Radfahren rund um die St. Petersinsel & das Seeland: Wo Weinberge auf stilles Wasser treffen
Fahrrad • St. Petersinsel & Seeland

Radfahren rund um die St. Petersinsel & das Seeland: Wo Weinberge auf stilles Wasser treffen

Sanfte Rebhänge, spiegelglatte Seen und eine Insel voller Ruhe – Radfahren, das nach Sommer und Freiheit schmeckt.

Radeln am Bielersee & Seeland

Morgennebel liegt über dem Bielersee, während die ersten Sonnenstrahlen die Rebhänge des Seelands vergolden. Die St. Petersinsel ragt wie ein grüner Rücken aus dem Wasser, umspült von einem See, der so ruhig ist, dass sich die Wolken darin spiegeln. Genau hier, im Herzen des Schweizer Drei-Seen-Lands, beginnt eine der entspanntesten und zugleich abwechslungsreichsten Radregionen des Landes.

Das Seeland trägt seinen Beinamen "Gemüsegarten der Schweiz" zu Recht: Weite, fruchtbare Ebenen, durchzogen von schnurgeraden Kanälen, wechseln sich ab mit sanft gewellten Rebhängen am Jurasüdfuss. Zwischen Biel, Neuenburg und Murten spannt sich ein Netz aus flachen Radwegen, das Genussradler ebenso glücklich macht wie Familien mit Kindern. Wer es sportlicher mag, findet in den Höhen des Chasseral schnell Höhenmeter und weite Blicke über drei Seen.

Die St. Petersinsel selbst ist ein besonderes Kleinod. Genau genommen ist sie längst keine Insel mehr, sondern eine Halbinsel, seit die Juragewässerkorrektion den Wasserspiegel senkte. Ein schmaler Damm, der Heidenweg, führt heute zu Fuss oder mit dem Rad mitten durchs Schilf hinaus zu jenem Ort, an dem einst Jean-Jacques Rousseau Zuflucht und Seelenruhe fand.

Zwischen zweisprachiger Lebensart, Winzerdörfern wie Twann und Ligerz, dem Klang der Segelboote und dem Duft frisch geernteter Erdbeeren entsteht ein Radgefühl, das man nicht in Höhenmetern misst, sondern in Momenten. Hier fährst du nicht, um anzukommen – du fährst, um zu bleiben.

Topografie & Landschaft

Seenebene mit Rebhängen

Höhenlage

429 m Seespiegel bis 1607 m Chasseral

Geländecharakter

Asphalt, Feldwege, Uferwege

Infrastruktur

Sehr gut erschlossen, Schifffahrt

Beste Reisezeit

April bis Oktober

Navigation

Was dich rund um St. Petersinsel & Seeland erwartet

Die St. Petersinsel – Rückzugsort mit Geschichte

Die St. Petersinsel ist das poetische Herz der Region. Über den Heidenweg, einen schmalen Damm durchs Naturschutzgebiet, erreichst du sie vom Erlacher Ufer aus zu Fuss oder mit dem Rad. Rundherum wispert das Schilf, Haubentaucher tauchen ab, und über dem Wasser liegt eine Stille, die man in dieser dicht besiedelten Ecke der Schweiz kaum erwartet.

Berühmt wurde die Insel durch Jean-Jacques Rousseau, der 1765 einige Wochen im ehemaligen Klosterhaus verbrachte und diese Zeit als die glücklichste seines Lebens beschrieb. Sein Zimmer kann heute noch besichtigt werden. Wer dort auf einer Bank am Ufer sitzt und aufs Wasser blickt, versteht sofort, warum. Wusstest du schon, dass die "Insel" streng genommen gar keine mehr ist? Seit der Juragewässerkorrektion im 19. Jahrhundert ist sie über den Damm mit dem Festland verbunden.

Winzerdörfer am Jurasüdfuss

Zwischen Biel und Le Landeron reihen sich die Winzerdörfer Twann, Ligerz und La Neuveville wie an einer Perlenkette entlang des Nordufers. Enge Gassen, alte Steinhäuser und terrassierte Rebberge, die sich steil zum See hinunterziehen – hier wächst der bekannte Bielersee-Wein, allen voran der spritzige Chasselas.

In den Winzerstuben und kleinen Buvettes kannst du den Wein direkt beim Produzenten verkosten. Ein Geheimtipp ist die Fahrt entlang des alten Rebweges oberhalb von Ligerz, von wo aus sich der Blick über See und Insel öffnet. Land und Leute sind hier zweisprachig und herzlich: In Biel spricht man Deutsch und Französisch oft im selben Satz.

