Auerbach im Vogtland
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Radfahren im Vogtland: Sanfte Hügel, weite Täler und stille Wege im Vierländereck

Sanfte Hügel, stille Täler und die größte Ziegelsteinbrücke der Welt – entdecke das Vogtland vom Sattel aus.

Radfahren im Vogtland

Im äußersten Südwesten Sachsens, dort wo Bayern, Thüringen und das tschechische Egerland zum Greifen nah sind, liegt das Vogtland – eine Region, die viele auf dem Schirm haben, weil sie hier hindurchfahren, aber viel zu wenige, weil sie hier verweilen. Genau das ist dein Glück. Denn wer das Rad sattelt und sich auf die sanften Hügel, die bewaldeten Höhenrücken und die stillen Flusstäler einlässt, entdeckt eine der charmantesten und entspanntesten Radregionen Mitteldeutschlands.

Das Vogtland ist kein Land der dramatischen Gipfel, sondern der angenehmen Wellen. Felder wechseln sich mit dunklen Fichtenwäldern ab, dazwischen ducken sich Dörfer mit Fachwerkhäusern, Schieferdächern und Kirchtürmen, die aussehen, als hätte die Zeit hier ein gemütlicheres Tempo eingelegt. Über allem thront die Göltzschtalbrücke, die größte Ziegelsteinbrücke der Welt – ein Bauwerk, das einen beim ersten Anblick vom Sattel reißt.

Was das Radfahren hier so besonders macht, ist die Mischung aus gut ausgebauten Talradwegen entlang von Weißer Elster, Göltzsch und Trieb sowie knackigen Anstiegen für alle, die es etwas sportlicher mögen. Du kannst gemütlich am Fluss entlangrollen oder dich auf den Höhen mit weiten Ausblicken belohnen lassen. Dazu kommt ein Netz an Talsperren, die wie blaue Spiegel in der Landschaft liegen und an heißen Tagen zum Sprung ins kühle Nass einladen.

Und dann ist da noch die vogtländische Gemütlichkeit: Einkehr in urigen Gasthöfen, ein Stück selbstgebackener Kuchen, ein regionales Bier und Menschen, die sich über jeden Gast freuen, der ihre Heimat mit dem Rad erkundet. Das Vogtland ist keine laute Region – es ist eine, die man sich erfährt. Langsam, neugierig und mit einem Lächeln im Gesicht.

Topografie & Landschaft

Sanfte Hügel und Flusstäler

Höhenlage

bis rund 940 m (oberes Vogtland)

Geländecharakter

Talradwege, Waldwege, Höhenstrecken

Infrastruktur

Gut ausgebaut und beschildert

Beste Reisezeit

Mai bis Oktober

Navigation

Sehenswürdigkeiten und Naturschätze im Vogtland

Die Göltzschtalbrücke – ein Gigant aus Backstein

Wer durchs Vogtland radelt, kommt an ihr nicht vorbei – und das im wahrsten Sinne. Die Göltzschtalbrücke bei Mylau und Netzschkau ist mit ihren 78 Metern Höhe und fast 580 Metern Länge die größte Ziegelsteinbrücke der Welt. Über 26 Millionen Ziegel wurden zwischen 1846 und 1851 verbaut, und noch heute donnern Züge über das Viadukt, während du darunter im Tal stehst und staunst.

Das Schöne: Du kannst die Brücke nicht nur von unten bewundern, sondern auch über einen Aussichtspunkt erreichen, der dir das ganze Ausmaß dieses Ingenieurwunders vor Augen führt. Ein kleines Café und Infotafeln laden zum Verweilen ein. Pack die Kamera aus – ohne ein Foto fährt hier niemand weiter.

Talsperren und Wasserwelten

Das Vogtland ist eine wasserreiche Region, und die zahlreichen Talsperren sind echte Schmuckstücke. Die Talsperre Pöhl, auch liebevoll "Vogtländisches Meer" genannt, ist mit ihren Badestränden, Bootsverleihen und Uferwegen ein beliebtes Ausflugsziel. Hier lässt sich eine Radtour wunderbar mit einer Erfrischung im Wasser kombinieren.

