Radfahren am Lago di Molveno: Wo türkises Wasser auf schroffe Dolomitenwände trifft
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Radfahren am Lago di Molveno: Wo türkises Wasser auf schroffe Dolomitenwände trifft

Türkiser Bergsee, wilde Dolomitengipfel und Radwege für jede Wade – Molveno macht das Bremsen zum Genuss.

Radfahren am Lago di Molveno

Stell dir vor, du rollst am frühen Morgen auf dem Uferweg entlang, während die ersten Sonnenstrahlen über die zackigen Gipfel der Brenta-Dolomiten fallen und das Wasser des Lago di Molveno in einem fast unwirklichen Türkis erstrahlen lassen. Genau dieser Moment – Reifen auf feuchtem Asphalt, kühle Bergluft in der Nase, die Bremse fürs Fotografieren – ist der Grund, warum sich Radfahrer aus ganz Europa in diesen Winkel des Trentino verlieben.

Der Lago di Molveno liegt auf rund 820 Metern Höhe, eingebettet zwischen dem massiven Bergstock der Brenta im Westen und dem sanfteren Höhenzug der Paganella im Osten. Diese Lage macht ihn zu einem der schönsten Alpenseen Italiens – nicht umsonst wurde er mehrfach als sauberster Badesee der Region ausgezeichnet. Für Radfahrer ist er weit mehr als eine Kulisse: Er ist Ausgangspunkt für gemütliche Familienrunden ebenso wie für schweißtreibende Anstiege hinauf zu Almen und Passhöhen.

Was Molveno so besonders macht, ist der Kontrast. Unten am See herrscht eine fast mediterrane Leichtigkeit mit Cafés, Bootsverleih und Uferpromenade. Oberhalb warten wilde Hochtäler, Schutzhütten und Trails, die Mountainbiker ins Schwärmen bringen. Der Ort selbst hat sich seinen dörflichen Charme bewahrt: keine Betonburgen, sondern gepflegte Häuser, Kirchtürme und der Duft von frisch gebackenem Strudel.

Ob du Genussradler bist, der die Landschaft in sich aufsaugt, oder ambitionierter Biker, der die Höhenmeter zählt – hier findest du dein Terrain. Und wenn die Beine müde werden, wartet immer ein Sprung in den kühlen See oder ein Teller hausgemachte Canederli. Willkommen in einer Region, die dich langsamer fahren lässt, obwohl du eigentlich schneller wolltest.

Topografie & Landschaft

Alpiner Bergsee im Talkessel

Höhenlage

820 m See, Cima Paganella 2.125 m

Geländecharakter

Asphaltwege, Forststraßen, Singletrails

Infrastruktur

Verleih, Hütten, Seilbahnen vorhanden

Beste Reisezeit

Mai bis Oktober

Navigation

Zwischen Brenta-Dolomiten und smaragdgrünem Bergsee

Der türkise Star: Der Lago di Molveno selbst

Der Lago di Molveno ist das schlagende Herz der Region und ein Naturwunder erster Güte. Sein Wasser schimmert je nach Lichteinfall zwischen tiefem Smaragdgrün und leuchtendem Türkis – eine Farbe, die von den kalkhaltigen Zuflüssen der Brenta-Dolomiten herrührt. Bei einer Länge von rund vier Kilometern und einer Uferlinie, die zu Spaziergängen und gemächlichen Radrunden einlädt, ist er der ideale Dreh- und Angelpunkt für jeden Tag im Sattel.

Rund um den See findest du gepflegte Grünflächen, kleine Badebuchten und den beliebten Abenteuerpark, der besonders Familien begeistert. Wusstest du schon, dass der Lago di Molveno mehrfach von der italienischen Umweltorganisation Legambiente mit den begehrten "Fünf Segeln" für herausragende Wasserqualität ausgezeichnet wurde? Nach einer heißen Radtour ist ein Sprung ins glasklare Wasser also nicht nur erfrischend, sondern auch guten Gewissens erlaubt.

