Enge Flussschlucht zwischen Kalkbergen
Radfahren im Gesäuse: Wo die Enns tost und die Berge greifbar werden
Radfahren im Gesäuse erleben
Es gibt Regionen, die flüstern. Und dann gibt es das Gesäuse, das dir mitten ins Gesicht brüllt – und zwar in Form der wilden Enns, die sich tosend durch enge Felsschluchten zwängt. Kaum eine Landschaft in Österreich ist so ehrlich, so ungezähmt und so beeindruckend nah wie dieser Nationalpark im steirischen Ennstal. Wer hier mit dem Rad unterwegs ist, spürt schnell: Das ist kein Sonntagsausflug, das ist Naturkino auf zwei Rädern.
Zwischen den mächtigen Kalkwänden von Hochtor, Reichenstein und Buchstein erstreckt sich ein Radrevier, das Genussradler ebenso begeistert wie Bergziegen auf dem Mountainbike. Der berühmte Ennsradweg R7 führt dich entlang des türkis schäumenden Flusses, während links und rechts die Felsen so steil aufragen, dass du dir manchmal den Nacken verrenkst, nur um den Gipfel zu sehen. Zwischendrin: kleine Dörfer, urige Almen, das Beruhigende von frisch gemähten Wiesen und der Duft von Fichtenwald nach dem Regen.
Das Gesäuse ist Österreichs jüngster Nationalpark und trotzdem einer der ursprünglichsten. Hier hat man dem Wildwasser nicht die Zähne gezogen, hier lässt man die Natur einfach machen. Für Radfahrer bedeutet das: unverbaute Ausblicke, klare Bergluft und diese seltene Ruhe, die man in überlaufenen Regionen längst vergeblich sucht.
Ob du gemütlich am Fluss entlangrollst, dich auf anspruchsvolle Bergwertungen wagst oder mit dem E-Bike die Almen erkundest – das Gesäuse belohnt dich mit Momenten, die hängenbleiben. Und ganz ehrlich: Nach einer Tour hier schmeckt sogar das Radler in der Jausenstation noch ein bisschen besser.
Topografie & Landschaft
Höhenlage
Talsohle ca. 500 m, Hochtor 2.369 m
Geländecharakter
Asphaltradwege, Forststraßen, Almwege
Infrastruktur
Gute Bahnanbindung, Radverleih, Almhütten
Beste Reisezeit
Mai bis Oktober
Naturwunder und Sehenswürdigkeiten im Gesäuse
Der Nationalpark Gesäuse – Wildnis mit Ansage
Der Nationalpark Gesäuse ist das grüne (und felsige) Herzstück der Region. Gegründet im Jahr 2002, gehört er zu den jüngsten Nationalparks Österreichs, doch was ihm an Alter fehlt, macht er durch schiere Wildheit wett. Hier trifft tosendes Wasser auf schroffe Kalkstein-Giganten, und dazwischen tummelt sich eine Artenvielfalt, die ihresgleichen sucht: Steinadler ziehen ihre Kreise, Gämsen turnen an den Hängen, und im Frühling verwandeln sich die Wiesen in bunte Blütenteppiche.
Für Radfahrer ist der Nationalpark ein besonderes Erlebnis, weil man mitten durch dieses Naturschauspiel fährt, ohne es zu stören. Die Wege sind gut ausgeschildert, die Rücksichtnahme auf die Natur wird großgeschrieben. Wer die Augen offen hält, entdeckt an ruhigen Morgenstunden mit etwas Glück sogar die scheuen Bewohner der Wildnis.
Die Enns – ein Fluss mit Charakter
Namensgeber für den charakteristischen Klang der Region ist das "Gesäuse" der Enns – das laute Rauschen, wenn sich der Fluss durch die enge Klamm zwängt. Kaum ein anderer Fluss Österreichs zeigt sich so ungebändigt. Die Enns ist ein Eldorado für Wildwassersportler, doch auch vom Sattel aus ist sie ein ständiger, faszinierender Begleiter.
Entlang des Flusses reihen sich immer wieder Rastplätze, von denen aus du das Spektakel beobachten kannst. Besonders eindrucksvoll ist es nach der Schneeschmelze, wenn die Enns Hochwasser führt und mit voller Wucht durch die Schlucht donnert. Ein Naturschauspiel, das dich unweigerlich vom Rad steigen lässt.
Kulinarik & urige Einkehr
Nach ordentlichen Höhenmetern schmeckt die steirische Küche gleich doppelt gut. In den urigen Almhütten und Gasthäusern der Region bekommst du deftige Schmankerl wie Kaspressknödel, Ennstaler Steirerkas oder frische Forellen aus den Gebirgsbächen. Wer es süß mag, kommt an einem Stück hausgemachtem Apfelstrudel nicht vorbei.
