Val di Fiemme mit dem Rad: Wo die Dolomiten dich zum Träumen und Treten bringen
Fahrrad • Val di Fiemme

Val di Fiemme mit dem Rad: Wo die Dolomiten dich zum Träumen und Treten bringen

Sonnige Talwege, legendäre Dolomitenpässe und der berühmte Klangwald - hier findet jeder Radfahrer sein Glück im Sattel.

Radfahren im Val di Fiemme

Frühmorgens, wenn die ersten Sonnenstrahlen über den Latemar wandern und der Duft von harzigen Fichten in der Luft liegt, verstehst du sofort, warum das Val di Fiemme Radfahrer aus ganz Europa in seinen Bann zieht. Dieses breite, sonnige Hochtal im Osten des Trentino schmiegt sich zwischen die imposanten Massive von Latemar, Lagorai und Cornon und bietet eine Mischung, die man selten findet: sanfte Talradwege für Genießer und schweißtreibende Pässe für Ehrgeizige, oft nur wenige Kilometer voneinander entfernt.

Das Val di Fiemme ist ein Tal der Wälder. Nicht irgendwelche Wälder, sondern der berühmte Klangwald von Paneveggio, aus dessen Fichten seit Jahrhunderten die Resonanzböden von Geigen und Konzertflügeln gefertigt werden. Auf dem Rad fährst du hier durch eine Landschaft, die gleichzeitig sanft und dramatisch ist: schattige Radwege entlang des Flusses Avisio, blühende Bergwiesen, dann plötzlich die rosafarbenen Zinnen der Dolomiten, die im Abendlicht glühen.

Was das Tal so einzigartig macht, ist seine radfahrerische Vielseitigkeit. Der komfortable Talradweg lädt Familien und Genussradler zum entspannten Rollen ein, während Rennradfahrer sich an legendären Anstiegen wie dem Passo Manghen oder dem Passo Lavazè die Zähne ausbeißen dürfen. Und für Mountainbiker öffnet sich ein Netz aus Forststraßen, Singletrails und Bikeparks, das kaum Wünsche offenlässt.

Dazu kommt das entspannte, herzliche Flair der Fiemme-Dörfer: Cavalese, Predazzo, Tesero oder Ziano leben ihre alpine Tradition mit einer Gelassenheit, die ansteckt. Nach einer Tour wartet ein Teller hausgemachter Canederli, ein kühles Getränk auf einer Sonnenterrasse und dieses unbeschreibliche Gefühl, den Tag im Sattel richtig gut genutzt zu haben. Das Val di Fiemme ist kein Ort zum Abhaken - es ist ein Ort zum Wiederkommen.

Topografie & Landschaft

Breites Hochtal in Dolomiten

Höhenlage

Tal ca. 900 m, Passo Manghen 2.047 m

Geländecharakter

Asphalt, Forstwege, Singletrails

Infrastruktur

Verleih, Seilbahnen, Bikeshuttles

Beste Reisezeit

Mitte Mai bis Oktober

Navigation

Was das Val di Fiemme so besonders macht

Der Latemar und die Dolomiten - Bühne aus Stein

Kaum ein Radweg im Val di Fiemme kommt ohne den atemberaubenden Blick auf den Latemar aus. Dieses schroffe Dolomitenmassiv, seit 2009 UNESCO-Welterbe, wechselt im Tagesverlauf ständig seine Farbe: kühles Grau am Morgen, warmes Gold am Mittag und das berühmte Enrosadira - jenes rosarote Glühen - in der Abenddämmerung. Für Radfahrer bedeutet das: Wer eine Pause macht, macht sie nie ohne Panorama.

Das Massiv ist nicht nur schön anzusehen, sondern durchzogen von Forstwegen und Wanderpfaden, die sich hervorragend für Mountainbike-Ausflüge eignen. Der Bereich rund um den Passo Lavazè und den Passo Feudo bietet ein weitläufiges Wegenetz, auf dem sich Wald, Almen und Felskulisse zu einem eindrucksvollen Ganzen verbinden.