Weiter südlich liegen die naturnahen Talsperren rund um Schöneck und Muldenberg, eingebettet in dunkle Wälder. Sie versorgen die Region mit Trinkwasser und sind teils Naturschutzgebiet – die Stille hier ist beinahe greifbar. Wusstest du schon? Die Talsperre Pöhl staut die Trieb und entstand erst in den 1960er-Jahren, ist heute aber kaum aus dem Landschaftsbild wegzudenken.

Kultur, Musik und Handwerk

Das Vogtland ist die Wiege des deutschen Musikinstrumentenbaus. Im sogenannten Musikwinkel rund um Markneukirchen und Klingenthal werden seit Jahrhunderten Geigen, Gitarren, Akkordeons und Blasinstrumente von Weltrang gefertigt. Das Musikinstrumenten-Museum in Markneukirchen ist ein lohnender Stopp, der dich tief in diese einzigartige Handwerkstradition eintauchen lässt.

Auch architektonisch hat die Region einiges zu bieten: Schloss Voigtsberg in Oelsnitz, die historische Altstadt von Plauen mit ihrer berühmten Spitzentradition und unzählige Burgen und Aussichtstürme erzählen Geschichten aus vergangenen Jahrhunderten. Plauener Spitze, übrigens, ist bis heute ein weltweit geschützter Begriff – ein Stück Vogtland, das es bis auf Brautkleider rund um den Globus geschafft hat.

Land, Leute und Kulinarik

Die Vogtländer gelten als bodenständig, herzlich und mit trockenem Humor gesegnet. Wer in einen der Landgasthöfe einkehrt, erlebt das schnell selbst. Auf den Tisch kommen deftige Klassiker wie vogtländische Klöße mit Schweinebraten, Quarkkeulchen oder die berühmten "Bambes" – Kartoffelpuffer, die hier zur regionalen Spezialität geadelt wurden.

Dazu ein süffiges Bier aus einer der regionalen Brauereien oder ein Kräuterlikör als Verdauungshilfe – die Vogtländer wissen, wie man Radler bei Laune hält. Geheimtipp: Halte Ausschau nach kleinen Hofläden entlang der Wege, wo es frischen Honig, Säfte und hausgemachte Marmeladen gibt. Perfekt, um die Satteltaschen für die nächste Etappe aufzufüllen.

Was das Vogtland für Radfahrer so besonders macht

Talwege und Höhenzüge im perfekten Wechselspiel

Das Vogtland ist ideal für Radfahrer, die Abwechslung lieben, ohne gleich alpine Strapazen auf sich nehmen zu müssen. Die großen Flusstäler von Weißer Elster, Göltzsch und Trieb bieten flache, gut ausgebaute Radwege, auf denen du locker dahinrollst und die Landschaft an dir vorbeiziehen lassen kannst. Diese Talradwege sind ideal für Familien, Genussradler und alle, die das Tempo selbst bestimmen wollen.

Wer es sportlicher mag, wagt sich auf die bewaldeten Höhenrücken. Hier warten knackige Anstiege, die mit weiten Panoramablicken über das hügelige Land belohnt werden. Der höchste Punkt der Region, der Schneckenstein bei Tannenbergsthal liegt nahe der über 900 Meter hohen Erhebungen des oberen Vogtlands – hier oben wird die Luft kühler und der Wald dichter.

Bestens beschilderte Wege und E-Bike-Freundlichkeit

Das Vogtland hat in den letzten Jahren kräftig in seine Radinfrastruktur investiert. Die Wege sind gut ausgeschildert, viele Routen folgen den Flüssen oder verbinden die schönsten Sehenswürdigkeiten miteinander. Der Mangel an extremen Steigungen in den Tälern macht die Region auch für Einsteiger attraktiv.

Gerade die Höhenzüge sind dank des dichten Netzes an E-Bike-Ladestationen und radlerfreundlichen Gasthöfen heute auch für E-Biker bestens erschlossen. Wer mit Motorunterstützung unterwegs ist, erschließt sich das gesamte Vogtland ohne Rücksicht auf die Wadenkraft – und nimmt auch den Anstieg zum Schneckenstein mit einem Lächeln.

Naturerlebnisse für alle Sinne

Radfahren im Vogtland bedeutet, mitten in der Natur unterwegs zu sein. Im Frühling blühen die Wiesen, im Sommer spenden die Wälder kühlen Schatten, und im Herbst leuchten die Laubbäume in warmen Tönen. Entlang der Wege begegnen dir Bachläufe, Streuobstwiesen und immer wieder Tiere – mit etwas Glück siehst du Rehe am Waldrand oder einen Greifvogel, der über den Feldern kreist.