Ein besonderer Geheimtipp: Halte Ausschau nach kleinen Bauernhöfen mit Ab-Hof-Verkauf. Hier bekommst du selbstgemachte Marmeladen, würzigen Bergkäse und manchmal einen selbstgebrannten Schnaps, der beim Bergabfahren – natürlich erst danach – für wohlige Wärme sorgt.
Admont und sein berühmtes Kloster
Ein kulturelles Highlight am Rande des Gesäuses ist das Stift Admont mit der größten Klosterbibliothek der Welt. Der barocke Bibliothekssaal mit seinen kunstvollen Deckenfresken ist so beeindruckend, dass sich der Abstecher vom Rad auf jeden Fall lohnt – besonders an einem Regentag.
Wusstest du schon? Die Klosterbibliothek von Admont beherbergt über 70.000 Bände und wird oft als das "achte Weltwunder" bezeichnet. Nach so viel Kultur schwingst du dich mit ganz neuen Eindrücken wieder aufs Rad.
Warum das Gesäuse ein Radparadies ist
Der Ennsradweg R7 – Flussgenuss pur
Das radlerische Rückgrat der Region ist zweifellos der Ennsradweg R7. Er begleitet den Fluss von seiner Quelle bis zur Mündung, doch gerade der Abschnitt durchs Gesäuse gehört zu den spektakulärsten überhaupt. Meist asphaltiert und angenehm zu fahren, führt er dich ohne große Steigungen durch die enge Schlucht – ideal also auch für Familien und Genussradler, die die Landschaft in vollen Zügen genießen wollen.
Was diesen Abschnitt so besonders macht, ist der ständige Kontrast: Unten der wild schäumende Fluss, oben die senkrechten Felswände, die im Abendlicht rötlich glühen. Man rollt fast von selbst dahin und muss sich zusammenreißen, nicht alle paar Meter für ein Foto anzuhalten.
Mountainbike-Abenteuer für Bergziegen
Wer die Herausforderung sucht, findet im Gesäuse ein Netz an Forststraßen und Trails, das ordentlich in die Waden geht. Zahlreiche Almen wollen erklimmt werden, und die Belohnung sind Panoramablicke auf die gesamte Bergkulisse. Die Auffahrten sind teils knackig, doch die Abfahrten entschädigen für jeden Schweißtropfen.
Besonders reizvoll ist, dass sich hier auch längere Bergtouren mit hochalpinem Charakter kombinieren lassen. Die Region ist noch nicht überlaufen, weshalb du auf vielen Strecken die Natur fast für dich allein hast – ein echtes Privileg in Zeiten überfüllter Trails.
E-Bike – die Berge werden erreichbar
Dank des dichten E-Bike-Verleih- und Ladenetzes ist das Gesäuse auch für weniger trainierte Radler ein Traum. Mit elektrischer Unterstützung erklimmst du Almen und Aussichtspunkte, die sonst nur echten Bergprofis vorbehalten wären. Plötzlich sind Touren möglich, die vorher unerreichbar schienen.
Das eröffnet ganz neue Perspektiven: Familien fahren gemeinsam auf die Alm, ältere Radler genießen die Berge ohne Muskelkater, und selbst Profis nutzen das E-Bike, um an einem Tag deutlich mehr Landschaft zu erleben. Das Gesäuse hat sich hier vorbildlich auf die neue Radgeneration eingestellt.
Aussichtspunkte, die im Gedächtnis bleiben
Ob am Gstatterboden mit direktem Blick auf die Nordwände der Gesäuseberge oder von den Almen oberhalb von Johnsbach – die Aussichtspunkte im Gesäuse sind schlicht atemberaubend. Die Kombination aus tiefem Tal, tosendem Fluss und himmelhohen Wänden erzeugt eine Dramatik, die man nur selten findet.
Nimm dir Zeit für diese Momente. Setz dich auf einen Felsen, lass die Beine baumeln und genieße die Stille (oder das Rauschen der Enns). Genau für solche Augenblicke steigt man aufs Rad – und genau die bleiben am Ende hängen.
Fahrradfreundliche Unterkünfte im Gesäuse
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Die schönsten Radtouren im Gesäuse
Ennsradweg R7: Von Admont nach Hieflau
Diese Etappe des Ennsradwegs ist der Klassiker schlechthin und führt dich mitten durch das Herz des Nationalparks. Start ist im gemütlichen Admont, wo du vor der Abfahrt noch einen Blick auf das berühmte Stift werfen kannst. Von dort rollst du entlang der Enns Richtung Gstatterboden, dem eindrucksvollen Zentrum des Gesäuses.
