Radfahren am Murtensee: Genussvolle Uferwege zwischen Reben, Römern und türkisblauem Wasser
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Radfahren am Murtensee: Genussvolle Uferwege zwischen Reben, Römern und türkisblauem Wasser

Flache Uferwege, Rebhänge und ein türkisblauer See, der zum Verweilen zwingt: Am Murtensee wird jede Radtour zum kleinen Genussurlaub.

Radfahren am Murtensee

Manchmal reicht ein einziger Sonnenaufgang, um zu verstehen, warum der Murtensee als heimlicher Liebling im Drei-Seen-Land gilt. Wenn morgens der Nebel über dem Wasser liegt und die ersten Sonnenstrahlen die Rebhänge des Mont Vully golden färben, spürst du sofort: Hier tickt die Uhr ein bisschen langsamer. Und genau das macht die Region zu einem der entspanntesten Reviere für alle, die gerne in die Pedale treten, ohne dabei ständig nach Luft schnappen zu müssen.

Der Murtensee ist der kleinste der drei Seen im westschweizerischen Seeland und liegt genau an der sprachlichen Grenze zwischen der Deutsch- und der Westschweiz. Das merkst du nicht nur an den Ortstafeln, sondern auch am Essen, am Wein und an der wunderbar gelassenen Lebensart. Rund um das Wasser reihen sich flache Uferwege, kleine Winzerdörfer, weite Gemüsefelder des sogenannten Grosses Moos und mittelalterliche Städtchen aneinander, die aussehen, als hätte sie jemand liebevoll aus einem Bilderbuch gefaltet.

Für Radfahrer ist diese Landschaft ein Geschenk. Die offiziellen Veloland-Routen führen fast eben ums Ufer, während die mutigeren unter uns hinauf zum Mont Vully strampeln und mit einem der schönsten Panoramen der Region belohnt werden. Zwischendurch lädt eine Badestelle zum Sprung ins türkisfarbene Wasser ein, ein Winzer zur Degustation oder eine Beiz zum Fischknusperli mit Blick auf den See.

Ob du gemütlich mit der Familie unterwegs bist, sportlich die Runde um den See drehst oder auf dem E-Bike die Weinberge erkundest: Der Murtensee nimmt dich, wie du bist. Er drängt sich nie auf, aber er bleibt in Erinnerung. Und das ist vielleicht die beste Eigenschaft, die eine Radregion haben kann.

Topografie & Landschaft

Flaches Seebecken mit Rebhügel

Höhenlage

429 m See bis 653 m Mont Vully

Geländecharakter

Asphalt, feiner Naturbelag, Feldwege

Infrastruktur

Sehr gut ausgebaut und beschildert

Beste Reisezeit

April bis Oktober

Navigation

Was du am Murtensee unbedingt gesehen haben musst

Das mittelalterliche Städtchen Murten

Murten ist eines der besterhaltenen mittelalterlichen Städtchen der Schweiz und der unbestrittene Star am Nordufer des Sees. Die begehbare Ringmauer, über die du auf einem hölzernen Wehrgang spazieren kannst, gibt dir einen herrlichen Blick über die roten Ziegeldächer, den See und die Rebhänge des Mont Vully. Wenn du dein Rad kurz stehen lässt und durch die arkadengesäumte Hauptgasse schlenderst, verstehst du schnell, warum sich hier Cafés, Boutiquen und Weinstuben aneinanderreihen.

Historisch aufgeladen ist der Ort obendrein: 1476 fand hier die legendäre Schlacht bei Murten statt, in der die Eidgenossen Karl den Kühnen von Burgund vernichtend schlugen. Wusstest du schon, dass dieses Ereignis noch heute mit dem Solennität-Fest und dem berühmten Murtenlauf gefeiert wird? Wer gerne Geschichte mit den Rädern verbindet, findet hier reichlich Stoff zum Staunen.

Der Mont Vully und seine Weine

Der Mont Vully ist der grüne Hügel, der sich über dem Südufer erhebt und die ganze Region prägt. An seinen sonnenverwöhnten Hängen wachsen Reben, aus denen erstaunlich feine Weine gekeltert werden, darunter der aromatische Chasselas und der würzige Pinot Noir. Zahlreiche Winzer öffnen ihre Keller für Degustationen, und viele haben kleine Terrassen mit Aussicht, auf denen ein Glas nach der Anstrengung doppelt schmeckt.

