Sanfte Almen und Bergtäler
Radfahren im Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen: Zwischen sanften Almen und weiten Panoramen
Radeln im Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen
Es gibt Regionen, die man nicht auf den ersten Blick versteht, sondern erfahren muss – im wahrsten Sinne des Wortes, auf zwei Rädern. Der Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen in der steirischen Region Murau-Murtal ist genau so ein Ort. Hier rollst du durch eine Landschaft, die sich Zeit lässt: sanfte Almwiesen, dunkle Zirbenwälder, klare Bergseen und weite Ausblicke, die bis zu den Gipfeln der Niederen Tauern reichen.
Der namensgebende Zirbitzkogel thront mit 2.396 Metern als höchster Berg der Region über dem Geschehen und gibt den Ton an. Rund um ihn spannt sich ein Netz aus stillen Talstraßen, Forstwegen und Panoramarouten, das Genussradler ebenso begeistert wie ambitionierte Mountainbiker. Zwischen den Orten Neumarkt, Mühlen, St. Lambrecht und Mariahof pulsiert ein entspanntes, herzliches Landleben, das perfekt zum gemächlichen Tempo einer guten Radtour passt.
Was diese Ecke der Steiermark besonders macht, ist ihre wohltuende Unaufgeregtheit. Kein Massentourismus, keine überfüllten Radwege – dafür jede Menge Raum zum Durchatmen. Du fährst an urigen Almhütten vorbei, an denen der Duft von frischem Almkäse in der Luft liegt, passierst das ehrwürdige Benediktinerstift St. Lambrecht und erreichst schließlich Aussichtspunkte, an denen du dein Rad einfach abstellen und minutenlang nur schauen möchtest.
Ob du eine gemütliche Familienrunde entlang des Olachgraben-Radwegs planst, eine sportliche Auffahrt zur Grebenzen wagst oder dich als E-Biker die Höhenmeter hinaufsummen lässt – hier findet jede Radfahrerin und jeder Radfahrer die passende Strecke. Und das Beste: Nach der Tour wartet die steirische Gastfreundschaft mit deftiger Jause und einem kühlen Getränk. Willkommen in einer Region, die man einfach erradeln muss.
Topografie & Landschaft
Höhenlage
bis 2.396 m (Zirbitzkogel)
Geländecharakter
Forstwege, Nebenstraßen, Almwege
Infrastruktur
Verleih, Ladestationen, Gasthäuser
Beste Reisezeit
Mai bis Oktober
Was den Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen so besonders macht
Der Zirbitzkogel – Wächter über dem Naturpark
Mit stolzen 2.396 Metern ist der Zirbitzkogel der unumstrittene König der Region und einer der höchsten freistehenden Berge der Steiermark. Von seinem Gipfel aus reicht der Blick an klaren Tagen weit über die Niederen Tauern, die Koralpe und bei besonders guter Sicht sogar bis zu den Karawanken. Rund um den Berg erstrecken sich weite Almflächen, auf denen im Sommer das Vieh grast und der Wind durch die charakteristischen Zirben streicht.
Für Radfahrer ist der Zirbitzkogel weniger ein direktes Ziel als vielmehr eine ständige Begleitung. Egal, auf welcher Route du unterwegs bist – immer wieder taucht seine markante Silhouette am Horizont auf und gibt dir Orientierung. Wer die Herausforderung sucht, kann sich mit dem Mountainbike bis zu den hochgelegenen Almen hinaufkämpfen und wird mit einem Panorama belohnt, das jede Anstrengung vergessen lässt.
Stift St. Lambrecht – Spiritualität und Geschichte
Das Benediktinerstift St. Lambrecht ist das kulturelle Herz der Region und ein absolutes Muss auf jeder Radtour. Die imposante Klosteranlage wurde bereits im 11. Jahrhundert gegründet und beeindruckt mit ihrer barocken Stiftskirche, dem prachtvollen Innenhof und einer bewegten Geschichte, die Jahrhunderte umspannt. Die Mönche bewirtschaften bis heute Wälder, Fischteiche und Landwirtschaft und leben ein Stück gelebte Tradition.
