Mit dem Rad durch den Nationalpark Hohe Tauern Salzburg – Wo Gletscher, Wasserfälle und Bergluft dich begleiten
Fahrrad • Nationalpark Hohe Tauern Salzburg

Mit dem Rad durch den Nationalpark Hohe Tauern Salzburg – Wo Gletscher, Wasserfälle und Bergluft dich begleiten

Gletscherblick, Wasserfallrauschen und kilometerlange Radwege – hier wird jede Tour zum kleinen Abenteuer.

Radfahren im Nationalpark Hohe Tauern

Es gibt Regionen, in denen man einfach nur fährt – und es gibt den Nationalpark Hohe Tauern. Hier trittst du in die Pedale und spürst mit jedem Meter, wie sich die Welt verändert: von saftigen Talwiesen im Salzachtal hinauf zu vergletscherten Dreitausendern, vorbei an tosenden Wasserfällen und über Radwege, die sich wie Bänder durch die imposanteste Bergkulisse Österreichs schlängeln.

Der Salzburger Teil des größten Nationalparks der Alpen ist ein Paradies für alle, die das Radfahren lieben – egal ob mit dem gemütlichen Tourenrad, dem Gravelbike oder dem E-Bike, das die letzten Höhenmeter ein bisschen erträglicher macht. Rund um das Nationalparkzentrum in Mittersill, im Ober- und Untersulzbachtal oder entlang des Tauernradwegs entfaltet sich eine Landschaft, die einen immer wieder zum Stehenbleiben zwingt. Nicht, weil die Steigung so gemein ist (auch das kommt vor), sondern weil man den Blick auf den Großvenediger oder die Krimmler Wasserfälle einfach nicht ignorieren kann.

Was diese Region so besonders macht, ist die Mischung aus purer Wildnis und gut ausgebauter Infrastruktur. Du kannst morgens gemütlich am Fluss entlangrollen, mittags in einer urigen Almhütte einen Kaiserschmarrn verdrücken und nachmittags Murmeltiere pfeifen hören, während vor dir ein Gletscher in der Sonne glitzert. Hier ist das Radfahren kein sportlicher Selbstzweck, sondern eine Einladung, langsamer zu werden und die Natur wirklich zu erleben.

Ob Familienausflug im Tal oder ambitionierte Passüberquerung über die legendäre Großglockner Hochalpenstraße – im Nationalpark Hohe Tauern findet jede und jeder die passende Route. Und das Beste: Die Bergluft schmeckt hier oben tatsächlich anders. Pack also dein Rad, fülle die Trinkflasche und lass dich von einer der eindrucksvollsten Alpenregionen Europas verzaubern.

Topografie & Landschaft

Alpine Hochgebirgstäler

Höhenlage

800 bis 3.657 m (Großvenediger)

Geländecharakter

Asphaltradwege, Schotter, Forststraßen

Infrastruktur

Sehr gut ausgebaut, Verleih vorhanden

Beste Reisezeit

Mai bis Oktober

Navigation

Was den Salzburger Anteil der Hohen Tauern so besonders macht

Die Krimmler Wasserfälle – Naturgewalt zum Anfassen

Wenn du im Nationalpark Hohe Tauern unterwegs bist, kommst du an den Krimmler Wasserfällen kaum vorbei – und das ist auch gut so. Mit einer Fallhöhe von 385 Metern gehören sie zu den höchsten Wasserfällen Europas und donnern mit einer Wucht ins Tal, die man förmlich im Bauch spürt. Der feine Sprühnebel, der über den Wegen liegt, soll sogar heilsam für die Atemwege sein – ein natürliches Wellnessprogramm inklusive Gänsehaut.

Für Radfahrer ist Krimml gleich in doppelter Hinsicht interessant: Der Ort markiert das obere Ende des Salzachtals und ist ein beliebter Startpunkt für Touren. Wer mag, stellt das Rad ab und wandert ein Stück am Wasserfallweg entlang – die Perspektive von den unteren Kanzeln hinauf ist schlichtweg atemberaubend. Wusstest du schon? Der WasserWunderWelt-Park in Krimml erklärt kindgerecht, warum Wasser so ein faszinierendes Element ist.