Besonders reizvoll sind die Naturparkgebiete im oberen Vogtland, wo dichte Fichtenwälder, Moore und naturbelassene Bäche eine fast mystische Stimmung erzeugen. Hier spürst du, wie der Alltag von den Schultern fällt. Es ist diese Mischung aus Bewegung und Naturruhe, die das Radfahren im Vogtland so erholsam macht.

Für wen sich das Vogtland besonders eignet

Familien finden in den Tälern entspannte, sichere Strecken mit vielen Einkehr- und Bademöglichkeiten. Genussradler kommen auf den thematischen Routen rund um Musik, Spitze und Talsperren voll auf ihre Kosten. Und sportliche Fahrer haben mit den Höhenzügen und Mountainbike-Trails reichlich Gelegenheit, sich auszupowern.

Auch grenzüberschreitende Touren ins benachbarte Tschechien oder hinüber nach Thüringen und Bayern sind problemlos möglich – das Vogtland liegt schließlich mitten im Vierländereck. Damit ist es ein Paradies für alle, die das Gefühl mögen, mit einer einzigen Tour gleich mehrere Regionen zu erleben.

Radlerfreundliche Hotels und Unterkünfte im Vogtland

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Die schönsten Radtouren im Vogtland

Elsterradweg von Plauen nach Greiz

Der Elsterradweg ist die Lebensader des vogtländischen Radwegenetzes und folgt dem Lauf der Weißen Elster. Diese Etappe startet in der Spitzenstadt Plauen, führt dich vorbei an der historischen Altstadt und der berühmten Friedensbrücke hinaus ins offene Flusstal. Von dort rollst du überwiegend flach und gut ausgebaut Richtung Norden.

Die Strecke verläuft entlang des Flusses durch Elsterberg mit seiner romantischen Burgruine, bevor du das thüringische Greiz erreichst. Unterwegs begegnen dir alte Mühlen, Auenwiesen und immer wieder schattige Waldabschnitte. Die Route ist mit rund 40 Kilometern auch für Familien und Genussradler gut zu bewältigen.

Besonders schön ist das ständige Spiel zwischen Wasser, Wald und kleinen Dörfern. Einkehrmöglichkeiten gibt es entlang der Strecke reichlich, und am Ende lohnt sich ein Spaziergang durch den Greizer Park, einen der schönsten Landschaftsparks der Region. Eine Tour, die sowohl natur- als auch kulturhungrige Radler glücklich macht.

Rundtour um die Talsperre Pöhl

Diese Rundtour führt dich rund um das "Vogtländische Meer", die Talsperre Pöhl bei Plauen. Start- und Zielpunkt ist meist der Hauptstrand bei Möschwitz, von wo aus du den Uferwegen und ausgeschilderten Radrouten folgst. Die Strecke ist mit etwa 25 Kilometern angenehm überschaubar und bietet immer wieder herrliche Ausblicke auf die blaue Wasserfläche.

Unterwegs passierst du Badebuchten, kleine Häfen und Aussichtspunkte. Der Weg ist abwechslungsreich – mal flach am Ufer, mal mit kleinen Anstiegen durch den umliegenden Wald. Wer mag, kombiniert die Tour mit einem Stopp am Aussichtsturm oder einer Pause an einem der zahlreichen Strände.

Diese Tour eignet sich hervorragend für heiße Sommertage, denn die Gelegenheit zum Baden ergibt sich praktisch an jeder Ecke. Familien mit Kindern schätzen die kurzen Distanzen zwischen Spielplätzen, Badeplätzen und Imbissständen. Ein perfekter Tagesausflug, bei dem Radfahren und Erholung Hand in Hand gehen.

Göltzschtalbrücke und Göltzschtalradweg

Diese Tour stellt das berühmteste Bauwerk des Vogtlands in den Mittelpunkt. Vom Bahnhof Netzschkau aus folgst du dem Göltzschtal hinunter zur weltgrößten Ziegelsteinbrücke. Schon von Weitem ragt das Viadukt über die Baumwipfel – ein Anblick, der jeden Radler kurz innehalten lässt.