Rund um das Stift laden schattige Plätze zum Verweilen ein, und die klösterliche Ruhe überträgt sich fast von selbst auf müde Radlerbeine. Wer möchte, kann eine Führung buchen und dabei nicht nur Architektur, sondern auch die Geschichte einer der bedeutendsten geistlichen Stätten der Steiermark kennenlernen.
Der Furtnerteich – Vogelparadies am Wegesrand
Der Furtnerteich bei Mariahof ist ein kleines Naturjuwel und ein beliebtes Zwischenziel für Radausflüge. Der flache Teich gilt als einer der bedeutendsten Vogelbeobachtungsplätze der Steiermark – über 200 Vogelarten wurden hier schon gesichtet. Ein Beobachtungssteg und Infotafeln machen den Stopp auch für Familien mit Kindern spannend und lehrreich.
Im Sommer schimmert die Wasseroberfläche in tiefem Blau, umrahmt von Schilf und sanften Hügeln. Es ist der perfekte Ort, um das Rad kurz abzustellen, die Beine baumeln zu lassen und dem Zwitschern der Vögel zu lauschen. Wusstest du schon? Der Furtnerteich wurde einst als Fischteich der Herrschaft Grebenzen angelegt und ist heute streng geschütztes Naturschutzgebiet.
Kulinarik und Land & Leute
Die Region lebt ihre Kulinarik bodenständig und ehrlich. Auf den Almen und in den Gasthäusern erwarten dich steirische Klassiker: Almkäse, geräucherter Speck, Schwammerlgerichte und natürlich das steirische Kürbiskernöl, das hier auf keinem Teller fehlen darf. Nach einer langen Tour schmeckt eine deftige Brettljause auf einer sonnigen Almterrasse einfach unschlagbar.
Die Menschen im Naturpark sind bekannt für ihre Herzlichkeit und ihren trockenen Humor. Wer sich Zeit nimmt und ins Gespräch kommt, erfährt oft die besten Geheimtipps – etwa versteckte Aussichtsplätze oder Hütten, die nicht in jedem Reiseführer stehen. Geheimtipp: Frag in den Gasthäusern nach saisonalen Spezialitäten wie frischen Eierschwammerln im Spätsommer – ein Genuss, den man sich nicht entgehen lassen sollte.
Radhighlights zwischen Zirbitzkogel und Grebenzen
Genussradeln für alle Sinne
Der Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen ist ein Paradies für Radfahrer, die das Erlebnis über die reine Kilometerjagd stellen. Die Landschaft wechselt hier ständig ihr Gesicht: Mal rollst du durch schattige Zirben- und Fichtenwälder, mal öffnet sich der Blick über weite Almwiesen, dann wieder geht es entlang plätschernder Bäche durch stille Täler. Diese Abwechslung sorgt dafür, dass auch längere Touren nie langweilig werden.
Besonders schätzenswert ist die geringe Verkehrsdichte auf vielen Nebenstraßen und Forstwegen. Du kannst dich ganz auf das Radfahren konzentrieren, ohne ständig auf Autos achten zu müssen. Gerade für Familien und weniger geübte Fahrer ist das ein enormer Pluspunkt, der das Naturerlebnis in den Vordergrund rückt.
Vom Talradweg bis zur Bergtour
Die Region bietet ein erstaunlich breites Spektrum an Strecken. Wer es gemütlich mag, findet entlang der Talradwege sanfte, gut ausgebaute Routen mit kaum nennenswerten Steigungen – ideal für entspannte Ausfahrten mit der ganzen Familie. Ambitionierte Rennradfahrer wiederum genießen die kurvenreichen Passstraßen mit ihren langen, gleichmäßigen Anstiegen.
Mountainbiker kommen im hügeligen Hinterland und auf den Almwegen voll auf ihre Kosten. Zahlreiche Forststraßen führen hinauf zu den Almen rund um den Zirbitzkogel und die Grebenzen, wo dich abfahrtsseitig herrliche Trails und Panoramawege belohnen. Dank des dichten Wegenetzes lassen sich Touren nahezu beliebig kombinieren und an die eigene Kondition anpassen.
