Les Diablerets mit dem Rad: Alpenpässe, Gletscherluft und endloser Genuss in den Waadtländer Alpen
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Les Diablerets mit dem Rad: Alpenpässe, Gletscherluft und endloser Genuss in den Waadtländer Alpen

Zwischen ewigem Eis und smaragdgrünen Almwiesen wartet ein Bergdorf, das Radfahrerträume mühelos wahr werden lässt.

Radfahren in Les Diablerets

Über dem sanften Tal der Ormonts thront ein weißer Riese: der Gletscher 3000, dessen ewiges Eis selbst im Hochsommer über den Wäldern und Almwiesen schimmert. Genau darunter liegt Les Diablerets – ein Bergdorf, das den Ruf hat, den Teufel im Namen zu tragen, aber das Herz der Radfahrer:innen im Sturm erobert.

Wer hier in die Pedale tritt, spürt sofort, dass diese Region nicht für halbe Sachen gemacht ist. Die Straßen winden sich in eleganten Kehren zum Col du Pillon hinauf, tauchen ein in kühle Tannenwälder und öffnen sich immer wieder zu Panoramen, die man sonst nur von Postkarten kennt. Kuhglocken bimmeln über den Weiden, das Wasser der Grande Eau rauscht neben der Straße, und in der Luft liegt der Duft von frisch gemähtem Heu und Alpkäse.

Les Diablerets ist Teil der Waadtländer Alpen und liegt strategisch günstig zwischen dem Genfersee und dem Berner Oberland. Diese Lage macht das Dorf zu einem echten Basislager für Radabenteuer aller Art: Rennradfahrer:innen jagen die legendären Pässe hinauf, Gravel-Fans erkunden vergessene Alpsträßchen, und Mountainbiker:innen finden im Bikepark am Gletscher 3000 Trails, die ordentlich Adrenalin liefern.

Das Besondere ist der Kontrast. Innerhalb weniger Kilometer wechselst du von blühenden Talwiesen zu hochalpinem Fels, von verschlafenen Chalets zu spektakulären Aussichtsplattformen. Und wenn die Waden nach einem langen Anstieg brennen, wartet unten im Dorf garantiert ein Café mit einer Tasse dampfendem Kaffee und einem Stück Kuchen, das die Anstrengung sofort vergessen lässt.

Hier oben zählt nicht die schnellste Zeit, sondern das Erlebnis: die Stille auf einer einsamen Passhöhe, das Glitzern des Gletschers im Morgenlicht, das breite Grinsen nach einer rasanten Abfahrt. Les Diablerets ist kein Ort zum Abhaken – es ist ein Ort zum Wiederkommen.

Topografie & Landschaft

Alpines Hochtal mit Gletscher

Höhenlage

1.150 m bis 3.000 m (Scex Rouge)

Geländecharakter

Asphaltpässe, Schotterwege, Bergtrails

Infrastruktur

Verleih, Bahn, Bergrestaurants vorhanden

Beste Reisezeit

Ende Juni bis Oktober

Navigation

Was Les Diablerets so besonders macht

Der Gletscher 3000 – ewiges Eis zum Greifen nah

Der wohl größte Star der Region ist der Glacier 3000, das Gletschergebiet oberhalb des Col du Pillon. Von der Talstation bei rund 1.550 Metern schwebt eine Seilbahn hinauf zum Scex Rouge auf knapp 3.000 Meter. Dort oben erwartet dich der Peak Walk by Tissot, die weltweit erste Hängebrücke, die zwei Berggipfel miteinander verbindet – ein Nervenkitzel mit Panorama über Matterhorn, Mont Blanc und Eiger.

Für Radfahrer:innen ist der Col du Pillon selbst schon ein Highlight, doch die Gletscherwelt darüber lohnt einen Ruhetag ohne Rad. Wer Kondition und Mut hat, kombiniert die Auffahrt mit einer Wanderung auf dem Eis oder einer Fahrt mit dem Alpine Coaster, der längsten Rodelbahn ihrer Art auf über 3.000 Metern. Der Blick von hier oben ist schlichtweg atemberaubend und macht jeden schweißtreibenden Anstieg mehr als wett.