Neben dem Wein lohnt sich auch der Gipfel selbst: Von oben reicht der Blick über gleich mehrere Seen und bei klarer Sicht bis zu den Alpen und zum Jura. Oben verstecken sich zudem historische Schützengräben aus dem Ersten Weltkrieg und alte keltische Wallanlagen. Der Mont Vully ist damit ein Ort, an dem Natur, Genuss und Geschichte auf engstem Raum zusammenfinden.

Das Grosse Moos, der Gemüsegarten der Schweiz

Zwischen Murtensee und Neuenburgersee erstreckt sich das Grosse Moos, eine flache, fruchtbare Ebene, die als Gemüsegarten der Schweiz gilt. Hier wachsen Salate, Karotten, Zwiebeln und unzählige andere Kulturen auf schwarzer, torfiger Erde. Für Radfahrer ist diese Gegend ideal, weil die Wege schnurgerade und topfeben durch die Felder führen, perfekt für entspannte Kilometer.

Was heute wie eine Postkartenlandschaft wirkt, ist das Ergebnis harter Arbeit: Die Juragewässerkorrektion im 19. Jahrhundert legte einst versumpfte Flächen trocken und schuf so das heutige Anbaugebiet. Wer im Sommer durch die Felder radelt, kann an Hofläden frische Erdbeeren, Spargeln oder Gemüse direkt vom Erzeuger kaufen. Ein Geheimtipp ist ein Stopp an einem der kleinen Selbstbedienungsstände.

Kulinarik zwischen zwei Sprachen

Weil der Murtensee direkt auf der deutsch-französischen Sprachgrenze liegt, treffen hier zwei Küchentraditionen aufeinander. Auf der einen Seite gibt es deftige Schweizer Klassiker, auf der anderen die feine, weinbetonte Genusskultur der Romandie. Das Ergebnis ist eine wunderbar abwechslungsreiche Beizenlandschaft.

Besonders beliebt sind die frisch gebratenen Fischknusperli aus dem See, dazu ein Gläschen Vully-Wein und ein Blick aufs Wasser. Als süsser Abschluss lockt der Nidelkuchen, eine regionale Rahmspezialität aus Murten, die du unbedingt probieren solltest. Land und Leute sind hier herzlich, unaufgeregt und stolz auf ihre Region, ohne es an die grosse Glocke zu hängen.

Warum der Murtensee ein kleines Radparadies ist

Flach, familienfreundlich und stressfrei

Der grösste Trumpf des Murtensees für Radfahrer ist seine sanfte Topografie. Wer keine Lust auf zermürbende Höhenmeter hat, findet rund ums Ufer und im Grossen Moos ein Wegenetz, das fast durchgehend eben verläuft. Das macht die Region besonders für Familien mit Kindern, Genussradler und alle, die einfach entspannt unterwegs sein möchten, zu einem echten Paradies.

Die Wege sind gut ausgebaut, sicher und oft vom Autoverkehr getrennt. Selbst mit Anhänger oder Laufrad-Nachwuchs kommst du hier gut voran. Und weil die Distanzen überschaubar sind, lässt sich eine Tour jederzeit abkürzen oder verlängern, ganz nach Tageslaune und Wetter.

Teil des berühmten Drei-Seen-Landes

Der Murtensee ist über Kanäle mit dem Neuenburgersee und dem Bielersee verbunden, und diese Nähe macht ihn zum perfekten Ausgangspunkt für grössere Touren. Die nationale Veloland-Route Nummer 5, die Mittelland-Route, führt direkt durch die Region und verknüpft die drei Seen zu einem der schönsten Radreviere der Schweiz.

Wer möchte, kombiniert das Radeln elegant mit dem Schiff: Die Kursschiffe der Drei-Seen-Fahrt nehmen Velos mit, sodass du eine Strecke gemütlich radeln und die andere übers Wasser zurücklegen kannst. Diese Verbindung aus Rad und Schiff gibt der Region ein ganz besonderes Ferienflair.