Der Klangwald von Paneveggio

Hier wächst Holz, das man hören kann. Der Naturpark Paneveggio-Pale di San Martino beherbergt einen der bedeutendsten Fichtenbestände Europas. Aus diesem Holz - der sogenannten Resonanzfichte - werden seit Jahrhunderten Musikinstrumente gebaut. Es heißt, sogar Antonio Stradivari habe sein Holz aus diesen Wäldern bezogen. Wenn du durch den Wald radelst und der Wind durch die Wipfel streicht, glaubst du fast, ihn singen zu hören.

Der Naturpark ist ein Paradies für naturverliebte Radfahrer. Ruhige Forststraßen führen durch dichte Wälder, vorbei am malerischen Paneveggio-See und mit etwas Glück siehst du Rothirsche, die hier in einem Gehege beobachtet werden können. Wusstest du schon? Der Klang einer guten Geige hängt maßgeblich von der Dichte der Jahresringe ab - und die wächst nur in der Höhe und Kühle dieser Dolomitenwälder so ideal.

Cavalese und die Dörfer der Magnifica Comunità

Cavalese ist das lebendige Herz des Tals - ein charmanter Ort mit bemalten Fassaden, einer imposanten Franziskanerkirche und dem historischen Palast der Magnifica Comunità di Fiemme, einer der ältesten Selbstverwaltungen Europas, die bis heute die Gemeinschaftswälder verwaltet. Beim Bummel durch die Gassen spürst du eine gewachsene, selbstbewusste Kultur, die weit über den Tourismus hinausgeht.

Auch die Nachbardörfer haben Charakter: Tesero mit seinen kunstvollen Fresken, Predazzo als Tor zum Val di Fassa und geologisches Zentrum, Ziano und Panchià mit ihrer bäuerlichen Idylle. Zwischen diesen Orten spinnt sich der Talradweg wie ein rotes Band - ideal, um von Dorf zu Dorf zu radeln und überall einzukehren.

Kulinarik - Belohnung nach jeder Tour

Das Val di Fiemme kocht bodenständig und ehrlich. Auf keinen Fall verpassen solltest du Canederli (Knödel in kräftiger Brühe), die deftige Tortel di patate - knusprige Kartoffelpuffer, die man mit Speck und Käse genießt - oder den würzigen Bergkäse aus der Latteria von Cavalese.

Wer nach einem langen Anstieg wieder Zucker braucht, greift zum Strudel oder zu einem Stück Buchweizenkuchen. Und weil das Trentino ein Weinland ist, gehört ein Glas Teroldego oder Marzemino ebenso zur Belohnung dazu. Geheimtipp: Halte auf einer Almtour Ausschau nach kleinen Malghe (Bergsennereien), wo frische Milchprodukte direkt verkauft werden - authentischer geht es nicht.

Radfahren im Val di Fiemme: Genuss trifft Herausforderung

Ein Tal für alle, die im Sattel glücklich sind

Das Val di Fiemme ist eines dieser seltenen Reviere, in dem Rennradfahrer, Mountainbiker, E-Biker und Familien gleichermaßen auf ihre Kosten kommen - und das ohne Kompromisse. Die Basis bildet der rund 15 Kilometer lange, fast durchgehend asphaltierte oder gut befestigte Talradweg (Ciclabile Fiemme) entlang des Avisio, der Molina di Fiemme mit Predazzo verbindet und Teil eines größeren Radwegenetzes bis ins Val di Fassa und hinunter nach Trento ist.

Was diese Route so beliebt macht, ist ihr sanftes Gefälle und die vielen Einkehrmöglichkeiten. Familien mit Kindern rollen entspannt dahin, während ambitionierte Fahrer sie als Aufwärmstrecke nutzen, bevor es in die Berge geht. Rund um diesen Talweg entfaltet sich der eigentliche Reichtum des Tals.