Gletscher, Gipfel und das Herz des Nationalparks

Der Salzburger Anteil der Hohen Tauern ist geprägt von den mächtigen Dreitausendern rund um den Großvenediger (3.657 m) und die Großglockner-Gruppe. Von vielen Radwegen aus hast du diese Giganten stets im Blick, und an klaren Tagen glitzern die Gletscher, als hätte jemand Puderzucker über die Berge gestreut. Das Nationalparkzentrum in Mittersill ist ein idealer Ausgangspunkt, um mehr über diese einzigartige Bergwelt zu erfahren – die interaktive Ausstellung ist auch bei Regenwetter ein echter Volltreffer.

Rund um Neukirchen, Bramberg und Wald im Pinzgau öffnen sich die sogenannten Sulzbachtäler – wilde, weitgehend unberührte Seitentäler, in denen sich Steinadler, Gämsen und Murmeltiere zu Hause fühlen. Wer hier abseits der Hauptrouten unterwegs ist, taucht in eine Stille ein, die man in den Alpen nur noch selten findet.

Kulinarik & Land und Leute

Radfahren macht hungrig – und im Pinzgau wirst du garantiert nicht enttäuscht. Auf den Almhütten locken deftige Klassiker wie Pinzgauer Kasnockn, Bauernkrapfen und natürlich der obligatorische Kaiserschmarrn mit Zwetschkenröster. Die Region lebt von der Landwirtschaft, und viele Bauernhöfe verkaufen ihre Produkte direkt ab Hof: Bergkäse, Speck und frische Milch schmecken nach der Anstrengung gleich doppelt so gut.

Die Menschen hier sind bodenständig, herzlich und oft mit einem trockenen Humor gesegnet, der einen zum Schmunzeln bringt. Geheimtipp: Wer im Untersulzbachtal die Knappenhütte erreicht, sollte unbedingt einen Blick in den ehemaligen Bergbaustollen werfen – Salzburg war einst reich an Kupfer und Gold, und diese Geschichte ist bis heute lebendig.

Warum Radfahren in den Hohen Tauern ein Erlebnis für alle Sinne ist

Radeln für jedes Level – vom Familienausflug bis zur Königsetappe

Das Schöne am Radfahren im Nationalpark Hohe Tauern ist die enorme Bandbreite. Familien mit Kindern rollen entspannt auf dem gut ausgebauten Tauernradweg entlang der Salzach, wo kaum nennenswerte Steigungen den Fahrspaß trüben. Der Weg ist größtenteils asphaltiert, autofrei und mit vielen Rastplätzen gespickt – ideal für alle, die das Bergpanorama genießen wollen, ohne dabei ins Schwitzen zu geraten.

Wer es sportlicher mag, findet in den Seitentälern und auf den legendären Alpenpässen echte Herausforderungen. Die Großglockner Hochalpenstraße gilt als Traum vieler Rennradfahrer, und die Auffahrten in die Sulzbachtäler bringen selbst trainierte Beine an ihre Grenzen. Mit dem E-Bike sind heute aber auch diese Höhenmeter für ambitionierte Genussradler machbar.

Wegequalität und Aussichten, die man nicht vergisst

Die Radinfrastruktur im Salzburger Pinzgau ist vorbildlich. Der Tauernradweg gehört zu den beliebtesten Radrouten Österreichs und ist bestens beschildert. Ergänzt wird er durch zahlreiche Nebenrouten, Gravel-Strecken und Forstwege, die tiefer in den Nationalpark hineinführen. Wer gerne offroad unterwegs ist, findet mit dem Mountainbike ein wachsendes Netz an ausgewiesenen Trails.

Und die Aussichten? Die sind schlichtweg der Wahnsinn. Ob der Blick auf die vergletscherte Venedigergruppe, das tosende Wasser der Krimmler Fälle oder die weiten Almböden voller Enzian und Alpenrosen – hinter jeder Kurve wartet ein neues Postkartenmotiv. Am besten hast du die Kamera griffbereit, denn du wirst sie oft brauchen.