Das Tal der Ormonts und seine Chalets

Les Diablerets liegt im malerischen Vallée des Ormonts, einem Hochtal, das seine ursprüngliche Alpenatmosphäre bewahrt hat. Die dunklen Holzchalets mit ihren geranienbestückten Balkonen, die Kirche von Vers-l'Église und die traditionellen Bauernhöfe erzählen von einem Leben im Rhythmus der Jahreszeiten. Hier ist noch echte Alpwirtschaft zu Hause, und im Sommer ziehen die Kühe hinauf auf die Sommerweiden.

Ein Bummel durch das Dorf lohnt sich vor oder nach der Tour. In den kleinen Läden bekommst du regionalen Käse, getrocknetes Rindfleisch und Honig direkt vom Erzeuger. Wusstest du schon? Der Name Diablerets geht auf eine Sage zurück: Teufel sollen einst auf dem Bergmassiv Kegel gespielt und dabei Felsbrocken ins Tal geschleudert haben. Tatsächlich ereigneten sich hier im 18. Jahrhundert gewaltige Bergstürze – die Legende hat also einen wahren Kern.

Kulinarik: Käse, Kaffee und Kraftreserven

Nach einer langen Radtour schmeckt die Waadtländer Küche gleich doppelt so gut. Das Fondue moitié-moitié aus Gruyère und Vacherin ist ein Klassiker, doch auch die deftige Papet Vaudois mit Lauch und Wurst füllt hungrige Radlermägen. Die umliegenden Alpen liefern hervorragenden Bergkäse, den du direkt bei den Sennereien probieren kannst.

Wer es süß mag, sollte die lokale Meringue mit doppeltem Rahm aus der Region Gruyère nicht verpassen – ein zuckriges Kraftpaket, das nach einem Pass durchaus verdient ist. Dazu ein Glas Wein aus den nahen Weinbergen des Chablais, und der Radtag klingt perfekt aus.

Geheimtipp: Lac Retaud

Nur wenige Kilometer oberhalb des Col du Pillon versteckt sich der Lac Retaud, ein kleiner Bergsee, in dem sich an windstillen Tagen die Gipfel spiegeln. Ein schmales Sträßchen führt hinauf, und oben wartet ein rustikales Buvette mit hausgemachten Spezialitäten. Der See ist perfekt für eine erfrischende Pause abseits des Trubels und ein Fotomotiv, das jedes Instagram-Album adelt.

Warum Radfahrer:innen Les Diablerets lieben

Ein Paradies für Rennrad, Gravel und Mountainbike

Les Diablerets vereint drei Radwelten in einer einzigen Region. Rennradfahrer:innen finden hier ein Netz aus legendären Alpenpässen, die selbst erfahrene Beine fordern. Der Col du Pillon, der Col de la Croix und in weiterer Reichweite der berüchtigte Col des Mosses laden zu ambitionierten Runden ein. Die Straßen sind meist gut asphaltiert, verkehrsarm und bieten die berüchtigt schönen Serpentinen, für die die Schweizer Alpen berühmt sind.

Gravel-Begeisterte kommen auf den unzähligen Alpsträßchen und Forstwegen auf ihre Kosten, die tief in die Wälder und hinauf zu den Sommerweiden führen. Und wer den Adrenalinkick sucht, steigt in die Seilbahn zum Bikepark am Glacier 3000, wo Flowtrails und technische Abfahrten warten.

Höhenmeter mit Belohnungsgarantie

Wer in Les Diablerets radelt, muss klettern wollen – das lässt sich nicht wegdiskutieren. Doch für jeden Höhenmeter gibt es hier eine handfeste Belohnung. Die Anstiege sind nie monoton, sondern führen durch abwechslungsreiche Landschaften: erst durch schattige Wälder, dann über offene Almen und schließlich hinauf in die felsige Hochgebirgswelt.

Das Beste kommt oft auf der Abfahrt. Lange, kurvige Descents mit perfektem Blick auf Gletscher und Tal belohnen die Mühe des Aufstiegs. Für alle, die es entspannter mögen, sind E-Bikes eine echte Alternative – und in der Region gibt es zahlreiche Verleihstationen und Ladepunkte, sodass auch weniger trainierte Radler:innen die großen Panoramen genießen können.

