Radfahren im Kaisergebirge: Wo schroffe Felsen und sanfte Almwiesen dein Herz höherschlagen lassen
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Radfahren im Kaisergebirge: Wo schroffe Felsen und sanfte Almwiesen dein Herz höherschlagen lassen

Zwischen schroffen Felszacken und sanften Almwiesen wartet ein Radrevier, das dich mit jedem Kilometer tiefer in seinen Bann zieht.

Radfahren im Kaisergebirge

Es gibt Landschaften, die dich beim ersten Blick sprachlos machen – und dann gibt es das Kaisergebirge. Zwischen Kufstein, St. Johann in Tirol und dem sonnenverwöhnten Kaiserwinkl erhebt sich ein Gebirgsstock, der so kraftvoll aus der Ebene ragt, dass er seinen königlichen Namen mit vollem Recht trägt. Der Wilde Kaiser zeigt sich schroff, zerklüftet und dramatisch, während der Zahme Kaiser mit sanften Almwiesen und rundlichen Rücken das genaue Gegenteil verkörpert. Genau dieser Kontrast macht das Radeln hier so unwiderstehlich.

Stell dir vor, du rollst am frühen Morgen durch taufrische Wiesen, während über dir die Felszacken im ersten Licht glühen. Die Luft riecht nach Heu, Fichtenharz und ein bisschen nach Abenteuer. Auf gut ausgebauten Radwegen entlang der Flüsse Kufsteiner Ache und Kitzbüheler Ache gleitest du fast mühelos dahin, während ambitionierte Bergradler die steilen Almstraßen hinauf zu einsamen Hütten kurbeln. Hier ist für jeden etwas dabei – vom Familienausflug bis zur schweißtreibenden Königsetappe.

Das Kaisergebirge ist Teil eines der ältesten Naturschutzgebiete Tirols, und das spürst du auf jedem Kilometer. Klare Bergbäche, tiefgrüne Wälder, blühende Almwiesen und immer wieder dieser majestätische Blick auf die Felswände, die schon Generationen von Alpinisten angezogen haben. Zwischendurch lockt eine urige Alm mit frischer Buttermilch, Kaiserschmarrn und einer Aussicht, die jeden Anstieg vergessen lässt.

Ob genussvoll auf dem E-Bike, sportlich auf dem Rennrad oder abenteuerlustig auf dem Mountainbike – das Kaisergebirge empfängt dich mit offenen Armen und einem Wegenetz, das keine Wünsche offenlässt. Pack die Radhose ein, fülle die Trinkflasche, und lass dich von dieser königlichen Bergwelt verzaubern.

Topografie & Landschaft

Schroffes Kalkmassiv mit Almtälern

Höhenlage

bis 2.344 m (Ellmauer Halt)

Geländecharakter

Radwege, Almstraßen, Forstwege

Infrastruktur

Sehr gut ausgebaut, radlerfreundlich

Beste Reisezeit

Mai bis Oktober

Navigation

Natur, Kultur und Genussmomente im Kaisergebirge

Der Wilde und der Zahme Kaiser – ein Bergmassiv, zwei Gesichter

Kaum ein Gebirge in den Nordalpen zeigt sich so gegensätzlich wie das Kaisergebirge. Der Wilde Kaiser reckt seine bleichen Kalkzacken schroff und dramatisch in den Himmel – ein Anblick, der Bergsteigern seit über hundert Jahren die Sinne raubt. Die berühmten Wände von Ellmauer Halt, Predigtstuhl und Totenkirchl sind Ikonen des Alpinismus. Vom Radsattel aus betrachtet, wirken sie wie eine gewaltige, immer präsente Kulisse, die dich auf jeder Tour begleitet.

Ganz anders der Zahme Kaiser im Norden: sanfter, grüner, freundlicher. Hier ziehen sich weite Almflächen über die Höhen, unterbrochen von einzelnen Felspartien. Dieser Kontrast auf engstem Raum ist die eigentliche Sensation der Region – und macht jede Radrunde zu einem visuellen Erlebnis, das nie langweilig wird.

