Sanft welliges Hügelland
Radfahren im Südburgenländischen Hügelland: Sanfte Wellen, Weingärten und die Kunst des Genussradelns
Radeln im Südburgenland
Es gibt Regionen, die brüllen dich an mit schroffen Gipfeln und atemberaubenden Abgründen. Und dann gibt es das Südburgenländische Hügelland, das dir eher zuflüstert. Sanft, verschmitzt, mit einem Glas Uhudler in der Hand. Hier rollst du durch eine Landschaft, die aussieht, als hätte sie jemand liebevoll in weiche Falten gelegt: endlose Weinreihen, Kastanienhaine, kleine Streuobstwiesen und Dörfer, in denen die Zeit angenehm langsam tickt.
Wer hier mit dem Rad unterwegs ist, entdeckt schnell, dass es beim Radfahren nicht immer ums Kilometersammeln geht. Das Südburgenland ist die Heimat des Genussradelns par excellence. Die Wege schlängeln sich über sonnenverwöhnte Hügel, hinunter in schattige Täler und wieder hinauf zu Aussichtspunkten, von denen aus du bei klarem Wetter bis zu den Ausläufern der Alpen und hinüber nach Ungarn und Slowenien blickst. Dazwischen locken Buschenschanken, in denen dir der Wirt persönlich erklärt, warum sein Uhudler der beste weit und breit ist.
Charakteristisch für die Region sind die berühmten Kellerviertel mit ihren malerischen Weinkellern, die von blühenden Wiesen und alten Nussbäumen umgeben sind. Naturparke wie der Naturpark in der Weinidylle laden zum Verweilen ein, während Thermalorte wie Bad Tatzmannsdorf und Stegersbach nach einem langen Radtag genau die richtige Portion Erholung bieten.
Das Beste daran: Die Hügel sind fordernd genug, um dir ein zufriedenes Grinsen und leicht brennende Waden zu bescheren, aber nie so brutal, dass sie dir den Spaß verderben. E-Bike-Fahrer, Familien und ambitionierte Rennradler finden hier gleichermaßen ihr Terrain. Willkommen in einer der entspanntesten und zugleich abwechslungsreichsten Radregionen Österreichs.
Topografie & Landschaft
Höhenlage
bis rund 400 Meter Seehöhe
Geländecharakter
Asphalt, Schotter, Feldwege
Infrastruktur
Gut ausgebaut, viele Einkehren
Beste Reisezeit
April bis Oktober, besonders Herbst
Was das Südburgenländische Hügelland so besonders macht
Weinidylle und Kellerviertel
Das Herz des Südburgenländischen Hügellands schlägt in seinen Weinbergen. Besonders der Naturpark in der Weinidylle rund um Heiligenbrunn, Eberau und Moschendorf zeigt eine Kulturlandschaft, die es so kein zweites Mal gibt. Die strohgedeckten Weinkeller von Heiligenbrunn stehen unter Denkmalschutz und wirken wie ein Freilichtmuseum, das man mit dem Rad durchqueren darf. Zwischen den alten Gemäuern duftet es nach feuchtem Holz, Wein und Sommer.
Hier wächst der legendäre Uhudler, ein Wein aus amerikanischen Direktträgerreben, dessen unverwechselbarer Geschmack nach Walderdbeeren und schwarzen Johannisbeeren die Region berühmt gemacht hat. Wer eine Radpause in einer Buschenschank einlegt, sollte unbedingt ein Glas probieren, natürlich erst nach der letzten Steigung.
Thermen und Erholung
Nach einem Tag im Sattel gibt es kaum etwas Schöneres, als die müden Muskeln in wohlig warmem Thermalwasser zu entspannen. Das Südburgenland ist eine der Thermenregionen Österreichs schlechthin. Stegersbach beherbergt eine der größten Thermenlandschaften Europas, während Bad Tatzmannsdorf mit einer langen Kurtradition punktet.