E-Bike-Region mit Weitblick
Der Naturpark hat sich in den letzten Jahren zu einer echten E-Bike-Destination entwickelt. Ein gut ausgebautes Netz an Ladestationen und Verleihstellen macht es leicht, auch anspruchsvollere Höhenmeter zu bewältigen. Gerade die Auffahrten zu den Almen, die früher nur trainierten Sportlern vorbehalten waren, sind mit elektrischer Unterstützung nun für viel mehr Menschen erreichbar.
Das eröffnet ganz neue Möglichkeiten: Genussradler können morgens gemütlich zu einer hochgelegenen Almhütte fahren, dort einkehren und die Aussicht genießen, um am Nachmittag entspannt wieder ins Tal zu rollen. Der E-Bike-Boom hat das Radfahren im Naturpark demokratisiert und noch mehr Menschen die Schönheit der Region erschlossen.
Aussichtspunkte, die im Gedächtnis bleiben
Wer im Naturpark radelt, sammelt automatisch Panoramen. Die Grebenzen selbst bietet als beliebter Aussichtsberg spektakuläre Rundblicke, und auch die Almen rund um den Zirbitzkogel eröffnen weite Perspektiven über die steirische Bergwelt. An klaren Tagen scheint die Landschaft endlos, und man versteht sofort, warum diese Region den Titel Naturpark trägt.
Der besondere Reiz liegt darin, dass viele dieser Aussichtspunkte nicht überlaufen sind. Oft hast du sie ganz für dich allein und kannst in aller Ruhe die Stille genießen, die nur vom Wind und dem gelegentlichen Ruf eines Greifvogels durchbrochen wird. Genau diese Momente machen das Radfahren hier zu einem echten Erlebnis fürs Herz.
Radlerfreundliche Unterkünfte im Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen
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Die schönsten Radtouren im Naturpark
Naturpark-Runde Neumarkt – Mariahof – Furtnerteich
Diese entspannte Genussrunde startet im Marktort Neumarkt in der Steiermark und führt dich durch das sanft gewellte Herz des Naturparks. Von Neumarkt aus rollst du auf verkehrsarmen Nebenstraßen in Richtung Mariahof, vorbei an weiten Feldern und kleinen Weilern, die den ländlichen Charme der Region perfekt widerspiegeln.
Höhepunkt der Tour ist der Furtnerteich, wo du unbedingt einen Stopp einlegen solltest. Vom Beobachtungssteg aus kannst du die reiche Vogelwelt bestaunen, bevor es weiter durch stille Landschaft zurück nach Neumarkt geht. Die Strecke ist überwiegend flach und daher ideal für Familien und Genussradler, die einen entspannten Halbtagesausflug suchen.
Unterwegs laden mehrere Gasthäuser zur Einkehr ein, und der historische Ortskern von Neumarkt mit seinen alten Häusern rundet die Tour kulturell ab. Eine perfekte Einstiegstour, um die Region kennenzulernen.
Auffahrt zur Grebenzen über St. Lambrecht
Wer die Herausforderung sucht, ist bei dieser Tour goldrichtig. Startpunkt ist das ehrwürdige Stift St. Lambrecht, wo du dir vor dem Anstieg noch einen Blick auf die barocke Klosteranlage gönnen solltest. Von hier führt die Route auf gut befestigten Forststraßen stetig bergauf in Richtung des Aussichtsbergs Grebenzen.
Der Anstieg fordert Kondition, belohnt aber mit einer sich stetig weitenden Aussicht. Je höher du kommst, desto großartiger wird das Panorama über den Naturpark und die umliegende Bergwelt. Oben angekommen, breitet sich ein Rundblick aus, der bis zu den Niederen Tauern reicht.
Diese Tour eignet sich besonders für sportliche Mountainbiker und E-Biker, die Höhenmeter nicht scheuen. Die anschließende Abfahrt zurück ins Tal ist ein purer Genuss und macht die Anstrengung des Aufstiegs schnell vergessen. Festes Schuhwerk und ausreichend Proviant sind empfehlenswert.