Der Weg verläuft überwiegend flach und gut asphaltiert, was ihn ideal für Familien und Genussradler macht. Rechts und links türmen sich die gewaltigen Kalkwände von Hochtor und Reichenstein auf, während die Enns dich mit ihrem Rauschen begleitet. Bei Gstatterboden lohnt sich ein Stopp am Nationalpark-Pavillon, wo du mehr über die Wildnis erfährst.
Weiter geht es bis Hieflau, wo die Strecke ausklingt. Rund 25 Kilometer misst diese Etappe, die sich problemlos an einem entspannten Tag bewältigen lässt. Wer mag, kehrt unterwegs in einer der urigen Jausenstationen ein und lässt die Bergkulisse auf sich wirken.
Almrunde nach Johnsbach
Das idyllische Bergsteigerdorf Johnsbach ist das Ziel dieser abwechslungsreichen Tour, die sportlich ambitionierte Radler und E-Biker gleichermaßen begeistert. Von Gstatterboden aus zweigst du ins Johnsbachtal ab und arbeitest dich stetig bergauf durch dichte Wälder und offene Almwiesen.
Johnsbach selbst ist ein Ort mit Geschichte – der bekannte Bergsteigerfriedhof erinnert an die Verbundenheit der Menschen mit den Bergen. Rund um das Dorf öffnen sich weite Blicke auf die schroffen Gipfel der Gesäuseberge, und die Ruhe hier ist beinahe greifbar.
Die Auffahrt verlangt gute Kondition oder einen fitten Akku, doch die Panoramen und die urigen Einkehrmöglichkeiten entschädigen für jeden Höhenmeter. Auf der Abfahrt zurück ins Tal lässt du es dann rollen und genießt den Fahrtwind – ein Genuss nach der Kletterei.
Gesäuse-Runde: Admont – Hieflau – Landl
Diese ausgedehnte Rundtour verbindet die schönsten Talabschnitte des Gesäuses und ist perfekt für ambitionierte Genussradler, die einen ganzen Tag im Sattel verbringen möchten. Von Admont folgst du zunächst dem Ennsradweg bis Hieflau, bevor du Richtung Landl und in das Gebiet um die Enns weiterfährst.
Unterwegs wechseln sich enge Schluchtenabschnitte mit weiten Talböden ab. Der ständige Begleiter bleibt die Enns, deren Farbspiel von türkis bis smaragdgrün reicht. Immer wieder eröffnen sich Blicke auf die markanten Gipfel, allen voran den charakteristischen Tamischbachturm.
Die Runde umfasst je nach Streckenführung 50 bis 60 Kilometer und bietet genügend Einkehrmöglichkeiten für Rastpausen. Wer die Beine noch nicht ganz durchhat, kann Teilabschnitte auch mit der Bahn kombinieren – das Ennstal ist hervorragend an den öffentlichen Verkehr angebunden.
Zum Kaiserau-Plateau
Für alle, die den Blick von oben suchen, ist die Auffahrt zur Kaiserau ein lohnendes Ziel. Von Admont führt die Strecke stetig bergauf zum sonnigen Hochplateau, das mit weiten Almwiesen und einem grandiosen Blick auf die Admonter Berge aufwartet.
Die Kaiserau ist ein beliebtes Naherholungsgebiet und bietet mit dem Kreuzkogel eine wunderbare Kulisse. Auf dem Plateau angekommen, wirst du mit Ruhe, klarer Bergluft und dem typischen Almambiente belohnt – hier grasen im Sommer die Kühe, und der Duft von frischem Heu liegt in der Luft.
Die Auffahrt ist knackig und verlangt Kondition, weshalb E-Biker hier klar im Vorteil sind. Oben lohnt sich eine ausgiebige Rast in einer der Almhütten, bevor du dich auf die schwungvolle Abfahrt zurück ins Tal begibst. Eine Tour, die Bergerlebnis und Genuss perfekt vereint.
Familientour rund um Gstatterboden
Diese entspannte Tour ist wie gemacht für Familien mit Kindern, die das Gesäuse ohne große Anstrengung erleben möchten. Ausgangspunkt ist der Weiler Gstatterboden, das eindrucksvolle Tor zum Nationalpark, umgeben von den mächtigsten Wänden der Region.