Die Brenta-Dolomiten – UNESCO-Welterbe zum Anfassen

Kaum ein Ort bietet einen so nahen Blick auf die Brenta-Dolomiten wie Molveno. Diese schroffe, westlich der Etsch gelegene Dolomitengruppe gehört seit 2009 zum UNESCO-Weltnaturerbe und ragt mit ihren senkrechten Türmen und Nadeln fast bedrohlich schön über den See auf. Für Radfahrer bedeutet das: eine Kulisse, die man sonst nur auf Postkarten sieht, jeden Meter begleitet dich diese steinerne Kathedrale.

Wer möchte, kombiniert die Radtour mit einer Fahrt hinauf zur Bergstation der Seilbahn von Molveno nach Pradel. Von dort öffnen sich Wanderwege und Panoramen, die tief ins Herz der Brenta führen. Der berühmte Rifugio Croz dell'Altissimo etwa ist ein lohnendes Ziel für alle, die ihre Radtour mit einer Wanderung verlängern wollen.

Kulinarik: Zwischen Canederli und Trentiner Käse

Die Trentiner Küche ist ehrlich, deftig und genau das Richtige nach einem Tag auf dem Rad. In den Gasthäusern rund um Molveno kommen Canederli (Semmelknödel in kräftiger Brühe), Polenta mit Wildragout und der cremige Bergkäse Spressa delle Giudicarie auf den Tisch. Dazu ein Glas Teroldego, der charaktervolle Rotwein aus dem nahen Rotaliana-Tal – und der Tag ist gerettet.

Ein echter Geheimtipp: Halte Ausschau nach kleinen Almhütten oberhalb des Sees, die selbstgemachten Ziegenkäse und frische Milch anbieten. Und wer den süßen Abschluss sucht, kommt an einem Stück Strudel oder den lokalen Zelten (Früchtebrot) nicht vorbei. Man radelt hier schließlich nicht nur der Landschaft wegen.

Land & Leute: Trentiner Gelassenheit

Die Menschen im Trentino tragen eine besondere Mischung aus alpiner Bodenständigkeit und italienischer Lebensfreude in sich. In Molveno spürst du diese Gelassenheit an jeder Ecke – ob im Café am See, im Fahrradverleih oder beim Plausch mit dem Hüttenwirt. Deutsch wird hier vielerorts verstanden, doch ein freundliches "Buongiorno" öffnet Türen und Herzen.

Die Region lebt seit Generationen vom sanften Tourismus und hat gelernt, ihre Natur zu schützen statt zu verkaufen. Das merkst du an gepflegten Wegen, klaren Beschilderungen und einer Infrastruktur, die Radfahrer ernst nimmt. Molveno ist kein Massenziel, sondern ein Ort, an dem Qualität vor Quantität steht.

Warum Molveno ein Radparadies für alle ist

Ein See für jede Wade

Das Schöne am Radfahren rund um den Lago di Molveno ist die Vielfalt der Möglichkeiten. Die Uferrunde um den See ist flach, gut befahrbar und familientauglich – ideal, um sich einzurollen oder mit Kindern entspannt in die Pedale zu treten. Wer mehr will, findet in unmittelbarer Nähe Anstiege, die es in sich haben und selbst gestandene Rennradfahrer und E-Biker fordern.

Die Höhenlage von rund 820 Metern sorgt dafür, dass es hier auch im Hochsommer selten unerträglich heiß wird. Während in der Poebene die Luft flimmert, kannst du in Molveno noch angenehm kurbeln. Genau diese klimatische Gunst macht die Region von Mai bis Oktober zu einem verlässlichen Rad-Refugium.

Mountainbike-Terrain der Extraklasse

Für Mountainbiker ist die Region rund um die Paganella und die Brenta ein wahres Spielfeld. Der Dolomiti Paganella Bike Park bei Andalo, nur wenige Kilometer entfernt, gilt als eines der besten Bikeparks der Alpen mit flowigen Trails, Northshore-Elementen und Strecken für jedes Niveau. Von hier aus lassen sich Tages- und Mehrtagestouren durch die Hochtäler planen.

Doch auch abseits des Parks warten unzählige Forststraßen und Singletrails, die dich zu Almen, Aussichtspunkten und stillen Waldwegen führen. Die Wegequalität ist durchweg gut, die Beschilderung vorbildlich. Ob du technische Herausforderungen suchst oder gemütlich zur nächsten Hütte rollst – hier findest du deinen Trail.