Kufstein – die Perle am Inn

Die Festungsstadt Kufstein ist für viele Radler der ideale Ausgangspunkt. Über der Altstadt thront die mächtige Festung Kufstein, deren Heldenorgel täglich weit über das Inntal hinaus erklingt. Durch die verwinkelten Gassen und über den lebendigen Stadtplatz zu schlendern, ist die perfekte Belohnung nach einer langen Tour – am besten mit einem Stück Kuchen in einem der traditionsreichen Cafés.

Rund um Kufstein verläuft der bestens ausgebaute Innradweg, der dich flach und familienfreundlich durch das Tal führt. Von hier aus erschließt sich die gesamte Region wie ein Fächer – ob Richtung Kaiserwinkl, hinauf ins Kaisertal oder gemütlich flussabwärts.

Kulinarik: Almgenuss und Tiroler Herzhaftigkeit

Radeln im Kaisergebirge macht hungrig – und zum Glück steht an fast jeder Ecke eine urige Einkehr bereit. Auf den Almen locken deftige Klassiker wie Kaspressknödel, Speckplatten und der unvermeidliche Kaiserschmarrn, der hier fast schon Kult ist. Dazu ein Glas frische Buttermilch oder ein alkoholfreies Weißbier, und die Welt ist in Ordnung.

Ein Geheimtipp sind die kleinen Sennhütten abseits der großen Wege, wo der Käse noch selbst gemacht wird. Wer Glück hat, wird von einer freundlichen Sennerin persönlich bedient und erfährt nebenbei die eine oder andere Geschichte über das Almleben. Wusstest du schon? Der Bergkäse aus der Region reift oft mehrere Monate in kühlen Kellern und entwickelt dabei sein unverwechselbar würziges Aroma.

Naturjuwel Kaisertal

Das Kaisertal gilt als eines der schönsten Täler der Nordalpen und war lange Zeit nur zu Fuß erreichbar – erst 2008 wurde eine Straße gebaut. Diese Ursprünglichkeit spürst du bis heute. Zwar ist das Tal selbst radtechnisch begrenzt befahrbar, doch die Zufahrt und die umliegenden Wege bieten Naturerlebnisse pur: klare Bäche, dichte Wälder und eine Stille, die in den Alpen selten geworden ist.

Wusstest du schon? Das Kaisergebirge zählt zu den ältesten Naturschutzgebieten Österreichs. Bereits 1963 wurde es unter Schutz gestellt, um seine einzigartige Flora und Fauna zu bewahren. Steinadler, Gämsen und seltene Alpenblumen fühlen sich hier bis heute zuhause.

Warum das Kaisergebirge ein Radlerparadies ist

Ein Wegenetz für jeden Fahrtyp

Das Kaisergebirge und seine umliegenden Täler bieten eine Vielfalt, die ihresgleichen sucht. Familien und Genussradler finden entlang der Flusstäler bestens ausgebaute, weitgehend flache Radwege wie den Innradweg oder die Verbindungen im Kaiserwinkl. Diese asphaltierten oder fein geschotterten Routen sind ideal, um die Landschaft in aller Ruhe aufzusaugen, ohne dabei die Beine zu überstrapazieren.

Wer es sportlicher mag, für den öffnet sich eine ganze Welt an Almstraßen und Forstwegen. Die Anstiege zu den Hochalmen fordern Kondition, belohnen aber mit spektakulären Panoramen und rasanten Abfahrten. Mountainbiker finden im Umland zahlreiche markierte Routen, während E-Biker die Region ohnehin als Paradies empfinden – der Rückenwind aus dem Akku macht auch steile Rampen zum Vergnügen.

