Bewaldetes Hügelland
Radfahren im Hausruckwald und Kobernaußerwald: Zwei Waldriesen im Innviertel entdecken
Radeln im Hausruck & Kobernaußerwald
Stell dir vor, du rollst durch das oberösterreichische Innviertel, links und rechts nichts als sanft gewelltes Hügelland, dazwischen zwei der größten zusammenhängenden Waldgebiete Mitteleuropas: der Hausruckwald und der Kobernaußerwald. Zwei grüne Riesen, die sich wie ein tiefes Atemholen über die Landschaft legen und die es beim Radfahren so wunderbar unaufgeregt machen wie kaum eine andere Ecke Österreichs.
Hier gibt es keine Massen, keine Selfie-Warteschlangen an überlaufenen Aussichtstürmen und kein Gedränge auf schmalen Wegen. Stattdessen wartet auf dich ein weitverzweigtes Netz aus stillen Forststraßen, sanften Nebenstraßen und gepflegten Radwegen, das sich zwischen kleinen Ortschaften, Bauernhöfen, Streuobstwiesen und dichten Fichten- und Buchenwäldern hindurchschlängelt. Es riecht nach Harz, nach frisch gemähten Wiesen, manchmal nach warmem Waldboden nach einem Sommerregen.
Der Kobernaußerwald ist dabei der große, ruhige Bruder: ein riesiges, fast durchgehend bewaldetes Gebiet, das förmlich dazu einlädt, sich für ein paar Stunden von der Welt abzumelden. Der Hausruckwald wiederum überrascht mit mehr Höhenmetern, spannenden Ausblicken und einer bewegten Bergbaugeschichte, die noch heute an vielen Ecken durchschimmert.
Radfahren bedeutet hier nicht Höchstleistung um jeden Preis. Es bedeutet, das Tempo herauszunehmen, an einem Gasthaus mit hausgemachtem Most und Innviertler Speckbrot Halt zu machen und einfach zu genießen. Ob du gemütlich mit der Familie unterwegs bist, mit dem E-Bike die Hügel bezwingst oder als ambitionierte Rennradlerin die stillen Straßen liebst: Diese Region nimmt dich, wie du bist. Und sie belohnt dich mit einer Ehrlichkeit, die man im Tourismus selten so pur findet.
Topografie & Landschaft
Höhenlage
bis 801 m (Göblberg)
Geländecharakter
Forststraßen, Nebenstraßen, Radwege
Infrastruktur
Gasthäuser, Verleih, Bahnanbindung
Beste Reisezeit
Mai bis Oktober
Was du im Hausruckwald und Kobernaußerwald erleben kannst
Zwei Waldriesen, die ihresgleichen suchen
Der Kobernaußerwald gehört zu den größten zusammenhängenden Waldgebieten Mitteleuropas und erstreckt sich über eine Fläche von rund 137 Quadratkilometern. Wer hier hineinfährt, taucht regelrecht ab: kilometerweit begleiten dich nur das Rauschen der Baumkronen, das Knacken kleiner Äste und vielleicht ein Reh, das kurz aufblickt, bevor es im Unterholz verschwindet. Es ist eine dieser Landschaften, in denen man das Handy von ganz allein weglegt.
Der Hausruckwald hingegen ist landschaftlich abwechslungsreicher. Sein höchster Punkt, der Göblberg mit rund 801 Metern, bietet an klaren Tagen Blicke bis zu den Alpen. Zwischen den Wäldern öffnen sich immer wieder Lichtungen, kleine Weiler und weite Aussichten über das Hügelland. Beide Wälder gemeinsam bilden eine grüne Herzkammer des Innviertels und Hausruckviertels.
Bergbaugeschichte zum Anfassen
Wenige wissen, dass der Hausruck einst ein bedeutendes Braunkohle-Revier war. In Orten wie Ampflwang wurde bis ins späte 20. Jahrhundert Kohle gefördert. Heute erinnert das Bergbaumuseum in Ampflwang und der weitläufige Bereich rund um das ehemalige Fördergebiet an diese Zeit. Für Radfahrer ist das spannend, weil viele der heutigen Wege auf alten Bahntrassen und Erschließungsstraßen verlaufen.
Wusstest du schon? In Ampflwang befindet sich heute eines der größten Reitsportzentren Österreichs, aufgebaut auf dem Areal, das früher vom Bergbau geprägt war. Aus schwarzer Kohle wurde grüne Erholung, eine erstaunliche Verwandlung, die man auf dem Rad förmlich spürt.