Rennrad-Träume und legendäre Pässe

Für Rennradfahrer ist das Val di Fiemme ein Sprungbrett in die großen Dolomitenpässe. Der Passo Manghen gilt als einer der härtesten und schönsten Anstiege der Region - eine einsame, kurvenreiche Straße mit über 2.000 Höhenmetern Passhöhe, die gelegentlich auch beim Giro d'Italia auftaucht. Wer hier oben ankommt, hat sich jeden Espresso redlich verdient.

Sanfter, aber genauso lohnend sind der Passo Lavazè und der Passo Pramadiccio Richtung Eggental sowie die Auffahrt zum Passo Rolle über Predazzo. Die Kombination aus gepflegtem Asphalt, überschaubarem Verkehr und ständig wechselnden Ausblicken macht das Tal zu einem Geheimtipp unter Kennern, die die überlaufenen Pässe der Sella-Gruppe meiden möchten.

Mountainbike und Bikeparks

Das Val di Fiemme hat sich in den letzten Jahren zu einer echten MTB-Destination entwickelt. Der Bikepark Alpe Cermis oberhalb von Cavalese bringt dich bequem per Seilbahn nach oben, von wo Flowtrails und technischere Abfahrten hinunterführen - Adrenalin inklusive. Für Tourenfahrer öffnet sich ein weites Netz aus Forststraßen und Singletrails rund um Lagorai und Latemar.

Besonders reizvoll ist die weitläufige Hochebene rund um Passo Lavazè und Malga Ora, wo sich moderate Trails durch Almwiesen und Lärchenwälder ziehen. E-Biker profitieren von einem dichten Netz an Verleihstationen und Ladepunkten, sodass auch längere Höhentouren machbar werden, ohne dass die Waden streiken.

Naturerlebnis und die richtige Zielgruppe

Was alle Touren eint, ist die außergewöhnliche Naturkulisse. Die Weite des Tals, die dunklen Wälder und die scharfkantigen Dolomiten sorgen für einen Kontrast, der nie langweilig wird. Aussichtspunkte wie der Dosso di Predazzo oder die Höhen der Alpe Cermis belohnen jeden Höhenmeter mit Weitblick.

Das Val di Fiemme eignet sich für praktisch jedes Niveau: Genussradler und Familien bleiben im Tal, sportliche Fahrer suchen die Pässe, Abenteurer stürzen sich in die Trails. Dank der guten Infrastruktur und der überschaubaren Distanzen lässt sich alles wunderbar kombinieren - ein Tag Talradweg, der nächste ein Gipfelsturm.

Unterkünfte für Radfahrer im Val di Fiemme

Unsere schönsten Radtouren im Val di Fiemme

Talradweg Fiemme: Molina di Fiemme nach Predazzo

Diese entspannte Genussroute entlang der Ciclabile della Val di Fiemme folgt dem Flusslauf des Avisio und verbindet auf rund 15 Kilometern die Orte Molina di Fiemme, Cavalese, Tesero, Ziano, Panchià und Predazzo. Der Weg ist überwiegend asphaltiert oder gut befestigt und weist nur ein sanftes Gefälle auf - ideal für Familien, E-Biker und alle, die die Landschaft in Ruhe genießen möchten.

Unterwegs radelst du durch schattige Fichtenwälder, über Brücken und vorbei an weiten Bergwiesen, während der Latemar und die Lagorai-Kette immer wieder ins Blickfeld rücken. In Cavalese lohnt ein Abstecher ins historische Zentrum mit dem Palast der Magnifica Comunità, und in Tesero solltest du einen Blick auf die kunstvoll bemalten Hausfassaden werfen.

Weil der Radweg an mehrere Dörfer angebunden ist, findest du überall Bars, Eisdielen und Restaurants zum Einkehren. Wer möchte, verlängert die Tour über Predazzo hinaus weiter Richtung Val di Fassa. Perfekt als lockerer erster Tag oder als Ruhetagsrunde zwischen den anspruchsvolleren Ausfahrten.