Die Felskulisse als ständiger Begleiter

Was das Radfahren hier so besonders macht, ist die allgegenwärtige Präsenz des Wilden Kaisers. Anders als in vielen anderen Radregionen, wo man erst mühsam einen Aussichtspunkt erklimmen muss, thront die imposante Felswand hier fast überall am Horizont. Egal ob du durch das Söller Becken rollst oder oberhalb von Ellmau die Sonnenterrasse befährst – dieser Anblick ist einfach unbezahlbar.

Besonders am Morgen und in den Abendstunden entfaltet die Bergkette ihre volle Magie, wenn das warme Licht die Felsen in Gold- und Rosatöne taucht. Fotografen kommen hier voll auf ihre Kosten, und selbst nüchterne Radler werden zum Innehalten und Staunen verführt.

Aussichtspunkte, die den Schweiß wert sind

Für die kleine Extraportion Belohnung lohnt sich der Aufstieg zu den Almen rund um Ellmau, Going und Scheffau. Die Hartkaiser-Region etwa bietet einen weiten Blick über das Söller Becken bis hin zu den Kitzbüheler Alpen. Von hier aus wirkt der Wilde Kaiser zum Greifen nah, und an klaren Tagen reicht die Sicht bis weit ins Inntal.

Auch der Bereich rund um den Walchsee im Kaiserwinkl ist ein Highlight: Der türkisgrüne Badesee spiegelt bei ruhigem Wetter die Bergkulisse, und eine Umrundung mit dem Rad gehört zu den entspanntesten Genüssen der Region. Ein Sprung ins kühle Nass nach der Tour rundet den Tag perfekt ab.

Für wen ist das Kaisergebirge das Richtige?

Die ehrliche Antwort: für fast jeden. Familien mit Kindern finden sichere, flache Wege und viele Einkehrmöglichkeiten. Genussradler auf dem E-Bike erschließen sich mühelos auch höher gelegene Almen. Und sportliche Rennrad- und Mountainbikefahrer stoßen an anspruchsvollen Anstiegen an ihre Grenzen – im besten Sinne.

Was alle eint, ist das Gefühl, in einer intakten, ursprünglichen Bergwelt unterwegs zu sein. Die Region hat sich ihren Charme bewahrt, ohne überlaufen zu wirken. Wer die Kombination aus dramatischer Bergkulisse, sanften Tälern und herzlicher Tiroler Gastfreundschaft sucht, ist hier goldrichtig.

Radlerfreundliche Unterkünfte rund um den Wilden und Zahmen Kaiser

Die schönsten Radtouren im Kaisergebirge

Kaiserwinkl-Runde um den Walchsee

Diese entspannte Genussrunde startet im Ort Walchsee und führt dich zunächst einmal komplett um den gleichnamigen, türkisgrün schimmernden Badesee. Der weitgehend flache Rundweg ist perfekt für Familien und alle, die das Radeln mit Naturgenuss verbinden möchten. Immer wieder öffnet sich der Blick über das Wasser hinauf zum Zahmen Kaiser, dessen sanfte Rücken sich im See spiegeln.

Von Walchsee aus lässt sich die Tour bequem Richtung Kössen und Schwendt erweitern, wo dich ruhige Nebenstraßen und Radwege durch die weite Talebene führen. Unterwegs laden mehrere Gasthäuser und Almen zur Einkehr ein – die Region ist bekannt für ihre herzliche Gastfreundschaft und deftige Tiroler Küche.

Ideal ist diese Runde für Genussradler, E-Biker und Familien mit Kindern. Wer möchte, beendet den Tag mit einem erfrischenden Sprung in den Walchsee, der zu den wärmsten Badeseen Tirols zählt. Ein rundum entspanntes Erlebnis mit königlicher Kulisse.

Innradweg-Etappe rund um Kufstein

Der Innradweg gehört zu den beliebtesten Flussradwegen der Alpen, und die Etappe rund um Kufstein zeigt eindrucksvoll, warum. Du startest in der Festungsstadt Kufstein, rollst am Ufer des mächtigen Inn entlang und genießt dabei den weiten Blick auf die Festung und die dahinter aufragenden Felszacken des Kaisergebirges.