Der Gemüsegarten der Schweiz

Das Grosse Moos zwischen Bielersee und Murtensee ist die grösste zusammenhängende Gemüseanbaufläche der Schweiz. Auf trockengelegtem Moorboden gedeihen hier Salate, Zwiebeln, Karotten und Erdbeeren. Die schnurgeraden Feldwege und Kanäle prägen ein Landschaftsbild, das an die Niederlande erinnert – flach, weit und ideal zum Radeln.

Entlang der Wege findest du zahlreiche Hofläden und Selbstpflück-Felder. Im Frühsommer duftet es nach Erdbeeren, im Herbst nach frisch geerntetem Kürbis. Halte an, kauf ein Körbchen direkt vom Feld – frischer geht es kaum.

Drei Städte, drei Seen

Biel, Neuenburg und Murten bilden das kulturelle Dreieck der Region. Biel/Bienne ist die grösste zweisprachige Stadt der Schweiz und Uhrmacherhochburg. Die charmante Altstadt mit Brunnen und Arkaden lädt zum Bummeln ein.

Das mittelalterliche Murten mit seiner begehbaren Ringmauer und das französischsprachige Neuenburg mit Schloss und Stiftskirche runden das Bild ab. Zwischen den Seen verkehren im Sommer Kursschiffe – perfekt für eine Kombination aus Radeln und Schifffahrt.

Warum das Seeland ein Paradies für Radfahrende ist

Flach, entspannt und trotzdem abwechslungsreich

Das Seeland ist Radlerherz, was willst du mehr: Kilometerlange, nahezu ebene Wege führen durch Gemüsefelder, entlang der Kanäle und direkt am Seeufer. Wer entspanntes Genussradeln ohne Schweissausbrüche liebt, ist hier goldrichtig. Die Strecken sind bestens ausgeschildert und Teil des dichten SchweizMobil-Routennetzes.

Gleichzeitig bietet der Jurasüdfuss genügend Abwechslung: Wer will, klettert durch die Rebberge hinauf zum Chasseral und wird mit einem der schönsten Panoramen der Region belohnt. So findet vom Familienausflug bis zur ambitionierten Tagestour jede und jeder das passende Profil.

Perfekt für Familien und E-Bikes

Kaum eine Region eignet sich besser für Familien mit Kindern: Die flachen, autoarmen Wege durchs Grosse Moos sind sicher und gut befahrbar. Selbstpflück-Felder, Badestellen und Kursschiffe sorgen für willkommene Pausen, die auch kleinen Radlern Freude machen.

Für E-Bikes ist das Seeland ideal – Ladestationen finden sich in vielen Dörfern, und die kombinierte Fahrt mit dem Schiff über den See macht selbst grössere Runden entspannt machbar. Die Region gehört zu den am besten erschlossenen Velogebieten der Schweiz.

Aussichtspunkte und Naturerlebnisse

Die schönsten Ausblicke liegen am Jurasüdfuss. Vom Rebweg oberhalb von Ligerz und Twann blickst du über die St. Petersinsel bis zu den Alpen, die sich an klaren Tagen am Horizont auftürmen. Der Chasseral als höchster Punkt der Region belohnt mit einem Rundblick über alle drei Seen.

Am See selbst prägen Naturschutzgebiete das Bild: Das Schilfufer rund um die St. Petersinsel und die Fanel-Naturreservate am Neuenburgersee sind Rückzugsorte für unzählige Vogelarten. Ein Fernglas im Gepäck lohnt sich – hier lässt es sich zwischen zwei Etappen wunderbar Vögel beobachten.

Wegequalität und Beschilderung

Das Seeland ist Teil mehrerer nationaler und regionaler Veloland-Routen. Die Wege sind überwiegend asphaltiert oder gut verdichtet, die Beschilderung folgt dem einheitlichen SchweizMobil-System mit den charakteristischen roten Wegweisern und Routennummern.

Orientierung ist damit kinderleicht: Der bekannte Aare-Route und die regionalen Seeland-Rundwege führen dich zuverlässig ans Ziel. Auch wer ohne GPS unterwegs ist, verfährt sich hier kaum – und selbst wenn, landet man meist einfach am nächsten Seeufer, was selten die schlechteste Wahl ist.