Passo Manghen - der Königsanstieg der Lagorai

Der Passo Manghen ist die Herausforderung schlechthin für Rennradfahrer im Val di Fiemme. Von Molina di Fiemme aus schraubt sich die schmale, verkehrsarme Straße in unzähligen Kehren durch die einsame Lagorai-Kette hinauf zur Passhöhe auf 2.047 Metern. Der Anstieg ist lang, steil und stellenweise gnadenlos - nicht umsonst wird er beim Giro d'Italia gefürchtet.

Was diesen Pass so besonders macht, ist seine Ursprünglichkeit. Statt Verkehr und Trubel begleiten dich Bergwald, rauschende Bäche und schließlich die karge, alpine Weite kurz unter dem Gipfel. Oben angekommen, öffnet sich ein grandioses Panorama über die Lagorai und in der Ferne die Dolomiten.

Diese Tour richtet sich an trainierte, ambitionierte Rennradfahrer mit guter Kondition. Nimm ausreichend Verpflegung mit, denn Einkehrmöglichkeiten sind rar. Die Abfahrt Richtung Val di Sella belohnt dich anschließend mit purem Fahrgenuss - oder du rollst denselben Weg zurück ins Tal.

Auffahrt zum Passo Lavazè

Der Passo Lavazè auf rund 1.805 Metern verbindet das Val di Fiemme mit dem Eggental und ist einer der lohnendsten Anstiege für Rennradfahrer und ambitionierte E-Biker. Startpunkt ist meist Cavalese oder Varena, von wo aus die gut ausgebaute Straße gleichmäßig durch dichten Nadelwald ansteigt - kein extremes Gefälle, aber genug, um die Beine zu spüren.

Oben angekommen, erwartet dich eine weite Hochebene mit Almwiesen, Lärchen und einem herrlichen Blick auf den Latemar. Am Pass selbst laden mehrere Gasthäuser und die Malghe der Umgebung zur Rast ein - ein Teller Canederli oder ein Stück Strudel schmecken hier oben besonders gut.

Von der Passhöhe eröffnen sich zahlreiche Weiterfahrmöglichkeiten: Richtung Eggental und Karerpass für lange Rennradschleifen oder ins weitläufige MTB-Gebiet rund um Malga Ora. Die Auffahrt ist auch für weniger extreme Fahrer machbar und daher ein perfekter Einstieg in die Passwelt der Region.

Alpe Cermis - MTB-Abfahrt mit Seilbahnauffahrt

Für alle, die den Berg lieber bergab genießen, ist die Alpe Cermis oberhalb von Cavalese die erste Wahl. Die Seilbahn bringt dich und dein Bike bequem hinauf, sodass du dir die Höhenmeter für den Spaß der Abfahrt sparst. Oben angekommen, breitet sich ein Panorama über das gesamte Val di Fiemme aus, mit Latemar und Lagorai zum Greifen nah.

Der Bikepark Cermis bietet Flowtrails für Einsteiger und fortgeschrittene Fahrer sowie technischere Passagen für Geübte. Wer es lieber tourig mag, nutzt die Forststraßen für eine gemütliche Abfahrt durch Wälder und Almwiesen zurück nach Cavalese.

Diese Tour eignet sich sowohl für Familien mit größeren Kindern, die erste Bikepark-Erfahrungen sammeln wollen, als auch für erfahrene Mountainbiker, die Adrenalin suchen. Protektoren und Helm sind Pflicht. Nach der letzten Abfahrt wartet unten die verdiente Einkehr in einer der Bars von Cavalese.

Naturpark-Runde Paneveggio und Paneveggio-See

Diese Tour führt dich in den Naturpark Paneveggio-Pale di San Martino und damit in den berühmten Klangwald. Von Predazzo aus geht es Richtung Passo Rolle, wobei du die stille Welt der Resonanzfichten durchquerst. Ruhige Forststraßen und die gut ausgebaute Straße wechseln sich ab, während sich der Wald immer dichter um dich schließt.