Kulinarik: Most, Speck und Bauernhof-Charme
Das Innviertel ist Mostland, und das schmeckt man. Zahlreiche Mostschenken und Buschenschanken servieren hausgemachten Apfel- und Birnenmost, dazu deftige Brettljausen mit Innviertler Speck, Selchfleisch, Kren und knusprigem Bauernbrot. Nach einer schweißtreibenden Steigung schmeckt das gleich doppelt so gut.
Besonders im Herbst, wenn die Streuobstwiesen voller reifer Äpfel und Birnen hängen, wird die Region zum Paradies für alle, die regionale Küche lieben. Viele Höfe verkaufen ab Hof, sodass du unterwegs immer wieder auf ehrliche, unverfälschte Produkte triffst.
Geheimtipp: Stille Aussichtspunkte statt Menschenmassen
Statt überlaufener Hotspots findest du hier Aussichtsplätze, an denen du oft ganz allein bist. Der Bereich rund um den Göblberg oder die kleinen Anhöhen bei Geboltskirchen und Frankenmarkt bieten Panoramen, die man an einem klaren Tag nicht vergisst.
Ein weiterer Tipp: Fahre früh morgens los. Wenn der Nebel noch in den Talsenken hängt und die Sonne über die Waldkämme klettert, verwandelt sich die Region in ein fast mystisches Bild. Diese Momente sind es, die dich immer wiederkommen lassen.
Warum Radfahren hier so besonders ist
Ein Paradies für entschleunigtes Radeln
Radfahren im Hausruckwald und Kobernaußerwald bedeutet vor allem eines: Ruhe. Während anderswo Radwege im Sommer überfüllt sind, hast du hier auf vielen Forststraßen und Nebensträßchen den Weg oft ganz für dich allein. Das macht die Region ideal für alle, die dem Trubel entkommen und einfach in ihrem eigenen Tempo unterwegs sein wollen.
Die Landschaft ist dabei nie eintönig. Auf sanfte Anstiege folgen luftige Abfahrten, auf schattige Waldpassagen sonnige Wiesenabschnitte. Dieses ständige Wechselspiel sorgt dafür, dass es nie langweilig wird, weder für Genussradler noch für Sportler.
Perfekt für E-Bikes und Familien
Gerade das hügelige Terrain macht die Region zu einem echten E-Bike-Traum. Die Anstiege sind fordernd genug, um Abwechslung zu bieten, aber mit elektrischer Unterstützung problemlos zu meistern. So kannst du dich ganz auf die Landschaft und die Genussmomente konzentrieren.
Familien finden entlang der Talradwege, etwa im Bereich der Ache- und Mattigtäler, ruhige und sichere Strecken mit sanften Steigungen. Kombiniert mit Einkehrmöglichkeiten, Spielplätzen und Bauernhöfen ist ein Radausflug hier auch mit Kindern ein rundum entspanntes Erlebnis.
Wegequalität und Beschilderung
Die Region ist Teil eines gut ausgebauten Radwegenetzes des Innviertels und Hausruckviertels. Viele Routen sind sauber beschildert und in gängigen Radkarten sowie Apps eingetragen. Asphaltierte Nebenstraßen, gut befahrbare Forstwege und einige geschotterte Abschnitte wechseln sich ab.
Für Rennradfahrer eignen sich vor allem die verkehrsarmen Landstraßen, die sich über die Hügel schlängeln. Mountainbiker und Gravel-Fans finden in den Wäldern ein nahezu unbegrenztes Netz an Forststraßen, das zum Entdecken einlädt. Ein Tourenrad oder Trekkingbike ist für die meisten Genussrouten die perfekte Wahl.
Naturerlebnis pur
Wer mit offenen Augen unterwegs ist, erlebt hier eine erstaunlich vielfältige Tier- und Pflanzenwelt. Rehe, Hasen, Greifvögel und mit etwas Glück sogar Schwarzwild kreuzen die Wege. Im Frühling leuchten die Waldränder in frischem Grün, im Herbst verwandelt sich das Buchenlaub in ein Farbenmeer.
Die Wälder wirken dabei wie ein natürlicher Klimaanlagen-Effekt: Selbst an heißen Sommertagen bleibt es unter dem dichten Blätterdach angenehm kühl. Das macht die Region besonders im Hochsommer zu einem echten Geheimtipp für alle, die hitzigen Radtouren aus dem Weg gehen wollen.
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Die schönsten Radtouren durch Hausruck und Kobernaußerwald
Rund um den Kobernaußerwald ab Lohnsburg
Diese rund 40 Kilometer lange Runde startet im gemütlichen Lohnsburg am Kobernaußerwald und umrundet den mächtigen Waldkomplex an seinem westlichen und nördlichen Rand. Über ruhige Nebenstraßen geht es Richtung Kobernaußen und weiter nach Waldzell, immer wieder mit Blick auf die dunkle, dichte Waldkante zur Rechten.