Rennrad und E-Bike: Genuss mit Weitblick

Rennradfahrer schätzen die kurvenreichen, gut asphaltierten Straßen, die von Molveno aus in alle Richtungen führen. Der Anstieg zum Passo del Ballino oder die Runde übers Val di Non belohnen mit Panoramen, die man so schnell nicht vergisst. Die Straßen sind meist wenig befahren und laden zu langen Genussetappen ein.

Und dann sind da noch die E-Biker, für die Molveno wie geschaffen ist. Zahlreiche Verleihstationen bieten moderne Pedelecs, mit denen auch anspruchsvolle Höhenmeter zum Vergnügen werden. So kommen selbst weniger trainierte Radler zu den schönsten Aussichtspunkten hoch über dem See – und haben oben noch genug Puste zum Staunen.

Naturerlebnis pur

Was das Radfahren hier so besonders macht, ist die ständige Nähe zur unberührten Natur. Der Adamello-Brenta-Naturpark, Italiens größtes Naturschutzgebiet im Trentino, beginnt praktisch vor der Haustür. Hier leben Braunbären, Steinböcke und Murmeltiere – die Chance auf eine tierische Begegnung ist real, wenn auch mit etwas Glück verbunden.

Die Wechsel zwischen dichten Nadelwäldern, saftigen Almwiesen und der schroffen Felskulisse der Brenta machen jede Tour zu einem Erlebnis für alle Sinne. Es duftet nach Harz und Bergkräutern, in der Ferne läuten Kuhglocken, und über allem thronen die Dolomitengipfel. Radfahren wird hier zur Meditation in Bewegung.

Übernachten am See: Hotels & Unterkünfte rund um Molveno

Die schönsten Radtouren rund um den Lago di Molveno

Uferrunde um den Lago di Molveno

Diese entspannte Rundtour direkt am See ist der perfekte Einstieg und ein Muss für Familien. Du startest im Ortszentrum von Molveno am Hafen und folgst dem gut ausgebauten Uferweg, der über weite Strecken abseits des Autoverkehrs verläuft. Der flache, rund elf Kilometer lange Rundkurs führt dich einmal komplett um das smaragdgrüne Gewässer.

Unterwegs passierst du die schönen Badestellen am Nordufer, den Abenteuerpark und immer wieder Bänke und Rastplätze mit Blick auf die Brenta-Dolomiten. Am Südende, wo der See in feuchte Wiesen übergeht, wird es besonders idyllisch – hier hört man oft nur das Zwitschern der Vögel und das leise Plätschern.

Ideal für Genussradler, Familien mit Kindern und alle, die ihren ersten Tag im Sattel entspannt beginnen wollen. Plane ruhig Pausen zum Baden oder für einen Cappuccino am Ufer ein – Eile ist hier fehl am Platz.

Von Molveno nach Andalo und zum Bikepark Paganella

Diese Tour verbindet den See mit dem Hochplateau von Andalo und ist ideal für alle, die etwas mehr Höhenmeter suchen. Von Molveno aus geht es zunächst bergauf durch schattige Wälder auf gut befahrbaren Rad- und Forstwegen Richtung Andalo. Der Anstieg fordert die Beine, wird aber durch schöne Waldpassagen versüßt.

In Andalo angekommen erreichst du den Zugang zum Dolomiti Paganella Bike Park. Wer ein Mountainbike dabei hat, kann hier die flowigen Trails ausprobieren oder mit der Gondel weiter hinauf zur Cima Paganella fahren, von wo sich ein grandioser Rundblick über das Trentino bietet.

Diese Route eignet sich für konditionsstarke Tourenfahrer und Mountainbiker sowie für E-Biker, die den Anstieg entspannter angehen. Die Rückfahrt nach Molveno lässt sich als schwungvolle Abfahrt genießen – Belohnung für die Mühe des Aufstiegs.

Rennradklassiker über den Passo del Ballino

Für Rennradfahrer ist die Runde zum Passo del Ballino ein echtes Highlight. Von Molveno aus rollst du zunächst in Richtung Süden, vorbei am malerischen Lago di Tenno mit seinem legendären Türkis, bevor der Anstieg zum Ballino-Pass beginnt. Die Straße ist gut asphaltiert und meist angenehm ruhig.