Ein Highlight ist der malerische Paneveggio-See, ein türkisgrüner Stausee inmitten der Wälder, der zu einer Pause einlädt. Im nahegelegenen Besucherzentrum des Naturparks kannst du mehr über die Resonanzfichten und die Tierwelt erfahren, und im angrenzenden Wildgehege lassen sich mit etwas Glück Rothirsche beobachten.

Die Runde eignet sich für Tourenradler und E-Biker mit solider Grundkondition, die Natur und Ruhe suchen. Wer möchte, kämpft sich weiter hinauf zum Passo Rolle mit dem grandiosen Blick auf die Pale di San Martino - eine der schönsten Dolomitenkulissen überhaupt.

Dolomiten-Runde: Predazzo, Passo Rolle und zurück

Diese anspruchsvolle Rennradrunde ist ein echtes Dolomiten-Erlebnis. Von Predazzo aus fährst du entlang des Travignolo-Tals stetig bergauf durch den Naturpark Paneveggio bis zum Passo Rolle auf rund 1.984 Metern. Der Anstieg ist gleichmäßig und landschaftlich überwältigend, denn mit jedem Höhenmeter kommen die scharfkantigen Zinnen der Pale di San Martino näher.

Auf der Passhöhe öffnet sich einer der schönsten Ausblicke der gesamten Dolomiten. Der Cimon della Pala, oft als das Matterhorn der Dolomiten bezeichnet, thront eindrucksvoll über der Szenerie. Hier oben laden Gasthäuser zur wohlverdienten Rast ein, bevor es zurückgeht.

Die Rückfahrt nach Predazzo ist eine rasante, kurvenreiche Abfahrt, die volle Konzentration verlangt, aber ungeheuren Fahrspaß bietet. Diese Tour eignet sich für konditionsstarke Rennradfahrer, die die legendäre Dolomiten-Kulisse aus eigener Kraft erleben wollen. Ein Tag, den man so schnell nicht vergisst.

Häufige Fragen

Ist das Val di Fiemme auch für Radfahranfänger geeignet?

Absolut. Das Val di Fiemme ist eines der einsteigerfreundlichsten Radtäler der Dolomiten, was vor allem am hervorragenden Talradweg liegt. Die Ciclabile della Val di Fiemme verläuft weitgehend flach bis leicht abschüssig entlang des Avisio und ist durchgehend gut ausgebaut.

Anfänger und Familien können hier ganz entspannt von Dorf zu Dorf rollen, ohne sich Sorgen um Verkehr oder heftige Steigungen machen zu müssen. Wer sportlicher unterwegs ist, findet in den Pässen genug Herausforderung. Diese Bandbreite macht das Tal so ideal für gemischte Gruppen mit unterschiedlichem Leistungsniveau.

Kann ich im Val di Fiemme Fahrräder und E-Bikes mieten?

Ja, in den größeren Orten wie Cavalese, Predazzo und Tesero gibt es mehrere Verleihstationen, die von Citybikes über Trekking- und Mountainbikes bis hin zu modernen E-Bikes alles anbieten. Gerade E-Mountainbikes sind hier sehr beliebt, weil sie auch weniger trainierten Fahrern die Höhentouren ermöglichen.

Viele Verleiher bieten zudem Helme, Kindersitze, Anhänger und Zubehör an. Es empfiehlt sich, in der Hochsaison im Sommer vorab zu reservieren, da beliebte Modelle schnell vergeben sind. Ladestationen für E-Bikes findest du an vielen Berghütten und in den Ortszentren.

Wann ist die beste Zeit zum Radfahren im Val di Fiemme?

Die ideale Saison reicht von Mitte Mai bis Anfang Oktober. Im Frühsommer sind die Wiesen saftig grün und die Bergwelt erwacht, allerdings können höhere Pässe wie der Passo Manghen dann noch geschlossen oder von Restschnee betroffen sein.

