Radfahren im Naturpark Fanes-Sennes-Prags: Sagenhafte Dolomiten-Runden zwischen Almen und smaragdgrünen Seen
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Radfahren im Naturpark Fanes-Sennes-Prags: Sagenhafte Dolomiten-Runden zwischen Almen und smaragdgrünen Seen

Smaragdgrüne Seen, weite Almhochebenen und Dolomitenzinnen – hier wird jede Radtour zum Sagenkapitel. Steig auf und lass dich verzaubern.

Radeln im Naturpark Fanes-Sennes-Prags

Wo das Wasser des Pragser Wildsees an manchen Morgenstunden aussieht, als hätte jemand flüssige Smaragde in ein Felsenbecken gegossen, beginnt eines der schönsten Radabenteuer Südtirols. Der Naturpark Fanes-Sennes-Prags ist mit fast 26.000 Hektar einer der größten Schutzgebiete der Dolomiten und eine Landschaft, die selbst erfahrene Radler ins Staunen bringt. Hier reihen sich weite Almhochebenen, bleiche Felszinnen und tiefgrüne Wälder aneinander, als hätte die Natur beschlossen, alle ihre besten Ideen auf einen Fleck zu packen.

Für Radbegeisterte ist das ein Spielplatz mit Charakter. Die tief eingeschnittenen Täler wie das Rautal oder das Gadertal führen dich sanft in Höhe, während die legendären Almen von Fanes und Sennes für Mountainbiker und E-Biker echte Sehnsuchtsziele sind. Zwischen Blumenwiesen, klaren Bächen und den charakteristischen Karrenfeldern fühlt man sich wie in einer Landschaft aus alten Ladinersagen – und tatsächlich ranken sich um Fanes uralte Legenden vom versunkenen Königreich.

Was diese Region so besonders macht, ist die Mischung: Du kannst gemütlich am Talradweg entlangrollen, ein cremiges Eis in Niederdorf schlecken und am Nachmittag trotzdem auf einer Almhochebene stehen, wo die Luft nach Latschenkiefern duftet. Familien finden hier flache, sichere Wege, ambitionierte Biker knacken lange Höhenmeter, und Genussradler lassen sich einfach von der Kulisse tragen.

Und dann sind da die Momente, die kein Fotofilter einfangen kann: die erste Sonne, die über die Seekofel-Wand kriecht, das Klingeln der Kuhglocken auf der Sennesalm, der Duft von Kaiserschmarrn aus einer Hütte, deren Namen du dir nicht merken kannst, aber deren Geschmack du nie vergisst. Willkommen im Naturpark Fanes-Sennes-Prags – schnall den Helm fest, hier wird jeder Tritt zum Erlebnis.

Topografie & Landschaft

Almhochebenen und Dolomitentäler

Höhenlage

1.000 bis über 2.800 m (Hohe Gaisl)

Geländecharakter

Asphaltradwege, Schotter- und Almwege

Infrastruktur

Sehr gut ausgebaut, Verleih vorhanden

Beste Reisezeit

Ende Mai bis Anfang Oktober

Navigation

Höhepunkte zwischen Pragser Wildsee, Fanesalm und Sennesplateau

Der Pragser Wildsee – das Juwel im Naturpark

Kein Ort im Naturpark ist so berühmt wie der Pragser Wildsee, und das aus gutem Grund. Eingebettet zwischen dichten Wäldern und der mächtigen Seekofelwand liegt das smaragdgrüne Wasser wie ein Spiegel, in dem sich die Dolomiten verdoppeln. Wer früh am Morgen mit dem Rad ins Pragser Tal rollt, bevor die Reisebusse eintreffen, erlebt einen Zauber, den Postkarten nicht einfangen können – Nebelschwaden über dem Wasser, absolute Stille, nur das Knirschen der eigenen Reifen.

Rund um den See selbst herrscht Fahrverbot und teils Zufahrtsbeschränkung, aber die Anfahrt durch das Rautal ist ein Genuss. Wusstest du schon? Der See diente als Kulisse für die beliebte Fernsehserie Un passo dal cielo, was ihn endgültig zum Instagram-Star machte. Am besten kombinierst du den Besuch mit einem frühen Start – so bleibt der Trubel unter dir und du hast das Wasser fast für dich.