Das Wegegefühl ist entspannt und rollend, mit einigen sanften Anstiegen, die dank überwiegend asphaltierter Sträßchen gut zu bewältigen sind. Unterwegs laden Mostschenken und Bauernhöfe zur Einkehr ein, wo du dich mit einer zünftigen Innviertler Jause und einem Glas Most stärken kannst.
Ideal ist diese Tour für Genussradler und E-Biker, die die Weite und Ruhe des Kobernaußerwaldes erleben möchten, ohne sich in dessen Innerem zu verlieren. Ein klassischer Halbtagesausflug mit hohem Erholungswert.
Waldüberquerung von Frankenburg nach Ampflwang
Wer den Hausruckwald in seinem Herzen erleben will, ist auf dieser rund 30 Kilometer langen Strecke goldrichtig. Start ist im malerischen Frankenburg am Hausruck, bekannt durch das historische Frankenburger Würfelspiel. Von hier geht es hinein in die dichten Wälder, über Forststraßen und Nebenwege stetig bergauf.
Der Weg führt an alten Bergbau-Relikten vorbei, bis du schließlich Ampflwang erreichst, das ehemalige Zentrum des Kohlebergbaus. Ein Besuch des Bergbaumuseums bietet sich als kulturelle Pause an. Die Steigungen fordern die Beine, doch mit E-Bike oder guter Kondition sind sie gut machbar.
Diese Tour richtet sich an alle, die Geschichte und Natur verbinden möchten und keine Scheu vor ein paar Höhenmetern haben. Belohnt wirst du mit tiefen Waldpassagen und dem besonderen Gefühl, mitten durch einen echten Waldriesen zu radeln.
Göblberg-Panoramarunde
Der Göblberg ist mit rund 801 Metern der höchste Punkt des Hausrucks und damit das lohnende Ziel dieser sportlichen Rundtour von etwa 45 Kilometern. Ausgangspunkt ist Geboltskirchen, von wo aus du dich in mehreren Etappen der Höhe näherst.
Der Anstieg erfolgt über gut befahrbare Wald- und Nebenstraßen, teils steiler, teils sanft ansteigend. Oben angekommen wirst du an klaren Tagen mit einem weiten Blick über das Hausruckviertel und bis zu den fernen Alpengipfeln belohnt, ein Panorama, das jede Anstrengung wert ist.
Die anschließende Abfahrt macht mit langen, rollenden Passagen richtig Laune. Diese Tour ist etwas für ambitionierte Radler und E-Biker, die Höhenmeter und Aussicht suchen. Wer möchte, plant eine Einkehr in einer der Mostschenken entlang der Strecke ein.
Mattigtal-Radweg-Genusstour ab Mattighofen
Für Familien und alle, die es entspannt mögen, ist diese rund 25 Kilometer lange Tour entlang des Mattigtals ideal. Von Mattighofen aus folgst du dem sanft verlaufenden Radweg, der sich am Fluss Mattig orientiert und größtenteils flach dahinrollt.
Die Strecke führt durch grüne Wiesentäler, kleine Ortschaften und vorbei an Streuobstwiesen. Der Kobernaußerwald begleitet dich als eindrucksvolle Kulisse am Horizont. Dank der geringen Steigungen und der überwiegend abseits vom Verkehr gelegenen Wege eignet sich die Tour hervorragend für Kinder.
Unterwegs gibt es zahlreiche Rastplätze und Gasthäuser, in denen du eine Pause einlegen kannst. Diese Route ist der perfekte Einstieg, um die Region ohne große Anstrengung kennenzulernen und dabei die ehrliche Innviertler Landschaft zu genießen.
Von Ried im Innkreis in den Kobernaußerwald
Diese abwechslungsreiche Tour von etwa 35 Kilometern startet in Ried im Innkreis, dem lebendigen Hauptort des Innviertels. Nach dem Verlassen der Stadt tauchst du rasch in die ländliche Idylle ein und näherst dich Schritt für Schritt dem Kobernaußerwald.
Über sanfte Hügel und durch kleine Dörfer wie Eberschwang führt der Weg zum Waldrand, wo du auf Wunsch tiefer in die schattigen Forststraßen eintauchen kannst. Der Wechsel von offener Kulturlandschaft und dichtem Wald macht den besonderen Reiz dieser Route aus.
Geeignet ist die Tour für Genussradler mit etwas Kondition sowie für E-Biker. Ried bietet vor oder nach der Fahrt gute Einkehr- und Einkaufsmöglichkeiten, sodass sich der Ausflug ideal mit einem Stadtbummel kombinieren lässt.
