Radfahren im Weinviertel: Genussvolle Touren zwischen Rebenmeer und Kellergassen
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Radfahren im Weinviertel: Genussvolle Touren zwischen Rebenmeer und Kellergassen

Sanfte Hügel, urige Kellergassen und ein Glas Veltliner am Wegesrand – das Weinviertel radelt man am besten mit allen Sinnen.

Radfahren im Weinviertel

Weite Hügel, endlose Rebzeilen und ein Himmel, der einfach nicht aufhören will – willkommen im Weinviertel, dem sanften Nordosten Österreichs. Hier, wo sich die Landschaft in langgezogenen Wellen bis zum Horizont zieht, fühlt sich Radfahren an wie ein tiefes Durchatmen. Kein Gedränge, kein Lärm, nur das leise Surren deiner Reifen auf ruhigen Nebenstraßen und der Duft von reifem Wein, der über die Felder weht.

Das Weinviertel ist Österreichs größtes Weinbaugebiet, und das merkt man an jeder Ecke. Kleine Dörfer schmiegen sich an sanfte Anhöhen, überall ducken sich verwinkelte Kellergassen, die so charmant sind, dass man sie liebevoll die "Dörfer ohne Rauchfang" nennt. Zwischen Manhartsberg, March und der tschechischen Grenze findest du eine Region, die noch echte Geheimtipp-Qualitäten hat – abseits der großen Touristenströme, dafür voller Herzlichkeit.

Für Radfahrer ist das Weinviertel ein kleines Paradies. Die Topografie ist freundlich: sanfte Wellen statt fieser Anstiege, dazu ein dichtes Netz an gut ausgebauten Radwegen, die dich von Weingut zu Weingut, von Heurigen zu Heurigen führen. Der berühmte Grüne Veltliner wartet praktisch hinter jeder Kurve auf dich – wobei du natürlich erst nach der letzten Etappe zugreifen solltest.

Ob du eine gemütliche Genussrunde mit Picknick im Weinberg planst, eine mehrtägige Tour entlang der March-Thaya-Auen oder einfach nur die Seele baumeln lassen willst: Das Weinviertel nimmt dir das Tempo aus dem Alltag und schenkt dir dafür Weite, Ruhe und diesen unverwechselbaren Duft nach warmer Erde und reifen Trauben. Steig aufs Rad – der Rest kommt von ganz allein.

Topografie & Landschaft

Sanft gewelltes Hügelland

Höhenlage

bis 491 m (Buschberg)

Geländecharakter

Nebenstraßen, Rad- und Wirtschaftswege

Infrastruktur

Gut ausgebaut, radlerfreundlich

Beste Reisezeit

Mai bis Oktober

Navigation

Was das Weinviertel so besonders macht

Kellergassen – die stillen Stars der Region

Wenn du durchs Weinviertel radelst, kommst du an ihnen nicht vorbei: die berühmten Kellergassen. Diese verwinkelten Gässchen, gesäumt von hunderten kleinen Presshäusern und Weinkellern, sind das Herzstück der regionalen Kultur. In Orten wie Zellerndorf, Falkenstein oder Hadres reihen sich die Kellerröhren teils über Kilometer aneinander – Hadres beheimatet mit rund 400 Kellern eine der längsten Kellergassen Europas.

Das Schöne daran: Diese Orte leben. An lauen Sommerabenden öffnen die Winzer ihre Presshäuser, stellen ein paar Bänke raus und schenken hausgemachten Wein aus. Kein Marketing, kein Schnickschnack – nur echte Gastfreundschaft. Wusstest du schon, dass es früher in den Kellergassen verboten war zu wohnen? Deshalb sieht man dort keine Rauchfänge – daher der liebevolle Spitzname "Dörfer ohne Rauchfang".

Wein, Weinviertel DAC und der Grüne Veltliner

Das Weinviertel ist das größte Weinbaugebiet Österreichs, und der unangefochtene Star ist der Grüne Veltliner. Mit dem "Weinviertel DAC" trägt die Region sogar die erste geschützte Herkunftsbezeichnung Österreichs. Typisch für den Wein ist das feine "Pfefferl" – eine würzige Note, die perfekt zur bodenständigen Küche passt.