Almhochebenen von Fanes und Sennes

Herzstück des Naturparks sind die weiten Almhochebenen von Fanes und Sennes. Hier oben, auf über 2.000 Metern, öffnet sich eine Landschaft, die man in den Dolomiten selten so weitläufig findet: sanfte Wiesen, Karstfelder, klare Quellen und dazwischen urige Hütten wie die Fanesalm oder die Sennesalm. Für Mountainbiker und E-Biker sind diese Plateaus die große Belohnung nach dem Anstieg.

Die Ladiner erzählen von einem sagenhaften Königreich Fanes, das einst hier oben lag. Ob wahr oder nicht – die mystische Stimmung, wenn Nebel über die Karrenfelder zieht, macht die Legende jedenfalls sehr glaubwürdig. Kehr in einer der Almhütten ein, probiere frischen Almkäse und lass die Beine baumeln, während die Murmeltiere pfeifen.

Kulinarik zwischen Knödel und Kaiserschmarrn

Radfahren macht hungrig, und der Naturpark liefert. Die Küche hier ist herrlich ehrlich: Speckknödel, Schlutzkrapfen, Gerstsuppe und natürlich der berühmte Kaiserschmarrn mit Preiselbeeren. In den Talorten Niederdorf, Prags und Enneberg findest du Bäckereien mit frischem Schüttelbrot und Cafés, in denen ein Cappuccino nach der Tour einfach besser schmeckt.

Ein Geheimtipp: Viele Almhütten bieten hausgemachte Buttermilch und selbst gebrannte Schnäpse – letztere natürlich erst nach der Abfahrt genießen. Die Kombination aus alpiner und ladinisch-italienischer Küche macht die Region kulinarisch besonders vielseitig, hier trifft Tiroler Deftigkeit auf mediterrane Leichtigkeit.

Land, Leute und ladinische Kultur

Der Naturpark liegt an der Grenze zwischen dem deutschsprachigen Pustertal und dem ladinischen Gadertal. Diese kulturelle Mischung spürst du überall: an dreisprachigen Ortsschildern, an den Trachten bei Festen und in der herzlichen, aber unaufdringlichen Gastfreundschaft der Bergbauern.

Wusstest du schon? Ladinisch ist eine der ältesten romanischen Sprachen und wird nur von wenigen Zehntausend Menschen in den Dolomitentälern gesprochen. Wer mit offenen Ohren durch die Dörfer radelt, hört diese melodische Sprache und bekommt ein Gefühl für die tiefe Verwurzelung der Menschen mit ihrer Bergheimat.

Warum Radfahren im Fanes-Sennes-Prags so besonders ist

Vielfalt für jedes Radlerherz

Was das Radfahren im Naturpark Fanes-Sennes-Prags so besonders macht, ist die enorme Bandbreite. Im Tal rollst du auf komfortablen, gut ausgebauten Radwegen wie dem Pustertaler Radweg dahin – flach, familienfreundlich und mit ständigem Dolomitenblick. Sobald du aber Richtung Almen abbiegst, wartet echtes Bergabenteuer mit ordentlichen Höhenmetern und Schotterpassagen.

Diese Kombination bedeutet: Hier findet jeder seinen Weg. Genussradler bleiben im Tal und pendeln zwischen Dörfern und Seen, ambitionierte Mountainbiker und E-Biker erobern die Hochebenen, und Familien haben mit den Talradwegen sichere, autofreie Strecken vor der Nase. Selten liegen entspanntes Rollen und alpine Herausforderung so nah beieinander.

Wegequalität und E-Bike-Paradies

Die Infrastruktur im Pustertal gehört zu den besten in den Alpen. Der asphaltierte Pustertaler Radweg ist bestens beschildert, verfügt über Rastplätze und Einkehrmöglichkeiten und lässt sich dank der Bahnlinie mit Radmitnahme flexibel gestalten. Für die Bergtouren sind die Forst- und Almwege überwiegend gut befahrbar, aber verlangen mit ihren Schotter- und Steigungspassagen etwas Kondition.

Gerade die E-Bike-Entwicklung hat der Region einen echten Schub gegeben. Wer sich früher nicht auf die Fanes- oder Sennesalm getraut hätte, schafft die Höhenmeter heute mit elektrischer Unterstützung entspannt. Verleihstationen in Niederdorf, Toblach und im Gadertal machen den Einstieg einfach, und viele Hotels bieten Ladestationen sowie geführte E-Bike-Touren an.