Olachgraben-Tour durch stille Wälder
Diese Tour führt dich in eine der ruhigsten Ecken des Naturparks. Vom Ausgangspunkt bei Mühlen aus folgst du dem Verlauf des Olachgrabens tief in die Wälder hinein. Die Strecke verläuft entlang plätschernder Bäche und durch dichte Fichten- und Zirbenbestände, in denen es angenehm kühl und schattig bleibt.
Der Reiz dieser Route liegt in ihrer Abgeschiedenheit. Hier bist du oft ganz allein unterwegs, nur begleitet vom Rauschen des Wassers und dem Zwitschern der Vögel. Immer wieder öffnen sich kleine Lichtungen, die zum Verweilen einladen und einen Blick auf die umliegenden Höhen freigeben.
Die überwiegend leicht ansteigenden Forstwege sind gut befahrbar und eignen sich für alle, die Natur pur ohne große technische Herausforderungen suchen. Ein ideales Ziel für alle, die dem Alltagslärm entfliehen und die Stille der steirischen Wälder genießen möchten.
Almtour zum Zirbitzkogel-Gebiet
Diese anspruchsvolle Bergtour bringt dich hinauf in die hochgelegenen Almregionen rund um den Zirbitzkogel, den König der Region. Von Mühlen oder dem Winterleitental aus geht es auf befestigten Forststraßen kontinuierlich bergauf, bis sich die Wälder lichten und die weiten Almflächen den Blick freigeben.
Oben angekommen erwartet dich eine Landschaft, die ihresgleichen sucht: sanft gewellte Almwiesen, urige Hütten und ein Panorama, das an klaren Tagen bis weit über die Steiermark hinausreicht. Der Duft der Zirben und die frische Bergluft machen diesen Abschnitt zu einem echten Höhepunkt.
Die Tour ist konditionell fordernd und richtet sich an geübte Mountainbiker sowie E-Biker mit ausreichend Akkureserve. Eine Einkehr auf einer der Almhütten mit deftiger Jause ist der perfekte Lohn für die Mühen des Aufstiegs, bevor die rasante Abfahrt zurück ins Tal wartet.
Panoramarunde Mariahof – St. Lambrecht
Diese mittelschwere Rundtour verbindet zwei der schönsten Orte des Naturparks und bietet dabei abwechslungsreiche Landschaftseindrücke. Von Mariahof aus fährst du auf ruhigen Straßen und Radwegen in Richtung St. Lambrecht, wobei sich immer wieder herrliche Ausblicke auf die umliegenden Berge auftun.
In St. Lambrecht lohnt sich ein längerer Aufenthalt, um das berühmte Benediktinerstift zu besichtigen und die klösterliche Atmosphäre auf dich wirken zu lassen. Anschließend führt dich die Route auf einer anderen Streckenführung zurück, sodass die gesamte Tour einen echten Rundcharakter erhält.
Mit ihren moderaten Steigungen ist diese Runde sowohl für ambitionierte Genussradler als auch für Familien mit älteren Kindern geeignet. Unterwegs gibt es zahlreiche Einkehrmöglichkeiten, sodass du die Tour ganz nach deinem Tempo und deinen Vorlieben gestalten kannst.
Häufige Fragen
Ist der Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen für Familien mit Kindern geeignet?
Absolut, der Naturpark ist eine hervorragende Region für Familienradtouren. Besonders die flachen Talrouten rund um Neumarkt und Mariahof eignen sich ideal für Ausflüge mit Kindern, da sie kaum nennenswerte Steigungen aufweisen und über weite Strecken verkehrsarm sind.
Ein besonderes Highlight für Familien ist der Furtnerteich mit seinem Vogelbeobachtungssteg, der auch jüngere Radler begeistert. Viele Gasthäuser entlang der Routen sind auf Familien eingestellt und bieten kindgerechte Verpflegung. Wichtig ist, die Touren an das Alter und die Kondition der Kinder anzupassen und ausreichend Pausen einzuplanen.
Kann ich im Naturpark mit dem Hund radfahren?
