Sanfter bewaldeter Höhenzug
Radfahren im Leithagebirge: Sanfte Hügel, Wein und weite Blicke am Rand der Pannonischen Tiefebene
Radfahren im Leithagebirge
Es gibt Landschaften, die schreien nach Aufmerksamkeit – hohe Gipfel, dramatische Schluchten, Postkartenpanoramen im Sekundentakt. Und dann gibt es das Leithagebirge. Diese sanfte, bewaldete Hügelkette an der Grenze zwischen Niederösterreich und dem Burgenland macht kein großes Aufhebens um sich – und genau das ist ihr Charme. Hier rollst du durch Weinberge, Eichenwälder und kleine Dörfer, in denen die Zeit ein bisschen langsamer tickt und der Wein noch beim Winzer selbst gekostet wird.
Für Radfahrende ist das Leithagebirge ein echtes Geschenk. Es ist hoch genug, um für angenehme Kurbelmomente und Belohnungspanoramen zu sorgen, aber nicht so hoch, dass du dich mit alpinen Qualen herumschlagen müsstest. Im Osten öffnet sich der Blick über die weite Pannonische Tiefebene bis zum Neusiedler See, im Westen dehnt sich das Wiener Becken. An klaren Tagen glaubst du fast, bis nach Ungarn winken zu können.
Rund um den Höhenzug reihen sich charmante Orte wie Breitenbrunn, Donnerskirchen, Purbach, Mannersdorf und Hof am Leithaberge. Zwischen ihnen verlaufen gut ausgebaute Radwege, ruhige Nebenstraßen und schattige Waldpfade. Der berühmte Neusiedler-See-Radweg liegt praktisch vor der Haustür, sodass sich flache Genussrunden und hügelige Herausforderungen bestens kombinieren lassen.
Was dieses Fleckchen so besonders macht, ist die Mischung: mediterranes Klima, das Marillen und Wein reifen lässt, historische Ruinen und Steinbrüche, die von einer bewegten Geschichte erzählen, und eine Gastfreundschaft, die dich nach jeder Tour mit einem Glaserl Grünen Veltliner oder Blaufränkisch empfängt. Das Leithagebirge ist kein Ort für Rekorde – es ist ein Ort zum Genießen. Und wer einmal bei Sonnenuntergang über die Weingärten geradelt ist, kommt garantiert wieder.
Topografie & Landschaft
Höhenlage
höchster Punkt Sonnenberg rund 484 m
Geländecharakter
Asphaltstraßen, Radwege, Waldwege
Infrastruktur
Weinorte, Heurige, gute Bahnanbindung
Beste Reisezeit
Frühling und Herbst
Was das Leithagebirge so besonders macht
Wo Wein und Weite aufeinandertreffen
Das Leithagebirge ist untrennbar mit dem Weinbau verbunden. An den sonnenverwöhnten Südhängen rund um Donnerskirchen, Purbach und Breitenbrunn gedeihen kräftige Rotweine wie der Blaufränkisch und elegante Weißweine wie der Grüne Veltliner oder der Welschriesling. Die Kombination aus dem wärmespeichernden Kalkstein des Gebirges und dem milden Pannonischen Klima schafft Bedingungen, um die dich manch südländische Region beneidet.
Für Radfahrende bedeutet das: Nach einer Runde durch die Rebzeilen wartet in nahezu jedem Ort ein Heuriger oder Buschenschank. Hier sitzt du unter Nussbäumen, schneidest dir eine Scheibe vom hausgemachten Speck ab und lässt den Blick über die Weingärten schweifen. Ein Geheimtipp sind die kleinen Kellergassen, in denen die Winzer ihre Fässer lagern – urig, kühl und perfekt für eine spontane Verkostung.
Steinbrüche, Ruinen und ein Hauch Geschichte
Das Leithagebirge liefert seit Jahrhunderten den berühmten Leithakalk, einen goldgelben Sandstein, aus dem unter anderem Teile des Wiener Stephansdoms und der Ringstraßenbauten gefertigt wurden. Der historische Steinbruch bei Mannersdorf und die Umgebung von St. Margarethen zeugen von dieser Zeit. Der Römersteinbruch St. Margarethen ist heute eine der eindrucksvollsten Kulissen Österreichs und im Sommer Schauplatz spektakulärer Opernaufführungen.