Für Radfahrer bedeutet das: An kaum einem anderen Ort kannst du Landschaft und Genuss so entspannt verbinden. Viele Winzer bieten Verkostungen an, und die zahlreichen Heurigen laden zu einer Pause mit Brettljause und einem Achterl ein. Ein Tipp: Plane deine Weinpausen ans Etappenende – Radfahren und Alkohol vertragen sich schließlich genauso schlecht wie Regen und ein frisch gewaschenes Rad.

March-Thaya-Auen und wilde Natur

Im Osten und Norden der Region liegen die March-Thaya-Auen, eine der artenreichsten Flusslandschaften Mitteleuropas. Hier tummeln sich Seeadler, Biber, Störche und unzählige Vogelarten in einem weitläufigen Feuchtgebiet, das an manchen Stellen fast urwaldhaft wirkt. Wer mit dem Rad unterwegs ist, gleitet auf ruhigen Wegen durch Auwälder und über weite Wiesen.

Ein besonderes Erlebnis sind die stillen Morgenstunden, wenn Nebel über den Wiesen liegt und die Vogelwelt erwacht. Die Region rund um Marchegg beherbergt eine der größten Weißstorch-Kolonien Europas, die direkt auf Bäumen brütet – ein Anblick, den man sonst kaum irgendwo findet.

Kulinarik zwischen Erdäpfel und Weinbergpfirsich

Das Weinviertel schmeckt bodenständig und ehrlich. Neben dem Wein prägen deftige Klassiker wie Grammelknödel, Schweinsbraten und die legendäre Brettljause die Speisekarten. Eine regionale Spezialität ist der Weinviertel-Erdäpfel sowie der seltene Weinbergpfirsich, aus dem ein herrlich fruchtiger Likör gebrannt wird.

Geheimtipp für Naschkatzen: Halte Ausschau nach dem "Retzer Erdäpfelkas" oder frisch gebackenem Brot vom Hofladen. Und wenn du im Herbst unterwegs bist, unbedingt einen Sturm probieren – den halbgegorenen, süß-prickelnden Vorboten des jungen Weins.

Warum Radfahren im Weinviertel ein Genuss ist

Sanfte Hügel statt schweißtreibender Berge

Das Weinviertel ist wie gemacht für alle, die das Radfahren genießen wollen, ohne sich dabei zu quälen. Die Landschaft rollt in sanften Wellen dahin – mal geht's gemütlich bergauf zu einem Aussichtspunkt, dann wieder locker bergab durch Rebzeilen. Fiese, steile Rampen sucht man hier meist vergeblich, und selbst ungeübte Radler kommen gut voran.

Genau das macht die Region so vielseitig: Familien mit Kindern finden entspannte Genussstrecken, während sportliche Rennradfahrer die welligen Nebenstraßen für flotte Ausdauerrunden nutzen. Und wer mag, greift zum E-Bike und lässt sich die letzten Höhenmeter zum Kellergassen-Panorama einfach unterstützen.

Ein dichtes Netz an gut markierten Radwegen

Das Weinviertel verfügt über ein hervorragend ausgebautes Radwegenetz. Beschilderte Themenrouten wie der Kamp-Thaya-March-Radweg (KTM), der Weinviertel Radweg oder der EuroVelo 13 (Iron Curtain Trail) durchziehen die Region und verbinden Dörfer, Weinberge und Naturhighlights miteinander.

Die meisten Strecken verlaufen auf verkehrsarmen Nebenstraßen, asphaltierten Wirtschaftswegen oder gut befahrbaren Schotterpisten. Das bedeutet: entspanntes Radeln ohne ständigen Autoverkehr, mit klarer Orientierung dank durchgehender Beschilderung. Selbst ohne GPS findest du dich hier gut zurecht.