Die Strecke ist überwiegend flach, gut asphaltiert und bestens beschildert – ideal für alle, die entspannt Kilometer sammeln möchten, ohne sich mit steilen Anstiegen herumzuschlagen. Flussabwärts erreichst du kleine Tiroler Orte, während sich flussaufwärts die Landschaft zunehmend alpin präsentiert.

Diese Tour eignet sich hervorragend für Familien, Einsteiger und Genussradler. Zurück in Kufstein solltest du unbedingt die Altstadt erkunden und das tägliche Konzert der berühmten Heldenorgel abwarten. Ein Stück Kuchen in einem der Cafés am Stadtplatz ist die perfekte Belohnung für einen gelungenen Radtag.

Almrunde über den Hartkaiser bei Ellmau

Für sportlich ambitionierte Radler ist die Auffahrt in die Hartkaiser-Region oberhalb von Ellmau ein echtes Highlight. Von Ellmau aus geht es auf befestigten Almstraßen kontinuierlich bergauf, vorbei an saftigen Almwiesen und immer mit dem gewaltigen Panorama des Wilden Kaisers vor Augen. Der Anstieg fordert Kondition, doch jeder Höhenmeter wird mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt.

Oben angekommen, breitet sich das gesamte Söller Becken vor dir aus, und der Blick reicht weit hinüber zu den Kitzbüheler Alpen. Mehrere bewirtschaftete Almen laden zur wohlverdienten Rast ein – ein Kaiserschmarrn mit Aussicht schmeckt hier einfach doppelt so gut.

Die anschließende Abfahrt ist ein Genuss für alle, die den Fahrtwind lieben. Diese Tour richtet sich an trainierte Radler und E-Biker, die den Reiz der Höhe suchen. Wer die volle Kaiser-Kulisse erleben will, sollte einen klaren Morgen für diesen Ausflug wählen.

Genussradeln durch die KAT-Region nach St. Johann

Diese abwechslungsreiche Talroute verbindet die Orte am Fuße des Wilden Kaisers und führt dich von Ellmau über Going bis nach St. Johann in Tirol. Auf gut ausgebauten Radwegen und ruhigen Nebenstraßen radelst du durch eine sanft gewellte Landschaft, immer begleitet von der dramatischen Felskulisse im Norden.

Unterwegs passierst du typische Tiroler Dörfer mit blumengeschmückten Bauernhäusern und einladenden Gasthöfen. In Going lohnt ein kurzer Halt an der barocken Pfarrkirche, während St. Johann mit seinem lebendigen Ortskern und den bemalten Fassaden zum Verweilen einlädt.

Die Strecke ist moderat und auch für weniger geübte Radler gut machbar, besonders mit dem E-Bike. Sie eignet sich perfekt als Tagesausflug mit vielen Einkehr- und Fotomöglichkeiten. Wer möchte, kombiniert die Route mit einer Bahnfahrt für die Rückreise und macht daraus eine bequeme Genusstour.

Rundtour Scheffau – Söll – Going

Diese klassische Rundtour verbindet drei der schönsten Orte der Region und führt dich rund um den südlichen Fuß des Wilden Kaisers. Startpunkt ist Scheffau, von wo aus du auf Radwegen und wenig befahrenen Straßen zunächst nach Söll rollst, dem bekannten Ferienort mit seiner schmucken Wallfahrtskirche auf dem Hügel.

Von Söll aus geht es weiter durch das leicht hügelige Söller Becken Richtung Going, wobei sich immer wieder herrliche Ausblicke auf die Felswände auftun. Die Strecke bietet eine gelungene Mischung aus entspannten Passagen und einigen sanften Anstiegen, die auch untrainierte Radler gut bewältigen.

Zurück nach Scheffau schließt sich die Runde durch idyllische Wiesenlandschaften. Diese Tour ist ideal für Radler, die eine abwechslungsreiche Halbtagesrunde mit viel Panorama suchen. Zahlreiche Almen und Gasthäuser am Weg sorgen dafür, dass niemand hungrig oder durstig bleiben muss.