Grundsätzlich ist Radfahren mit Hund in der Region möglich, erfordert aber ein wenig Planung. Auf den ruhigen Forstwegen und verkehrsarmen Nebenstraßen kann dein Vierbeiner gut nebenherlaufen, sofern er gut trainiert und an das Rad gewöhnt ist.
Achte darauf, die Belastung für deinen Hund an heißen Tagen gering zu halten und ausreichend Wasser mitzuführen. Auf den Almen und in Weidegebieten solltest du deinen Hund unbedingt an der Leine führen, um Konflikte mit Weidevieh zu vermeiden. Viele Almhütten und Gasthäuser heißen Hunde willkommen, ein kurzes Nachfragen vorab schadet aber nie.
Welche Radtypen eignen sich für die Region am besten?
Das hängt ganz von deinen Vorlieben und der geplanten Route ab. Für die flachen Talradwege reicht ein normales Trekking- oder Cityrad völlig aus. Wer die Passstraßen und Anstiege genießen möchte, ist mit einem Rennrad oder einem leichten Tourenrad gut beraten.
Für die Almtouren und Forstwege rund um den Zirbitzkogel und die Grebenzen empfiehlt sich ein Mountainbike oder ein robustes Gravelbike. E-Bikes sind in der Region besonders beliebt, da sie die längeren Anstiege deutlich angenehmer machen und auch weniger trainierten Radlern die höhergelegenen Ziele erschließen.
Gibt es Verleihstationen für E-Bikes und Fahrräder?
Ja, die Region hat sich in den letzten Jahren gut auf Radgäste eingestellt. In den größeren Orten wie Neumarkt und rund um die touristischen Zentren findest du Verleihstationen, die sowohl klassische Räder als auch E-Bikes anbieten.
Viele radlerfreundliche Unterkünfte bieten zudem eigene Leihräder oder E-Bikes für ihre Gäste an. Es empfiehlt sich, vor allem in der Hauptsaison rechtzeitig zu reservieren, um sicherzugehen, dass das passende Modell verfügbar ist. Auch ein Netz an Ladestationen für E-Bikes erleichtert längere Touren erheblich.
Wann ist die beste Zeit zum Radfahren im Naturpark?
Die ideale Radsaison erstreckt sich von Mai bis Oktober. Im Frühsommer erwacht die Landschaft mit blühenden Almwiesen zu neuem Leben, und die Temperaturen sind angenehm mild. Dies ist eine wunderbare Zeit für Genusstouren.
Die Monate Juli und August bieten das stabilste Wetter, können aber im Tal auch heiß werden – hier lohnt es sich, in die höheren, kühleren Almregionen auszuweichen. Der Herbst mit seiner klaren Fernsicht und den bunten Wäldern ist bei vielen Radlern besonders beliebt. Im Winter ruht der Radbetrieb weitgehend.
Wie fit muss ich für die Touren sein?
Die Region bietet Strecken für nahezu jedes Fitnessniveau. Für die flachen Talrunden reicht eine durchschnittliche Grundkondition völlig aus, sodass auch Gelegenheitsradler problemlos mitkommen. Diese Touren lassen sich zudem beliebig verkürzen.
Die Bergtouren zu den Almen und die Auffahrt zur Grebenzen verlangen hingegen eine gute Ausdauer und Erfahrung mit längeren Anstiegen. Wer über die nötige Kondition nicht verfügt, aber dennoch hoch hinaus möchte, greift am besten zum E-Bike. So lassen sich auch anspruchsvolle Ziele entspannt erreichen.
Sind die Radwege gut beschildert?
Der Naturpark und die umliegende Region Murau-Murtal verfügen über ein solide beschildertes Radwegenetz. Die wichtigsten Talrouten und regionalen Radwege sind mit entsprechenden Wegweisern versehen, sodass die Orientierung in der Regel gut gelingt.
Für die abgelegeneren Forststraßen und Almwege empfiehlt es sich dennoch, eine Wander- oder Radkarte beziehungsweise eine GPS-App mitzuführen. So bist du auch dann gut orientiert, wenn du dich abseits der Hauptrouten bewegst. Die Tourismusinformationen vor Ort halten zudem hilfreiches Kartenmaterial bereit.