Naturerlebnis mit Verantwortung

Ein Nationalpark ist kein gewöhnliches Radgebiet, und genau das macht ihn so wertvoll. Hier begegnest du mit etwas Glück Steinadlern, die über den Tälern kreisen, oder Bartgeiern, die nach Jahrzehnten der Abwesenheit erfolgreich wieder angesiedelt wurden. Murmeltiere pfeifen von den Hängen, und in der Dämmerung tauchen manchmal Rothirsche am Waldrand auf.

Wer respektvoll unterwegs ist, auf den ausgewiesenen Wegen bleibt und die Ruhe der Natur achtet, wird mit Erlebnissen belohnt, die sich tief einprägen. Das Radfahren wird hier zur Meditation in Bewegung – mit dem Duft von Fichtenwald in der Nase und dem Rauschen der Salzach im Ohr. Genau das ist es, was den Nationalpark Hohe Tauern zu einem so besonderen Ziel macht.

Radlerfreundliche Unterkünfte im Nationalpark Hohe Tauern

Die schönsten Radtouren im Nationalpark Hohe Tauern

Tauernradweg-Etappe: Krimml nach Mittersill

Diese klassische Etappe des berühmten Tauernradwegs führt dich entlang der Salzach durch das obere Pinzgau. Start ist der Ort Krimml, wo du vor der Abfahrt unbedingt einen Abstecher zu den weltbekannten Krimmler Wasserfällen machen solltest. Von hier aus rollt es überwiegend leicht bergab durch Neukirchen am Großvenediger, Bramberg und Hollersbach bis nach Mittersill.

Der Weg ist bestens ausgebaut, größtenteils asphaltiert und weitgehend autofrei – ideal also für Familien und Genussradler. Immer wieder öffnet sich der Blick auf die vergletscherte Venedigergruppe, während die Salzach munter neben dir dahinplätschert. Unterwegs laden Cafés und Gasthäuser zur Rast ein.

In Mittersill angekommen lohnt sich ein Besuch im Nationalparkzentrum, das die Bergwelt der Hohen Tauern eindrucksvoll erlebbar macht. Diese rund 30 Kilometer lange Etappe ist perfekt für alle, die viel Landschaft bei moderater Anstrengung erleben möchten.

Ins Habachtal – Auf den Spuren des Smaragds

Diese Tour startet in Bramberg am Wildkogel und führt dich in eines der schönsten Seitentäler des Nationalparks: das Habachtal, berühmt für seine Smaragdfunde. Über eine gut fahrbare Forststraße geht es stetig bergauf, vorbei an dichten Wäldern und rauschenden Bächen bis zur Enzianhütte.

Der Anstieg fordert die Beine, doch mit dem E-Bike ist auch diese Strecke gut zu bewältigen. Belohnt wirst du mit einer Landschaft von großer Ursprünglichkeit – hier fühlt sich der Nationalpark noch wirklich wild an. Mit etwas Glück siehst du Murmeltiere oder hörst sie zumindest pfeifen.

Oben angekommen kannst du dein Rad abstellen und zu Fuß weiter ins hintere Tal wandern, wo einst die legendären Smaragde geschürft wurden. Diese Tour ist ein echter Geheimtipp für alle, die abseits der Hauptrouten Natur pur suchen und die Herausforderung nicht scheuen.

Rund um den Wildkogel mit Blick auf den Großvenediger

Wer die Aussicht liebt, kommt am Wildkogel zwischen Neukirchen und Bramberg nicht vorbei. Mit der Wildkogelbahn kannst du dich und dein Bike bequem in die Höhe transportieren lassen, um dann auf ausgewiesenen Wegen die Almregion zu erkunden. Der Panoramablick auf den Großvenediger und die umliegende Gletscherwelt ist hier schlichtweg grandios.

Auf den Höhenwegen rund um das Wildkogelhaus rollst du durch weite Almböden, vorbei an grasenden Kühen und blühenden Enzianwiesen. Die Strecke eignet sich hervorragend für Mountainbiker und E-Biker, die das Hochgebirge genießen möchten, ohne die komplette Auffahrt aus eigener Kraft zu bewältigen.