Der Hochsommer von Juli bis August bietet die verlässlichsten Bedingungen und alle Pässe sind offen, dafür ist mehr los. Besonders schön ist der September mit stabilem Wetter, angenehmen Temperaturen und weniger Andrang. Im Oktober taucht der beginnende Herbst die Lärchenwälder in Gold - ein Traum für Fotofreunde.

Ist Radfahren mit Kindern im Val di Fiemme möglich?

Sehr gut sogar. Der flache Talradweg ist wie geschaffen für Familienausflüge, da er abseits des Autoverkehrs verläuft und viele Rastmöglichkeiten mit Spielplätzen, Eisdielen und Wiesen bietet. Kinder können hier sicher und in ihrem eigenen Tempo fahren.

Für kleinere Kinder gibt es Anhänger und Kindersitze bei den Verleihstationen. Wer mit größeren Kindern erste Bergerfahrungen sammeln möchte, kann die Seilbahnen nutzen und gemütliche Almabfahrten unternehmen. Der Bikepark Alpe Cermis hat zudem Einsteigerstrecken, auf denen Jugendliche unter Aufsicht üben können.

Kann ich meinen Hund beim Radfahren mitnehmen?

Grundsätzlich ja, allerdings solltest du das gut planen. Auf dem Talradweg kannst du deinen Hund an vielen Abschnitten mitlaufen lassen, sofern er fit und an das Tempo gewöhnt ist. Für längere Touren empfehlen sich spezielle Fahrradanhänger für Hunde, die du teils vor Ort mieten kannst.

Auf Bergtouren und in Naturschutzgebieten wie dem Naturpark Paneveggio gelten Leinenpflicht und besondere Regeln zum Schutz der Wildtiere. Achte an heißen Tagen auf ausreichend Wasser und Pausen für deinen Vierbeiner. Viele Unterkünfte im Tal sind hundefreundlich, frag am besten vorab nach.

Wie anspruchsvoll sind die Pässe für Rennradfahrer?

Das hängt stark vom gewählten Pass ab. Der Passo Manghen gilt als einer der härtesten Anstiege der Alpen mit über 2.000 Höhenmetern Passhöhe und teils steilen Rampen - er verlangt sehr gute Kondition und Erfahrung. Der Passo Lavazè hingegen ist gleichmäßiger und auch für ambitionierte Freizeitfahrer machbar.

Der Passo Rolle bietet eine landschaftlich grandiose, aber gleichmäßige Auffahrt. Insgesamt findest du im und um das Val di Fiemme Pässe für jedes Leistungsniveau. Wichtig ist, deine Ausfahrt realistisch zu planen und ausreichend Verpflegung sowie Ersatzmaterial mitzunehmen, da manche Strecken sehr einsam sind.

Gibt es geführte Radtouren im Val di Fiemme?

Ja, in der Region werden verschiedene geführte Touren angeboten, sowohl für Mountainbiker als auch für Rennradfahrer und E-Biker. Lokale Guides kennen die schönsten Strecken, die versteckten Trails und die besten Einkehrmöglichkeiten - ideal, wenn du das Tal zum ersten Mal erkundest.

Viele Bikeschulen und Verleiher organisieren zudem Fahrtechnikkurse, besonders für Mountainbiker, die ihre Skills verbessern wollen. Auch Hotels bieten teils eigene geführte Ausfahrten für ihre Gäste an. Erkundige dich in den Tourismusbüros von Cavalese oder Predazzo nach aktuellen Programmen und Terminen.

Wie komme ich am besten ins Val di Fiemme?

Mit dem Auto erreichst du das Val di Fiemme über die Brennerautobahn A22, Ausfahrt Ora/Auer oder Egna/Neumarkt, und von dort über gut ausgebaute Bergstraßen ins Tal. Die Fahrt durch das Eggental ist bereits landschaftlich ein Genuss.

