Flims Laax auf dem Bike: Trails, Flowlines und Bergseen im Herzen der Surselva
Fahrrad • Flims Laax

Flims Laax auf dem Bike: Trails, Flowlines und Bergseen im Herzen der Surselva

Türkisblaue Bergseen, endlose Flowtrails und ein Panorama, das dich am Lenker festhält, bis die Sonne hinter dem Flimserstein verschwindet.

Biken in Flims Laax

Türkis leuchtet der Caumasee zwischen den Bäumen hervor, als würde jemand da unten heimlich mit Aquarellfarben experimentieren. Wer in Flims Laax auf dem Sattel sitzt, merkt schnell: Diese Ecke der Surselva hat sich für Radfahrer richtig ins Zeug gelegt. Hier treffen ausgedehnte Bergwälder, dramatische Kalksteinwände und smaragdgrüne Seen auf eine der modernsten Bikepark-Infrastrukturen der Alpen.

Flims und Laax liegen auf einer sonnenverwöhnten Terrasse hoch über dem Vorderrhein, umrahmt vom mächtigen Flimserstein und den Gipfeln rund um den Crap Sogn Gion. Die Region ist berühmt für den größten Bergsturz der Alpen, dessen Geröll vor rund 10.000 Jahren die gesamte Landschaft geformt hat. Genau dieses uralte Chaos aus Fels und Wald sorgt heute für ein Wegenetz, das seinesgleichen sucht: verspielte Flowtrails, technische Singletracks, breite Forststraßen und lange Panoramaabfahrten.

Für Mountainbiker ist Laax längst ein Begriff. Der Bikepark am Crap Sogn Gion katapultiert dich per Gondel auf über 2.200 Meter, von wo aus die Trails ins Tal fließen wie geschmolzene Schokolade. Doch die Region ist mehr als nur Adrenalin: Rund um die Dörfer findest du sanfte Genussrunden, E-Bike-freundliche Anstiege und stille Waldwege, auf denen dir eher ein Murmeltier als ein Mensch begegnet.

Und dann ist da noch das Panorama. Wenn die Nachmittagssonne den Flimserstein orange färbt und du mit dem Rad an einem Aussichtspunkt stehst, verstehst du, warum manche Gäste jahrelang wiederkommen. Flims Laax ist kein Ort, den man einmal abhakt. Es ist ein Ort, der einen freundlich, aber bestimmt am Lenker packt und flüstert: Bleib noch eine Runde.

Topografie & Landschaft

Sonnenterrasse über dem Rheintal

Höhenlage

1100 bis 2228 m (Crap Sogn Gion)

Geländecharakter

Flowtrails, Waldwege, Alpstraßen, Singletracks

Infrastruktur

Bikepark, Bergbahnen, Verleih, Bikeschulen

Beste Reisezeit

Mai bis Oktober

Navigation

Was du in Flims Laax nicht verpassen solltest

Der Caumasee und seine türkisen Geschwister

Der Caumasee ist so etwas wie der heimliche Star der Region. Umgeben von dichtem Wald, gespeist von unterirdischen Quellen, schimmert er in Farbtönen, für die andere Regionen ins Marketing-Budget greifen müssten. Nach einer schweißtreibenden Runde ist ein Sprung ins kühle Nass genau das, was Körper und Seele verlangen. Ein Ruderboot, ein Kiosk mit Glace und schattige Liegewiesen machen die Pause perfekt.

Nur wenige Minuten entfernt liegen der Crestasee und der Laaxersee, beide ebenfalls von auffallender Klarheit. Wer die drei Seen an einem Tag per Bike verbindet, sammelt nicht nur Höhenmeter, sondern auch ordentlich Erinnerungswert. Wusstest du schon? Der Caumasee hat keinen sichtbaren Zufluss, sein Wasserstand schwankt je nach unterirdischer Quellaktivität teils um mehrere Meter im Jahresverlauf.