Übernachten zwischen Rebhängen und Seeufer

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Die schönsten Radtouren im Seeland

Bielersee-Runde über die St. Petersinsel

Diese klassische Rundtour startet in Biel und führt zunächst am Südufer des Bielersees entlang durch das Grosse Moos Richtung Erlach. Von dort geht es über den historischen Heidenweg hinaus zur St. Petersinsel – ein Abstecher, den du dir nicht entgehen lassen solltest. Räder werden am Inselzugang meist geschoben, doch der Weg durchs Schilf ist ein Erlebnis für sich.

Nach der Inselvisite folgst du dem Nordufer über La Neuveville, Ligerz und Twann zurück nach Biel. Hier windet sich der Weg zwischen Rebhängen und Seeufer, vorbei an den charmanten Winzerdörfern. Eine Einkehr in einer Buvette mit einem Glas Chasselas gehört einfach dazu.

Die rund 40 Kilometer sind grösstenteils flach und auch für ungeübte Radler machbar. Wer mag, kürzt die Runde mit einer Fahrt auf dem Kursschiff ab – Velos werden an Bord gerne mitgenommen.

Drei-Seen-Tour: Bielersee, Neuenburgersee & Murtensee

Diese grosse Runde verbindet alle drei Seen des Drei-Seen-Lands und ist die Königsetappe für Genussradler mit etwas Ausdauer. Von Biel führt die Route durch das Grosse Moos nach Ins, weiter Richtung Murten mit seiner mittelalterlichen Ringmauer, und dann entlang des Broye-Kanals hinüber zum Neuenburgersee.

Der grösste Teil verläuft eben durch Gemüsefelder und entlang der schnurgeraden Kanäle, die das Seeland durchziehen. Bei La Sauge lohnt ein Halt am Naturzentrum, wo du im Fanel-Reservat seltene Vögel beobachten kannst.

Mit rund 70 Kilometern ist die Tour ideal als Tagesausflug für sportliche Radler oder als entspannte Zweitagestour mit Übernachtung in Murten oder Neuenburg. E-Biker meistern sie mühelos, und dank der Kursschiffe lässt sich jede Etappe flexibel abkürzen.

Rebberg-Panoramatour Twann–Ligerz

Wer Höhenmeter und weite Blicke sucht, fährt von Twann hinauf in die terrassierten Rebberge des Jurasüdfusses. Der Aufstieg fordert die Beine, doch mit jedem Meter öffnet sich der Blick weiter über den Bielersee und die St. Petersinsel.

Oberhalb von Ligerz erreichst du den Rebweg, einen Panoramapfad zwischen den Weinstöcken. Hier lohnt sich das Absteigen und Fotografieren – an klaren Tagen reicht der Blick bis zu den Berner Alpen. Zahlreiche Winzer bieten hier Direktverkauf und kleine Degustationen an.

Die Abfahrt zurück ans Seeufer ist der pure Genuss. Mit etwa 20 bis 25 Kilometern ist die Runde kurz, aber intensiv – ideal für einen Halbtag und für alle, die das Panorama mehr lieben als die reine Distanz.

Aare-Route: Von Biel Richtung Solothurn

Die nationale Aare-Route gehört zu den beliebtesten Velowegen der Schweiz. Von Biel aus folgst du dem Nidau-Büren-Kanal und später der Aare in Richtung Solothurn – eine wunderbar flache Etappe durch Auenlandschaften und vorbei an kleinen Flussdörfern.

Der Weg verläuft fast durchgehend abseits des Verkehrs, oft direkt am Wasser. Kingfisher-Fans und Naturliebhaber kommen entlang der renaturierten Aareabschnitte voll auf ihre Kosten. Immer wieder laden Badestellen und schattige Rastplätze zum Verweilen ein.

Bis Solothurn sind es rund 40 Kilometer, die Fahrt kann jederzeit an einem der Bahnhöfe abgekürzt werden. Perfekt für heisse Sommertage, an denen ein Sprung in die Aare zur Belohnung wird.

Grosses Moos Genussrunde ab Ins

Diese familienfreundliche Runde startet im Dorf Ins und führt durch das Herz des Grossen Mooses, den Gemüsegarten der Schweiz. Auf ebenen Feldwegen radelst du zwischen endlosen Salatfeldern, Erdbeerplantagen und den charakteristischen Entwässerungskanälen.