Kössen und die Kitzbüheler Ache

Diese ruhige Tour führt dich entlang der Kitzbüheler Ache durch den nordöstlichen Teil des Kaiserwinkls. Von Kössen aus radelst du auf gut ausgebauten Wegen dem Flusslauf folgend durch eine weite, grüne Talebene, umrahmt von den sanften Höhen des Zahmen Kaisers und den Chiemgauer Alpen.

Die weitgehend flache Strecke ist ein Traum für Familien und Genussradler. Unterwegs begegnest du klaren Bächen, blühenden Wiesen und immer wieder kleinen Rastplätzen, die zum Verweilen einladen. Kössen selbst ist übrigens auch als Paragleiter-Hotspot bekannt – mit etwas Glück siehst du bunte Schirme über dir kreisen.

Die Region strahlt eine wohltuende Ruhe aus, fernab vom großen Trubel. Diese Tour eignet sich perfekt für einen entspannten Tag im Sattel, gerne kombiniert mit einer gemütlichen Einkehr in einem der traditionellen Gasthöfe. Ein echter Geheimtipp für alle, die das Radeln in unberührter Natur schätzen.

Häufige Fragen

Ist das Kaisergebirge zum Radfahren mit Kindern geeignet?

Ja, das Kaisergebirge ist eine hervorragende Region für Familien mit Kindern. Besonders die flachen Talradwege wie der Innradweg rund um Kufstein oder die Wege im Kaiserwinkl rund um den Walchsee sind sicher, gut ausgebaut und weitgehend autofrei.

Diese Routen bieten viele Einkehrmöglichkeiten, Rastplätze und Badeseen, sodass Pausen ganz ungezwungen eingelegt werden können. Für kleinere Kinder empfehlen sich kürzere Etappen mit dem Anhänger oder auf dem Kindersitz. Ältere Kinder haben mit dem eigenen Rad auf den ebenen Strecken viel Freude. Wer höher hinaus möchte, sollte auf E-Bikes oder gut trainierte Familien setzen, da die Almstraßen doch einige Höhenmeter fordern.

Kann ich das Kaisergebirge mit dem Hund erkunden?

Grundsätzlich ist die Region hundefreundlich, allerdings ist Radfahren mit Hund immer mit Bedacht zu genießen. Auf den flachen Talradwegen kann dein Vierbeiner gut nebenherlaufen, sofern die Distanzen nicht zu lang sind und du auf ausreichend Wasser und Pausen achtest.

Bei längeren oder bergigen Touren empfiehlt sich ein spezieller Fahrradanhänger für Hunde. Beachte außerdem, dass große Teile des Kaisergebirges als Naturschutzgebiet ausgewiesen sind, wo eine Leinenpflicht gelten kann und Rücksicht auf Wildtiere geboten ist. Viele Gasthöfe und Almen heißen Hunde willkommen, ein Wassernapf steht oft bereit. Informiere dich vor Ort über aktuelle Regelungen, besonders während der Almsaison mit Weidevieh.

Wann ist die beste Zeit zum Radfahren im Kaisergebirge?

Die ideale Radsaison im Kaisergebirge reicht von Mai bis Oktober. Im Frühsommer erlebst du blühende Almwiesen und angenehm frische Temperaturen, während die Berggipfel oft noch mit Restschnee glänzen – ein besonders reizvoller Kontrast.

Die Monate Juli und August bieten die stabilsten Wetterlagen und volle Erschließung aller Almen und Einkehrmöglichkeiten. Wer es ruhiger mag, wählt den September oder frühen Oktober: Dann sind die Wege weniger frequentiert, die Luft ist klar, und die beginnende Herbstfärbung taucht die Landschaft in warme Töne. In den höheren Lagen kann es im Frühjahr und Herbst allerdings kühl werden, daher lohnt sich stets ein Blick auf den Wetterbericht.

Eignet sich die Region für E-Bikes?

