Dörfer der Welt, weshalb die Sommerwiesen hier besonders üppig und blütenreich sind.

Wegequalität und Beschilderung

Das Wegenetz im Bregenzerwald ist vorbildlich gepflegt und beschildert. Gelbe Wegweiser mit klaren Zeitangaben und Zielorten machen die Orientierung selbst für Einsteiger einfach. Die Wege reichen von breiten Almsträßchen über wurzelige Waldpfade bis hin zu ausgesetzten Bergsteigen für Geübte.

Besonders praktisch: Viele Touren lassen sich mit der Bergbahnen im Bregenzerwald kombinieren, etwa am Diedamskopf oder in Mellau. So kannst du dir den Aufstieg sparen und die Kraft für die schönsten Panoramawege aufheben. Die Gäste-Card ermöglicht in vielen Orten sogar die kostenlose Nutzung von Bussen und Bahnen.

Aussichten, die im Gedächtnis bleiben

Panorama ist hier kein leeres Versprechen. Vom Diedamskopf reicht der Blick über hunderte Alpengipfel bis zu den Schweizer Bergen und dem Allgäu. Bei klarer Sicht glitzert in der Ferne der Bodensee, während sich im Vordergrund grüne Almen und tiefe Täler auftürmen.

Auch weniger bekannte Aussichtsberge wie die Winterstaude oder der Hohe Ifen mit seinem einzigartigen Karrenplateau belohnen mit spektakulären Ausblicken. Fotografen kommen besonders in den Morgenstunden auf ihre Kosten, wenn Nebelschwaden durch die Täler ziehen und die Gipfel im ersten Licht glühen.

Naturerlebnis und Ruhe

Was den Bregenzerwald so wohltuend macht, ist die spürbare Ruhe. Abseits der wenigen Hauptziele bist du oft ganz allein mit dem Rauschen der Bäche und dem Läuten der Kuhglocken. Die intakte Kulturlandschaft ist ein Paradies für Naturliebhaber, mit blühenden Bergwiesen, seltenen Orchideen und einer erstaunlichen Vogelwelt.

Familien schätzen die kinderfreundlichen Themenwege, während ambitionierte Bergsteiger anspruchsvolle Gipfeltouren finden. Diese Mischung macht den Bregenzerwald zu einem echten Ganzjahresziel für alle, die Natur nicht nur konsumieren, sondern erleben wollen.

Unsere Hotelempfehlungen im Bregenzerwald

Die schönsten Wandertouren im Bregenzerwald

Kanisfluh über die Holzschopf-Route

Die Besteigung der Kanisfluh (2044 m) ist der Klassiker schlechthin im Bregenzerwald. Startpunkt ist meist der Wanderparkplatz bei der Alpe Wurzach oberhalb von Au-Schoppernau. Von hier führt der Weg zunächst durch lichten Wald und über weite Almwiesen stetig bergan Richtung Holzschopf, dem westlichen Gipfel des Kanisfluh-Massivs.

Der Aufstieg fordert Kondition und Trittsicherheit, belohnt aber mit einem grandiosen Rundblick über das gesamte Bregenzerwaldtal, hinüber zum Diedamskopf und weit ins Allgäu. Die letzten Meter zum Gipfelkreuz verlaufen über einen ausgesetzten Grat, der bei Nässe Respekt verlangt. Immer wieder trifft man auf grasende Kühe und im Frühsommer auf ganze Teppiche aus Alpenblumen.

Diese Tour eignet sich für geübte Bergwanderer mit guter Ausdauer. Plane rund fünf bis sechs Stunden für die gesamte Runde ein und starte früh, um die schönsten Lichtverhältnisse und ein wenig Ruhe am Gipfel zu erwischen.

Diedamskopf-Panoramaweg

Wer die Aussicht liebt, aber den kräftezehrenden Aufstieg scheut, fährt mit der Bergbahn von Schoppernau bequem auf den Diedamskopf (2090 m). Von der Bergstation eröffnet sich sofort ein atemberaubendes Panorama über hunderte Gipfel, vom Säntis in der Schweiz bis zu den Allgäuer Alpen.

Der Panoramaweg führt entlang des Bergrückens mit stetigen Ausblicken in alle Richtungen. Die Wege sind gut ausgebaut und auch für weniger geübte Wanderer sowie Familien machbar. Unterwegs laden mehrere Aussichtsplattformen und gemütliche Hütten zur Rast ein, während die berühmte Wälder Kulinarik für das leibliche Wohl sorgt.

Diese Tour ist ideal für alle, die maximale Aussicht bei überschaubarem Aufwand suchen. Wer Lust hat, kann den Abstieg zu Fuß bewältigen und dabei durch die schönen Almen oberhalb von Schoppernau wandern.