Wer gerne ein bisschen Mystik in seine Radtour mischt, sollte einen Abstecher zur Ruine der Königshöhle oder zu den zahlreichen alten Wehrtürmen und Kirchen der Umgebung einplanen. Über dem Leithagebirge thront außerdem die Erinnerung an die alte Grenzlage zwischen Ungarn und Österreich – man spürt an vielen Orten noch das Aufeinandertreffen zweier Kulturen.
Natur pur: Eichenwälder und Naturpark
Ein großer Teil des Höhenzugs ist von ausgedehnten Eichen- und Buchenwäldern bedeckt, die im Herbst in warmen Farben leuchten. Der Naturpark Rosalia-Kogelberg im Süden und die geschützten Trockenrasen an den Hängen beherbergen eine erstaunliche Artenvielfalt – von seltenen Orchideen bis zu Smaragdeidechsen, die sich auf den warmen Steinen sonnen.
Wusstest du schon? Das Leithagebirge ist ein wichtiges Rückzugsgebiet für Greifvögel. Mit etwas Glück siehst du beim Radeln einen Mäusebussard oder sogar einen Seeadler über den Feldern kreisen, der vom nahen Neusiedler See herübergleitet. Nimm dir also ruhig mal eine Pause, leg dich ins Gras und schau nach oben.
Kulinarik zwischen See und Berg
Die Küche der Region ist herzhaft und ehrlich. Neben dem allgegenwärtigen Wein locken pannonische Spezialitäten wie Gulasch, Fischgerichte vom Neusiedler See – etwa gebackener Zander – und im Herbst die Ganslzeit. Dazu kommen regionale Produkte wie Honig, Marillenmarmelade und das begehrte Öl aus Kürbiskernen.
Ein echter Geheimtipp: Halte im Spätsommer nach Ständen mit frischen Marillen und Weintrauben Ausschau, die manche Bauern direkt am Straßenrand verkaufen. Süßer wird eine Radpause selten. Und wer es deftig mag, gönnt sich in einem der Winzerhöfe eine Brettljause – die perfekte Grundlage für den Heimweg.
Warum Radfahren im Leithagebirge einfach Spaß macht
Sanfte Steigungen statt alpiner Qual
Das Leithagebirge ist wie geschaffen für alle, die das Radfahren genießen wollen, ohne sich in Grund und Boden zu strampeln. Der höchste Punkt, der Sonnenberg, liegt bei rund 484 Metern – das klingt bescheiden, sorgt aber für genügend Höhenmeter, um ins Schwitzen zu kommen und mit tollen Aussichten belohnt zu werden. Die Anstiege sind meist gleichmäßig und moderat, ideal für Genussradler, Familien und Einsteiger.
Gleichzeitig finden auch ambitionierte Rennradfahrer und Mountainbiker ihr Glück: Wer die Waldwege quer über den Kamm kombiniert oder mehrere Anstiege aneinanderreiht, bekommt eine ordentliche Trainingseinheit. Die Bandbreite macht das Gebiet so vielseitig – vom lockeren Familienausflug bis zur sportlichen Runde ist alles dabei.
Genussradeln zwischen Weinbergen und See
Die größte Stärke der Region ist die Nähe zum Neusiedler See. Der rund 125 Kilometer lange Neusiedler-See-Radweg gehört zu den beliebtesten Radrouten Österreichs und verläuft flach am Ufer entlang. Von dort aus kannst du jederzeit in die Hügel des Leithagebirges abbiegen und flache Seerunden mit sanftem Hügelprofil kombinieren.
Das Ergebnis ist ein abwechslungsreiches Radrevier: mal weite Ebene mit Schilfgürtel und Vogelgezwitscher, mal schattiger Waldweg mit Kurbelmomenten, mal sonnige Weinbergstraße mit Panoramablick. Für E-Bike-Fahrer ist das Gebiet ein Traum, weil sich Distanzen und Höhenmeter perfekt an die eigene Kondition anpassen lassen.