Highlights sind die zahlreichen Hofläden und Selbstpflück-Stationen entlang der Strecke. Im Frühsommer kannst du Erdbeeren direkt vom Feld pflücken, im Herbst gibt es Kürbisse in allen Formen. Die Weite der Landschaft und der freie Blick zum Jura machen diese Tour zu einem meditativen Erlebnis.

Mit rund 30 flachen Kilometern eignet sich die Runde hervorragend für Familien mit Kindern und für alle, die es gemütlich mögen. Verfahren ist hier praktisch unmöglich – und falls doch, findet man den Weg über die Kanäle schnell zurück.

Häufige Fragen

Ist die Region für Anfänger geeignet?

Absolut. Das Seeland gehört zu den einsteigerfreundlichsten Radregionen der Schweiz. Der grösste Teil der Wege verläuft flach durch die Ebene des Grossen Mooses oder direkt am Seeufer, sodass du kaum nennenswerte Steigungen bewältigen musst.

Die Wege sind gut ausgebaut, meist asphaltiert oder fest verdichtet und dank des SchweizMobil-Netzes hervorragend beschildert. Wer sich langsam steigern möchte, beginnt mit einer flachen Runde durchs Moos und wagt sich später an die Rebberge am Jurasüdfuss. So findet wirklich jeder eine passende Strecke.

Kann ich mit Kindern durch das Seeland radeln?

Ja, das Seeland ist geradezu ideal für Familien. Die autoarmen, flachen Feldwege durch das Grosse Moos sind sicher und übersichtlich, sodass auch jüngere Kinder gut mithalten können.

Unterwegs gibt es viele Gelegenheiten für Pausen: Selbstpflück-Erdbeerfelder, Badestellen am See und Spielplätze in den Dörfern sorgen für Abwechslung. Besonders spannend für Kinder ist die Kombination aus Radeln und einer Fahrt auf dem Kursschiff über den Bielersee. So bleibt der Ausflug auch für kleine Radler abwechslungsreich und motivierend.

Ist Radfahren mit Hund möglich?

Grundsätzlich ja, allerdings solltest du einige Dinge beachten. Auf den langen, flachen Strecken durchs Moos kann dein Hund gut nebenherlaufen, doch die Distanzen sollten der Kondition des Tieres angepasst sein.

In den Naturschutzgebieten rund um die St. Petersinsel und im Fanel-Reservat gilt Leinenpflicht, um die Vogelwelt nicht zu stören. An heissen Sommertagen bieten die Seeufer willkommene Abkühlung. Auf dem Heidenweg zur St. Petersinsel bewegst du dich durch ein sensibles Schilfgebiet – halte deinen Hund hier bitte an der Leine.

Wann ist die beste Reisezeit?

Die ideale Radsaison im Seeland reicht von April bis Oktober. Der Frühling verzaubert mit blühenden Obstbäumen und den ersten Erdbeeren, während der Sommer ganz im Zeichen von Badeseen und langen Radtagen steht.

Besonders schön ist der Herbst: Dann färben sich die Rebberge am Jurasüdfuss golden, die Ernte ist in vollem Gange und die Luft ist klar für weite Ausblicke. Da die Region relativ niedrig liegt, ist sie meist schneefrei und lässt sich sogar an milden Wintertagen befahren – dann allerdings mit deutlich ruhigerer Atmosphäre.

Eignet sich die Region für E-Bikes?

Sehr gut sogar. Das Seeland ist eine der am besten erschlossenen E-Bike-Regionen der Schweiz. In vielen Dörfern findest du Ladestationen, und die flachen Strecken schonen ohnehin den Akku.

Mit dem E-Bike werden auch grössere Runden wie die Drei-Seen-Tour bequem machbar, und die Anstiege in die Rebberge verlieren ihren Schrecken. Zahlreiche Verleihstationen in Biel, Murten und Neuenburg bieten moderne E-Bikes an. In Kombination mit den Kursschiffen lassen sich individuelle Touren flexibel gestalten.

Kann ich mein Velo im Kursschiff mitnehmen?

Ja, das ist eine der schönsten Besonderheiten der Region. Auf den Kursschiffen des Bielersees, Neuenburgersees und Murtensees können Velos gegen einen kleinen Aufpreis mitgenommen werden.