Die Rheinschlucht Ruinaulta

Die Ruinaulta, oft als Grand Canyon der Schweiz bezeichnet, ist ein direktes Erbe des gewaltigen Flimser Bergsturzes. Weiße Kalksteinwände türmen sich über dem Vorderrhein, während das Wasser sich türkis durch die Schlucht windet. Für Radfahrer gibt es Aussichtspunkte wie Il Spir bei Conn, die man auf gemütlichen Waldwegen erreicht und die einem schlicht die Sprache verschlagen.

Unten in der Schlucht verkehrt die Rhätische Bahn, deren rote Waggons sich malerisch durch die Felslandschaft schlängeln. Ein Klassiker ist die Kombination aus Bikerunde oben und Bahnfahrt oder Wanderung unten. Die Schlucht ist Teil des UNESCO-Kandidatengebiets und beheimatet seltene Vögel wie den Flussregenpfeifer.

Kulinarik und Bündner Gemütlichkeit

Nach dem Biken lockt die Bündner Küche mit deftigen Klassikern. Capuns, in Mangold gewickelte Spätzliteig-Röllchen, sind hier fast schon Pflichtprogramm, ebenso wie Bündnerfleisch, Maluns oder eine herzhafte Gerstensuppe. Viele Berghütten und Alpbeizen servieren regionale Produkte direkt am Trail, etwa auf der Alp Nagens oder rund um Startgels.

In den Dörfern Flims, Laax und Falera trifft moderne Après-Bike-Kultur auf traditionelle Gastfreundschaft. In Laax hat sich rund um die rocksresort-Architektur eine junge, entspannte Szene etabliert, während das historische Dorf Falera mit seinen Menhiren und der alten Kirche auf einem sonnigen Hügel eher die ruhige Seele der Region verkörpert.

Geheimtipp: Das Bergdorf Falera

Während sich in Laax die Bikeszene tummelt, bleibt Falera oft übersehen und genau das ist sein Charme. Der Ort thront auf einer Sonnenterrasse mit weitem Blick über das Rheintal. Die prähistorische Menhir-Anlage, mehrere tausend Jahre alt, gehört zu den bedeutendsten Megalithstätten der Alpen.

Für Radfahrer ist Falera ein perfekter, ruhiger Ausgangspunkt für Genussrunden. Wusstest du schon? Der Name Laax leitet sich vom lateinischen lacus für See ab, was die enge Verbindung der Region zu ihren zahlreichen Gewässern unterstreicht.

Warum Flims Laax ein Bike-Paradies ist

Ein Bikepark mit Weltniveau

Laax gehört zu den bekanntesten Bikeparks der Schweiz und das aus gutem Grund. Über die Bergbahnen erreichst du bequem Höhen von über 2.200 Metern, von wo aus perfekt geshapte Flowtrails, Sprünge, Anlieger und technische Passagen ins Tal führen. Ob du deine erste Flowline unter die Räder nehmen oder auf anspruchsvollen Lines an dein Limit gehen willst, hier findest du für jedes Level das passende Terrain.

Besonders geschätzt wird die durchdachte Beschilderung und das gepflegte Trailnetz. Ein Uplift per Gondel bedeutet mehr Abfahrten am Tag und weniger Frust in den Waden. Für Einsteiger gibt es Übungsareale und Bikeschulen, die dir Fahrtechnik geduldig beibringen, bevor du dich in die steileren Sektionen wagst.

Vielfalt für jeden Fahrstil

Flims Laax ist längst nicht nur etwas für Downhill-Junkies. Die Region punktet mit einer bemerkenswerten Bandbreite. Genussradler und E-Biker finden entspannte Panoramawege rund um die Seen und über die sonnigen Terrassen. Tourenfahrer erklimmen lange Anstiege zur Alp Nagens oder ins Bargis-Gebiet, wo die Zivilisation langsam hinter dir zurückbleibt.

Wer technische Singletrails liebt, findet in den bewaldeten Hängen des Flimser Bergsturzgebiets verwinkelte, wurzelige Pfade, die volle Konzentration verlangen. Die Mischung aus alpinem Hochgebirge und geschütztem Waldterrain macht die Region wetterflexibel: An heißen Tagen bleibt es im Wald angenehm kühl, während die Höhenwege oben klare Fernsicht bieten.