Von Alpe zu Alpe rund um Schetteregg

Diese genussvolle Rundwanderung startet im kleinen Ortsteil Schetteregg oberhalb von Egg und führt durch die typische Vorderwälder Kulturlandschaft. Sanfte Hügel, weite Wiesen und immer wieder der Blick hinunter ins Tal machen diese Tour zu einem entspannten Erlebnis.

Unterwegs passierst du mehrere bewirtschaftete Alpen, auf denen du frischen Bergkäse, Buttermilch und deftige Jause bekommst. Der Weg verläuft überwiegend über breite Almwege und gut markierte Pfade ohne nennenswerte Ausgesetztheit, weshalb er sich hervorragend für Familien und Genusswanderer eignet.

Die moderate Streckenlänge und die vielen Einkehrmöglichkeiten machen diese Runde zum idealen Tag für alle, die Natur, Kulinarik und Erholung verbinden wollen. Rund drei bis vier Stunden solltest du für die Runde inklusive Pausen einplanen.

Hoher Ifen und Gottesackerplateau

Der Hohe Ifen (2230 m) an der Grenze zum Kleinwalsertal ist eine geologische Besonderheit und ein absolutes Highlight für erfahrene Bergwanderer. Startpunkt ist die Auenhütte am Fuß des Berges, von wo aus der Weg über das bizarre Gottesackerplateau führt.

Dieses Karstplateau mit seinen tiefen Spalten und schroffen Felsformationen wirkt wie eine Mondlandschaft und ist einzigartig in den Alpen. Der Steig zum Gipfel verlangt Trittsicherheit und Schwindelfreiheit, da einige Passagen seilversichert und ausgesetzt sind. Belohnt wirst du mit einem grandiosen Blick über das Kleinwalsertal und die umliegenden Bergketten.

Diese anspruchsvolle Tour ist nur bei guter Sicht und trockenen Verhältnissen zu empfehlen und richtet sich an konditionsstarke, erfahrene Wanderer. Feste Bergschuhe und alpine Ausrüstung sind Pflicht.

Winterstaude von Schnepfau

Die Winterstaude (1877 m) ist ein wunderbarer Aussichtsberg, der oft im Schatten der berühmteren Kanisfluh steht und deshalb angenehm ruhig ist. Der Aufstieg beginnt in Schnepfau und führt über die Alpe Öberle stetig durch Wald und über offene Almflächen zum Gipfel.

Vom breiten Gipfelrücken genießt du einen herrlichen Rundblick auf die Kanisfluh, den Diedamskopf und weit hinaus über das gesamte Bregenzerwaldtal. Die Wege sind gut markiert, verlangen aber solide Kondition und im oberen Bereich etwas Trittsicherheit.

Diese Tour eignet sich hervorragend für ambitionierte Wanderer, die einen weniger überlaufenen Gipfel suchen. Der lange Höhenrücken lädt zum Verweilen ein, bevor es auf gleichem Weg oder über eine Variante zurück ins Tal geht. Plane etwa fünf Stunden ein.

Familienrunde am Bregenzerach-Ufer

Nicht jede Wanderung muss auf einen Gipfel führen. Diese entspannte Talwanderung folgt der Bregenzerach zwischen Au und Schoppernau und ist ideal für Familien mit kleinen Kindern oder für einen gemütlichen Erholungstag.

Der weitgehend ebene Weg verläuft entlang des türkisgrünen Flusses durch Auwälder und über weite Wiesen. Immer wieder gibt es schöne Plätze zum Verweilen, Steineflitschen oder für ein Picknick am Wasser. Die klare Bregenzerach lädt an warmen Tagen sogar zum Fußbaden ein.

Da die Strecke kaum Höhenmeter aufweist und gut befestigt ist, eignet sie sich auch für Kinderwagen und ältere Wanderer. Unterwegs bieten Gasthäuser in den Dörfern Gelegenheit zur Einkehr. Eine perfekte Tour für alle, die es ruhig angehen lassen und die sanfte Seite des Bregenzerwaldes kennenlernen wollen.

Häufige Fragen

Ist der Bregenzerwald zum Wandern mit Kindern geeignet?

Absolut, der Bregenzerwald ist ein wahres Paradies für Familien. Besonders im Vorderwald findest du zahlreiche sanfte Wege, Themenwanderungen und Erlebnispfade, die auch kleinere Kinder gut bewältigen. Viele Alpen und Berggasthäuser sind kinderfreundlich ausgerichtet und bieten Spielmöglichkeiten sowie regionale Jause.

Ein Tipp sind die Talwanderungen entlang der Bregenzerach oder die Rundwege rund um Schetteregg, die kaum Höhenmeter aufweisen. Auch die Bergbahnen sind ideal, da man die anstrengenden Aufstiege überbrücken und trotzdem grandiose Aussichten genießen kann. So bleibt bei den Kleinen die Motivation erhalten und der Wandertag wird zum Erlebnis für die ganze Familie.