Vom Aussichtspunkt unterhalb der Göltzschtalbrücke aus kannst du das gewaltige Bauwerk in seiner ganzen Pracht bewundern. Anschließend führt der Göltzschtalradweg weiter durch das grüne Flusstal, vorbei an Mylau mit seiner sehenswerten Burg und durch idyllische Waldabschnitte.

Die Strecke ist überwiegend leicht zu fahren und lässt sich je nach Lust und Kondition verlängern. Wer möchte, verbindet die Tour mit einem Abstecher zur kleineren Elstertalbrücke, dem "Schwesterbauwerk". Diese Route ist ideal für alle, die Technikgeschichte und Natur miteinander verbinden möchten – und für Fotofreunde sowieso ein Muss.

Musikwinkel-Tour: Markneukirchen und Klingenthal

Diese Tour führt dich ins Herz des vogtländischen Musikinstrumentenbaus. Start ist in Markneukirchen, dem Zentrum des weltberühmten Musikwinkels. Vor dem Aufbruch lohnt sich ein Besuch im Musikinstrumenten-Museum, das die jahrhundertealte Handwerkstradition lebendig macht.

Von dort radelst du durch die hügelige Landschaft des oberen Vogtlands Richtung Klingenthal. Die Strecke verlangt etwas mehr Kondition, denn hier gibt es einige Anstiege – die Aussichten über die bewaldeten Höhen entschädigen jedoch reichlich. Unterwegs passierst du kleine Dörfer, in denen bis heute Instrumente gefertigt werden.

In Klingenthal angekommen, kannst du die markante Rundkirche und die Vogtland Arena, eine moderne Skisprungschanze, bewundern. Diese Tour ist ein kulturelles Erlebnis auf zwei Rädern und besonders für E-Biker zu empfehlen, die die Höhenmeter ohne große Anstrengung meistern. Ein Stück Weltkulturerbe, erfahren mit dem Rad.

Triebtalradweg von Pöhl nach Jocketa

Der Triebtalradweg folgt dem Lauf der Trieb durch eines der landschaftlich reizvollsten Täler des Vogtlands. Diese Tour startet im Bereich der Talsperre Pöhl und führt dich durch das naturbelassene Triebtal, ein Landschaftsschutzgebiet mit Felsen, Bachläufen und dichten Wäldern.

Der Weg schlängelt sich entlang des Flusses, vorbei an markanten Felsformationen und durch schattige Waldabschnitte, die an heißen Tagen angenehme Kühle bieten. Das Triebtal gilt als Geheimtipp, denn hier ist deutlich weniger los als an den großen Talsperren – ideal für alle, die Ruhe und unberührte Natur suchen.

Ziel der Tour ist Jocketa, wo die imposante Elstertalbrücke das Tal überspannt. Hier lassen sich die Routen wunderbar mit dem Elsterradweg verbinden. Die Strecke ist überwiegend leicht bis mittelschwer und eignet sich für naturverbundene Radler, die das stille Vogtland abseits der Touristenpfade erleben möchten.

Häufige Fragen

Ist das Vogtland für Radanfänger geeignet?

Ja, das Vogtland ist durchaus anfängerfreundlich, sofern du die richtigen Routen wählst. Die großen Talradwege entlang von Weißer Elster, Göltzsch und Trieb verlaufen überwiegend flach und sind gut ausgebaut. Hier kannst du gemütlich dahinrollen, ohne dich an steilen Anstiegen abzukämpfen.

Wer noch keine große Erfahrung hat, sollte zunächst die Flusstäler erkunden und die Höhenzüge erst angehen, wenn die Kondition stimmt – oder gleich auf ein E-Bike setzen. Die meisten Talrouten bieten zudem regelmäßige Einkehrmöglichkeiten, sodass du jederzeit eine Pause einlegen kannst. So wird die erste Vogtland-Tour zum entspannten Erfolgserlebnis.

Eignet sich das Vogtland für Radtouren mit Kindern?

Absolut. Gerade die Talradwege und die Rundtour um die Talsperre Pöhl sind ideal für Familien. Die Strecken sind weitgehend flach, sicher und bieten viele Gelegenheiten für Pausen, Spielplätze und Badestopps. Die Distanzen lassen sich gut an das Tempo und die Ausdauer der Kinder anpassen.