Auf flachen, gut ausgebauten Wegen entlang der Enns rollt ihr gemütlich dahin, immer mit Blick auf das tosende Wildwasser und die imposanten Felsen. Unterwegs gibt es zahlreiche Rastplätze, an denen die Kinder herumtoben und Steine ins Wasser werfen können – der Klassiker eben.
Ein Highlight ist der Nationalpark-Pavillon in Gstatterboden, wo Groß und Klein spielerisch mehr über die Natur des Gesäuses erfahren. Die kurze Distanz und der geringe Anstieg machen diese Tour zum idealen Einstieg für die jüngsten Radler und all jene, die es ruhig angehen lassen möchten.
Häufige Fragen
Ist das Gesäuse zum Radfahren für Anfänger geeignet?
Auf jeden Fall! Das Gesäuse bietet für jede Könnensstufe die passende Strecke. Der Ennsradweg R7 verläuft weitgehend flach und ist überwiegend asphaltiert, sodass auch weniger geübte Radler entspannt entlang des Flusses radeln können.
Wer sich langsam steigern möchte, findet flache Talrunden, während ambitionierte Fahrer sich an den Almauffahrten austoben können. Gerade Einsteiger profitieren davon, dass die schönsten Landschaftserlebnisse oft schon auf den einfachen Talstrecken warten. Du musst also kein Bergprofi sein, um das Gesäuse in vollen Zügen zu genießen.
Kann ich im Gesäuse mit dem E-Bike fahren?
Absolut, und es lohnt sich enorm. Das Gesäuse verfügt über ein gut ausgebautes Netz an E-Bike-Verleihstationen und Ladepunkten, sodass du dir keine Sorgen um leere Akkus machen musst.
Mit elektrischer Unterstützung werden vor allem die knackigen Almauffahrten wie jene zur Kaiserau oder nach Johnsbach deutlich angenehmer. Plötzlich rücken Aussichtspunkte in Reichweite, die sonst nur trainierten Radlern vorbehalten wären. Viele Gastbetriebe und Verleihe bieten mittlerweile moderne E-Mountainbikes an, sodass du auch abseits der Talwege problemlos in die Höhe kommst.
Ist Radfahren mit Hund im Gesäuse möglich?
Grundsätzlich ja, allerdings solltest du im Nationalpark besondere Rücksicht auf die Tierwelt nehmen. In den Kernzonen des Nationalparks gilt Leinenpflicht, um Wildtiere nicht zu stören – daran solltest du dich unbedingt halten.
Auf den Talwegen entlang der Enns lässt sich mit einem gut trainierten Hund, der neben dem Rad herlaufen kann, wunderbar unterwegs sein. Achte an heißen Tagen auf ausreichend Pausen und Trinkwasser für deinen Vierbeiner. Die zahlreichen Bäche und die Enns bieten deinem Hund willkommene Abkühlung, was besonders im Sommer angenehm ist.
Wann ist die beste Zeit zum Radfahren im Gesäuse?
Die ideale Radsaison im Gesäuse erstreckt sich von Mai bis Oktober. Im Frühsommer präsentiert sich die Landschaft in sattem Grün, die Almwiesen blühen und die Enns führt nach der Schneeschmelze beeindruckend viel Wasser.
Der Spätsommer und frühe Herbst sind besonders reizvoll, weil das Wetter oft stabil ist und die Wälder sich langsam bunt färben. Im Hochsommer sorgen die Wälder und das Flusstal für angenehme Kühlung. Höher gelegene Almtouren sind meist ab Juni bis Anfang Oktober problemlos befahrbar, abhängig von der Schneelage.
Wie komme ich mit dem Rad ins Gesäuse?
Das Gesäuse ist hervorragend mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Die Bahnlinie durch das Ennstal bringt dich bequem bis nach Admont, Gstatterboden oder Hieflau, und die meisten Züge nehmen Fahrräder mit.
Das macht es besonders praktisch, wenn du eine Streckentour planst und nicht wieder zum Ausgangspunkt zurückradeln möchtest. Auch mit dem Auto ist die Anreise unkompliziert über die Ennstal-Bundesstraße. Wer sein eigenes Rad nicht mitbringen möchte, findet vor Ort zahlreiche Verleihstationen mit modernen Trekking- und E-Bikes.
Gibt es fahrradfreundliche Unterkünfte in der Region?
Ja, das Gesäuse hat sich hervorragend auf Radgäste eingestellt. Viele Hotels, Pensionen und Gasthöfe bieten abschließbare Radräume, Werkzeug für kleine Reparaturen und E-Bike-Ladestationen an.