Kann ich mit Hund im Bregenzerwald wandern?

Ja, der Bregenzerwald ist grundsätzlich sehr hundefreundlich und viele Wege eignen sich hervorragend für Vierbeiner. Allerdings solltest du unbedingt beachten, dass in der Region viele Almen mit Weidevieh bewirtschaftet werden. Halte deinen Hund in der Nähe von Kühen unbedingt an der kurzen Leine und meide Herden mit Kälbern.

Mutterkühe können ihre Kälber gegenüber Hunden vehement verteidigen, daher ist Vorsicht das oberste Gebot. Sollte eine Herde bedrohlich wirken, lasse den Hund im Zweifel von der Leine, damit er flüchten kann. Viele Gasthäuser und Hotels heißen Hunde willkommen, informiere dich aber vorab. Wasser für den Hund gibt es dank der vielen Bäche fast überall.

Wann ist die beste Zeit zum Wandern im Bregenzerwald?

Die klassische Wandersaison im Bregenzerwald reicht von Mai bis Oktober. Im späten Frühling erwachen die Almwiesen zu voller Blütenpracht und die Wasserfälle führen viel Wasser, was besonders reizvoll ist. Der Sommer bietet stabiles Wetter und alle Hütten sowie Bergbahnen haben geöffnet.

Der Herbst ist bei vielen Kennern die absolute Lieblingszeit. Die Luft ist klar, die Fernsicht oft phänomenal und die Wälder leuchten in warmen Farben. Zudem finden im September die traditionellen Alpabtriebe statt, ein echtes Highlight. In den höheren Lagen rund um Damüls und Warth kann allerdings schon früh Schnee fallen, weshalb du dich vorher über die Verhältnisse informieren solltest.

Wie schwierig sind die Wanderungen im Bregenzerwald?

Das Spektrum reicht von ganz einfach bis anspruchsvoll alpin, sodass für jedes Niveau etwas dabei ist. Im Vorderwald findest du überwiegend leichte bis mittelschwere Touren mit moderaten Höhenmetern, ideal für Einsteiger und Familien. Die Wege sind hier meist breit und gut ausgebaut.

Im Hinterwald rund um Damüls, Warth und die höheren Gipfel wird es deutlich alpiner. Touren wie die Kanisfluh oder der Hohe Ifen verlangen gute Kondition, Trittsicherheit und teilweise Schwindelfreiheit. Dank der klaren Beschilderung mit Zeitangaben und Schwierigkeitsgraden kannst du deine Tour aber gut an dein Können anpassen. Plane Bergtouren immer mit Puffer und guter Ausrüstung.

Brauche ich für Wanderungen eine spezielle Ausrüstung?

Für die einfachen Talwanderungen und Almwege reichen gute Wanderschuhe und wetterfeste Kleidung völlig aus. Sobald du jedoch höhere Gipfel wie die Kanisfluh, die Winterstaude oder den Hohen Ifen anpeilst, solltest du feste, knöchelhohe Bergschuhe mit gutem Profil tragen.

Das Bergwetter kann rasch umschlagen, daher gehören Regenjacke, warme Zwischenschicht, Sonnenschutz und ausreichend Wasser in jeden Rucksack. Für die anspruchsvolleren Steige empfehlen sich außerdem Wanderstöcke und eventuell ein Erste-Hilfe-Set. Eine Wanderkarte oder eine zuverlässige App zur Orientierung schadet nie, auch wenn die Beschilderung vorbildlich ist.

Wie komme ich am besten in den Bregenzerwald?

Der Bregenzerwald ist gut mit dem Auto über Bregenz oder Dornbirn erreichbar. Von der Autobahn A14 gelangst du zügig in die Talorte wie Egg, Bezau oder Au. Wer aus Deutschland kommt, kann auch über das Allgäu und den Hochtannbergpass anreisen, was landschaftlich besonders reizvoll ist.

Ein großer Pluspunkt ist das hervorragende öffentliche Verkehrsnetz. Mit dem sogenannten Wälderbus erreichst du selbst abgelegene Orte bequem und günstig. Viele Unterkünfte bieten zudem die Gäste-Card an, mit der du Busse und teilweise Bergbahnen kostenlos nutzen kannst. So kannst du dein Auto getrost stehen lassen und umweltfreundlich zu den Ausgangspunkten deiner Touren gelangen.

Gibt es Einkehrmöglichkeiten unterwegs?

Der Bregenzerwald ist ein Schlaraffenland für hungrige Wanderer. Auf nahezu allen Touren findest du bewirtschaftete Alpen, Berggasthäuser und Hütten, die regionale Spezialitäten servieren. Unbedingt probieren solltest du die berühmten Kässpätzle, den Riebel oder eine deftige Brettljause mit hausgemachtem Bergkäse.