Besonders die Talsperre Pöhl mit ihren Stränden, Bootsverleihen und Imbissmöglichkeiten ist ein dankbares Ziel, denn hier gibt es zwischen den Radabschnitten genug Abwechslung. Achte darauf, ausreichend Verpflegung und Wechselkleidung dabeizuhaben, und plane lieber kürzere Etappen ein. So bleibt die Tour für alle ein entspanntes Familienerlebnis.

Kann ich meinen Hund mit auf Radtour nehmen?

Grundsätzlich ist das Vogtland eine hundefreundliche Region. Auf vielen ruhigen Talwegen kann dein Vierbeiner gut nebenherlaufen, sofern er an Bewegung gewöhnt ist. Achte jedoch darauf, dass dein Hund konditionell fit genug ist und plane regelmäßige Trink- und Erholungspausen ein, vor allem an warmen Tagen.

An den Talsperren und in Naturschutzgebieten gilt teilweise Leinenpflicht, also informiere dich vorab über die örtlichen Regelungen. Die zahlreichen Bachläufe und Seen bieten zudem schöne Gelegenheiten zum Abkühlen für den Hund. Viele Gasthöfe in der Region heißen auch tierische Gäste willkommen – ein Wassernapf steht oft schon bereit.

Wann ist die beste Reisezeit fürs Radfahren im Vogtland?

Die ideale Zeit fürs Radfahren im Vogtland reicht von Mai bis Oktober. Im Frühling blühen die Wiesen und die Temperaturen sind angenehm mild, während der Sommer mit warmen Tagen lockt – perfekt, um die Touren mit einem Sprung in die Talsperren zu verbinden.

Der Herbst gehört zu den schönsten Jahreszeiten in der Region, wenn sich die Wälder bunt färben und das Licht besonders weich wird. In den Höhenlagen kann es früher kühl werden, daher solltest du gerade im oberen Vogtland warme Kleidung einpacken. Im Winter ist das Radfahren wegen Schnee und Kälte in den Hochlagen kaum möglich – dann hat die Region ihren Reiz eher als Wintersportgebiet.

Gibt es Verleihstationen für Fahrräder und E-Bikes?

Ja, in den größeren Orten wie Plauen, Greiz und rund um die Talsperre Pöhl findest du Verleihstationen für Räder und zunehmend auch für E-Bikes. Gerade im Tourismus hat die Region in den letzten Jahren stark aufgerüstet, sodass du auch ohne eigenes Rad gut unterwegs sein kannst.

Es empfiehlt sich, vor allem in der Hauptsaison und an Wochenenden vorab zu reservieren, um sicherzugehen, dass das passende Rad verfügbar ist. Viele Hotels und Pensionen bieten ebenfalls Leihräder für ihre Gäste an. Erkundige dich am besten direkt bei deiner Unterkunft oder den örtlichen Tourismusbüros nach den aktuellen Angeboten.

Sind die Radwege gut ausgeschildert?

Die Beschilderung im Vogtland ist insgesamt sehr gut. Die Hauptrouten wie der Elsterradweg, der Göltzschtalradweg und der Triebtalradweg sind durchgehend markiert und folgen klaren Wegweisern. Auch thematische Routen rund um Musik, Talsperren und Sehenswürdigkeiten sind ausgeschildert.

Trotzdem lohnt es sich, eine Radkarte oder eine Navigations-App mitzunehmen, besonders wenn du abseits der Hauptwege auf den Höhenzügen unterwegs bist. So findest du auch kleinere Verbindungswege zuverlässig. Die Tourismusverbände der Region stellen zudem hilfreiches Kartenmaterial und GPS-Tracks zur Verfügung, die dir die Planung erleichtern.

Wie anspruchsvoll sind die Touren im Vogtland?

Das hängt stark von der gewählten Route ab. Die Talwege entlang der Flüsse sind überwiegend leicht und für jeden machbar. Sobald du jedoch in die Höhenlagen des oberen Vogtlands wechselst, kommen knackige Anstiege hinzu, die etwas Kondition erfordern.

Für sportliche Radler und Mountainbiker bietet die Region durchaus fordernde Strecken mit ordentlichen Höhenmetern. Wer es entspannt mag, bleibt in den Tälern oder greift zum E-Bike, das die Hügel mühelos überwindet. Insgesamt ist das Vogtland eine sehr vielseitige Region, in der sowohl Genussradler als auch ambitionierte Fahrer ihre passende Herausforderung finden.