Weite Ausblicke und stille Naturerlebnisse

Was das Radfahren im Weinviertel so besonders macht, sind die Ausblicke. Von den sanften Anhöhen reicht der Blick oft kilometerweit über ein Meer aus Reben, gelbe Rapsfelder und kleine Dörfer mit ihren Kirchtürmen. An klaren Tagen siehst du bis zu den Karpaten oder den Türmen von Wien.

Dazu kommt eine Ruhe, die man heute selten findet. Kein Massentourismus, keine überfüllten Routen – dafür Lerchengesang, das Rascheln des Windes in den Weinblättern und dieser weite Himmel, der dem Weinviertel seinen ganz eigenen Charakter gibt. Aussichtspunkte wie die Warte auf dem Buschberg (mit 491 m höchster Punkt der Region) belohnen dich mit einem grandiosen Rundumblick.

Für wen sich das Weinviertel eignet

Die Region ist ideal für Genussradler, Familien und Kulturliebhaber. Wer gerne Landschaft, Wein und Geschichte kombiniert, ist hier goldrichtig. Auch für Einsteiger und Wiedereinsteiger eignen sich die moderaten Distanzen und Steigungen hervorragend.

Sportliche Fahrer finden mit den längeren Fernradwegen ebenfalls ihr Terrain – etwa auf mehrtägigen Touren entlang der Grenzflüsse. Und Familien profitieren von den vielen kurzen, flachen Varianten sowie den zahlreichen Einkehrmöglichkeiten, die selbst quengeligen Kindern schnell wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Übernachten im Weinviertel: Vom Winzerhof bis zum Radlerhotel

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Die schönsten Radtouren im Weinviertel

Kellergassen-Runde rund um Falkenstein und Poysdorf

Diese rund 40 Kilometer lange Genussrunde führt dich mitten hinein ins Herz des Weinviertels. Start ist der malerische Ort Falkenstein mit seiner mächtigen Burgruine, die hoch über dem Dorf thront und einen wunderbaren Blick über das Rebenmeer bietet. Von hier rollst du auf ruhigen Wirtschaftswegen durch endlose Weingärten Richtung Poysdorf, der selbsternannten Weinstadt der Region.

Unterwegs passierst du gleich mehrere urige Kellergassen, in denen du im Sommer bei geöffneten Presshäusern eine kurze Pause einlegen kannst. Der Weg ist sanft wellig und überwiegend asphaltiert oder gut befestigt – ideal auch für weniger geübte Radler. In Poysdorf lohnt sich ein Abstecher zum Weinviertel-Vinothek und dem Weinerlebnis.

Zurück nach Falkenstein geht es über sanfte Anhöhen mit weiten Ausblicken bis nach Tschechien. Diese Tour ist perfekt für Genussradler, die Kultur, Wein und Landschaft entspannt verbinden möchten. Plane genügend Zeit für Pausen ein – die Versuchung, bei einem Heurigen einzukehren, ist groß.

March-Radweg durch die Auenlandschaft bei Marchegg

Der March-Radweg zählt zu den schönsten Naturstrecken des Weinviertels. Diese flache, familienfreundliche Tour beginnt am WWF-Auenreservat bei Marchegg und führt dich entlang des Grenzflusses March durch eine der artenreichsten Flusslandschaften Mitteleuropas.

Highlight ist die berühmte Weißstorch-Kolonie im Schlosspark Marchegg, wo die Störche direkt auf mächtigen alten Bäumen brüten – ein Naturschauspiel, das seinesgleichen sucht. Auf dem Weg begleiten dich Auwälder, weite Wiesen und mit etwas Glück siehst du Biber, Reiher oder sogar einen Seeadler.

Die Strecke ist eben und gut ausgebaut, perfekt für Familien mit Kindern und Naturliebhaber. Die Route ist Teil des EuroVelo 13, sodass du sie beliebig verlängern kannst. Nimm ein Fernglas mit und plane die Tour am besten in den frühen Morgen- oder Abendstunden, wenn die Tierwelt am aktivsten ist.