Ampflwang-Kohle-und-Wald-Runde
Diese thematisch spannende Rundtour von rund 28 Kilometern beginnt in Ampflwang im Hausruckwald und verbindet Bergbaugeschichte mit purer Waldnatur. Zunächst erkundest du das Gelände rund um das ehemalige Kohlebergwerk und das Bergbaumuseum, das anschaulich in die Vergangenheit der Region eintauchen lässt.
Anschließend führt der Weg auf ehemaligen Erschließungsstraßen und Forstwegen hinein in den Hausruckwald. Die Kombination aus historischem Bezug und ruhigen Waldpassagen macht diese Runde zu etwas Besonderem. Immer wieder öffnen sich Lichtungen mit Ausblicken über das Hügelland.
Die Tour ist gut für Familien mit älteren Kindern, Kulturinteressierte und Genussradler geeignet. Das Reitsportzentrum Ampflwang bietet zudem eine schöne Kulisse, die zeigt, wie sich das einstige Kohlerevier in eine grüne Erholungsregion verwandelt hat.
Häufige Fragen
Ist die Region für Anfänger geeignet?
Ja, absolut. Der Hausruckwald und Kobernaußerwald bieten für jedes Niveau die passende Strecke. Besonders die Talradwege wie entlang des Mattigtals verlaufen weitgehend flach und abseits vom Verkehr, sodass sie sich hervorragend für Einsteiger eignen.
Wer noch nicht so viel Kondition hat, greift am besten zum E-Bike. Damit lassen sich auch die hügeligeren Abschnitte problemlos meistern. So kannst du dich ganz auf den Genuss konzentrieren und dir die Region Schritt für Schritt erschließen, ohne dich zu überfordern.
Kann ich hier gut mit Kindern radfahren?
Die Region ist wunderbar familienfreundlich. Vor allem die flachen Talrouten und ruhigen Nebenstraßen bieten sichere Bedingungen für Familien mit Kindern. Der Verkehr ist auf vielen Strecken sehr gering, was für zusätzliche Sicherheit sorgt.
Entlang der Wege findest du immer wieder Rastplätze, Spielmöglichkeiten und einladende Gasthäuser. Ein Besuch am Bauernhof oder ein Stopp an einer Mostschenke sorgt für willkommene Pausen. So wird die Radtour zu einem entspannten Familienerlebnis, bei dem auch die Kleinen auf ihre Kosten kommen.
Darf ich meinen Hund mitnehmen?
Grundsätzlich ist die waldreiche und ruhige Region gut geeignet, um mit dem Hund unterwegs zu sein. Auf ruhigen Forststraßen und wenig befahrenen Wegen kann dein Vierbeiner nebenherlaufen, sofern er das gewohnt ist und entsprechend fit.
Beachte jedoch, dass in Waldgebieten und in der Nähe von Wildtieren eine Leinenpflicht bestehen kann und Rücksicht auf die Natur wichtig ist. Sorge stets für ausreichend Wasser und Pausen im Schatten. Gerade in den kühlen Waldpassagen fühlt sich dein Hund wohl, während offene Strecken im Hochsommer sehr heiß werden können.
Welches Fahrrad ist am besten geeignet?
Für die meisten Genussrouten ist ein Trekking- oder Tourenrad die ideale Wahl, da es sowohl auf Asphalt als auch auf geschotterten Wegen gut zurechtkommt. Wer es sportlicher mag und viele Höhenmeter sammeln möchte, ist mit einem E-Bike besonders komfortabel unterwegs.
Rennradfahrer finden auf den verkehrsarmen Landstraßen ideale Bedingungen, während Mountainbiker und Gravel-Fans das weitverzweigte Forststraßennetz der beiden Wälder lieben werden. Die Region bietet also für nahezu jeden Radtyp die passende Untergrundmischung.
Wann ist die beste Zeit für eine Radtour?
Die schönste Zeit reicht vom späten Frühling bis in den Herbst. Im Mai und Juni leuchten die Wiesen und Wälder in frischem Grün, und die Temperaturen sind angenehm mild. Der Sommer ist dank der schattigen Wälder auch an heißen Tagen gut fahrbar.
Besonders reizvoll ist der Herbst, wenn sich das Laub verfärbt und die Streuobstwiesen voller reifer Früchte hängen. Dann ist auch Most-Saison, was den kulinarischen Genuss zusätzlich erhöht. Im Winter sind viele Wege wegen Nässe und Kälte weniger geeignet.
Gibt es genügend Einkehrmöglichkeiten unterwegs?