Naturerlebnis und Aussichtspunkte

Ein Radausflug im Naturpark ist immer auch ein Naturerlebnis. Zwischen Fichtenwäldern, Bergwiesen voller Enzian und Almrausch sowie den bleichen Felstürmen erlebst du die Dolomiten in ihrer ganzen Pracht. Immer wieder eröffnen sich Panoramen, die zum Anhalten zwingen – etwa der Blick auf die Seekofelwand oder über das weite Sennesplateau.

Wusstest du schon? Die Dolomiten sind seit 2009 UNESCO-Welterbe, und der Naturpark Fanes-Sennes-Prags gehört zu diesem geschützten Ensemble. Das bedeutet nicht nur atemberaubende Kulissen, sondern auch strenge Regeln, die die Natur bewahren. Als Radler bist du hier Gast in einem außergewöhnlichen Ökosystem – Rücksicht auf Wanderer, Wild und Weidevieh gehört einfach dazu.

Für wen sich die Region lohnt

Ob du zum ersten Mal ernsthaft im Sattel sitzt oder ambitionierter Marathon-Biker bist – der Naturpark hat für jeden das passende Terrain. Familien mit Kindern lieben die flachen Talwege und die Möglichkeit, Etappen per Bahn abzukürzen. Genussradler genießen kurze Runden mit langen Einkehrpausen.

Sportliche Fahrer finden auf den Auffahrten zu den Almen und angrenzenden Pässen echte Herausforderungen und Höhenmeter satt. Und wer einfach nur die Seele baumeln lassen will, rollt zu einem der Bergseen, breitet ein Handtuch aus und lauscht dem Wind in den Latschen. Genau diese Vielseitigkeit macht die Region so wertvoll.

Fahrradfreundliche Unterkünfte rund um den Naturpark Fanes-Sennes-Prags

Die schönsten Radtouren im Naturpark Fanes-Sennes-Prags

Talrunde entlang des Pustertaler Radwegs: Niederdorf – Toblach – Innichen

Diese entspannte Genussrunde ist der perfekte Einstieg in die Region und ideal für Familien. Du startest im hübschen Kurort Niederdorf und folgst dem bestens ausgebauten und beschilderten Pustertaler Radweg in Richtung Osten. Der Weg verläuft weitgehend flach und autofrei entlang der Drau, vorbei an Wiesen, kleinen Dörfern und mit ständigem Blick auf die umliegenden Dolomitengipfel.

In Toblach lohnt ein Stopp am historischen Bahnhof und im Ortszentrum, bevor es weiter nach Innichen geht, dessen romanische Stiftskirche zu den bedeutendsten Sakralbauten Südtirols zählt. Unterwegs findest du zahlreiche Einkehrmöglichkeiten, Eisdielen und Rastplätze. Die rund 20 Kilometer lassen sich bequem an einem halben Tag bewältigen, und dank der Bahnlinie mit Radmitnahme kannst du die Rückfahrt jederzeit entspannt gestalten.

Diese Tour eignet sich hervorragend für Genussradler, Familien mit Kindern und alle, die die Region ohne große Anstrengung kennenlernen wollen. Der weiche Rollwiderstand des Asphalts und die geringe Steigung machen sie zum Klassiker.

Auffahrt zum Pragser Wildsee durch das Rautal

Diese Tour führt dich zu einem der berühmtesten Fotomotive der Alpen. Von Niederdorf oder dem Ortsteil Schmieden aus radelst du durch das idyllische Rautal (Prags) sanft, aber stetig bergauf. Die Straße windet sich durch Wälder und an Bergbächen entlang, bis sich schließlich der smaragdgrüne Pragser Wildsee vor dir öffnet.

Wichtig: Wegen des großen Andrangs gelten im Sommer Zufahrtsbeschränkungen für Autos, was die Anfahrt mit dem Rad umso reizvoller macht. Starte am besten früh am Morgen, dann hast du das spektakuläre Wasser mit der Seekofelwand im Hintergrund fast für dich allein. Die rund 12 Kilometer mit etwa 350 Höhenmetern sind mit normalem Rad machbar, mit E-Bike ein Genuss.