Aussichtspunkte, die im Gedächtnis bleiben

Kaum eine Region bietet auf so kleinem Raum so viele lohnende Ausblicke. Vom Col du Pillon reicht der Blick hinauf zum Gletscher und hinab ins grüne Tal. Der Col de la Croix eröffnet ein Panorama über das Rhonetal und die Dents du Midi. Und wer den Abstecher zum Lac Retaud macht, wird mit einer spiegelglatten Wasserfläche vor gewaltiger Bergkulisse belohnt.

Diese Aussichtspunkte sind nicht nur schön anzusehen, sie sind auch perfekte Pausenstopps. Setz dich auf eine Bank, packe deine Verpflegung aus und lass die Landschaft auf dich wirken. In solchen Momenten begreift man, warum die Waadtländer Alpen unter Kennern als eines der schönsten Radreviere der Schweiz gelten.

Für wen ist Les Diablerets ideal?

Ambitionierte Rennradfahrer:innen finden hier ein Trainingsrevier vom Feinsten, mit anspruchsvollen Pässen und ruhigen Straßen. Familien und Genussradler:innen nutzen die talnahen Routen entlang der Grande Eau und die entspannteren Abschnitte, gerne auch mit elektrischer Unterstützung.

Mountainbiker:innen wiederum haben mit dem Bikepark am Glacier 3000 und den zahlreichen Singletrails ein eigenes Spielfeld. Kurz gesagt: Ob puristischer Kletterkünstler, gemütlicher Panoramafahrer oder Downhill-Fan – Les Diablerets hält für jeden Radtyp das passende Abenteuer bereit.

Übernachten zwischen Gletscher und Genfersee: Hotels rund um Les Diablerets

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Die schönsten Radtouren rund um Les Diablerets

Col du Pillon – der Klassiker zum Gletscher

Diese Tour beginnt direkt im Dorf Les Diablerets und führt dich auf gut asphaltierter Straße hinauf zum Col du Pillon auf 1.546 Metern. Der Anstieg ist mit rund fünf Kilometern und moderaten Steigungen ein perfekter Einstieg in die Passwelt der Region und auch für weniger geübte Beine machbar.

Unterwegs radelst du durch lichte Wälder und über offene Almwiesen, während der Gletscher 3000 immer näher rückt. Oben am Pass befindet sich die Talstation der Seilbahn zum Scex Rouge – eine ideale Gelegenheit, das Rad kurz stehen zu lassen und den Blick hinauf zum ewigen Eis schweifen zu lassen. Ein kleines Restaurant lädt zur Pause ein.

Wer noch Lust hat, hängt den kurzen, aber lohnenden Abstecher zum Lac Retaud an, der nur wenige Kilometer entfernt liegt. Die Abfahrt zurück ins Dorf ist ein Genuss und bietet immer wieder freie Blicke ins Tal der Ormonts. Ideal für Genussradler:innen und Familien mit E-Bikes.

Col de la Croix – Balkonstraße über dem Rhonetal

Vom Col du Pillon aus führt die Straße weiter hinüber zum Col de la Croix auf 1.778 Metern, dem höchsten Straßenpass der unmittelbaren Region. Diese Route ist ein echter Höhepunkt für Rennradfahrer:innen, die anspruchsvolle Anstiege lieben.

Die Passstraße windet sich in eleganten Kehren nach oben und eröffnet ein grandioses Panorama auf die Dents du Midi und das Rhonetal. Oben angekommen fühlt sich die Anstrengung wie ein Triumph an, und der Blick über die Bergketten entschädigt für jeden Tropfen Schweiß.

Die Abfahrt hinunter nach Villars-sur-Ollon ist rasant und landschaftlich fantastisch. Von dort lässt sich eine große Runde zurück nach Les Diablerets planen, was die Tour zu einem echten Tagesabenteuer für konditionsstarke Radler:innen macht. Wer möchte, kehrt in Villars in einem der Bergrestaurants ein.

Große Pässe-Runde über Col des Mosses

Diese ambitionierte Rundtour verbindet gleich mehrere Anstiege zu einem echten Klassiker. Von Les Diablerets aus radelst du hinunter Richtung Aigle und Le Sépey, um dann den langen Anstieg zum Col des Mosses auf 1.445 Metern in Angriff zu nehmen.