Absolut, das Kaisergebirge ist geradezu ein Paradies für E-Biker. Die Kombination aus flachen Talwegen und anspruchsvollen Almauffahrten macht die elektrische Unterstützung besonders attraktiv, da du auch höher gelegene Ziele mühelos erreichst.

In den Orten rund um den Wilden Kaiser wie Ellmau, Söll, Scheffau und Kufstein gibt es zahlreiche E-Bike-Verleihstationen sowie Ladestationen an Gasthöfen und Almen. So kannst du selbst längere Touren ohne Reichweitensorgen unternehmen. Gerade für gemischte Gruppen mit unterschiedlicher Kondition ist das E-Bike ideal, weil alle gemeinsam die schönsten Aussichtspunkte erreichen. Viele Unterkünfte bieten zudem eigene Ladeboxen und Verleihservice direkt vor Ort an.

Welche Ausrüstung sollte ich mitnehmen?

Neben dem obligatorischen Helm empfiehlt sich im Gebirge stets eine wetterangepasste Kleidung. Das Bergwetter kann schnell umschlagen, daher gehören eine leichte Regenjacke und eine wärmere Schicht auch im Sommer ins Gepäck, besonders für die kühleren Höhenlagen.

Ausreichend Wasser und ein paar Snacks sind ratsam, auch wenn die Almen unterwegs gute Verpflegung bieten. Sonnencreme und Sonnenbrille sind in den Bergen wichtiger, als viele denken, da die UV-Strahlung mit der Höhe zunimmt. Ein kleines Reparaturset mit Ersatzschlauch und Pumpe sollte immer dabei sein. Für längere oder bergige Touren empfiehlt sich zudem ein Handy mit geladener Offline-Karte, da nicht überall Netzabdeckung besteht.

Gibt es geführte Radtouren in der Region?

Ja, in den Tourismusorten rund um das Kaisergebirge werden regelmäßig geführte Radtouren angeboten. Diese reichen von entspannten Genussrunden für Familien bis hin zu sportlichen Mountainbike-Touren mit ortskundigen Guides.

Geführte Touren haben den Vorteil, dass du die schönsten und oft weniger bekannten Strecken kennenlernst, ohne selbst navigieren zu müssen. Zudem erfährst du viel Wissenswertes über die Region, ihre Natur und Geschichte. Viele Tourismusverbände und Bikeschulen bieten solche Programme an, teilweise sogar kostenlos mit der örtlichen Gästekarte. Es lohnt sich, direkt bei deiner Unterkunft oder im Tourismusbüro nach aktuellen Angeboten zu fragen.

Wie anspruchsvoll sind die Touren im Kaisergebirge?

Das Spektrum ist bewusst breit gefächert, sodass für jedes Fitnesslevel etwas dabei ist. Die Talradwege entlang von Inn, Kitzbüheler und Kufsteiner Ache sind flach und auch für Einsteiger und Familien problemlos zu bewältigen.

Sobald du dich jedoch in die Höhe wagst, wird es sportlicher. Die Auffahrten zu den Almen fordern Kondition und eine gewisse Erfahrung, belohnen aber mit grandiosen Ausblicken. Mountainbiker finden zudem technisch anspruchsvolle Trails im Umland. Dank der E-Bike-Möglichkeiten sind aber auch anspruchsvolle Ziele für weniger Trainierte erreichbar. Plane deine Tour entsprechend deiner Kondition und starte im Zweifel mit den moderaten Strecken, um dich langsam zu steigern.

Kann ich Fahrräder vor Ort ausleihen?

Ja, in allen größeren Orten der Region wie Kufstein, Ellmau, Söll und im Kaiserwinkl gibt es gut sortierte Radverleihstationen. Dort bekommst du vom Kinderrad über das komfortable Trekkingbike bis hin zum hochwertigen E-Bike und Mountainbike alles, was das Radlerherz begehrt.