Viele Sennalpen verkaufen ihre Produkte direkt ab Hof, sodass du den fangfrischen Käse gleich vor Ort genießen kannst. In den Talorten gibt es zudem eine hervorragende Gastronomie, die traditionelle Küche mit moderner Raffinesse verbindet. Ein Wandertag im Bregenzerwald ist somit immer auch eine kulinarische Reise, und niemand muss hier hungrig ins Tal absteigen.

Sind die Wege gut beschildert?

Ja, die Beschilderung im Bregenzerwald gilt als vorbildlich. An nahezu jeder Weggabelung findest du die typischen gelben Wegweiser mit Zielangaben und realistischen Gehzeiten. Zusätzlich sind die Wege mit Farbmarkierungen versehen, die dir die Orientierung erleichtern.

Für Einsteiger ist das ein großer Vorteil, da man sich kaum verlaufen kann, wenn man den Schildern folgt. Dennoch empfiehlt es sich, gerade bei längeren Bergtouren eine Karte oder Wander-App mitzuführen, falls sich Nebel breitmacht oder du eine Variante gehen möchtest. Die touristischen Informationsstellen in den Orten geben zudem gerne aktuelle Tipps zu Wegzuständen und Sperrungen.

Kann ich Mehrtagestouren im Bregenzerwald machen?

Der Bregenzerwald eignet sich hervorragend für Mehrtageswanderungen. Ein besonders beliebter Weitwanderweg ist der Bregenzerwälder Käseweg, der über mehrere Etappen die schönsten Landschaften und Sennereien der Region verbindet. So kannst du Wandern und Kulinarik ideal kombinieren.

Auch der Min Weag, ein Rundwanderweg durch ganz Vorarlberg, führt durch den Bregenzerwald und lässt sich in Etappen begehen. Für Übernachtungen stehen dir gemütliche Gasthöfe in den Dörfern sowie einige bewirtschaftete Hütten zur Verfügung. Dank des guten Busnetzes kannst du zudem flexibel Etappen abkürzen oder verlängern, ganz nach deiner Kondition und Lust.

Eignet sich der Bregenzerwald für Anfänger?

Ja, gerade für Wandereinsteiger ist der Bregenzerwald eine ideale Region. Der Vorderwald bietet zahlreiche einfache Wege mit sanften Steigungen, kurzen Distanzen und vielen Einkehrmöglichkeiten. Hier kannst du dich langsam an das Bergwandern herantasten, ohne dich zu überfordern.

Die Bergbahnen erleichtern zusätzlich den Einstieg, da du mühelos in höhere Lagen gelangst und dort auf bequemen Panoramawegen unterwegs sein kannst. Wichtig ist, dass du deine Touren realistisch planst und dich nicht gleich am ersten Tag an den Hohen Ifen wagst. Mit gutem Schuhwerk, ausreichend Zeit und der richtigen Tourenwahl steht einem gelungenen Wandereinstieg nichts im Weg.

Was macht den Käse des Bregenzerwaldes so besonders?

Der Bergkäse aus dem Bregenzerwald genießt Weltruf, und das aus gutem Grund. Die Kühe grasen im Sommer auf kräuterreichen Almwiesen, was der Milch und damit dem Käse einen unverwechselbaren, aromatischen Geschmack verleiht. Die Herstellung erfolgt vielerorts noch nach traditionellen Methoden und in reiner Handarbeit.

Der Käse reift anschließend monatelang in speziellen Kellern, wie dem beeindruckenden Käsekeller in Lingenau, wo tausende Laibe sorgfältig gepflegt werden. Auf einer Wanderung kannst du oft direkt bei der Käseherstellung zusehen und das Produkt frisch verkosten. Dieses Zusammenspiel aus intakter Natur, altem Handwerk und Leidenschaft macht den Wälder Käse zu etwas ganz Besonderem.

Sind die Bergbahnen im Sommer in Betrieb?

Ja, mehrere Bergbahnen im Bregenzerwald sind während der Sommersaison in Betrieb und erleichtern dir den Zugang zu den schönsten Höhenwegen. Besonders bekannt sind die Bahnen am Diedamskopf in Schoppernau und die Bergbahn in Mellau, die dich bequem in aussichtsreiche Höhen bringen.

Die Betriebszeiten variieren je nach Saison und Witterung, daher lohnt sich ein Blick auf die aktuellen Fahrpläne vor deiner Tour. Mit der Gäste-Card mancher Unterkünfte sind Bergbahnfahrten teilweise inklusive oder vergünstigt. Die Bahnen sind eine wunderbare Möglichkeit, auch mit weniger Kondition oder mit Kindern die grandiose Bergwelt zu erleben und den Aufstieg zu sparen.

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