Gibt es unterwegs genug Einkehrmöglichkeiten?
Ja, die Region ist reich an gemütlichen Gasthäusern, Almhütten und Buschenschänken, die zur Einkehr einladen. Entlang der Talrouten findest du regelmäßig Möglichkeiten für eine Rast, und auch auf den höhergelegenen Almen warten urige Hütten mit steirischen Spezialitäten.
Besonders empfehlenswert ist eine deftige Brettljause mit Almkäse, Speck und frischem Bauernbrot. Auf den Almen solltest du allerdings die teils saisonalen Öffnungszeiten beachten, da nicht alle Hütten ganzjährig oder täglich geöffnet sind. Für längere Touren in abgelegene Gebiete lohnt es sich, etwas Proviant mitzunehmen.
Kann ich mehrtägige Radtouren in der Region unternehmen?
Durchaus, der Naturpark eignet sich gut für mehrtägige Radabenteuer, insbesondere in Kombination mit den überregionalen Radwegen der Region Murau-Murtal wie dem Murradweg, der nicht weit entfernt verläuft. So lassen sich abwechslungsreiche Mehrtagestouren zusammenstellen.
Die dichte Struktur an radlerfreundlichen Unterkünften macht es leicht, von Ort zu Ort zu reisen und dabei täglich neue Landschaften zu entdecken. Viele Betriebe bieten spezielle Serviceleistungen für Radgäste, etwa sichere Abstellmöglichkeiten und die Möglichkeit zum Wäschewaschen. Eine gute Vorplanung der Etappen ist bei Mehrtagestouren ratsam.
Wie erreiche ich den Naturpark mit öffentlichen Verkehrsmitteln?
Die Region ist über die Bahn erreichbar, wobei Neumarkt in der Steiermark einen guten Ausgangspunkt darstellt. Von den größeren Städten aus gelangst du mit Zug und Bus in die Naturparkgemeinden, wobei du die Fahrpläne im Voraus prüfen solltest, da die Taktung im ländlichen Raum überschaubarer ausfällt.
Die Mitnahme von Fahrrädern ist in vielen Zügen möglich, erfordert aber je nach Verbindung eine Reservierung. Wer ohne eigenes Rad anreist, kann vor Ort auf Verleihstationen zurückgreifen. So lässt sich auch eine autofreie Radreise in den Naturpark gut organisieren.
Ist der Naturpark auch für Rennradfahrer interessant?
Ja, Rennradfahrer finden in der Region reizvolle Herausforderungen. Die kurvenreichen Passstraßen mit ihren langen, gleichmäßigen Anstiegen sind ideal für ambitionierte Touren, und das geringe Verkehrsaufkommen auf vielen Straßen macht das Fahren besonders angenehm.
Die Kombination aus Talrunden und anspruchsvollen Bergpässen ermöglicht es, Touren ganz nach dem eigenen Leistungsniveau zusammenzustellen. Wer die Weite der steirischen Bergwelt auf schmalen Reifen erleben möchte, kommt hier voll auf seine Kosten. Wichtig ist ein guter Zustand der Bremsen für die teils rasanten Abfahrten.
Was sollte ich für eine Tour im Naturpark unbedingt mitnehmen?
Neben der Standardausrüstung wie Helm, Flickzeug und ausreichend Wasser empfiehlt sich in den Bergregionen wetterfeste Kleidung, da sich das Wetter im Gebirge schnell ändern kann. Auch an sonnigen Tagen ist es ratsam, eine Regenjacke im Gepäck zu haben.
Sonnenschutz und Sonnenbrille gehören besonders auf den offenen Almflächen zur Grundausstattung. Für längere Touren solltest du Proviant einpacken, da nicht überall Einkehrmöglichkeiten vorhanden sind. Eine Radkarte oder GPS-App hilft bei der Orientierung, und bei E-Bike-Touren empfiehlt sich, den Akkustand und die Lage der Ladestationen im Blick zu behalten.