Der Pass selbst liegt auf rund 763 Metern und bietet einen wunderbaren Ausblick auf die umliegende Bergwelt. Oben angekommen kannst du in einem der kleinen Gasthäuser einkehren, bevor es in einer genussvollen Abfahrt wieder talwärts geht. Die mittelalterliche Ortschaft Canale di Tenno lohnt einen Abstecher.

Diese Tour richtet sich an ambitionierte Rennradfahrer mit solider Grundkondition. Die Kombination aus fließenden Anstiegen, historischen Dörfern und den beiden türkisen Seen macht sie zu einem der schönsten Tagesausflüge der Region.

Zur Malga Spora und den Almen der Brenta

Diese Mountainbike-Tour führt dich hinauf in die stillen Hochtäler des Adamello-Brenta-Naturparks. Ausgehend von Molveno folgst du den Forststraßen Richtung Pradel und weiter hinauf zu den hoch gelegenen Almen. Der Weg schlängelt sich durch dichten Nadelwald, bevor sich das Gelände öffnet und den Blick auf die schroffen Felstürme der Brenta freigibt.

Ein lohnendes Ziel ist die Malga Spora, eine bewirtschaftete Alm, auf der du frischen Käse, Milchprodukte und einfache Trentiner Gerichte genießen kannst. Der Anstieg ist fordernd, doch die Ruhe und die grandiose Bergkulisse entschädigen für jeden Tropfen Schweiß.

Empfehlenswert für erfahrene Mountainbiker und E-Biker mit guter Ausdauer. Da du dich hier im Naturpark bewegst, stehen die Chancen gut, Murmeltiere oder gar Gämsen zu beobachten. Bitte bleibe auf den markierten Wegen und respektiere den Lebensraum der Wildtiere.

Genusstour ins Val di Non zum Land der Äpfel

Diese abwechslungsreiche Tour führt dich vom Bergsee hinunter ins fruchtbare Val di Non, das für seine endlosen Apfelplantagen berühmt ist. Über gut ausgebaute Radwege und ruhige Nebenstraßen rollst du durch eine sanft gewellte Kulturlandschaft, die im Frühling mit ihrer Apfelblüte und im Herbst mit der Ernte verzaubert.

Highlights entlang der Strecke sind die spektakuläre Ponte di San Lorenzo, eine der höchsten Brücken der Region, sowie die charmanten Dörfer des Tals mit ihren Kirchen und Schlössern wie dem Castel Thun. Die Region gilt als Wiege der DOP-zertifizierten Melinda-Äpfel.

Diese Tour eignet sich für Genussradler und Familien, die einen Kontrast zur Bergwelt suchen. Kehre unbedingt in einem der Bauernhöfe ein und probiere frischen Apfelsaft oder Strudel – hier schmeckt der Apfel wie nirgendwo sonst.

Häufige Fragen

Ist der Lago di Molveno auch für Anfänger und Familien zum Radfahren geeignet?

Absolut, der Lago di Molveno ist geradezu ideal für Einsteiger und Familien. Die flache Uferrunde um den See verläuft größtenteils autofrei und ist bestens ausgebaut, sodass auch Kinder gefahrlos in die Pedale treten können. Die Strecke ist rund elf Kilometer lang und lässt sich problemlos in Etappen mit Bade- und Eispausen bewältigen.

Für längere Ausflüge empfiehlt es sich, ein E-Bike zu leihen, da die Anstiege in die umliegenden Berge durchaus anspruchsvoll werden können. Viele Verleihstationen bieten spezielle Kinderräder, Anhänger und Kindersitze an. So wird der Radausflug für die ganze Familie zum entspannten Erlebnis.

Kann ich mit meinem Hund am Lago di Molveno radeln gehen?

Grundsätzlich ist die Region hundefreundlich, und viele Wege eignen sich gut für eine Tour mit dem Vierbeiner. Besonders die flachen Uferwege und schattigen Waldstrecken sind angenehm für Hunde, da sie nicht überhitzen. Achte darauf, dass dein Hund gut trainiert und an das Nebenherlaufen gewöhnt ist.