Für die Rückfahrt ins Tal bietet sich die lange, kurvenreiche Abfahrt nach Neukirchen an – ein Fahrspaß, der die Bremsen glühen lässt. Diese Tour verbindet gemütliches Genussradeln in luftiger Höhe mit spektakulären Ausblicken.

Die Königsetappe: Großglockner Hochalpenstraße

Für ambitionierte Rennradfahrer ist die Großglockner Hochalpenstraße das Nonplusultra. Von Bruck an der Glocknerstraße aus schraubst du dich in unzähligen Kehren hinauf zum Fuscher Törl und weiter zur Edelweißspitze auf über 2.500 Metern – die höchste befahrbare Stelle der Straße.

Diese Tour ist kein Zuckerschlecken: Mit rund 1.700 Höhenmetern auf der Salzburger Auffahrt gehört sie zu den anspruchsvollsten Radchallenges der Ostalpen. Doch die Belohnung ist gewaltig – der Blick auf den Großglockner, Österreichs höchsten Berg, und die Pasterze, seinen mächtigen Gletscher, entschädigt für jede Anstrengung.

Unterwegs passierst du hochalpine Landschaften, in denen Murmeltiere und Steinböcke zu Hause sind. Wer diese Strecke bewältigt, gehört zu einem exklusiven Kreis. Wichtig: Wettercheck vor der Fahrt, denn hier oben kann es selbst im Sommer empfindlich kühl werden.

Familienrunde durch das Hollersbachtal

Diese entspannte Tour beginnt im Ort Hollersbach und führt gemächlich in das gleichnamige Seitental hinein. Der breite, gut fahrbare Weg begleitet den Hollersbach flussaufwärts und ist ideal für Familien mit Kindern, die zum ersten Mal ein wenig Bergluft schnuppern möchten.

Unterwegs kannst du am beliebten Nationalpark-Erlebnis Hollersbachtal und dem Kräutergarten Halt machen, wo Kinder spielerisch die Natur entdecken. Die Landschaft ist grün und lieblich, mit klaren Bächen und schattigen Wäldern, die an heißen Sommertagen für angenehme Kühle sorgen.

Am Ende des befahrbaren Wegs lockt eine urige Almjause. Die Strecke lässt sich individuell verlängern oder abkürzen, je nach Kondition der Kleinsten. Eine wunderbare Einsteigertour, die zeigt, dass der Nationalpark auch für die ganze Familie zugänglich ist.

Häufige Fragen

Ist Radfahren im Nationalpark Hohe Tauern für Kinder geeignet?

Absolut! Der Nationalpark Hohe Tauern bietet zahlreiche familienfreundliche Strecken, allen voran den Tauernradweg entlang der Salzach. Dieser ist größtenteils flach, gut ausgebaut und weitgehend autofrei, sodass auch jüngere Kinder sicher mitradeln können.

Besonders empfehlenswert sind die Talrouten rund um Mittersill, Hollersbach und Neukirchen. Hier gibt es viele Rastplätze, Spielmöglichkeiten und Einkehrmöglichkeiten. Das Nationalpark-Erlebnis Hollersbachtal ist ein Highlight für Familien. Für die Seitentäler und Bergstrecken empfehlen sich E-Bikes oder Anhänger, damit auch die Eltern nicht zu sehr ins Schwitzen kommen.

Kann ich meinen Hund beim Radfahren mitnehmen?

Grundsätzlich ist das Radfahren mit Hund in der Region möglich, allerdings gelten im Nationalpark besondere Regeln zum Schutz der Tierwelt. In den Kernzonen und Schutzgebieten sollten Hunde unbedingt an der Leine geführt werden, um Wildtiere nicht zu stören.

Auf den breiten Talwegen wie dem Tauernradweg ist es einfacher, den Hund sicher zu begleiten. Achte darauf, dass dein Vierbeiner ausreichend Kondition hat und nicht neben dem Rad überfordert wird. An heißen Tagen empfiehlt sich frühes Losfahren und ausreichend Wasser. In den Almgebieten mit Weidevieh ist besondere Vorsicht geboten – Mutterkühe reagieren mitunter empfindlich auf Hunde.