Retzer Weinberge und die Windmühle

Die Region rund um die historische Weinstadt Retz im Westen des Weinviertels bietet eine abwechslungsreiche Rundtour von etwa 30 Kilometern. Start ist der wunderschöne Hauptplatz von Retz mit seinen bunten Bürgerhäusern. Von hier radelst du hinauf zur berühmten Retzer Windmühle, dem Wahrzeichen der Stadt und einem grandiosen Aussichtspunkt.

Unter Retz erstreckt sich übrigens der größte historische Weinkeller Österreichs – ein unterirdisches Labyrinth von rund 20 Kilometern Länge. Ein Besuch lohnt sich vor oder nach der Radtour. Die Strecke führt weiter durch die sanft gewellten Weingärten Richtung Zellerndorf mit seiner beeindruckenden Kellergasse.

Diese Tour eignet sich gut für Genussradler mit etwas Kondition, da einige leichte Anstiege zu den Aussichtspunkten führen. Belohnt wirst du mit weiten Panoramablicken bis nach Tschechien und der Chance, den würzigen Retzer Wein direkt beim Winzer zu verkosten.

Weinviertel Radweg von Mistelbach nach Laa an der Thaya

Diese Etappe des Weinviertel Radwegs verbindet die Bezirkshauptstadt Mistelbach mit dem Thermenort Laa an der Thaya an der tschechischen Grenze. Auf rund 35 Kilometern erlebst du das typische Weinviertel in seiner ganzen Bandbreite: sanfte Hügel, weite Felder und eine Kellergasse nach der anderen.

In Mistelbach lohnt sich ein Besuch im MZM (Museumszentrum) mit dem Nitsch Museum. Anschließend rollst du gemütlich durch Ackerland und Weingärten Richtung Norden. Der Weg ist gut beschildert und überwiegend flach, sodass du dich ganz auf die Landschaft konzentrieren kannst.

Ziel ist Laa an der Thaya mit seiner mächtigen Burg und der Therme Laa – der perfekte Ort, um die müden Radlerbeine in warmem Thermalwasser zu entspannen. Diese Tour ist ideal für alle, die eine unkomplizierte Genussetappe mit einem wohltuenden Abschluss suchen.

Kamp-Thaya-March-Radweg: Etappe durch das nördliche Weinviertel

Der Kamp-Thaya-March-Radweg (KTM) ist eine der großen Fernrouten der Region und verbindet gleich drei Flusslandschaften. Eine besonders reizvolle Etappe führt entlang der Thaya durch das nördliche Weinviertel, vorbei an stillen Dörfern und ausgedehnten Feldern.

Die Strecke rund um Drosendorf mit seiner vollständig erhaltenen mittelalterlichen Stadtmauer gehört zu den Höhepunkten. Die Thaya schlängelt sich hier in engen Mäandern durch die Landschaft und bildet die Grenze zu Tschechien. Ruhige Wege, viel Natur und historische Ortskerne prägen diese Etappe.

Mit einer Länge von etwa 45 Kilometern und moderaten Steigungen richtet sich diese Tour an ambitionierte Genussradler und Tourenfahrer, die längere Strecken lieben. Wer mag, kombiniert die Etappe mit einer Übernachtung in Drosendorf und macht daraus eine mehrtägige Entdeckungsreise durch den ruhigen Norden.

Häufige Fragen

Ist das Weinviertel für Anfänger zum Radfahren geeignet?

Absolut! Das Weinviertel gehört zu den einsteigerfreundlichsten Radregionen Österreichs. Die Landschaft ist zwar sanft gewellt, aber es gibt kaum steile oder anspruchsvolle Anstiege. Die meisten Wege verlaufen auf verkehrsarmen Nebenstraßen und gut ausgebauten Radwegen.

Gerade für Familien, Gelegenheitsradler und Wiedereinsteiger ist die Region ideal. Viele Touren lassen sich flexibel verkürzen, und es gibt zahlreiche Einkehrmöglichkeiten unterwegs. Wer die wenigen Steigungen scheut, greift einfach zum E-Bike und genießt die Landschaft ganz entspannt.