Landschaft, die jeden Tritt belohnt

Das Besondere am Biken in Flims Laax ist die ständige Kulisse. Kaum eine Region bietet auf so engem Raum so viele Landschaftswechsel: türkise Seen, weiße Kalkwände der Ruinaulta, dichte Arven- und Fichtenwälder, offene Alpwiesen mit grasenden Kühen und die zerklüfteten Gipfel rund um den Vorab-Gletscher.

Aussichtspunkte wie Il Spir, Cassons oder die Bergstation Crap Sogn Gion belohnen jede Anstrengung mit Panoramen, die man so schnell nicht vergisst. Die Höhenlage sorgt zudem für ein Bergklima mit vielen Sonnentagen. Wenn im Tal die Hitze flimmert, findest du hier oben die frische Bergluft, die das Radfahren erst richtig genussvoll macht.

Für wen sich Flims Laax lohnt

Familien schätzen die einfachen Seenrunden und die kinderfreundliche Infrastruktur. Ambitionierte Mountainbiker kommen wegen des Bikeparks und der langen technischen Abfahrten. E-Biker profitieren vom dichten Netz an Ladestationen und den gut ausgebauten Bergstraßen, die selbst hohe Ziele erreichbar machen.

Auch Genussmenschen kommen auf ihre Kosten: Wer lieber gemütlich von Alpbeiz zu Bergsee radelt und dabei mehr Pausen als Höhenmeter sammelt, findet hier ein wahres Schlaraffenland. Die Region schafft es, unterschiedlichste Ansprüche unter einen Hut zu bringen, ohne dabei überlaufen zu wirken.

Bikefreundliche Unterkünfte in Flims Laax

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Die schönsten Bike-Touren rund um Flims Laax

Drei-Seen-Runde: Caumasee, Crestasee und Laaxersee

Diese Genusstour verbindet die drei berühmtesten Seen der Region zu einer abwechslungsreichen Rundfahrt und ist ideal für E-Biker und ambitionierte Genussradler. Startpunkt ist das Dorf Flims, von wo du auf beschilderten Waldwegen zunächst zum Caumasee hinabrollst. Der türkise See lädt gleich zu Beginn zu einem kurzen Fotostopp oder einem erfrischenden Bad ein.

Weiter geht es über schattige Forstwege Richtung Crestasee, der etwas versteckter und ruhiger liegt. Der Untergrund wechselt zwischen breiten Kieswegen und schmaleren Pfaden, technisch bleibt es aber überschaubar. Vom Crestasee führt die Route hinüber nach Laax zum Laaxersee, wo das rocksresort und einige Einkehrmöglichkeiten warten.

Die Tour eignet sich hervorragend für heiße Sommertage, da du dich unterwegs immer wieder abkühlen kannst. Familien mit fahrsicheren Kindern und alle, die Landschaft über Höhenmeter stellen, sind hier goldrichtig. Rechne mit einem halben Tag, wenn du die Badepausen genießt.

Bikepark Laax: Flowtrails vom Crap Sogn Gion

Für Mountainbiker, die Abfahrtsspaß suchen, ist der Bikepark Laax das Herzstück der Region. Mit der Gondel geht es von Laax Murschetg hinauf zur Bergstation Crap Sogn Gion auf über 2.200 Meter. Von hier oben eröffnet sich ein weites Panorama über die Surselva bis zum Vorab-Gletscher, bevor du dich in die Trails stürzt.

Die Flowlines führen in großzügigen Anliegern und über sanfte Sprünge ins Tal, sodass auch weniger geübte Fahrer schnell Vertrauen fassen. Wer mehr will, findet technischere Sektionen mit Wurzeln, Steinfeldern und steileren Passagen. Dank des Gondel-Uplifts kannst du an einem Tag zahlreiche Abfahrten sammeln.

Ein Helm ist Pflicht, Protektoren sind dringend empfohlen. Bikeverleih und Fahrtechnikkurse gibt es direkt an der Talstation. Diese Tour richtet sich an alle, die gezielt Downhill- und Enduro-Feeling erleben möchten, ohne selbst bergauf treten zu müssen.