Panorama für die Ambitionierten

Auch wenn der Murtensee vor allem für flaches Genussradeln bekannt ist, kommen sportliche Fahrer nicht zu kurz. Der Aufstieg auf den Mont Vully ist zwar kurz, aber knackig, und belohnt dich mit einem der besten Rundumblicke im westlichen Mittelland. Von oben siehst du bei guter Sicht bis zu den Alpen, während unter dir die Seen glitzern.

Für E-Biker ist die Region ein Traum, weil sich damit auch die Rebhänge und höher gelegenen Aussichtspunkte mühelos erreichen lassen. So kannst du die Vielfalt der Landschaft geniessen, ohne dich verausgaben zu müssen, und trotzdem am Abend das gute Gefühl haben, etwas erlebt zu haben.

Baden, Weingenuss und Naturerlebnis unterwegs

Was den Murtensee von vielen anderen Radregionen abhebt, ist die dichte Abfolge an Verlockungen entlang der Strecke. Der See gilt als einer der wärmsten der Schweiz, sodass eine spontane Abkühlung an einer der zahlreichen Badestellen jederzeit möglich ist. Handtuch einpacken lohnt sich also fast immer.

Dazu kommen Naturschutzgebiete am Ufer mit reicher Vogelwelt, ausgedehnte Schilfgürtel und ruhige Buchten, in denen die Zeit stehen zu bleiben scheint. Wer Genuss und Bewegung verbinden möchte, plant unterwegs einfach einen Halt beim Winzer oder in einer Seebeiz ein und macht so aus einer Radtour einen kleinen Genussausflug mit allen Sinnen.

Übernachten am Murtensee: Hotels, Gästehäuser und Radlerunterkünfte

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Die schönsten Radtouren rund um den Murtensee

Die klassische Murtensee-Rundfahrt

Die Umrundung des Murtensees ist der absolute Klassiker der Region und lässt sich in gut zwei bis drei entspannten Stunden bewältigen. Startpunkt ist ideal das Städtchen Murten, von wo aus du zunächst am Nordufer entlang in Richtung Faoug und Avenches rollst. Die Wege sind flach, teils asphaltiert, teils feiner Naturbelag, und immer wieder öffnet sich der Blick auf das Wasser.

Am Südufer geht es entlang der Winzerdörfer Sugiez, Praz und Môtier zurück, wo du an den Rebhängen des Mont Vully vorbeikommst. Hier lohnt sich ein Zwischenstopp bei einem Winzer oder eine kurze Badepause an einer der Seebuchten, denn der Murtensee zählt zu den wärmsten Badeseen des Landes.

Die Rundfahrt ist perfekt für Familien und Genussradler, da sie kaum Höhenmeter aufweist und sich jederzeit verkürzen lässt. Als Abschluss lockt in Murten ein Kaffee unter den Arkaden oder ein Spaziergang auf der Ringmauer mit Panoramablick.

Von Murten nach Avenches auf den Spuren der Römer

Diese Tour verbindet Radgenuss mit einer gehörigen Portion Geschichte. Von Murten aus fährst du am Seeufer entlang und wendest dich dann leicht ansteigend in Richtung Avenches, dem einstigen Aventicum, der Hauptstadt des römischen Helvetiens. Die Strecke ist überwiegend flach und gut zu fahren.

In Avenches erwarten dich beeindruckende römische Überreste: das grosse Amphitheater, in dem heute Konzerte und Opernfestivals stattfinden, sowie Reste der Stadtmauer und das archäologische Museum. Wer möchte, verlängert den Ausflug zum nahen Aussichtspunkt oder erkundet die charmante Altstadt von Avenches.

Auf dem Rückweg kannst du entweder dieselbe Route wählen oder eine Schlaufe durch die Felder legen. Diese Tour eignet sich besonders für kulturell Interessierte und Familien, die Radfahren mit einem lehrreichen Ausflug in die Antike verbinden möchten.