Viele Radler planen ihre Touren bewusst so, dass sie am Nachmittag in einer der Thermen landen. Das Zusammenspiel aus Bewegung, Genuss und Entspannung ist hier fast schon Programm und macht das Hügelland zu einem idealen Ziel für alle, die Aktivurlaub und Wellness verbinden wollen.
Kastanien, Kürbis und Kulinarik
Die Edelkastanie, im Dialekt liebevoll Keschtn genannt, prägt das Landschaftsbild und die Küche. Im Herbst verwandeln sich ganze Dörfer in Kastanienfeste, bei denen geröstete Maroni, Kastanienbrot und sogar Kastanienlikör angeboten werden. Dazu kommt das grüne Gold der Region: das steirisch-burgenländische Kürbiskernöl, das über nahezu jeden Salat gegossen wird.
Land und Leute sind hier bodenständig, herzlich und mit einem trockenen Humor gesegnet. Kehr in einem Gasthaus ein, und du bekommst neben deftiger Hausmannskost meist gleich noch ein paar Geschichten aus dem Dorf serviert.
Wusstest du schon?
Der Uhudler war lange Zeit verboten und galt in Österreich zeitweise als illegal. Erst nach zähem Ringen wurde er offiziell rehabilitiert, heute ist er ein gefeiertes Aushängeschild der Region. Sein Name soll übrigens daher rühren, dass die Bauern nach dem Genuss angeblich dreinschauten wie ein Uhu.
Ein echter Geheimtipp ist die kleine Kellerstöckl-Kultur: Viele dieser winzigen Weinkeller kann man heute als romantische Unterkunft mieten, mitten in den Weinbergen und mit garantiert ruhiger Nacht.
Warum Radfahren hier zum Genuss wird
Genussradeln statt Kilometerhatz
Das Südburgenländische Hügelland ist nicht die Region für Rekordjäger, und genau das ist ihr größter Trumpf. Hier geht es nicht darum, möglichst schnell möglichst viele Höhenmeter zu vernichten, sondern darum, die Landschaft mit allen Sinnen aufzunehmen. Die gut ausgeschilderten Radwege führen dich vorbei an Weingärten, durch stille Wälder und über offene Hügelrücken mit weitem Blick.
Das Wegenetz ist erstaunlich vielfältig: asphaltierte Nebenstraßen mit wenig Verkehr, geschotterte Feldwege zwischen den Reben und ausgebaute Radrouten wie der Weinidylle-Radweg. Wer es entspannt mag, bleibt in den Tälern, wer die Herausforderung sucht, nimmt die Anstiege zu den Aussichtspunkten mit.
Ideal für E-Biker und Familien
Die sanften, aber stetigen Hügel sind wie geschaffen für E-Bikes. Der elektrische Rückenwind nimmt den Anstiegen den Schrecken und lässt dich mehr von der Region erleben, ohne am Abend völlig ausgelaugt zu sein. Ein dichtes Netz an Ladestationen bei Gasthäusern und Buschenschanken macht die Region besonders E-Bike-freundlich.
Auch Familien kommen auf ihre Kosten. Auf den flacheren Abschnitten entlang der Flüsse und in den Talregionen können Kinder sicher mitradeln, und die vielen Einkehrmöglichkeiten mit Kürbis-Pommes und Apfelsaft sorgen für Motivation. Kurze Etappen mit vielen Pausen sind hier das Erfolgsrezept.
Aussichtspunkte und Naturerlebnisse
Von den höher gelegenen Punkten der Region eröffnen sich Panoramen, die weit über die Grenzen hinausreichen. Bei guter Fernsicht siehst du die Silhouette der Alpen im Westen und die weite pannonische Tiefebene im Osten. Der Csaterberg bei Kohfidisch etwa ist ein beliebter Aussichtsort mit Weinbergen bis zum Horizont.