Das eröffnet wunderbare Möglichkeiten: Du radelst eine Strecke entlang des Ufers und lässt dich für die Rückfahrt gemütlich übers Wasser bringen. Gerade an heissen Tagen oder wenn die Beine müde werden, ist das eine willkommene Option. Achte in der Hauptsaison auf begrenzte Stellplätze und plane bei Gruppen etwas Vorlauf ein.

Wie schwierig ist die Auffahrt zum Chasseral?

Die Auffahrt zum Chasseral, dem höchsten Punkt der Region, ist eine sportliche Herausforderung und definitiv nichts für Gelegenheitsradler. Von den Seeufern aus überwindest du mehrere hundert Höhenmeter über kurvige Strassen durch Wald und Weiden.

Der Lohn ist ein spektakulärer Rundblick über alle drei Seen und bei klarer Sicht bis zu den Alpen. Ambitionierte Rennradfahrer und E-Biker schätzen diese Strecke besonders. Wer den Anstieg scheut, geniesst die Panoramen lieber vom Rebweg oberhalb von Ligerz, der deutlich weniger Kraft kostet.

Gibt es unterwegs genügend Einkehrmöglichkeiten?

Ja, die Region ist gut versorgt. In den Winzerdörfern Twann, Ligerz und La Neuveville locken zahlreiche Buvettes und Winzerstuben mit lokalem Wein und regionalen Spezialitäten.

Auch entlang der Seeufer und in den grösseren Orten wie Biel, Murten und Neuenburg findest du Restaurants, Cafés und Hofläden. Im Grossen Moos sind die Einkehrmöglichkeiten spärlicher gesät, dafür gibt es unzählige Hofläden mit frischem Gemüse und Früchten. Ein kleiner Snackvorrat im Gepäck schadet auf den längeren Etappen durch die Ebene nicht.

Wie erreiche ich die Region mit dem öffentlichen Verkehr?

Die Anreise ist denkbar einfach. Biel/Bienne ist ein wichtiger Bahnknotenpunkt und von Bern, Zürich und Basel schnell erreichbar. Auch Neuenburg und Murten verfügen über gute Bahnverbindungen.

Velos lassen sich in den Zügen der SBB unkompliziert mitnehmen, in vielen Regionalzügen sogar ohne Reservierung. Vor Ort ergänzen die Kursschiffe das Angebot ideal. So kannst du komplett autofrei anreisen und deine Radtour flexibel gestalten – ein grosser Pluspunkt der gut erschlossenen Schweizer Infrastruktur.

Kann man auf der St. Petersinsel übernachten?

Ja, auf der St. Petersinsel gibt es ein historisches Gasthaus im ehemaligen Klostergebäude, das auch Übernachtungen anbietet. Eine Nacht auf der Insel ist ein besonderes Erlebnis, denn sobald die Tagesgäste abgereist sind, kehrt eine fast magische Ruhe ein.

Wer den Sonnenuntergang über dem Wasser und den Sternenhimmel abseits der Lichter geniessen möchte, sollte frühzeitig reservieren, denn die Plätze sind begehrt. Alternativ bieten die umliegenden Orte wie Erlach, La Neuveville und Biel eine gute Auswahl an Hotels und Gasthöfen.

Muss ich auf der Insel absteigen?

Auf dem Heidenweg, dem Zugangsdamm zur St. Petersinsel, gilt in Teilbereichen ein Fahrverbot für Velos, um Fussgänger und die Natur zu schützen. Meist wird das Rad hier geschoben.

Auch auf der Insel selbst bewegst du dich am besten zu Fuss, denn die Wege sind schmal und stark frequentiert. Es empfiehlt sich, das Velo am Inselzugang oder in Erlach abzustellen und den Rundgang über die Insel zu Fuss zu geniessen. So kommst du der Ruhe, die schon Rousseau so schätzte, am nächsten.

Wo kann ich Velos oder E-Bikes mieten?

In den grösseren Städten Biel, Murten und Neuenburg findest du zahlreiche Verleihstationen, darunter auch das nationale Rent-a-Bike-Angebot an vielen Bahnhöfen. Dort kannst du City-Bikes, Tourenräder und moderne E-Bikes ausleihen.

Praktisch ist die Möglichkeit, das Velo an einer Station zu mieten und an einer anderen zurückzugeben, sodass sich Einwegtouren gut planen lassen. In der Hauptsaison empfiehlt sich eine Vorreservierung, besonders für E-Bikes, die stark nachgefragt sind. Viele Hotels bieten ihren Gästen ebenfalls Leihräder an.

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