Am See angekommen, lohnt eine Pause am historischen Seehotel und ein Spaziergang am Ufer. Die Tour ist ideal für sportlich ambitionierte Genussradler und E-Biker, die ein klares Ziel mit großer Belohnung suchen.

Mountainbike-Tour zur Fanesalm

Für erfahrene Mountainbiker und kräftige E-Biker ist die Auffahrt zur Fanesalm ein echtes Highlight. Ausgangspunkt ist St. Vigil in Enneberg im Gadertal. Von dort führt der Weg durch das Rautal (Rautal bei St. Vigil) und über Forststraßen stetig bergauf in Richtung des weiten Fanesplateaus auf über 2.000 Metern Höhe.

Die Strecke verlangt Kondition, denn es gilt einige Höhenmeter auf teils grobem Schotter zu bewältigen. Belohnt wirst du mit einer der eindrucksvollsten Almhochebenen der Dolomiten. Die Fanesalm mit ihren Hütten ist der perfekte Ort für eine Rast mit Almkäse und Kaiserschmarrn, umrahmt von bleichen Felszinnen und dem sagenumwobenen Ambiente des Fanes-Reiches.

Die Rückfahrt erfolgt auf gleicher Route oder über Varianten Richtung Pederü. Diese Tour ist nichts für Anfänger, aber für geübte Biker ein unvergessliches Bergerlebnis mit langer Abfahrt und großem Panorama.

Von Pederü zur Sennesalm

Diese anspruchsvolle Tour beginnt in Pederü, dem Talschluss oberhalb von St. Vigil, der über eine Mautstraße erreichbar ist und als klassischer Ausgangspunkt für Touren ins Herz des Naturparks gilt. Von hier geht es auf gut befahrbarem Almweg steil hinauf zur Sennesalm auf dem weiten Sennesplateau.

Der Anstieg ist knackig und fordert Beine und Lunge, doch oben erwartet dich eine Hochebene von seltener Weite und Ruhe. Rund um die Sennesalm grasen Kühe, Murmeltiere pfeifen, und der Blick reicht weit über Karstfelder bis zu den umliegenden Gipfeln. Die urige Sennesalm-Hütte lädt zur Einkehr ein.

Wer mag, verbindet die Tour mit einem Abstecher zur Fodara-Vedla-Alm, einem der stimmungsvollsten Almdörfer der Dolomiten. Diese Runde ist ein Traum für konditionsstarke Mountainbiker und E-Biker, die abseits des Trubels echte Bergstille suchen.

Genussrunde Toblacher See und Höhlensteintal

Diese landschaftlich spektakuläre und dennoch gut machbare Tour startet am Toblacher See, einem ruhigen Bergsee am Eingang zum Höhlensteintal. Von hier folgst du dem ehemaligen Bahntrassen-Radweg der stillgelegten Dolomitenbahn in Richtung Cortina d Ampezzo.

Der Weg verläuft leicht abfallend durch das eindrucksvolle Höhlensteintal, flankiert von den mächtigen Wänden der Cristallo- und Drei-Zinnen-Gruppe. Der Dürrensee bietet ein sagenhaftes Spiegelbild der Berge und gehört zu den fotogensten Punkten der Tour. Die alte Bahntrasse macht das Radeln komfortabel und familientauglich.

Nach dem Genuss der Landschaft kannst du auf gleicher Route zurückrollen oder in Cortina einkehren. Diese Tour verbindet mühelosen Fahrspaß mit großem Dolomitenkino und ist damit ideal für Familien und Genussradler, die viel Panorama bei wenig Anstrengung suchen.

Häufige Fragen

Ist der Naturpark Fanes-Sennes-Prags zum Radfahren mit Kindern geeignet?

Ja, die Region ist für Familien mit Kindern hervorragend geeignet, sofern du die passenden Strecken wählst. Der Pustertaler Radweg im Tal ist flach, überwiegend autofrei und bestens beschildert, sodass auch jüngere Kinder sicher mitradeln können.

Besonders praktisch ist die Bahnlinie im Pustertal mit Radmitnahme: Wird eine Etappe zu lang, steigt ihr einfach in den Zug und fahrt zurück. Für die höher gelegenen Almtouren empfehlen wir Kinder ab dem Teenageralter oder E-Bikes für die Eltern. Talrunden wie am Toblacher See sind ideale Einstiege für die ganze Familie.