Die Naturparke der Region sind ein Paradies für alle, die zwischendurch das Rad abstellen und lauschen wollen. Streuobstwiesen, seltene Vogelarten und alte Baumbestände machen jede Tour zu einer kleinen naturkundlichen Entdeckungsreise. Der Wechsel aus Kultur- und Naturlandschaft hält die Fahrt immer abwechslungsreich.
Für welche Radfahrer geeignet
Das Hügelland spricht ein breites Publikum an. Genussradler und Weinliebhaber finden ihr Glück auf den kürzeren, kulinarisch gespickten Runden. Ambitionierte Tourenfahrer und Rennradler schätzen die welligen Straßen mit ihren stetigen Auf und Abs, die eine erstaunlich gute Trainingswirkung entfalten.
Mountainbiker kommen auf den Forst- und Feldwegen der Naturparke ebenfalls auf ihre Kosten, auch wenn die Region keine alpinen Trails bietet. Wer technisch Anspruchsvolles sucht, ist woanders besser aufgehoben. Wer aber eine harmonische Mischung aus Bewegung, Landschaft und Genuss will, wird hier verwöhnt.
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Die schönsten Radtouren im Südburgenland
Weinidylle-Radweg: Rund um Moschendorf und Heiligenbrunn
Diese klassische Genussrunde startet idealerweise im Weinmuseum Moschendorf und führt dich mitten hinein in das Herz der Weinidylle. Über sanfte Wellen rollst du in Richtung Heiligenbrunn, dessen denkmalgeschütztes Kellerviertel mit den strohgedeckten Kellern der optische Höhepunkt der Tour ist. Hier lohnt ein längerer Stopp, um durch die schmalen Gassen zu schlendern.
Die Strecke verläuft überwiegend auf verkehrsarmen Nebenstraßen und gut befahrbaren Radwegen entlang der Pinka und durch Weingärten. Immer wieder öffnen sich Ausblicke über die Rebenhänge bis hinüber nach Ungarn. Der Uhudler ist hier allgegenwärtig, und eine Einkehr in einer der zahlreichen Buschenschanken gehört fast schon zum Pflichtprogramm.
Mit rund 30 Kilometern und moderaten Anstiegen ist die Runde gut an einem halben Tag zu schaffen, ideal für Genussradler und E-Biker. Familien mit älteren Kindern kommen ebenfalls gut zurecht, sollten aber genügend Pausen einplanen.
Csaterberg-Runde bei Kohfidisch
Wer die Aussicht sucht, ist auf dieser Tour goldrichtig. Vom Ortszentrum Kohfidisch führt der Weg hinauf zum Csaterberg, einem der schönsten Weinberge des Südburgenlands. Der Anstieg fordert die Beine, doch oben wirst du mit einem herrlichen Panorama über das gesamte Hügelland belohnt.
Am Csaterberg reihen sich urige Kellerstöckl und kleine Weingüter aneinander. Die Atmosphäre ist ländlich und entspannt, hier lässt es sich wunderbar bei einem Glas Wein und regionalen Schmankerln verweilen. Danach geht es in einer schwungvollen Abfahrt zurück ins Tal, vorbei an Streuobstwiesen und kleinen Waldstücken.
Die Runde umfasst etwa 25 Kilometer und richtet sich an konditionell etwas geübtere Radler oder E-Biker. Der Anstieg ist der Preis für die Aussicht, aber jeder Höhenmeter lohnt sich. Ein Klassiker für alle, die Wein und Weitblick lieben.
Thermenrunde Stegersbach
Diese Tour verbindet Aktivität mit Erholung auf perfekte Weise. Ausgangspunkt ist Stegersbach mit seiner großen Thermenlandschaft. Von hier aus führt eine wellige Runde durch die umliegenden Hügeldörfer, vorbei an Weinbergen, Feldern und kleinen Waldstücken, bevor es zurück zur Therme geht.