Alp Nagens und Bargis: Panoramatour in die Höhe

Diese Tourenklassiker führt dich tief ins alpine Herz der Region. Von Laax oder von der Bergstation aus radelst du über Alpstraßen und Schotterwege hinauf zur Alp Nagens, einem weiten Hochtal mit grasenden Kühen und rustikalen Alphütten. Der Anstieg ist fordernd, aber gut fahrbar, und wird mit grandiosen Ausblicken auf die umliegenden Gipfel belohnt.

Auf der Alp Nagens kannst du in einer Alpbeiz einkehren und regionale Spezialitäten wie frischen Alpkäse probieren. Wer Kondition hat, verlängert die Runde ins wilde Bargis-Gebiet, wo die Landschaft zunehmend hochalpin und einsam wird. Hier begegnest du eher Steinböcken als anderen Bikern.

Die Tour eignet sich für konditionsstarke Tourenfahrer und E-Biker, die den Akku gut einteilen. Festes Schuhwerk und ausreichend Verpflegung sind Pflicht, da die Versorgungsmöglichkeiten oben begrenzt sind. Als Belohnung wartet die lange Abfahrt zurück ins Tal.

Il Spir und Conn: Aussicht auf die Ruinaulta

Diese Tour verbindet moderaten Fahrspaß mit einem der spektakulärsten Ausblicke der Schweiz. Von Flims aus fährst du auf gut ausgebauten Wald- und Wanderwegen Richtung Conn, einem beliebten Aussichtsplateau hoch über der Rheinschlucht. Die Wege verlaufen überwiegend durch schattigen Wald und sind technisch wenig anspruchsvoll.

Das Highlight ist die Aussichtsplattform Il Spir, die freischwebend über der Ruinaulta thront. Von hier blickst du senkrecht auf den türkisen Vorderrhein und die weißen Kalksteinwände, während die roten Züge der Rhätischen Bahn tief unten durch die Schlucht fahren. Ein Fernglas lohnt sich, um Details der Canyon-Landschaft zu erkennen.

Bei Conn gibt es eine gemütliche Waldschenke für die verdiente Pause. Die Tour ist ideal für Familien, Genussradler und alle, die ein Naturschauspiel mit überschaubarem Aufwand erleben möchten. Ein Klassiker, den man in Flims einfach gemacht haben muss.

Runinaulta-Runde entlang des Vorderrheins

Wer die Rheinschlucht nicht nur von oben, sondern auch von unten erleben will, kombiniert Bike und Bahn zu einer eindrucksvollen Runde. Von Flims rollst du zunächst hinab Richtung Trin oder Versam, um in die Talebene des Vorderrheins zu gelangen. Entlang des Flusses führen ruhige Wege durch die eindrucksvolle Kalksteinlandschaft der Ruinaulta.

Der Kontrast ist verblüffend: Statt aus der Vogelperspektive fährst du nun mitten durch die weißen Geröllfelder und Auenlandschaften, während sich die Schluchtwände über dir auftürmen. Die Rhätische Bahn hält an kleinen Stationen wie Versam-Safien und bietet die Möglichkeit, einen Teil der Strecke bequem per Zug zurückzulegen.

Diese Runde eignet sich für Tourenfahrer, die Landschaftserlebnis und ein wenig Logistik schätzen. Der Rückweg hinauf nach Flims ist ordentlich anstrengend, weshalb E-Biker klar im Vorteil sind. Als Belohnung sammelst du Eindrücke, die die meisten Besucher der Region verpassen.

Falera-Panoramarunde über die Sonnenterrasse

Diese ruhige Tour führt dich abseits des Trubels ins beschauliche Bergdorf Falera und über dessen sonnige Terrassen. Von Laax aus fährst du auf sanft ansteigenden Wegen hinauf nach Falera, wo dich weite Ausblicke über das Rheintal und die prähistorische Menhir-Anlage erwarten. Der Ort strahlt eine besondere Ruhe aus und wird von vielen Bikern übersehen.

Rund um Falera verlaufen aussichtsreiche Alp- und Wiesenwege, die sich zu einer entspannten Panoramarunde verbinden lassen. Der Untergrund ist überwiegend gut fahrbar, mit einigen Schotterpassagen. Immer wieder öffnen sich Blicke auf die gegenüberliegenden Gipfel und hinunter zur Surselva.