Wer öffentlich anreist, nutzt den Bahnhof Ora/Auer oder Trento und steigt dort auf regelmäßige Buslinien um, die die Fiemme-Dörfer bedienen. Fahrräder lassen sich teils in den Bussen mitnehmen, wobei die Kapazitäten begrenzt sind. Vor Ort verkehren im Sommer Bikeshuttles, die den Transport zu den Startpunkten der Touren erleichtern.

Sind die Radwege gut beschildert?

Der Talradweg und die wichtigsten Mountainbike-Routen sind gut ausgeschildert und teilweise auch in gängigen Radel-Apps und auf Kartenportalen erfasst. Die Ciclabile della Val di Fiemme ist Teil eines überregionalen Radwegenetzes und folgt einer klaren Beschilderung.

Für Touren abseits der Hauptwege, etwa im Lagorai oder auf den Forststraßen des Latemar, empfiehlt sich dennoch eine gute Karte oder ein GPS-Gerät, da nicht jeder Nebenweg markiert ist. Die Tourismusbüros stellen kostenlose Radkarten bereit und beraten dich gern zu aktuellen Streckenbedingungen und Sperrungen.

Kann ich mein Rad in Seilbahnen transportieren?

Ja, mehrere Bergbahnen im Val di Fiemme, allen voran die Seilbahn zur Alpe Cermis, sind auf den Fahrradtransport eingestellt. So kannst du dir mühsame Anstiege sparen und dich auf die Abfahrt oder Höhentouren konzentrieren. Das ist besonders bei Mountainbikern beliebt.

Die Mitnahme ist meist gegen einen kleinen Aufpreis oder mit speziellen Bike-Tickets möglich. In der Hochsaison lohnt es sich, die Betriebszeiten vorab zu prüfen, da die Bahnen nicht das ganze Jahr über und teils nur zu bestimmten Zeiten in Betrieb sind. Kombitickets für mehrere Bahnen können sich für aktive Biketage lohnen.

Welche Ausrüstung sollte ich unbedingt mitnehmen?

Für Talradtouren reichen bequeme Kleidung, Helm, ausreichend Wasser und ein kleines Reparaturset. Sobald du in die Berge fährst, wird die Ausrüstung wichtiger: In den Höhenlagen kann das Wetter schnell umschlagen, daher gehören eine wind- und regendichte Jacke sowie Handschuhe ins Gepäck.

Bei Passfahrten und langen Touren solltest du Ersatzschlauch, Pumpe, Multitool und genügend Verpflegung dabeihaben, da manche Strecken sehr einsam sind. Für Mountainbiker im Bikepark sind Protektoren und ein Fullface-Helm ratsam. Sonnenschutz nicht vergessen - in der Höhe brennt die Sonne intensiver, als man denkt.

Gibt es unterwegs genug Einkehrmöglichkeiten?

Ja, entlang des Talradwegs und in den Dörfern findest du reichlich Bars, Restaurants, Eisdielen und Bäckereien. Hier kannst du dich mit regionalen Spezialitäten wie Canederli, Tortel di patate oder frischem Strudel stärken. Die Fiemme-Küche ist herzhaft und genau richtig nach einer Tour.

In den Bergen sorgen zahlreiche Almhütten und Malghe für Verpflegung, wobei diese meist nur in der Sommersaison geöffnet sind. Auf sehr einsamen Strecken wie dem Passo Manghen solltest du dich selbst versorgen, da Einkehrmöglichkeiten dort rar sind. Insgesamt ist das Tal aber gastronomisch gut aufgestellt.

Einstellungen gespeichert

Cookie-Hinweis: Wir setzen auf unserer Website Cookies ein. Einige von ihnen sind erforderlich, während andere uns helfen unser Onlineangebot zu verbessern. Sie können alle Cookies über den Button “Alle akzeptieren” zulassen, oder Ihre eigene Auswahl vornehmen.

Technisch erforderliche Cookies werden immer geladen.

Weitere Hinweise, welche Cookies jeweils geladen werden, finden Sie hier in unseren Datenschutzhinweisen.

You are using an outdated browser. The website may not be displayed correctly.