Aussichtspunkte, die den Umweg wert sind
Belohnungen fürs Kurbeln gibt es hier reichlich. Von den Höhenlagen rund um Donnerskirchen und Purbach öffnet sich der Blick über den gesamten Neusiedler See bis hin zu den ungarischen Weiten. Bei Föhnwetter reicht die Sicht bis zu den Ausläufern der Alpen im Westen. Die Martinskapelle oberhalb von Donnerskirchen ist ein beliebter Fotostopp.
Wer gerne die stillen Momente sucht, findet auf den Waldlichtungen des Kamms echte Ruheinseln. Setz dich auf eine Bank, hol die mitgebrachte Jause raus und genieße das leise Rauschen der Eichen. Genau diese kleinen Pausen machen das Radfahren im Leithagebirge zu einem Erlebnis, das lange nachwirkt.
Gut ausgeschildert und familienfreundlich
Die Region ist mit einem dichten Netz an markierten Radrouten überzogen. Beschilderungen leiten dich zuverlässig durch die Weinorte, und die Kombination aus asphaltierten Nebenstraßen, Forstwegen und Radwegen sorgt dafür, dass du selten viel Verkehr hast. Viele Orte sind zudem an Bahnverbindungen angeschlossen, sodass sich Touren gut mit dem Zug kombinieren lassen.
Für Familien mit Kindern eignen sich besonders die flachen Abschnitte entlang des Sees und die kürzeren Weinbergrunden. Wer mehr will, verlängert einfach ins Gebirge hinein. Diese Flexibilität ist es, die das Leithagebirge für jede Zielgruppe attraktiv macht – vom Sonntagsradler bis zum Vielfahrer.
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Die schönsten Radtouren rund ums Leithagebirge
Weinbergrunde Donnerskirchen – Purbach – Breitenbrunn
Diese rund 25 Kilometer lange Genussrunde startet in Donnerskirchen und führt dich zunächst am Fuß des Leithagebirges entlang durch die Weingärten Richtung Purbach. Immer wieder öffnet sich der Blick nach rechts auf den glitzernden Neusiedler See, während links die bewaldeten Hänge des Gebirges aufragen. Der Wegverlauf nutzt ruhige Nebenstraßen und gut ausgebaute Radwege.
In Purbach lohnt ein Stopp am historischen Türkentor und in einer der berühmten Kellergassen. Weiter geht es nach Breitenbrunn mit seinem markanten Wehrturm, ehe die Route über sanfte Hügel zurück nach Donnerskirchen führt. Unterwegs laden zahlreiche Buschenschänken zu einer Verkostung ein.
Die Tour ist ideal für Genussradler und Familien mit älteren Kindern. Die Steigungen bleiben moderat, und wer möchte, kann jederzeit einen Abstecher hinauf zur Martinskapelle einlegen, um das Panorama zu genießen.
Über den Kamm: Hof am Leithaberge nach Mannersdorf
Diese anspruchsvollere Tour für sportliche Radler führt vom niederösterreichischen Hof am Leithaberge über Forst- und Waldwege hinauf auf den Kamm des Leithagebirges. Der stetige Anstieg durch schattige Eichen- und Buchenwälder verlangt etwas Kondition, wird aber mit herrlicher Ruhe und immer wieder freien Ausblicken belohnt.
Nach der Passage über die Höhen geht es hinab Richtung Mannersdorf am Leithagebirge, wo der historische Steinbruch und die alte Klosteranlage St. Anna zu einer Erkundung einladen. Wer den geologischen Lehrpfad kennt, erfährt einiges über den berühmten Leithakalk.
Mit rund 30 Kilometern und einigen Höhenmetern ist diese Runde für trainierte Radfahrer und Mountainbiker gedacht. Der Untergrund wechselt zwischen Asphalt und festem Waldweg – ein Gravel- oder Mountainbike ist hier klar im Vorteil.