Die Landschaft ist typisch südburgenländisch: sanfte Kuppen, freundliche Ortschaften und immer wieder Ausblicke über das grüne Hügelmeer. Zahlreiche Einkehrmöglichkeiten und Radrastplätze säumen den Weg, sodass du deine Pausen flexibel gestalten kannst.
Mit etwa 35 Kilometern ist die Tour für ambitionierte Genussradler und E-Biker gleichermaßen geeignet. Das Highlight kommt am Ende: ein entspannender Thermenbesuch, bei dem du die Kilometer aus den Beinen schwimmen kannst. Aktivurlaub und Wellness in seiner schönsten Form.
Pinkatal-Radweg von Oberwart nach Süden
Der Pinkatal-Radweg gehört zu den entspanntesten Routen der Region, da er dem Flusslauf der Pinka folgt und daher weitgehend flach verläuft. Ab Oberwart rollst du gemütlich durch das grüne Tal, vorbei an Wiesen, Auwäldern und beschaulichen Dörfern.
Der weiche, ruhige Charakter der Strecke macht sie ideal für Familien mit Kindern und für alle, die es gerne gemächlich angehen. Die Beschilderung ist gut, und die Wege verlaufen größtenteils abseits des Verkehrs. Zwischendurch laden Rastplätze am Fluss zum Verschnaufen ein.
Diese Tour lässt sich individuell verlängern oder verkürzen und mit anderen Radwegen kombinieren. Wer den ganzen Tag unterwegs sein möchte, kann bis nach Bad Tatzmannsdorf abbiegen und dort die Kuranlagen genießen. Eine ideale Einsteigertour für die ganze Familie.
Bad Tatzmannsdorf und das Kastanienland
Diese abwechslungsreiche Runde startet im Kurort Bad Tatzmannsdorf und führt dich durch die hügelige Landschaft rund um den Kurort. Besonders im Herbst ist die Tour ein Erlebnis, wenn die Edelkastanienhaine ihre stacheligen Früchte fallen lassen und die Wälder in warmen Farben leuchten.
Der Weg wechselt zwischen sanften Anstiegen und flotten Abfahrten, immer begleitet von weiten Ausblicken über das Hügelland. Unterwegs kommst du an kleinen Dörfern und Buschenschanken vorbei, in denen im Herbst geröstete Maroni und Kastanienspezialitäten serviert werden.
Mit rund 28 Kilometern ist die Runde gut für einen halben bis ganzen Tag geeignet. Sie richtet sich an Radler mit etwas Grundkondition und an E-Biker, die die kulinarischen Stopps voll auskosten wollen. Ein Muss für alle Genießer im Herbst.
Häufige Fragen
Ist das Südburgenland auch für Anfänger geeignet?
Absolut. Das Südburgenländische Hügelland bietet trotz seiner welligen Landschaft viele Strecken, die auch für Radeinsteiger gut machbar sind. Besonders die Flusstäler wie das Pinkatal verlaufen weitgehend flach und eignen sich hervorragend für erste Touren.
Wer sich bei den Anstiegen unsicher ist, greift einfach zum E-Bike, das die Hügel spielend meistert. Die gute Beschilderung, das dichte Netz an Einkehrmöglichkeiten und die überschaubaren Distanzen machen die Region sehr anfängerfreundlich. Fang mit einer kurzen Talrunde an und steigere dich, so wächst die Freude am Radeln ganz von selbst.
Kann ich hier gut mit dem E-Bike fahren?
Das Südburgenland ist geradezu für E-Bikes gemacht. Die sanften, aber stetigen Hügel verlieren mit elektrischer Unterstützung völlig ihren Schrecken, und du kannst deutlich mehr Landschaft an einem Tag erleben.