Aufstieg zum Mont Vully mit Panoramablick

Für alle, die etwas mehr Herausforderung suchen, ist der Aufstieg auf den Mont Vully die schönste Belohnung der Region. Von den Dörfern Sugiez oder Môtier am Südufer schraubst du dich durch die Rebberge hinauf. Der Anstieg ist zwar kurz, aber durchaus fordernd, weshalb E-Biker hier klar im Vorteil sind.

Oben angekommen, öffnet sich ein grandioses Panorama: Zu deinen Füssen liegt der Murtensee, dahinter schimmern der Neuenburgersee und bei klarer Sicht die Kette der Alpen und des Juras. Auf dem Gipfelplateau findest du zudem historische Schützengräben aus dem Ersten Weltkrieg und Spuren einer alten keltischen Befestigung.

Der Weg führt durch die Weinberge, sodass sich unterwegs ein Halt bei einem Winzer geradezu aufdrängt. Diese Tour richtet sich an sportliche Fahrer und Genussmenschen, die Anstrengung und Belohnung gleichermassen schätzen.

Durch das Grosse Moos zum Neuenburgersee

Diese Tour führt dich vom Murtensee hinaus in die weite, flache Ebene des Grossen Mooses, dem Gemüsegarten der Schweiz. Von Sugiez aus folgst du dem Broyekanal, der den Murtensee mit dem Neuenburgersee verbindet, und rollst schnurgerade durch endlose Gemüsefelder.

Die Landschaft ist hier ganz anders als am Seeufer: offen, landwirtschaftlich geprägt und im Sommer bunt von unzähligen Kulturen. An Hofläden entlang der Strecke kannst du frisches Gemüse, Erdbeeren oder Spargeln direkt beim Erzeuger kaufen. Am Neuenburgersee angekommen, lädt das Ufer bei Cudrefin zu einer Pause ein.

Weil die Route komplett flach ist, eignet sie sich hervorragend für Familien und alle, die entspannt viele Kilometer sammeln möchten. Wer mag, kombiniert die Rückfahrt mit dem Schiff über den Murtensee und macht aus der Tour einen abwechslungsreichen Rad-Schiff-Tag.

Drei-Seen-Runde per Rad und Schiff

Diese grosszügige Tour ist ein echtes Highlight für alle, die das Drei-Seen-Land in seiner ganzen Vielfalt erleben möchten. Von Murten aus radelst du entlang der Kanäle und Uferwege in Richtung Neuenburgersee und weiter zum Bielersee. Die Strecke verläuft fast durchgehend flach und folgt streckenweise der nationalen Veloland-Route Nummer 5.

Das Besondere: Du musst nicht alles zurückradeln, denn die Kursschiffe der Drei-Seen-Fahrt nehmen Velos mit. So kannst du eine Etappe gemütlich fahren und die andere entspannt vom Schiffsdeck aus geniessen, während die Ufer, Reben und Städtchen an dir vorbeiziehen.

Diese Kombination eignet sich für Genussradler und alle, die einen abwechslungsreichen Ausflugstag suchen. Plane genug Zeit ein, denn die Verlockungen unterwegs, von der Badebucht bis zur Seebeiz, sind zahlreich und lassen dich immer wieder vom Sattel steigen.

Häufige Fragen

Ist der Murtensee für Radfahren mit Kindern geeignet?

Absolut, der Murtensee gehört zu den familienfreundlichsten Radregionen der Schweiz. Die Uferwege und die Routen durch das Grosse Moos sind überwiegend flach, gut ausgebaut und teilweise vom Autoverkehr getrennt, sodass Kinder sicher unterwegs sind.

Die überschaubaren Distanzen erlauben es, Touren flexibel abzukürzen oder zu verlängern. Unterwegs gibt es zahlreiche Badestellen, Spielplätze und Hofläden, die perfekte Pausenpunkte bieten. Auch der warme See sorgt dafür, dass eine Abkühlung selten weit entfernt ist. Mit Anhänger oder Laufrad kommt der Nachwuchs hier gut voran, und die Motivation bleibt durch die vielen Attraktionen entlang der Strecke hoch.

Kann ich den Murtensee mit dem E-Bike gut erkunden?

Ja, der Murtensee ist ein ausgezeichnetes E-Bike-Revier. Während die flachen Uferwege auch ohne Motor mühelos zu fahren sind, entfaltet das E-Bike seine Stärke besonders bei den Aufstiegen zum Mont Vully und in die Rebberge.