Neusiedler-See-Anschlussrunde ab Breitenbrunn
Diese Tour verbindet das Beste aus beiden Welten: die Weite des Sees und die sanften Hügel des Gebirges. Von Breitenbrunn rollst du hinunter zum Ufer des Neusiedler Sees und folgst dem berühmten Neusiedler-See-Radweg durch den Schilfgürtel Richtung Norden nach Winden am See und weiter nach Jois.
Der flache Uferabschnitt ist perfekt zum entspannten Kurbeln, während Wasservögel und das endlose Schilf für Naturkino sorgen. Am Rückweg geht es leicht ansteigend durch die Weinberge zurück nach Breitenbrunn.
Mit etwa 35 Kilometern und kaum nennenswerten Steigungen eignet sich diese Runde bestens für Familien, E-Biker und alle, die einen entspannten Tag im Sattel suchen. Badegelegenheiten am See bieten sich für eine erfrischende Pause an.
Kultur-Tour zum Römersteinbruch St. Margarethen
Diese Runde verbindet Radfahren mit einem Kulturhighlight. Ausgangspunkt ist Rust oder St. Margarethen, von wo aus du durch sanftes Weinland zum weltberühmten Römersteinbruch St. Margarethen radelst. Die gewaltigen Kalksteinwände, aus denen einst Baumaterial für Wien gewonnen wurde, bilden eine spektakuläre Kulisse und sind im Sommer Bühne für Opernaufführungen.
Nach der Besichtigung führt die Route weiter durch die Weingärten rund um Rust, die für ihren edelsüßen Ausbruch berühmt sind. In Rust selbst lohnt ein Bummel durch die malerische Altstadt mit ihren Storchennestern auf den Kaminen.
Die knapp 28 Kilometer lange Tour ist landschaftlich und kulturell abwechslungsreich und für alle Fitnesslevel geeignet. Plane genügend Zeit für Besichtigungen und eine Weinverkostung ein – hier geht es ums Erleben, nicht ums Tempo.
Panoramarunde über Donnerskirchen zur Martinskapelle
Diese kurze, aber lohnende Runde ab Donnerskirchen ist perfekt für alle, die ein großes Panorama mit überschaubarem Aufwand suchen. Vom Ort aus führt der Weg stetig ansteigend hinauf zur Martinskapelle, einem beliebten Aussichtspunkt über dem Neusiedler See.
Von hier oben reicht der Blick an klaren Tagen über den gesamten See, den Schilfgürtel und bis weit ins Burgenland und Richtung Ungarn. Die Kapelle selbst und die umliegenden Weingärten laden zum Verweilen ein – ein idealer Platz für ein mitgebrachtes Picknick oder ein Foto in der Abendsonne.
Mit rund 15 Kilometern ist die Tour auch für weniger geübte Radfahrer machbar, wobei der Anstieg etwas Kraft kostet. E-Bike-Fahrer meistern ihn locker. Anschließend rollst du beschwingt zurück ins Dorf, wo ein Heuriger auf dich wartet.
Häufige Fragen
Ist das Leithagebirge für Anfänger geeignet?
Ja, das Leithagebirge eignet sich hervorragend für Einsteiger. Die Anstiege sind meist moderat und gleichmäßig, und viele Touren lassen sich mit flachen Abschnitten entlang des Neusiedler Sees kombinieren. So kannst du deine Runde je nach Kondition anpassen.
Wer sich unsicher ist, startet am besten mit einer der flachen Seerunden und tastet sich langsam an die hügeligen Weinbergrouten heran. Auf einem E-Bike werden auch die Anstiege zum Vergnügen. Die gute Beschilderung sorgt dafür, dass du dich nicht verfährst und den Kopf frei fürs Genießen hast.
Kann ich hier mit dem E-Bike gut fahren?
Absolut, das Leithagebirge ist ein Paradies für E-Biker. Die Kombination aus flachen Seepassagen und sanften Hügeln lässt sich mit Motorunterstützung wunderbar bewältigen. Auch längere Anstiege wie der Weg zur Martinskapelle werden so zum entspannten Erlebnis.
In vielen Weinorten und Gasthöfen findest du Lademöglichkeiten, und einige Betriebe bieten sogar Verleih und Akkuservice an. So kannst du auch größere Runden über den ganzen Tag planen, ohne dir Sorgen um die Reichweite machen zu müssen. Frag am besten in deiner Unterkunft nach den nächsten Ladestationen.