Im Adamello-Brenta-Naturpark gelten allerdings besondere Regeln zum Schutz der Wildtiere – hier herrscht in vielen Bereichen Leinenpflicht. Nimm ausreichend Wasser für deinen Hund mit, plane Pausen ein und meide die heißen Mittagsstunden. Die kühleren Morgen- und Abendstunden sind ideal für gemeinsame Ausflüge.

Wo kann ich in Molveno Fahrräder oder E-Bikes leihen?

In Molveno und dem nahen Andalo gibt es mehrere gut ausgestattete Verleihstationen, die von City-Bikes über Mountainbikes bis hin zu modernen E-Bikes und Rennrädern alles im Angebot haben. Viele Anbieter befinden sich zentral im Ort oder in der Nähe des Sees, sodass du direkt losradeln kannst.

Es lohnt sich, in der Hochsaison vorab zu reservieren, besonders wenn du ein bestimmtes Modell oder E-Bikes benötigst. Die Verleiher beraten in der Regel kompetent zur passenden Größe und geben oft wertvolle Tipps zu aktuellen Wegebedingungen und schönen Routen. Helme und Zubehör sind meist ebenfalls erhältlich.

Wann ist die beste Zeit zum Radfahren am Lago di Molveno?

Die ideale Radsaison am Lago di Molveno erstreckt sich von Mai bis Oktober. Im Frühsommer sind die Wiesen saftig grün, die Wasserfälle führen viel Wasser und die Temperaturen sind angenehm mild. Dank der Höhenlage von rund 820 Metern bleibt es auch im Hochsommer meist erträglich warm.

Der Herbst ist besonders reizvoll, wenn sich die Wälder golden färben und im nahen Val di Non die Apfelernte läuft. Die Monate Juli und August sind am belebtesten, während Juni und September oft die perfekte Balance aus gutem Wetter und Ruhe bieten. In höheren Lagen kann früh oder spät in der Saison noch Restschnee liegen.

Eignet sich die Region eher für Mountainbike oder Rennrad?

Die gute Nachricht: Molveno bedient beide Fraktionen hervorragend. Mountainbiker finden im nahen Dolomiti Paganella Bike Park sowie auf zahllosen Forststraßen und Trails im Adamello-Brenta-Naturpark ein wahres Eldorado mit Strecken für jedes Niveau, von flowigen Abfahrten bis zu technischen Singletrails.

Rennradfahrer wiederum schätzen die kurvenreichen, gut asphaltierten und meist verkehrsarmen Straßen, die zu Pässen wie dem Passo del Ballino oder durch das Val di Non führen. Wer beides mag, kann seine Ausrüstung entsprechend wählen und die Vielfalt voll ausschöpfen. Auch E-Biker kommen auf beiden Terrains bestens zurecht.

Wie anspruchsvoll sind die Radtouren rund um Molveno?

Das Spektrum reicht von sehr entspannt bis richtig fordernd. Die Uferrunde um den See ist flach und für jedermann machbar. Sobald du jedoch die umliegenden Berge in Angriff nimmst, kommen schnell einige Höhenmeter zusammen, denn Molveno liegt in einem von steilen Hängen umgebenen Talkessel.

Touren wie der Anstieg nach Andalo oder zu den Almen der Brenta erfordern eine solide Grundkondition. Wer sich unsicher ist, greift zum E-Bike, das die Anstiege deutlich entschärft. Grundsätzlich gilt: Plane deine Route ehrlich nach deiner Fitness und lass dir im Verleih oder Tourismusbüro Empfehlungen geben.

Gibt es unterwegs genug Einkehrmöglichkeiten?

Ja, die Region ist gut mit Einkehrmöglichkeiten versorgt. Im Ort Molveno selbst findest du zahlreiche Cafés, Bars und Restaurants direkt am See, wo du dich vor oder nach der Tour stärken kannst. Auch in Andalo und den umliegenden Dörfern gibt es reichlich Gastronomie.

Auf den Bergtouren warten bewirtschaftete Almen und Schutzhütten, die Trentiner Spezialitäten wie Canederli, Polenta und frischen Käse anbieten. Ein besonderer Genuss ist die Rast auf einer sonnigen Almterrasse mit Blick auf die Brenta-Dolomiten. Bring dennoch immer etwas Wasser und einen Snack mit, denn nicht jede Hütte ist täglich geöffnet.