Brauche ich ein E-Bike oder reicht ein normales Rad?

Das hängt ganz von deinen Zielen und deiner Kondition ab. Für die Talrouten entlang der Salzach reicht ein normales Trekking- oder Tourenrad völlig aus, da hier kaum nennenswerte Steigungen zu bewältigen sind.

Möchtest du hingegen in die Seitentäler wie das Habachtal oder Untersulzbachtal fahren oder gar die Großglockner Hochalpenstraße bezwingen, macht ein E-Bike den Unterschied zwischen Genuss und Qual. Die Höhenmeter sind hier beträchtlich. Zahlreiche Verleihstationen im Pinzgau bieten hochwertige E-Bikes an, sodass du nicht dein eigenes mitbringen musst. Für sportliche Fahrer sind die Anstiege natürlich auch ohne Motor eine willkommene Herausforderung.

Wo kann ich Fahrräder oder E-Bikes ausleihen?

In fast allen größeren Orten des Salzburger Pinzgaus findest du Verleihstationen. Mittersill, Neukirchen am Großvenediger, Bramberg, Krimml und Zell am See bieten eine gute Auswahl an Trekkingrädern, Mountainbikes und E-Bikes.

Viele Verleihe arbeiten mit den örtlichen Hotels zusammen, sodass du oft direkt bei deiner Unterkunft ein Rad reservieren kannst. Es empfiehlt sich, in der Hochsaison vorab zu buchen, damit dein Wunschmodell auch verfügbar ist. Viele Stationen bieten zudem Helme, Kindersitze und Anhänger an. Ein Ladekabel für dein E-Bike solltest du bei Mehrtagestouren dennoch einpacken.

Wann ist die beste Zeit zum Radfahren in den Hohen Tauern?

Die ideale Radsaison im Nationalpark Hohe Tauern erstreckt sich von etwa Mai bis Oktober. Im späten Frühling erwachen die Täler zum Leben, die Wiesen blühen und die Temperaturen sind angenehm mild.

Die Hauptsaison im Juli und August bietet stabiles Wetter und Zugang zu allen Höhenrouten, kann aber auch mal heiß werden. Der September ist bei vielen Radfahrern besonders beliebt: klare Luft, goldenes Licht und weniger Betrieb auf den Wegen. Die hochalpinen Strecken wie die Großglockner Hochalpenstraße sind wetterabhängig und meist erst ab Mai bis Ende Oktober geöffnet. Ein Blick auf den Wetterbericht lohnt sich immer, da das Bergwetter schnell umschlagen kann.

Ist der Tauernradweg schwierig zu fahren?

Der Tauernradweg gilt als einer der familienfreundlichsten Radwege Österreichs und ist auch für ungeübte Radler gut zu bewältigen. Der Salzburger Abschnitt verläuft entlang der Salzach überwiegend flach und ist bestens beschildert.

Von Krimml talwärts fährst du sogar leicht bergab, was die Sache noch angenehmer macht. Die Wege sind größtenteils asphaltiert und autofrei. Herausfordernder wird es nur, wenn du bewusst in die Seitentäler abbiegst. Insgesamt ist der Tauernradweg aber eine entspannte Genussroute, die auch mehrtägig hervorragend zu fahren ist, da die Etappen individuell einteilbar sind.

Gibt es Mountainbike-Strecken im Nationalpark?

Ja, das Angebot an Mountainbike-Strecken wächst stetig. Rund um den Wildkogel, im Bereich Zell am See-Kaprun und in den Seitentälern gibt es ausgewiesene MTB-Routen und Forstwege, die tiefer in die Bergwelt führen.

Wichtig ist, dass du dich an die markierten Wege hältst, denn im Nationalpark gelten strenge Naturschutzregeln. Das Fahren querfeldein oder auf schmalen Wanderpfaden ist meist nicht erlaubt und stört die sensible Tierwelt. Für Downhill-Fans gibt es einige Bikeparks in der Umgebung. Erkundige dich vor Ort über die aktuell freigegebenen Strecken, da sich diese je nach Saison und Naturschutzauflagen ändern können.