Eignet sich die Region zum Radfahren mit Kindern?
Ja, gerade die flachen Abschnitte entlang des Neusiedler Sees sind ideal für Familien mit Kindern. Der Neusiedler-See-Radweg ist gut ausgebaut, weitgehend autofrei und bietet viele Rastplätze sowie Bade- und Spielmöglichkeiten am Wasser.
Für kürzere Runden im Weinland solltest du auf das Alter und die Kondition der Kinder achten, da die Hügel etwas fordernder sein können. Ein Kinderanhänger oder ein E-Bike für die Eltern erleichtert die Sache. Viele Winzerhöfe und Ausflugsziele sind kinderfreundlich, sodass genug Abwechslung für kleine Radler geboten ist.
Welche Fahrradtypen sind am besten geeignet?
Das hängt von deiner geplanten Tour ab. Für die asphaltierten Seerunden und die Weinbergstraßen reicht ein normales Trekking- oder Cityrad völlig aus. Wer die Waldwege über den Kamm des Gebirges erkunden möchte, ist mit einem Gravel- oder Mountainbike deutlich besser bedient.
Rennradfahrer finden auf den ruhigen Nebenstraßen rund um das Gebirge tolle Strecken, sollten aber die Forstwege meiden. Grundsätzlich gilt: Ein Rad mit mehreren Gängen ist wegen der Hügel empfehlenswert. E-Bikes eignen sich für praktisch alle Streckentypen und machen die Höhenmeter angenehm.
Wann ist die beste Zeit zum Radfahren?
Die ideale Zeit sind das Frühjahr von April bis Juni und der Herbst von September bis Oktober. Im Frühling blühen die Weingärten und die Trockenrasen, und die Temperaturen sind angenehm mild. Der Herbst lockt mit der Weinlese, warmen Farben in den Eichenwäldern und der Ganslzeit in den Wirtshäusern.
Der Hochsommer kann durch das pannonische Klima recht heiß werden, weshalb du Touren dann besser in die kühleren Morgen- und Abendstunden legst. Der Vorteil: Es reift der Wein, und die Buschenschänken haben Hochsaison. Achte im Sommer auf ausreichend Sonnenschutz und Trinkwasser.
Darf ich meinen Hund mitnehmen?
Grundsätzlich spricht nichts dagegen, deinen Hund mitzunehmen, sofern er an das Tempo und die Distanz gewöhnt ist. Für längere Touren eignet sich ein Fahrradanhänger oder ein sicherer Radkorb, gerade wenn dein Vierbeiner nicht mehr der Jüngste ist.
Beachte, dass es im Sommer aufgrund der Hitze schnell zu warm für Hunde werden kann. Plane genügend Wasser- und Schattenpausen ein und meide die Mittagshitze. In den Naturschutzgebieten und rund um den Schilfgürtel des Neusiedler Sees solltest du Hunde an der Leine führen, um die dort brütenden Vögel nicht zu stören.
Wie erreiche ich das Leithagebirge mit öffentlichen Verkehrsmitteln?
Das Leithagebirge ist gut mit der Bahn erreichbar. Von Wien aus gelangst du in kurzer Zeit zu Orten wie Neusiedl am See, Bruckneudorf oder in Richtung Eisenstadt, von wo aus du direkt in die Radtouren starten kannst. Viele Züge bieten Fahrradmitnahme an.
Es empfiehlt sich, vorab die Fahrradstellplätze zu reservieren, besonders an schönen Wochenenden im Sommer. Durch die gute Anbindung kannst du auch Streckentouren planen, bei denen du an einem Ort startest und an einem anderen mit dem Zug zurückfährst. Das macht die Tourenplanung angenehm flexibel.
Gibt es unterwegs genug Einkehrmöglichkeiten?
Ja, das Leithagebirge und seine Umgebung sind reich an Einkehrmöglichkeiten. In nahezu jedem Weinort findest du Heurige, Buschenschänken und Gasthäuser, die regionale Spezialitäten und natürlich den lokalen Wein servieren. Rund um den Neusiedler See gibt es zudem viele Cafés und Restaurants.