Der Col des Mosses ist ein bekannter Alpenpass mit gleichmäßiger Steigung und wunderbaren Ausblicken auf die umliegenden Berge und Weiden. Die Passhöhe mit ihrem kleinen Ort und den Restaurants ist ein beliebter Treffpunkt für Radfahrer:innen aus der ganzen Schweiz.

Über L'Etivaz, berühmt für seinen im Kupferkessel gereiften Bergkäse, führt die Route zurück ins Tal der Ormonts. Diese Runde umfasst reichlich Höhenmeter und ist konditionsstarken Rennradfahrer:innen vorbehalten. Belohnt wirst du mit einem der abwechslungsreichsten Tagesausflüge der Region und dem guten Gefühl, die großen Pässe der Waadtländer Alpen bezwungen zu haben.

Gravel-Abenteuer zum Lac Retaud und den Alpweiden

Diese Gravel-Tour beginnt in Les Diablerets und führt dich zunächst auf Asphalt zum Col du Pillon, bevor du auf das schmale Bergsträßchen zum Lac Retaud abbiegst. Der kleine Bergsee auf rund 1.680 Metern spiegelt an ruhigen Tagen die umliegenden Gipfel und ist ein perfekter erster Halt.

Ab hier geht es auf Schotter- und Alpsträßchen weiter, hinauf zu den Sommerweiden mit ihren grasenden Kühen und den urigen Alphütten. Der Untergrund wechselt zwischen festem Kies und wurzeligen Passagen, was Fahrspaß und ein bisschen Konzentration verlangt. Die Stille hier oben, nur unterbrochen vom Klang der Kuhglocken, ist unbezahlbar.

Die Rückfahrt führt über abwechslungsreiche Wege zurück ins Dorf. Diese Tour ist ideal für Gravel-Fans, die abseits des Asphalts die ursprüngliche Alpenlandschaft erleben möchten. Ein robustes Rad und Freude an Naturwegen sind hier von Vorteil.

Talrunde entlang der Grande Eau

Wer es entspannter mag oder mit Kindern unterwegs ist, findet in dieser gemütlichen Talrunde die ideale Tour. Sie folgt weitgehend dem Lauf der Grande Eau, dem Bergfluss, der das Tal der Ormonts durchzieht, und verbindet Les Diablerets mit Vers-l'Église und Le Sépey.

Die Strecke verläuft überwiegend mit sanftem Gefälle und bietet immer wieder schöne Blicke auf die umliegenden Berge und den rauschenden Fluss. Unterwegs kommst du an traditionellen Chalets, der historischen Kirche von Vers-l'Église und kleinen Cafés vorbei, die zum Verweilen einladen.

Diese Route eignet sich hervorragend für Familien, Einsteiger:innen und Genussradler:innen, gerne auch mit E-Bike. Sie zeigt die sanfte, idyllische Seite der Region und lässt sich beliebig verlängern oder verkürzen. Ein perfekter Tag für alle, die die Berge nicht erklimmen, sondern in aller Ruhe genießen möchten.

Häufige Fragen

Ist Les Diablerets für Anfänger:innen im Radsport geeignet?

Grundsätzlich ist Les Diablerets eine Bergregion, in der viele Strecken mit ordentlichen Höhenmetern verbunden sind. Das bedeutet aber nicht, dass Anfänger:innen hier keinen Spaß haben. Die Talrunde entlang der Grande Eau und die gemütlicheren Abschnitte im Vallée des Ormonts eignen sich gut für Einsteiger:innen.

Besonders praktisch sind die E-Bikes, die in der Region an mehreren Stellen ausgeliehen werden können. Mit elektrischer Unterstützung werden selbst der Col du Pillon und andere Anstiege für weniger trainierte Radler:innen machbar. So kannst du die grandiosen Panoramen genießen, ohne dich völlig zu verausgaben. Starte mit kürzeren Touren und steigere dich langsam.

Kann ich in Les Diablerets ein Fahrrad oder E-Bike mieten?

Ja, in Les Diablerets und den umliegenden Orten wie Villars-sur-Ollon findest du Verleihstationen für verschiedene Radtypen. Von Rennrädern über Gravel-Bikes bis hin zu Mountainbikes und E-Bikes ist meist alles verfügbar, insbesondere in der Hauptsaison.