Kann ich mein Fahrrad in der Seilbahn oder Gondel transportieren?

Ja, die Seilbahnen und Gondeln der Region, etwa die Anlage von Molveno nach Pradel oder die Aufstiegsanlagen der Paganella, transportieren in der Regel auch Fahrräder. Das ist besonders praktisch, wenn du die anstrengenden Höhenmeter sparen und dich stattdessen auf die Abfahrt konzentrieren möchtest.

Für den Fahrradtransport wird meist ein kleiner Aufpreis fällig, und die Kapazitäten können in der Hochsaison begrenzt sein. Informiere dich vorab über die aktuellen Betriebszeiten und Preise, da diese saisonal variieren. So lässt sich eine bequeme Bergauffahrt mit einer genussvollen Trail-Abfahrt kombinieren.

Ist Molveno ein guter Ausgangspunkt für Mehrtagestouren?

Molveno eignet sich hervorragend als Basislager für mehrtägige Radabenteuer. Von hier aus lassen sich zahlreiche Tagestouren in unterschiedliche Richtungen unternehmen, ohne die Unterkunft wechseln zu müssen. Das nahe Val di Non, die Brenta-Hochtäler und die Seen des Trentino sind allesamt gut erreichbar.

Für ambitionierte Biker bieten sich zudem Verbindungen zu den großen Trans-Alp-Routen und regionalen Radwegenetzen an. Die gute touristische Infrastruktur mit Hotels, Verleihstationen und Werkstätten macht die Planung unkompliziert. Viele Unterkünfte sind speziell auf Radgäste eingestellt und bieten sichere Abstellräume sowie Ladestationen für E-Bikes.

Wie komme ich am besten nach Molveno?

Molveno erreichst du am bequemsten mit dem Auto über die Brennerautobahn A22, Ausfahrt Trento oder San Michele all'Adige, und von dort über gut ausgebaute Landstraßen ins Tal. Die Anfahrt durch die Berge ist bereits ein landschaftliches Erlebnis für sich.

Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, nimmt den Zug bis Trento und steigt dort auf Busverbindungen um, die Molveno und Andalo anfahren. Die Fahrräder lassen sich in vielen Bussen und Zügen mitnehmen, allerdings solltest du dich vorab über Kapazitäten informieren. Alternativ bietet sich das Leihen vor Ort an, um die Anreise zu vereinfachen.

Muss ich mit vielen anderen Radfahrern und Touristen rechnen?

Molveno ist ein beliebtes, aber kein überlaufenes Ziel. In den Sommermonaten Juli und August sowie an Wochenenden kann es am See und im Ort durchaus lebhaft werden, da viele Familien und Tagesgäste die Region besuchen. Auf den Radwegen abseits des Ufers verteilt sich der Andrang jedoch schnell.

Wer die Ruhe sucht, startet früh am Morgen oder weicht auf die höher gelegenen Touren aus, wo du oft stundenlang niemandem begegnest. Die Nebensaison im Juni und September bietet die beste Kombination aus angenehmem Wetter und deutlich weniger Betrieb. Insgesamt bewahrt sich Molveno seinen authentischen, ruhigen Charakter.

Gibt es geführte Radtouren oder Guides in der Region?

Ja, in Molveno und Umgebung werden geführte Touren für unterschiedliche Ansprüche angeboten. Ortskundige Bike-Guides zeigen dir die schönsten Trails, verraten Geheimtipps und passen das Tempo an die Gruppe an. Das ist besonders wertvoll, wenn du die Region noch nicht kennst oder anspruchsvolle Mountainbike-Strecken sicher fahren möchtest.

Manche Verleiher und Bike-Schulen bieten zudem Technik-Kurse an, in denen du deine Fahrfertigkeiten verbessern kannst. Für Familien gibt es oft entspannte Erlebnistouren mit Einkehr. Buche solche Angebote am besten vorab über das Tourismusbüro oder direkt bei den Anbietern, gerade in der Hochsaison sind die Plätze begehrt.

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