Kann ich im Weinviertel gut mit Kindern radfahren?

Ja, das Weinviertel eignet sich hervorragend für Radtouren mit Kindern. Besonders die flachen Strecken entlang der Flüsse March und Thaya sind ideal, da sie kaum Steigungen aufweisen und meist abseits des Autoverkehrs verlaufen.

Die Storchen-Kolonie in Marchegg oder die urigen Kellergassen sorgen für Abwechslung und Staunen bei den Kleinen. Plane die Etappen nicht zu lang und lege regelmäßige Pausen ein – die vielen Heurigen und Hofläden bieten sich perfekt für eine Jause an. So bleibt die Motivation auch bei kleinen Radlern hoch.

Wann ist die beste Reisezeit für eine Radtour im Weinviertel?

Die ideale Zeit fürs Radfahren im Weinviertel liegt zwischen Mai und Oktober. Der Frühling verzaubert mit blühenden Rapsfeldern und frischem Grün, während der Sommer lange, warme Abende in den Kellergassen verspricht.

Besonders empfehlenswert ist der Herbst: Wenn sich die Weinberge golden färben und die Weinlese beginnt, hat die Region ihren ganz besonderen Zauber. Zudem locken Sturm und junger Wein. Im Hochsommer kann es allerdings recht heiß werden, da das Weinviertel zu den wärmsten Regionen Österreichs zählt – dann lohnt sich ein früher Start.

Welche Radwege sind im Weinviertel besonders empfehlenswert?

Zu den bekanntesten Routen zählen der Weinviertel Radweg, der Kamp-Thaya-March-Radweg (KTM), der March-Radweg und der EuroVelo 13 (Iron Curtain Trail). Alle sind gut beschildert und lassen sich in Etappen oder als Rundtouren befahren.

Für Genussradler ist die Kellergassen-Runde rund um Poysdorf und Falkenstein ein Highlight, während Naturliebhaber den March-Radweg durch die Auenlandschaft schätzen. Je nach Vorliebe findest du kürzere Tagesrunden oder mehrtägige Fernstrecken. Die Tourismusbüros vor Ort halten kostenlose Kartenmaterialien und GPS-Tracks bereit.

Ist Radfahren mit Hund im Weinviertel möglich?

Grundsätzlich ja, allerdings solltest du auf die Distanzen und die Temperaturen achten. An heißen Sommertagen kann das Weinviertel sehr warm werden, was für Hunde belastend ist. Wähle deshalb kürzere Strecken und plane sie in die kühleren Morgen- oder Abendstunden.

Ein Fahrradanhänger oder ein Hundekorb ist praktisch, wenn dein Vierbeiner nicht die ganze Strecke mitlaufen kann. In den Naturschutzgebieten wie den March-Thaya-Auen gilt oft Leinenpflicht, um die Tierwelt zu schützen. Viele Heurige und Gasthäuser heißen Hunde willkommen – frag am besten vorab nach.

Brauche ich ein E-Bike oder reicht ein normales Rad?

Ein normales Trekking- oder Tourenrad reicht im Weinviertel in den allermeisten Fällen völlig aus, da die Region kaum große Höhenunterschiede aufweist. Die sanften Hügel meistert man auch mit durchschnittlicher Kondition gut.

Ein E-Bike ist dennoch eine schöne Option, wenn du lange Strecken fahren möchtest, weniger trainiert bist oder einfach entspannt genießen willst. Zahlreiche Verleihstationen und Winzerhöfe bieten E-Bikes an, und dank des dichten Netzes an Ladestationen musst du dir um den Akku keine Sorgen machen.

Wo kann ich im Weinviertel Fahrräder ausleihen?

In den größeren Orten wie Poysdorf, Retz, Mistelbach und Laa an der Thaya gibt es Fahrradverleihe, die sowohl klassische Räder als auch E-Bikes anbieten. Auch viele Hotels und Winzerhöfe stellen ihren Gästen Leihräder zur Verfügung.