Es empfiehlt sich, vor allem in der Hochsaison im Sommer, das Wunschrad vorab zu reservieren, damit du sicher das passende Modell und die richtige Größe bekommst. Viele Verleiher bieten auch Helme, Zubehör und Beratung zu passenden Routen an. Für E-Bikes gibt es in der Region zudem mehrere Ladestationen, sodass die Akkuladung auf längeren Touren kein Problem darstellt.

Wann ist die beste Zeit zum Radfahren in Les Diablerets?

Die ideale Zeit fürs Radfahren liegt zwischen Ende Juni und Anfang Oktober. In diesen Monaten sind die höher gelegenen Pässe wie der Col du Pillon und der Col de la Croix schneefrei und gut befahrbar. Das Wetter ist im Hochsommer meist stabil, wenngleich in den Bergen immer mit kurzfristigen Wetterwechseln zu rechnen ist.

Der Frühherbst hat einen ganz besonderen Reiz: Die Wälder färben sich golden, die Luft ist klar und die Straßen sind weniger befahren. Im Frühjahr können höher gelegene Passstraßen noch gesperrt sein. Prüfe vor deiner Reise immer die aktuellen Öffnungszeiten der Pässe und die Wettervorhersage, um böse Überraschungen zu vermeiden.

Ist Radfahren mit Kindern in der Region möglich?

Absolut. Auch wenn viele Strecken bergig sind, gibt es familienfreundliche Optionen. Die Talrunde entlang der Grande Eau mit ihren sanften Steigungen ist ideal für Familien mit Kindern. Hier könnt ihr in Ruhe radeln, Pausen an schönen Plätzen einlegen und die Natur genießen.

Für ältere Kinder und Jugendliche, die schon geübter sind, bietet der Bikepark am Glacier 3000 zusätzlichen Spaß. Achte bei jüngeren Kindern immer auf ausreichend Pausen, genug Verpflegung und passende Sicherheitsausrüstung. Anhänger oder Kindersitze lassen sich bei manchen Verleihern ebenfalls organisieren. Mit der richtigen Planung wird der Radtag für die ganze Familie zum Erlebnis.

Darf ich meinen Hund auf Radtouren mitnehmen?

Grundsätzlich ist es erlaubt, mit dem Hund unterwegs zu sein, allerdings solltest du dabei einige Dinge beachten. Auf langen Passanstiegen kann es für einen mitlaufenden Hund schnell zu anstrengend werden, besonders an heißen Sommertagen. Kürzere Talrouten mit schattigen Abschnitten sind hier deutlich besser geeignet.

Achte immer darauf, dass dein Hund genug Wasser bekommt und regelmäßig Pausen einlegen kann. In den Weidegebieten kann es zudem sein, dass Herdenschutzhunde oder grasende Kühe unterwegs sind – halte deinen Hund dann an der Leine und meide direkte Begegnungen. Für längere und anspruchsvolle Touren solltest du deinen Hund lieber im Tal lassen.

Wie schwierig sind die Pässe rund um Les Diablerets?

Die Schwierigkeit variiert je nach Pass. Der Col du Pillon ist mit moderaten Steigungen und relativ kurzer Distanz ein guter Einstiegspass, der auch für weniger erfahrene Rennradfahrer:innen machbar ist. Der Col de la Croix ist als höchster Straßenpass der direkten Umgebung schon deutlich anspruchsvoller.

Richtig fordernd wird es bei großen Rundtouren, etwa über den Col des Mosses, die viele Höhenmeter und lange Distanzen kombinieren. Diese sind konditionsstarken und erfahrenen Radfahrer:innen vorbehalten. Plane deine Tour realistisch nach deinem Fitnesslevel, und nutze bei Bedarf ein E-Bike, um auch die anspruchsvolleren Anstiege genießen zu können.

Gibt es einen Bikepark oder Mountainbike-Angebote?

Ja, am Glacier 3000 und in der weiteren Umgebung von Villars-sur-Ollon gibt es Angebote für Mountainbiker:innen. Der Bikepark bietet Trails unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade, die per Seilbahn erreichbar sind – so sparst du dir den anstrengenden Aufstieg und kannst dich voll auf die Abfahrten konzentrieren.

Zusätzlich gibt es zahlreiche Singletrails und markierte Mountainbike-Routen in der Region, die durch Wälder und über Alpweiden führen. Ob du lieber flowige Abfahrten oder technische Herausforderungen suchst, hier findest du das passende Terrain. Informiere dich vorab über die Betriebszeiten der Seilbahnen und die aktuellen Streckenfreigaben, da diese saisonabhängig sind.