Zahlreiche Betriebe tragen das Prädikat "bett+bike" oder ähnliche Zertifizierungen für radfreundliche Unterkünfte. Oft bekommst du hier auch wertvolle Tipps zu den schönsten Touren der Umgebung direkt vom Gastgeber. Ein deftiges Frühstück als Grundlage für die Radtour ist dabei praktisch überall garantiert.
Sind die Radwege im Gesäuse gut ausgeschildert?
Der Ennsradweg R7 ist durchgehend und vorbildlich beschildert, sodass du dich kaum verfahren kannst. Die charakteristischen Wegweiser begleiten dich zuverlässig entlang der gesamten Strecke.
Bei den Mountainbike-Routen und Almauffahrten empfiehlt sich zusätzlich eine gute Karte oder eine Navigations-App, da hier die Beschilderung nicht immer lückenlos ist. Viele Touristeninformationen der Region halten kostenloses Kartenmaterial bereit, und digitale Tourenportale bieten detaillierte Streckenverläufe für alle Ansprüche.
Wie anspruchsvoll sind die Mountainbike-Touren?
Das Gesäuse bietet ein breites Spektrum an Mountainbike-Touren, von gemütlichen Forststraßen bis zu anspruchsvollen Bergauffahrten. Die Almauffahrten wie zur Kaiserau oder ins Johnsbachtal verlangen eine gute Grundkondition, da einige Höhenmeter zu bewältigen sind.
Technisch anspruchsvolle Single-Trails sind eher die Ausnahme, der Fokus liegt auf konditionell fordernden, aber landschaftlich grandiosen Touren. Wer die Herausforderung sucht, kombiniert mehrere Almen zu ausgedehnten Bergrunden. Für alle, denen die Auffahrten zu hart sind, ist das E-Mountainbike die perfekte Lösung.
Gibt es Einkehrmöglichkeiten entlang der Radwege?
Ja, entlang der Hauptrouten und auf den Almen findest du zahlreiche urige Gasthäuser, Jausenstationen und Almhütten. Hier bekommst du deftige steirische Küche, die nach den Höhenmetern besonders gut schmeckt.
Von Kaspressknödeln über frische Forellen bis zum hausgemachten Apfelstrudel ist für jeden Geschmack etwas dabei. In den kleineren Orten wie Johnsbach oder Admont gibt es zudem gemütliche Cafés und Bäckereien. Es empfiehlt sich, gerade bei Almhütten die Öffnungszeiten vorab zu prüfen, da diese saisonabhängig variieren können.
Kann man das Gesäuse an einem Tag mit dem Rad erkunden?
Die Highlights des Gesäuses lassen sich durchaus an einem Tag erleben, besonders wenn du dich auf den Ennsradweg konzentrierst. Die Strecke von Admont nach Hieflau samt Rückfahrt ist gut an einem Tag machbar und zeigt dir das Beste der Schlucht.
Wer jedoch tiefer eintauchen und auch die Almen erkunden möchte, sollte mehr Zeit einplanen. Ein verlängertes Wochenende ist ideal, um sowohl die Talstrecken als auch einige Bergtouren und kulturelle Highlights wie das Stift Admont in Ruhe zu genießen. Weniger Hektik, mehr Erlebnis – das lohnt sich hier definitiv.
Ist das Gesäuse für Familien mit Kindern geeignet?
Das Gesäuse ist ein wunderbares Ziel für Familien. Die flachen Talabschnitte des Ennsradwegs, etwa rund um Gstatterboden, eignen sich hervorragend für gemeinsame Ausflüge mit Kindern.
Die Wege sind gut ausgebaut und autofrei, was für Sicherheit sorgt. Der Nationalpark bietet zudem spannende Erlebnisstationen und Naturerlebnisprogramme, die Kindern die Wildnis spielerisch näherbringen. Rastplätze am Fluss laden zum Spielen und Steinewerfen ein, und die überschaubaren Distanzen sorgen dafür, dass auch kleine Beine nicht überfordert werden.
Was sollte ich für eine Radtour im Gesäuse einpacken?
Neben der Standardausrüstung wie Helm, Ersatzschlauch und Flickzeug solltest du im Gesäuse auf wetterfeste Kleidung setzen. Das Bergwetter kann rasch umschlagen, weshalb eine leichte Regenjacke immer mit ins Gepäck gehört.
Ausreichend Wasser und ein kleiner Snack sind besonders auf den Almtouren wichtig, auch wenn es unterwegs Einkehrmöglichkeiten gibt. Sonnenschutz nicht vergessen, denn auf den offenen Almwiesen brennt die Sonne durchaus kräftig. Eine Karte oder Navigations-App rundet die Ausrüstung ab, damit du auch abseits der Hauptwege sicher unterwegs bist.