Kann ich Radtouren mit Bahnfahrten kombinieren?

Ja, das Vogtland ist gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden. Die Vogtlandbahn und regionale Verbindungen ermöglichen es, Räder mitzunehmen, sodass du Touren flexibel planen und einseitige Strecken fahren kannst, ohne wieder zurückradeln zu müssen.

Besonders praktisch ist das bei den Talradwegen, die häufig parallel zu Bahnlinien verlaufen. So kannst du etwa eine Etappe des Elsterradwegs fahren und mit dem Zug bequem zum Ausgangspunkt zurückkehren. Achte auf die jeweiligen Fahrradmitnahmeregelungen und kaufe gegebenenfalls ein Fahrradticket. Gerade in der Hauptsaison kann es in den Zügen voll werden.

Gibt es genügend Einkehrmöglichkeiten unterwegs?

Das Vogtland ist bekannt für seine gemütlichen Landgasthöfe und urigen Wirtschaften. Entlang der beliebten Radrouten findest du in regelmäßigen Abständen Einkehrmöglichkeiten, in denen du dich mit regionalen Spezialitäten wie vogtländischen Klößen oder Quarkkeulchen stärken kannst.

In den größeren Orten gibt es zudem Cafés, Bäckereien und Restaurants für jeden Geschmack. Halte unterwegs auch Ausschau nach kleinen Hofläden, die frische Produkte direkt vom Erzeuger anbieten. Gerade in den abgelegeneren Höhenlagen ist es ratsam, immer ausreichend Wasser und einen kleinen Snack dabeizuhaben, da hier die Abstände zwischen den Gasthöfen größer sein können.

Ist das Vogtland für Mountainbiker interessant?

Definitiv. Die bewaldeten Höhenzüge des oberen Vogtlands bieten Mountainbikern abwechslungsreiches Terrain mit Trails, Waldwegen und ordentlichen Höhenmetern. Rund um Schöneck, Klingenthal und den Schneckenstein gibt es Strecken, die das Herz sportlicher Fahrer höherschlagen lassen.

Die Mischung aus technischen Abschnitten, langen Anstiegen und rasanten Abfahrten macht die Region für geübte Biker reizvoll. Im Winter dient das Gebiet teils als Wintersportregion, im Sommer wird es zum Spielplatz für Zweiräder. Wer einen aktiven Bike-Urlaub abseits der überlaufenen Hotspots sucht, ist hier goldrichtig und findet noch viele ruhige, naturnahe Strecken.

Kann ich grenzüberschreitend nach Tschechien oder Bayern radeln?

Ja, das ist einer der besonderen Reize des Vogtlands, das mitten im Vierländereck von Sachsen, Thüringen, Bayern und Tschechien liegt. Grenzüberschreitende Radrouten ermöglichen es dir, in einer einzigen Tour gleich mehrere Regionen und sogar Länder zu erleben.

Besonders die Verbindung ins tschechische Egerland ist beliebt, da hier weitere reizvolle Landschaften und Kurorte warten. Reisepass beziehungsweise Personalausweis solltest du dabeihaben, auch wenn die Grenzkontrollen im Schengen-Raum entfallen. Diese Touren machen das Vogtland zu einem idealen Ausgangspunkt für alle, die das Gefühl von grenzenlosem Radvergnügen suchen.

Wo finde ich radlerfreundliche Unterkünfte?

Im Vogtland gibt es zahlreiche radlerfreundliche Hotels, Pensionen und Gasthöfe, die sich auf die Bedürfnisse von Radreisenden eingestellt haben. Viele bieten abschließbare Fahrradräume, Lademöglichkeiten für E-Bikes, Werkzeug für kleine Reparaturen und ein kräftiges Frühstück für den Tag.

Achte bei der Buchung auf entsprechende Auszeichnungen wie das Qualitätssiegel "Bett+Bike", das radfreundliche Betriebe kennzeichnet. Die örtlichen Tourismusbüros helfen dir gerne bei der Suche nach passenden Unterkünften entlang deiner geplanten Route. Gerade in den Hauptorten wie Plauen, Greiz und rund um die Talsperren findest du eine gute Auswahl für jeden Geldbeutel.

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