Ja, das Innviertel ist bekannt für seine Gastfreundschaft. Entlang der Routen findest du zahlreiche Mostschenken, Buschenschanken, Gasthäuser und Bauernhöfe, die regionale Spezialitäten servieren. Eine Brettljause mit Innviertler Speck und ein Glas hausgemachter Most gehören einfach dazu.
In den größeren Orten wie Ried im Innkreis, Mattighofen oder Frankenburg gibt es außerdem Cafés und Restaurants. In den tieferen Waldpassagen solltest du dich jedoch vorher mit Proviant und Wasser eindecken, da dort die Einkehrmöglichkeiten seltener werden.
Wie gut ist die Beschilderung der Radwege?
Die Hauptrouten und regionalen Radwege sind in der Regel gut ausgeschildert und in gängigen Radkarten sowie Navigations-Apps eingetragen. Das erleichtert die Orientierung deutlich, gerade auf den ausgewiesenen Talradwegen.
In den tieferen Waldgebieten mit ihrem dichten Forststraßennetz kann es dagegen unübersichtlicher werden. Hier empfiehlt es sich, ein GPS-Gerät oder eine Rad-App mit Offline-Karten zu nutzen, um nicht die Orientierung zu verlieren. Wer gerne entdeckt, findet aber genau darin einen besonderen Reiz.
Kann ich die Region gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen?
Ja, Orte wie Ried im Innkreis, Mattighofen und Frankenburg sind mit der Bahn erreichbar, sodass sich Radtouren gut mit der Anreise per Zug kombinieren lassen. Viele Bahnverbindungen erlauben die Fahrradmitnahme, was flexible Streckenplanungen ermöglicht.
So kannst du beispielsweise mit dem Zug anreisen, eine Runde durch die Wälder drehen und von einem anderen Bahnhof aus wieder zurückfahren. Prüfe die aktuellen Fahrpläne und Regelungen zur Radmitnahme vorab, besonders in der Hauptsaison, wenn die Kapazitäten begrenzt sein können.
Wie anspruchsvoll sind die Höhenmeter?
Das hängt stark von der gewählten Route ab. Die Talradwege sind weitgehend flach und damit sehr entspannt zu fahren. Sobald du dich jedoch in Richtung Hausruckwald und zum Göblberg bewegst, kommen spürbare Anstiege hinzu.
Diese Steigungen sind für geübte Radler gut machbar und für alle anderen mit einem E-Bike bequem zu meistern. Der Kobernaußerwald ist insgesamt etwas sanfter im Profil als der Hausruck. Wer die Herausforderung sucht, findet sie ebenso wie jene, die es lieber gemütlich mögen.
Gibt es Verleihstationen für E-Bikes?
In den touristisch gut erschlossenen Orten der Region, etwa im Bereich von Ried im Innkreis oder in Freizeitzentren wie Ampflwang, finden sich Verleihmöglichkeiten für Fahrräder und E-Bikes. So kannst du auch ohne eigenes Rad die Landschaft erkunden.
Es empfiehlt sich, vorab zu reservieren, besonders in der Hauptsaison an Wochenenden. Viele Verleiher bieten zudem Beratung zu passenden Routen an. Frage am besten direkt bei der örtlichen Tourismusinformation nach aktuellen Anbietern und Öffnungszeiten.
Ist die Region auch für Mountainbiker interessant?
Ja, gerade das dichte Forststraßennetz beider Wälder ist ein wahres Eldorado für Mountainbiker und Gravel-Fans. Kilometerlange, unbefestigte Wege führen durch tiefe Wälder und laden zum Entdecken abseits ausgeschilderter Routen ein.
Beachte dabei die geltenden Regelungen zum Befahren von Forststraßen und respektiere Sperren sowie forstwirtschaftliche Arbeiten. Die Kombination aus rollenden Waldpassagen und knackigen Anstiegen bietet abwechslungsreiche Herausforderungen. Wer gerne naturnah und ruhig unterwegs ist, wird hier fündig.
Was mache ich bei schlechtem Wetter?
Die Region hält auch bei Regen einige Alternativen bereit. Ein Besuch im Bergbaumuseum in Ampflwang gibt spannende Einblicke in die Geschichte der Kohleförderung und ist wetterunabhängig. Auch die Ortskerne der größeren Städte laden zum Bummeln ein.
Zudem sorgt das dichte Blätterdach der Wälder dafür, dass du bei leichtem Regen oft trockener unterwegs bist als in offener Landschaft. Wer flexibel plant, kann Schlechtwettertage mit Kultur, Kulinarik und Entspannung füllen und die Radtouren auf die schöneren Tage legen.