In der Region gibt es ein gut ausgebautes Netz an Ladestationen, viele davon direkt bei Gasthäusern, Thermen und Buschenschanken. Zahlreiche Verleihstationen bieten moderne E-Bikes an, falls du kein eigenes mitbringen möchtest. Gerade für gemischte Gruppen, in denen unterschiedliche Fitnesslevel aufeinandertreffen, ist das E-Bike die perfekte Lösung, damit alle gemeinsam unterwegs sein können.
Ist Radfahren mit Kindern hier möglich?
Ja, die Region ist sehr familienfreundlich. Besonders die flacheren Routen entlang der Flüsse eignen sich gut für Familien, da sie meist abseits des Verkehrs verlaufen und keine großen Steigungen aufweisen.
Wichtig ist, die Touren an das Alter und die Ausdauer der Kinder anzupassen. Kürzere Etappen mit vielen Pausen an Spielplätzen, Rastplätzen oder in kinderfreundlichen Gasthäusern funktionieren am besten. Die vielen kulinarischen Highlights wie Kürbis-Pommes oder frischer Apfelsaft sorgen zudem für zusätzliche Motivation. Mit einem Anhänger oder Kindersitz sind auch die ganz Kleinen gut dabei.
Darf mein Hund mit auf die Radtour?
Grundsätzlich spricht nichts dagegen, deinen Vierbeiner mitzunehmen, allerdings solltest du ein paar Dinge beachten. Bei längeren Touren ist es sinnvoll, den Hund im Fahrradanhänger oder in einem geeigneten Korb mitzunehmen, da er sonst die Distanzen und die Sommerhitze schnell nicht mehr mitmacht.
Die ländliche Region mit ihren ruhigen Wegen ist grundsätzlich sehr hundefreundlich. Achte darauf, in Naturparken und bei Weidevieh die Leinenpflicht einzuhalten. Nimm ausreichend Wasser mit, plane schattige Pausen ein und meide die heißesten Tagesstunden. Viele Gasthäuser heißen Hunde willkommen, sodass eine gemeinsame Einkehr meist kein Problem ist.
Wann ist die beste Zeit zum Radfahren im Südburgenland?
Die Radsaison reicht in der Regel von April bis Oktober. Das Frühjahr verzaubert mit blühenden Streuobstwiesen und frischem Grün, während die milden Temperaturen ideal zum Radeln sind.
Der Herbst gilt vielen als schönste Jahreszeit, denn dann leuchten die Weinberge in warmen Farben, die Kastanienfeste locken und die Buschenschanken haben Hochsaison. Der Sommer kann durch den pannonischen Einfluss recht heiß werden, weshalb sich hier frühe Morgen- oder Abendstunden anbieten. Kombiniere die Hitze einfach mit einem Thermenbesuch, dann wird auch der Sommer zum Genuss.
Wie anspruchsvoll sind die Touren wirklich?
Die Touren im Südburgenland bewegen sich meist im leichten bis mittleren Bereich. Es gibt keine hochalpinen Anstiege, aber die welligen Hügel sorgen für ein stetiges Auf und Ab, das nicht zu unterschätzen ist.
Für konditionell fitte Radler sind die Steigungen eine willkommene Herausforderung mit gutem Trainingseffekt. Weniger geübte Fahrer greifen zum E-Bike oder wählen die flacheren Talrouten. Insgesamt lässt sich der Schwierigkeitsgrad durch die Streckenwahl gut steuern, sodass für jedes Fitnesslevel die passende Runde dabei ist.
Gibt es genügend Einkehrmöglichkeiten unterwegs?
Definitiv, und das ist einer der großen Vorzüge der Region. Buschenschanken, Weingüter, Gasthäuser und Heurige säumen die Radwege in dichtem Abstand. Du wirst selten lange fahren müssen, bis dir die nächste Gelegenheit für eine Stärkung begegnet.
Regionale Spezialitäten wie Uhudler, Kürbiskernöl, Kastaniengerichte und deftige Hausmannskost sorgen für kulinarische Abwechslung. Viele Betriebe sind saisonal geöffnet, weshalb es sich lohnt, die Öffnungszeiten der Buschenschanken vorab zu prüfen. Gerade im Herbst hat die Region kulinarisch am meisten zu bieten.