Kann ich meinen Hund beim Radfahren mitnehmen?

Grundsätzlich ist das Radfahren mit Hund im Tal möglich, allerdings solltest du einige Dinge beachten. Auf den flachen Talradwegen kann ein gut trainierter Hund neben dem Rad herlaufen, achte aber auf ausreichend Pausen, Wasser und die Temperaturen im Sommer.

Im Naturpark selbst gelten Schutzbestimmungen: Hunde müssen an der Leine geführt werden, um Wild und Weidevieh nicht zu stören. Auf den Almhochebenen mit Kühen ist besondere Vorsicht geboten, da Mutterkühe empfindlich reagieren. Informiere dich vor Ort über aktuelle Regelungen und plane hundefreundliche Etappen im Tal.

Brauche ich ein E-Bike oder reicht ein normales Fahrrad?

Das hängt ganz von deinem Vorhaben ab. Für die Talrunden entlang des Pustertaler Radwegs reicht ein normales Trekking- oder Citybike völlig aus, da diese Strecken flach und komfortabel sind.

Möchtest du die Almen von Fanes oder Sennes erreichen, sind ordentliche Höhenmeter und Schotterpassagen zu bewältigen. Hier erleichtert ein E-Mountainbike die Sache erheblich und macht die Bergtouren auch für weniger Trainierte zum Genuss. Ambitionierte Sportler schaffen die Anstiege natürlich auch mit dem klassischen Mountainbike. Verleihstationen in Niederdorf, Toblach und im Gadertal bieten beide Varianten an.

Wo kann ich Fahrräder oder E-Bikes ausleihen?

In den Talorten wie Niederdorf, Toblach, Innichen und St. Vigil in Enneberg findest du zahlreiche Verleihstationen und Sportgeschäfte, die Trekkingräder, Mountainbikes und E-Bikes vermieten. Viele bieten auch Helme, Kindersitze und Zubehör an.

Zusätzlich stellen viele Hotels und Unterkünfte ihren Gästen Räder zur Verfügung oder arbeiten mit Verleihern zusammen. Es empfiehlt sich, gerade in der Hochsaison im Juli und August vorab zu reservieren, da beliebte E-Bike-Modelle schnell ausgebucht sind. Frag am besten direkt bei deiner Unterkunft nach den Möglichkeiten.

Wann ist die beste Reisezeit zum Radfahren?

Die ideale Zeit für Radtouren im Naturpark liegt zwischen Ende Mai und Anfang Oktober. Im Frühsommer blühen die Bergwiesen, die Almen öffnen ihre Hütten und das Wetter ist meist stabil.

Der Hochsommer im Juli und August bietet warme Temperaturen und alle Hütten geöffnet, ist aber auch die betriebsamste Zeit, besonders am Pragser Wildsee. Der September ist ein Geheimtipp: Die Luft ist klar, die Landschaft färbt sich langsam herbstlich und es ist deutlich ruhiger. Für die hochgelegenen Almtouren solltest du beachten, dass diese je nach Schneelage erst ab Juni gut befahrbar sind.

Wie fit muss ich für die Bergtouren sein?

Für die Talrunden brauchst du keine besondere Kondition, hier zählt vor allem der Genuss. Wer jedoch die Almhochebenen von Fanes oder Sennes erreichen möchte, sollte eine gewisse Grundfitness mitbringen.

Die Auffahrten überwinden mehrere hundert Höhenmeter auf teils steilen Schotterwegen. Mit einem E-Bike lassen sich diese Anstiege deutlich entspannter bewältigen, sodass auch weniger Trainierte in den Genuss der Hochebenen kommen. Plane genügend Zeit und Pausen ein, gönn dir eine Hütteneinkehr und unterschätze die Höhenlage über 2.000 Metern nicht, in der die Kondition schneller nachlässt.

Kann ich mit der Bahn anreisen und das Rad mitnehmen?

Ja, das Pustertal ist hervorragend an das Bahnnetz angebunden. Die Pustertalbahn verbindet die Orte von Franzensfeste bis Innichen und weiter Richtung Lienz, mit modernen Zügen und guter Radmitnahme-Möglichkeit.