Wie komme ich mit dem Rad in die Region?

Der Salzburger Pinzgau ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Die Pinzgauer Lokalbahn verbindet Zell am See mit Krimml und nimmt Fahrräder mit – ideal, um Anfahrt und Rückfahrt bequem zu gestalten.

Mit dem Auto erreichst du die Region über die Tauernautobahn und die Gerlos- oder Felbertauernstraße. Viele Bahnhöfe bieten Fahrradstellplätze und Verleihmöglichkeiten. Wer den Tauernradweg als Streckentour fährt, kann so bequem mit dem Zug zum Ausgangspunkt zurückkehren. Die Kombination aus Rad und Bahn ist hier hervorragend organisiert und macht auch längere Touren stressfrei planbar.

Gibt es unterwegs genug Einkehrmöglichkeiten?

Auf keinen Fall wirst du hier verhungern! Entlang der Talrouten und in den Seitentälern findest du zahlreiche Gasthäuser, Almhütten und Cafés, die mit regionalen Spezialitäten aufwarten.

Von deftigen Pinzgauer Kasnockn über frische Bauernkrapfen bis zum legendären Kaiserschmarrn ist für jeden Geschmack etwas dabei. Viele Almhütten haben in der Sommersaison geöffnet und bieten selbstgemachte Produkte an. Auf den hochalpinen Strecken solltest du dennoch immer ausreichend Wasser und einen Snack dabeihaben, da die Abstände zwischen den Hütten größer werden können. Ein Stück Kuchen mit Bergpanorama schmeckt einfach unvergleichlich gut.

Ist die Großglockner Hochalpenstraße für Rennradfahrer geöffnet?

Ja, die Großglockner Hochalpenstraße ist für Radfahrer freigegeben und gilt als eine der spektakulärsten Bergstraßen der Alpen. Sie ist in der Regel von Mai bis Oktober befahrbar, abhängig von den Schneeverhältnissen.

Die Auffahrt ist allerdings äußerst anspruchsvoll und erfordert eine gute Grundkondition. Beachte, dass es für Radfahrer keine Maut gibt, du dich aber auf viel motorisierten Verkehr einstellen musst, besonders in der Hauptsaison. Frühe Morgenstunden sind ideal, um dem Trubel zu entgehen. Warme Kleidung ist Pflicht, denn selbst im Hochsommer kann es auf den Passhöhen empfindlich kalt und windig werden.

Muss ich beim Radfahren im Nationalpark besondere Regeln beachten?

Ja, da es sich um ein Schutzgebiet handelt, gelten hier besondere Verhaltensregeln. Bleibe stets auf den ausgewiesenen und freigegebenen Wegen, um die empfindliche Flora und Fauna nicht zu beeinträchtigen.

Wildtiere sollten nicht gestört, gefüttert oder verfolgt werden. Müll nimmst du selbstverständlich wieder mit ins Tal. In den Kernzonen des Nationalparks ist das Radfahren teilweise nur auf bestimmten Routen erlaubt. Respektiere Absperrungen und Hinweisschilder – sie dienen dem Schutz einer der letzten großen Wildnisgebiete der Alpen. Wer sich rücksichtsvoll verhält, trägt dazu bei, dass diese einzigartige Natur auch für kommende Generationen erhalten bleibt.

Sind die Radwege auch bei schlechtem Wetter befahrbar?

Die asphaltierten Talrouten wie der Tauernradweg sind grundsätzlich auch bei leichtem Regen gut befahrbar, wobei die Rutschgefahr bei Nässe natürlich steigt. Mit entsprechender Regenkleidung lässt sich eine Talfahrt durchaus genießen.

Bei den Schotterwegen in den Seitentälern und auf den hochalpinen Strecken sieht das anders aus – hier kann Regen die Wege matschig und teils unpassierbar machen. Gewitter im Gebirge sind zudem gefährlich und sollten unbedingt gemieden werden. Bei schlechtem Wetter bietet sich ein Besuch im Nationalparkzentrum Mittersill an, das auch bei Regen ein spannendes Programm bietet. Ein Blick auf die Bergwetterprognose ist vor jeder Tour Pflicht.

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