Brauche ich ein spezielles Rad oder reicht ein normales Trekkingrad?
Für die meisten Touren im Südburgenland reicht ein solides Trekking- oder Tourenrad völlig aus. Die Radwege verlaufen überwiegend auf Asphalt und gut befahrbaren Schotterwegen, sodass keine speziellen Geländereifen nötig sind.
Wenn du die hügeligen Strecken bequem meistern möchtest, ist ein E-Bike eine hervorragende Wahl. Für die Feld- und Forstwege in den Naturparken eignet sich auch ein Gravelbike oder Mountainbike. Rennradfahrer finden auf den welligen Nebenstraßen ideales Terrain. Kurz gesagt: Für nahezu jeden Radtyp gibt es hier die passende Strecke.
Wie gut ist die Beschilderung der Radwege?
Die Radwege im Südburgenland sind größtenteils gut ausgeschildert. Beliebte Routen wie der Weinidylle-Radweg oder der Pinkatal-Radweg verfügen über durchgängige Markierungen, sodass du dich auch ohne GPS gut zurechtfindest.
Dennoch empfiehlt es sich, zusätzlich eine Radkarte oder eine Navigations-App zu nutzen, besonders wenn du eigene Routen kombinieren möchtest. Die Tourismusverbände bieten kostenloses Kartenmaterial und Tourenvorschläge an. Mit einer kleinen Vorbereitung findest du dich problemlos zurecht und kannst dich ganz auf den Genuss konzentrieren.
Kann ich Rad und Bahn kombinieren?
Ja, das ist gut möglich. Die Region ist über mehrere Bahnhöfe erreichbar, unter anderem in Oberwart und Umgebung. Viele Züge bieten Fahrradabteile an, sodass du bequem anreisen und die Tour flexibel gestalten kannst.
Gerade für Streckentouren, bei denen du nicht wieder zum Ausgangspunkt zurückkehren möchtest, ist die Kombination aus Rad und öffentlichem Verkehr praktisch. Informiere dich vorab über die aktuellen Verbindungen und die Fahrradmitnahme, da diese je nach Zugtyp variieren kann. So sparst du dir die Rückfahrt und kannst mehr Landschaft erkunden.
Was mache ich bei schlechtem Wetter?
Sollte das Wetter einmal nicht mitspielen, bietet das Südburgenland genug Alternativen für einen gelungenen Tag. Die Thermen in Stegersbach und Bad Tatzmannsdorf sind ideale Rückzugsorte an Regentagen und sorgen für Entspannung pur.
Auch Weingüter, Museen wie das Weinmuseum in Moschendorf oder gemütliche Buschenschanken laden zum Verweilen ein. Ein Regentag lässt sich hier wunderbar mit einer Weinverkostung oder einem ausgedehnten Mittagessen füllen. Und oft klart der Himmel im pannonischen Klima schneller wieder auf, als man denkt, sodass am Nachmittag doch noch eine kleine Runde möglich ist.
Gibt es geführte Radtouren in der Region?
Ja, verschiedene Anbieter und Tourismusverbände organisieren geführte Radtouren, oft mit thematischem Schwerpunkt wie Weingenuss oder Kulinarik. Diese Touren sind besonders für Gäste interessant, die die Region samt Geschichten und lokalen Geheimtipps kennenlernen möchten.
Ein einheimischer Guide kennt die schönsten Aussichtspunkte, die besten Buschenschanken und die ruhigsten Nebenwege. Zudem sind geführte Touren eine gute Gelegenheit, andere Radbegeisterte zu treffen. Erkundige dich bei den örtlichen Tourismusbüros nach aktuellen Angeboten und Terminen, häufig lassen sich auch individuelle Touren vereinbaren.