Das macht die Region besonders flexibel: Du kannst eine Etappe fahren und mit dem Zug bequem zurückkehren, ohne dieselbe Strecke zweimal radeln zu müssen. Für die Radmitnahme lohnt sich in der Hochsaison eine frühzeitige Reservierung, da die Kapazitäten begrenzt sind. Die Kombination aus Bahn und Rad gehört zu den entspanntesten Arten, das Pustertal zu erkunden.

Gibt es geführte Radtouren im Naturpark?

Ja, in der Region werden zahlreiche geführte Touren angeboten, sowohl für Mountainbiker als auch für E-Biker und Genussradler. Lokale Guides kennen die schönsten Routen, die besten Einkehrmöglichkeiten und die aktuellen Wegverhältnisse.

Viele Hotels, Tourismusvereine und Bikeschulen organisieren regelmäßig Ausfahrten mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Das ist ideal, wenn du die Region zum ersten Mal besuchst, technisches Können verbessern möchtest oder einfach in Gesellschaft fahren willst. Frag bei den Tourismusbüros in Niederdorf, Toblach oder St. Vigil nach dem aktuellen Programm.

Sind die Almwege für Rennräder geeignet?

Für Rennradfahrer eignen sich vor allem die asphaltierten Straßen im Tal und die Auffahrten zu Zielen wie dem Pragser Wildsee, die auf befestigten Straßen verlaufen. Auch die umliegenden Dolomitenpässe sind bei Rennradlern beliebt.

Die eigentlichen Almhochebenen von Fanes und Sennes sind jedoch über Schotter- und Forstwege erreichbar und damit nichts für schmale Rennradreifen. Wer die Bergerlebnisse im Naturpark selbst sucht, greift besser zum Mountainbike oder Gravelbike. Für Rennradtouren bietet die weitere Umgebung des Pustertals und Gadertals aber traumhafte Passstraßen mit Dolomitenpanorama.

Muss ich für die Zufahrt zum Pragser Wildsee etwas beachten?

Ja, wegen des enormen Besucherandrangs gelten am Pragser Wildsee im Sommer strenge Zufahrtsbeschränkungen für Autos, meist von Mitte Juli bis Mitte September zu bestimmten Tageszeiten. Für Radfahrer ist das ein Vorteil, denn ihr könnt die Anfahrt durch das Rautal in aller Ruhe genießen.

Wir empfehlen dennoch einen frühen Start am Morgen, da der See als eines der berühmtesten Motive der Alpen sehr beliebt ist. So erlebst du die spiegelglatte Wasseroberfläche und die Morgenstimmung, bevor der Tagestrubel einsetzt. Informiere dich vor Ort über die aktuellen Regelungen, die je nach Saison variieren können.

Wo kann ich unterwegs einkehren?

Einkehrmöglichkeiten gibt es reichlich, sowohl im Tal als auch in den Bergen. In den Dörfern Niederdorf, Toblach, Innichen, Prags und St. Vigil findest du Gasthöfe, Cafés, Bäckereien und Eisdielen für die schnelle Stärkung.

In den Bergen laden urige Almhütten wie die Fanesalm, die Sennesalm oder die Fodara-Vedla-Alm zur Rast ein. Hier bekommst du typische Südtiroler und ladinische Spezialitäten wie Speckknödel, Schlutzkrapfen und Kaiserschmarrn. Beachte, dass die Hütten meist nur in der Sommersaison geöffnet sind und Bargeld nicht überall selbstverständlich ist, kleinere Beträge in bar mitzunehmen schadet nie.

Wie sicher sind die Radwege im Naturpark?

Die Talradwege wie der Pustertaler Radweg gehören zu den sichersten in den Alpen, da sie weitgehend autofrei, gut ausgeschildert und in gepflegtem Zustand sind. Auch für ungeübte Fahrer und Kinder sind sie problemlos befahrbar.

Auf den Bergtouren im Naturpark solltest du dagegen mehr Erfahrung mitbringen, da Schotterpassagen, steile Abschnitte und Begegnungen mit Wanderern und Weidevieh vorkommen. Fahre stets vorausschauend, halte gebührend Abstand zu Fußgängern und passe dein Tempo an. Ein Helm ist selbstverständlich, ebenso wie das Mitführen von Wasser, Werkzeug und passender Kleidung, da das Bergwetter schnell umschlagen kann.

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