Viele Verleiher bieten auch Zubehör wie Helme, Kindersitze und Anhänger an. Es empfiehlt sich, gerade in der Hochsaison vorab zu reservieren, um das gewünschte Modell sicher zu bekommen. Zahlreiche Hotels und Pensionen stellen ihren Gästen ebenfalls Leihräder zur Verfügung oder kooperieren mit lokalen Verleihstationen. So kannst du auch ohne eigenes Rad unbeschwert in den Radurlaub starten.

Wie komme ich am besten ins Kaisergebirge?

Die Region ist sehr gut erreichbar. Mit dem Auto gelangst du über die Inntalautobahn A12 direkt nach Kufstein, von wo aus sich die Orte rund um den Kaiser bequem erreichen lassen. Ausreichend Parkmöglichkeiten stehen in allen Ferienorten zur Verfügung.

Auch mit der Bahn ist die Anreise komfortabel: Kufstein und St. Johann in Tirol verfügen über Bahnhöfe mit guten Verbindungen. Von dort gelangst du mit regionalen Bussen oder direkt per Rad zu deinem Ziel. Wer sein eigenes Fahrrad mitbringen möchte, kann dies in den meisten Zügen problemlos tun, sollte aber die Fahrradmitnahme vorab reservieren. Innerhalb der Region erleichtern zahlreiche Wander- und Radbusse den Transport.

Gibt es unterwegs genügend Einkehrmöglichkeiten?

Definitiv – das Kaisergebirge ist berühmt für seine dichte und herzliche Almwirtschaft. Auf nahezu jeder Tour findest du bewirtschaftete Almen, Gasthöfe und Cafés, die mit typischer Tiroler Küche und selbstgemachten Spezialitäten locken.

Von deftigen Kaspressknödeln über frische Buttermilch bis zum legendären Kaiserschmarrn ist für jeden Geschmack gesorgt. Besonders auf den höher gelegenen Almen schmecken die regionalen Gerichte mit Panoramablick gleich doppelt so gut. In den Tälern reihen sich zudem gemütliche Cafés und Restaurants aneinander. Beachte, dass Almen oft nur während der Sommermonate geöffnet haben, während die Talgasthöfe meist ganzjährig für dich da sind.

Ist das Kaisergebirge auch für Rennradfahrer interessant?

Ja, Rennradfahrer kommen in der Region ebenfalls auf ihre Kosten. Die gut ausgebauten Straßen im Inntal und die Verbindungen zwischen den Ferienorten bieten schöne Streckenabschnitte mit fließendem Fahrgefühl und herrlichem Bergpanorama.

Für ambitionierte Rennradler locken zudem die Passstraßen und Anstiege der umliegenden Gebirgsgruppen, etwa Richtung Kitzbüheler Alpen oder ins benachbarte Chiemgau. So lassen sich sportliche Rundtouren mit ordentlich Höhenmetern zusammenstellen. Die Kombination aus Talpassagen und knackigen Anstiegen macht die Region abwechslungsreich. Wichtig ist, auf den viel befahrenen Talstraßen stets aufmerksam zu fahren und auf gut sichtbare Kleidung zu achten.

Muss ich in Naturschutzgebieten besondere Regeln beachten?

Ja, große Teile des Kaisergebirges stehen unter Naturschutz, weshalb ein rücksichtsvolles Verhalten selbstverständlich sein sollte. Bleibe stets auf den ausgewiesenen Wegen und Straßen, um die empfindliche Flora und die Lebensräume der Wildtiere nicht zu stören.

Nimm deinen Müll wieder mit, halte respektvollen Abstand zu Weidevieh und schließe Almgatter stets hinter dir. In manchen Bereichen ist das Radfahren nur auf bestimmten Routen erlaubt, daher lohnt ein Blick auf die örtliche Beschilderung. Das Kaisertal etwa ist besonders sensibel und weitgehend für den Verkehr gesperrt. Mit einem verantwortungsvollen Umgang trägst du dazu bei, dass diese einzigartige Bergwelt auch künftigen Generationen erhalten bleibt.

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