Beachte, dass Buschenschänken oft nur zu bestimmten Zeiten geöffnet haben, den sogenannten Ausstecktagen. Es lohnt sich, das vorab zu prüfen. Für spontane Pausen unterwegs gibt es an den Radwegen immer wieder Rastplätze, und im Spätsommer verkaufen Bauern frisches Obst direkt am Straßenrand.
Wie fit muss ich sein?
Für die flachen Seerunden brauchst du keine besondere Fitness, hier reicht Grundkondition für gemütliches Radeln. Sobald du in die Hügel des Leithagebirges hineinfährst, solltest du etwas Ausdauer mitbringen, denn die Anstiege ziehen sich mitunter über längere Strecken.
Die gute Nachricht: Durch die abwechslungsreichen Streckenoptionen findet jeder eine passende Route. Wer weniger trainiert ist, greift zum E-Bike oder plant kürzere Runden. Ambitionierte Radler kombinieren mehrere Anstiege zu einer sportlichen Tour. Das Schöne am Leithagebirge ist, dass du dein Erlebnis exakt an deine Form anpassen kannst.
Sind die Wege gut beschildert?
Die Region verfügt über ein dichtes und zuverlässiges Netz an markierten Radrouten. Besonders der Neusiedler-See-Radweg und die regionalen Weinradwege sind durchgehend ausgeschildert, sodass du dich auch ohne GPS gut zurechtfindest.
Trotzdem empfiehlt es sich, für die Waldwege über den Kamm eine Karte oder eine Radfahr-App auf dem Smartphone zu nutzen, da die Beschilderung dort dünner sein kann. Viele Touren lassen sich in gängigen Portalen wie Komoot oder auf den offiziellen Tourismusseiten des Burgenlandes und Niederösterreichs herunterladen.
Kann ich Radtouren mit Weinverkostungen verbinden?
Unbedingt, das ist geradezu ein Markenzeichen der Region. Die Weinorte am Fuß des Leithagebirges wie Donnerskirchen, Purbach, Breitenbrunn und Rust sind bekannt für ihre exzellenten Weine. Viele Winzer bieten Verkostungen und Ab-Hof-Verkauf an.
Denk aber daran, dass Radfahren und Alkohol nicht ideal zusammenpassen. Genieße mit Maß, halte dich an kleine Kostproben und plane bei ausgiebigeren Verkostungen lieber eine Übernachtung ein. Alternativ eignet sich das E-Bike, um trotzdem entspannt heimzukommen. So wird die Kombination aus Radfahren und Weingenuss zum Highlight deines Aufenthalts.
Gibt es Bademöglichkeiten unterwegs?
Ja, der Neusiedler See bietet zahlreiche Bademöglichkeiten, die sich perfekt in eine Radtour einbauen lassen. In Orten wie Breitenbrunn, Podersdorf oder Neusiedl gibt es gepflegte Strandbäder, an denen du dich nach einer heißen Etappe abkühlen kannst.
Der See ist relativ flach und warm, was ihn besonders bei Familien beliebt macht. Nimm bei sommerlichen Touren also unbedingt Badesachen mit. Nach einer erfrischenden Runde im Wasser lässt es sich gleich viel beschwingter weiterradeln. Diese Nähe zum See ist einer der größten Vorzüge der Region.
Wie lange sollte ich für einen Radurlaub einplanen?
Für einen entspannten Radurlaub im Leithagebirge sind drei bis fünf Tage ideal. In dieser Zeit kannst du die schönsten Touren fahren, den Neusiedler See erkunden, kulturelle Highlights wie den Römersteinbruch St. Margarethen besuchen und ausgiebig die Weinkultur genießen.
Wer nur ein Wochenende Zeit hat, konzentriert sich am besten auf eine flache Seerunde und eine Weinbergtour. Für alle, die tiefer eintauchen wollen, bietet die Region genug Abwechslung für eine ganze Woche, zumal sich Ausflüge nach Eisenstadt oder ins ungarische Grenzland gut kombinieren lassen.