Es empfiehlt sich, das Rad vor allem in der Hauptsaison im Voraus zu reservieren. Praktisch ist zudem das "Nextbike"-System an einigen Bahnhöfen. Wer mit der Bahn anreist, kann sein eigenes Rad in vielen Regionalzügen unkompliziert mitnehmen und so flexibel den Startpunkt seiner Tour wählen.

Wie komme ich am besten mit öffentlichen Verkehrsmitteln ins Weinviertel?

Das Weinviertel ist von Wien aus gut mit der Bahn erreichbar. Die Nordbahn und die Laaer Ostbahn verbinden die Region mit der Hauptstadt, sodass Orte wie Mistelbach, Laa an der Thaya oder Retz bequem angefahren werden können.

In vielen Regionalzügen kannst du dein Fahrrad kostenlos oder gegen eine geringe Gebühr mitnehmen. So lässt sich eine Radtour ideal planen: Du fährst mit der Bahn an einen Startpunkt und radelst zurück oder umgekehrt. Die ÖBB-Verbindungen und Fahrradmitnahme-Regeln findest du online im Voraus.

Gibt es unterwegs genug Einkehrmöglichkeiten?

Definitiv – das Weinviertel ist ein Paradies für Genießer. Überall entlang der Radwege findest du Heurige, Buschenschanken, Winzerhöfe und Gasthäuser, die regionale Spezialitäten und natürlich den berühmten Grünen Veltliner anbieten.

Besonders in den Kellergassen öffnen im Sommer viele Presshäuser ihre Türen. Beachte aber, dass Heurige oft nur zu bestimmten Zeiten ausgesteckt haben (das erkennst du am Föhrenbuschen über der Tür). Ein Blick auf die Ausschankkalender der Orte lohnt sich, damit du deine Pause perfekt planen kannst.

Wie anspruchsvoll sind die Höhenmeter im Weinviertel?

Die Höhenunterschiede im Weinviertel sind moderat. Der höchste Punkt, der Buschberg, liegt bei knapp 491 Metern. Die meisten Radtouren bewegen sich in sanft welligem Gelände ohne lange oder steile Anstiege.

Das bedeutet, dass auch weniger trainierte Radler gut zurechtkommen. Wer die Aussichtspunkte wie die Retzer Windmühle oder die Burgruine Falkenstein ansteuert, muss zwar kurze Steigungen in Kauf nehmen, wird dafür aber mit herrlichen Panoramen belohnt. Insgesamt bleibt das Radfahren hier entspannt und genussvoll.

Kann man im Weinviertel auch mehrtägige Radtouren machen?

Ja, die Region eignet sich hervorragend für mehrtägige Radreisen. Fernradwege wie der Kamp-Thaya-March-Radweg oder der EuroVelo 13 lassen sich in mehreren Etappen befahren und führen durch abwechslungsreiche Landschaften.

Entlang der Routen gibt es zahlreiche radlerfreundliche Unterkünfte, von gemütlichen Winzerzimmern bis zu komfortablen Hotels. Viele Betriebe bieten Gepäcktransport an, sodass du entspannt von Ort zu Ort radeln kannst. So verbindest du Bewegung, Natur und Genuss zu einem rundum gelungenen Radurlaub abseits des Massentourismus.

Was sollte ich für eine Radtour im Weinviertel unbedingt einpacken?

Neben der Standardausrüstung wie Helm, Flickzeug und Ersatzschlauch solltest du im Weinviertel vor allem an Sonnenschutz denken. Die offene Landschaft bietet wenig Schatten, und die Region zählt zu den wärmsten und sonnenreichsten Österreichs.

Ausreichend Wasser ist ebenfalls wichtig, auch wenn es unterwegs viele Einkehrmöglichkeiten gibt. Ein Fernglas lohnt sich für die Vogelbeobachtung in den Auen, und eine Kamera ist Pflicht für die traumhaften Ausblicke. Ein leichtes Regenjäckchen schadet nie – das Wetter kann auch im Sommer mal überraschen.

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