Wie komme ich mit dem Rad nach Les Diablerets?

Les Diablerets ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Ab Aigle im Rhonetal bringt dich die Schmalspurbahn direkt hinauf ins Dorf. Fahrräder können in der Regel gegen einen Aufpreis mitgenommen werden, was besonders praktisch ist, wenn du deine eigene Ausrüstung dabeihast.

Mit dem Auto erreichst du das Dorf über die Autobahn bis Aigle und anschließend über die Bergstraße. Parkmöglichkeiten gibt es im Ort. Die zentrale Lage zwischen Genfersee und Berner Oberland macht Les Diablerets zu einem idealen Ausgangspunkt für Radtouren in alle Richtungen. Prüfe für die Bahnverbindungen und Fahrradmitnahme die aktuellen Fahrpläne des Schweizer ÖV.

Muss ich mich vor Bergwetter in Acht nehmen?

Ja, das Bergwetter in den Alpen kann sich schnell ändern. Was am Morgen als strahlend blauer Himmel beginnt, kann am Nachmittag in ein Gewitter umschlagen. Gerade auf den höheren Pässen können Temperatur und Wind deutlich unangenehmer sein als im Tal.

Nimm deshalb immer eine wind- und regendichte Jacke mit, auch bei gutem Wetter. Plane deine Touren so, dass du die höchsten Punkte möglichst am Vormittag erreichst, da Gewitter oft am Nachmittag aufziehen. Ein Blick auf die aktuelle Bergwettervorhersage vor dem Start ist Pflicht. So bist du auf der sicheren Seite und kannst deine Tour entspannt genießen.

Wo kann ich unterwegs einkehren und mich verpflegen?

Entlang der Radrouten gibt es zahlreiche Einkehrmöglichkeiten. Am Col du Pillon und am Lac Retaud findest du gemütliche Bergrestaurants und Buvettes mit regionalen Spezialitäten. Auch die Passhöhe des Col des Mosses bietet Restaurants für eine stärkende Pause.

In den Dörfern Les Diablerets, Vers-l'Église und Le Sépey gibt es Cafés, Bäckereien und Läden, in denen du dich mit Proviant eindecken kannst. Probiere unbedingt den regionalen Bergkäse und die süßen Meringues mit Rahm. Für längere Touren empfiehlt es sich dennoch, ausreichend Wasser und Snacks mitzunehmen, da die Abstände zwischen den Einkehrmöglichkeiten in höheren Lagen größer werden können.

Sind die Straßen stark befahren?

Im Vergleich zu vielen anderen Alpenregionen sind die Straßen rund um Les Diablerets angenehm verkehrsarm. Vor allem auf den Passstraßen und in den Seitentälern begegnest du meist mehr Kühen als Autos. Das macht das Radfahren hier besonders entspannt und sicher.

An Wochenenden und in der Hochsaison kann der Verkehr auf den beliebtesten Routen, etwa zum Glacier 3000, etwas zunehmen. Frühe Startzeiten helfen, dem größten Trubel auszuweichen. Insgesamt bietet die Region aber ein für Radfahrer:innen sehr angenehmes Straßennetz mit gutem Asphalt und wenig Durchgangsverkehr, sodass du dich voll auf die Landschaft konzentrieren kannst.

Eignet sich Les Diablerets für einen mehrtägigen Radurlaub?

Definitiv. Die zentrale Lage zwischen Genfersee, Chablais und Berner Oberland macht Les Diablerets zu einem idealen Basislager für mehrere Tage. Von hier aus lassen sich zahlreiche unterschiedliche Touren unternehmen, ohne jeden Tag das Quartier wechseln zu müssen.

An einem Tag erkundest du die großen Pässe, am nächsten machst du eine entspannte Talrunde oder gönnst dir einen Ausflug mit der Seilbahn zum Gletscher. Die guten Übernachtungsmöglichkeiten, von Hotels über Chalets bis zu Ferienwohnungen, unterstützen einen längeren Aufenthalt. So kannst du die Region in aller Ruhe kennenlernen und deine Radtouren mit Wandern oder Wellness kombinieren.

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