Mit elektrischer Unterstützung erreichst du auch die höher gelegenen Aussichtspunkte, ohne dich zu verausgaben, und kannst so die ganze Vielfalt der Landschaft geniessen. In Murten und den umliegenden Dörfern gibt es Verleihstationen und Ladestationen, sodass die Reichweite kein Problem darstellt. Gerade für gemischte Gruppen mit unterschiedlicher Kondition ist das E-Bike ideal, weil alle gemeinsam unterwegs sein können.

Wie lange dauert die Umrundung des Murtensees?

Die klassische Seeumrundung ist rund 20 bis 25 Kilometer lang, je nach gewählter Route und Abstechern. Für geübte Radler ist die Runde in etwa zwei Stunden reine Fahrzeit machbar.

Realistisch solltest du aber deutlich mehr Zeit einplanen, denn die Verlockungen unterwegs sind zahlreich: eine Badepause im warmen See, ein Halt bei einem Winzer am Mont Vully oder ein Kaffee unter den Arkaden in Murten. Wer den Tag geniessen möchte, plant einen halben bis ganzen Tag ein. Die Runde ist flach und eignet sich für nahezu alle Fitnesslevel.

Darf ich mein Fahrrad im Kursschiff mitnehmen?

Ja, die Kursschiffe der Drei-Seen-Fahrt transportieren Velos gegen eine kleine Gebühr. Das eröffnet wunderbare Möglichkeiten, eine Strecke zu radeln und die andere entspannt übers Wasser zurückzulegen.

Besonders beliebt sind Kombinationen zwischen Murtensee, Neuenburgersee und Bielersee, die über Kanäle miteinander verbunden sind. Bei schönem Wetter und in der Hochsaison empfiehlt es sich, die Fahrpläne vorab zu prüfen und bei Gruppen frühzeitig die Kapazitäten zu bedenken, da die Stellplätze für Räder begrenzt sind. Diese Rad-Schiff-Kombination gehört zu den schönsten Erlebnissen der Region.

Welche Radroute führt durch die Region?

Durch das Drei-Seen-Land verläuft die nationale Veloland-Route Nummer 5, die Mittelland-Route, die den Murtensee elegant mit den beiden Nachbarseen verbindet. Sie ist bestens beschildert und führt über ruhige, oft autofreie Wege.

Zusätzlich gibt es zahlreiche regionale und lokale Radwege, die sich ideal kombinieren lassen. Dank der einheitlichen Beschilderung der SchweizMobil-Routen findest du dich auch ohne Ortskenntnis gut zurecht. Wer eine App oder eine Radkarte nutzt, kann Touren nach Kondition und Interesse individuell zusammenstellen. Die Region ist für die Orientierung wirklich vorbildlich ausgeschildert.

Kann ich am Murtensee ein Fahrrad mieten?

Ja, in Murten und in mehreren umliegenden Orten gibt es Verleihstationen, die von klassischen Citybikes über Tourenräder bis zu E-Bikes reichen. Das ist praktisch, wenn du ohne eigenes Rad anreist oder ein spezielles Modell ausprobieren möchtest.

Auch das Schweizer Veloverleihsystem und lokale Sportgeschäfte bieten Mieträder an. In der Hochsaison lohnt es sich, im Voraus zu reservieren, besonders bei E-Bikes und für Familien mit Kinderanhängern. Die Verleiher beraten dich gerne zu passenden Routen und geben Tipps für die schönsten Strecken je nach Kondition und verfügbarer Zeit.

Ist Radfahren am Murtensee mit Hund möglich?

Grundsätzlich ja, die flachen und ruhigen Uferwege eignen sich gut für Touren mit Hund, sofern dein Vierbeiner neben dem Rad laufen kann oder in einem geeigneten Anhänger mitfährt. Wichtig ist, die Belastung dem Tier anzupassen und an heissen Tagen genügend Pausen und Wasser einzuplanen.

An vielen Badestellen dürfen Hunde sich abkühlen, allerdings gibt es in Naturschutzgebieten am Ufer Einschränkungen zum Schutz der Vogelwelt. Achte auf die entsprechende Beschilderung und halte deinen Hund dort an der Leine. Der warme See und die schattigen Abschnitte machen die Region insgesamt aber zu einem angenehmen Terrain für Mensch und Tier.

Wann ist die beste Zeit zum Radfahren am Murtensee?

Die ideale Saison reicht von April bis Oktober. Im Frühling blühen die Obstbäume und Felder, die Temperaturen sind angenehm mild und die Wege noch ruhig. Der Sommer lockt mit warmem Wasser, das zum Baden einlädt, kann aber an Wochenenden gut besucht sein.

Ein besonderer Geheimtipp ist der Herbst: Wenn sich die Reben am Mont Vully golden und rot färben und die Winzer ihre Weine anbieten, entfaltet die Region einen ganz eigenen Zauber. Die Luft ist klar, die Sicht oft weit bis zu den Alpen. Achte lediglich auf kühlere Morgenstunden und plane entsprechend warme Kleidung ein.

Gibt es unterwegs genügend Einkehrmöglichkeiten?

Ja, die Region ist kulinarisch bestens versorgt. Rund um den See findest du zahlreiche Seebeizen, Restaurants und Cafés, in denen du die berühmten Fischknusperli, regionale Spezialitäten und Vully-Weine geniessen kannst.

An den Rebhängen laden Winzer zu Degustationen ein, und im Grossen Moos gibt es Hofläden mit frischem Gemüse und Früchten direkt vom Erzeuger. In Murten selbst reihen sich unter den Arkaden Restaurants und Cafés aneinander. Du wirst also selten lange ohne Verpflegungsmöglichkeit unterwegs sein, was das genussvolle Radeln in dieser Region besonders angenehm macht.

Sind die Wege asphaltiert oder naturbelassen?

Am Murtensee findest du eine Mischung aus beidem. Viele Uferabschnitte und die nationalen Radrouten sind asphaltiert oder mit gut befahrbarem, feinem Naturbelag ausgestattet, sodass sie sich mit nahezu jedem Radtyp befahren lassen.

Im Grossen Moos verlaufen viele Wege als geteerte oder gut verdichtete Feldwege. Einige Abschnitte, besonders in Ufernähe oder in den Rebbergen, können naturbelassener sein. Für die klassische Seeumrundung und die Genusstouren reicht ein normales Touren- oder Citybike völlig aus. Wer die Rebhänge oder abgelegenere Wege erkunden möchte, ist mit etwas robusteren Reifen gut beraten.

Wie erreiche ich den Murtensee mit öffentlichen Verkehrsmitteln?

Der Murtensee ist ausgezeichnet an das Schweizer Verkehrsnetz angebunden. Murten verfügt über einen Bahnhof mit regelmässigen Verbindungen, unter anderem aus Richtung Bern, Fribourg, Neuenburg und Lausanne, sodass die Anreise ohne Auto problemlos gelingt.

Viele Züge und Busse nehmen Fahrräder mit, teils ist eine Reservation nötig. Alternativ kannst du dein Rad vor Ort mieten. Diese gute Erreichbarkeit macht den Murtensee zu einem idealen Ziel für einen spontanen Tagesausflug oder ein verlängertes Radwochenende, ganz ohne Parkplatzsuche und Stau. Die Kombination aus Bahn, Schiff und Rad ist hier besonders reizvoll.

Eignet sich die Region auch für Rennradfahrer?

Ja, auch Rennradfahrer kommen am Murtensee auf ihre Kosten, wenngleich die Region eher für genussvolles Fahren bekannt ist. Die flachen Strassen rund um den See und durch das Grosse Moos eignen sich gut für zügige, entspannte Runden.

Wer Höhenmeter sucht, findet am Mont Vully und in den umliegenden Hügeln des Seelandes und des nahen Juras anspruchsvollere Anstiege. Beliebt sind Kombinationen mehrerer Seen zu längeren Rundfahrten. Da viele Nebenstrassen wenig befahren sind, lässt sich hier angenehm trainieren. Für abwechslungsreiche Rennradtouren bietet die Drei-Seen-Region insgesamt ein sehr attraktives Terrain.

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