Die Runde ist perfekt für Genussradler und E-Biker, die Kultur, Aussicht und Ruhe kombinieren möchten. In Falera locken kleine Restaurants mit Bündner Spezialitäten und Sonnenterrassen. Wer die Region von ihrer stillen, ursprünglichen Seite kennenlernen will, ist hier genau richtig.

Häufige Fragen

Ist Flims Laax für Anfänger im Mountainbiken geeignet?

Ja, absolut. Flims Laax hat sich einen Ruf als anspruchsvolles Bikegebiet erarbeitet, bietet aber genauso viel für Einsteiger. Im Bikepark Laax gibt es speziell geshapte Flowtrails mit sanften Anliegern und Übungsbereiche, in denen du Fahrtechnik in geschütztem Rahmen üben kannst.

Zusätzlich bieten Bikeschulen und Verleihstationen an der Talstation professionelle Kurse für alle Level an. Wer lieber ohne Adrenalin unterwegs ist, findet mit den Seenrunden rund um Caumasee und Crestasee entspannte, wenig technische Wege. So kannst du dich ganz ohne Druck an das Gelände herantasten und dein Können Schritt für Schritt steigern.

Kann ich mit dem E-Bike in der Region unterwegs sein?

E-Biker sind in Flims Laax bestens aufgehoben. Die gut ausgebauten Alp- und Bergstraßen eignen sich hervorragend für elektrische Unterstützung, gerade bei den langen Anstiegen zur Alp Nagens oder ins Bargis-Gebiet. Mit dem E-Bike werden auch höher gelegene Ziele erreichbar, die konditionell sonst eine echte Herausforderung wären.

In den Dörfern und an vielen Bergstationen findest du Lademöglichkeiten, sodass du deinen Akku unterwegs auffrischen kannst. Zahlreiche Verleihstationen bieten moderne E-Mountainbikes zur Miete an. Plane deine Route trotzdem mit Blick auf die Akkulaufzeit, denn die Höhenmeter summieren sich in dieser Bergregion schneller als gedacht.

Wann ist die beste Zeit zum Biken in Flims Laax?

Die klassische Bikesaison reicht von etwa Mai bis Oktober, wobei die genauen Zeiten von der Schneelage abhängen. Der Bikepark und die Bergbahnen öffnen meist im späten Frühling und laufen bis in den Herbst. Die Monate Juni bis September gelten als ideal, da dann auch die höher gelegenen Trails schneefrei und gut befahrbar sind.

Der Sommer bietet die meiste Sonne und lange Tage, kann aber in tieferen Lagen heiß werden, weshalb sich die schattigen Waldwege und Höhentouren besonders anbieten. Der Herbst überzeugt mit klarer Fernsicht, weniger Betrieb und leuchtenden Farben in den Wäldern. Prüfe vor der Anreise stets die aktuellen Betriebszeiten der Bahnen.

Ist Biken mit Kindern in Flims Laax möglich?

Ja, die Region ist überraschend familienfreundlich. Die Seenrunden rund um den Caumasee und Crestasee verlaufen weitgehend flach und auf gut fahrbaren Wegen, sodass auch fahrsichere Kinder gut mitkommen. Die Bademöglichkeiten unterwegs sorgen für Motivation und willkommene Pausen.

Im Bikepark gibt es Übungsareale und kindgerechte Flowtrails, auf denen der Nachwuchs erste Erfahrungen im Gelände sammeln kann. Bikeschulen bieten zudem spezielle Kinderkurse an. Wichtig ist eine gute Ausrüstung mit passendem Helm und für den Park auch Protektoren. Mit etwas Planung wird der Familienurlaub auf dem Bike hier zum Erlebnis für alle Generationen.

Darf ich meinen Hund beim Biken mitnehmen?

Grundsätzlich sind Hunde in der Region willkommen, doch beim Biken solltest du einige Punkte beachten. Auf den steilen und schnellen Trails im Bikepark ist ein mitlaufender Hund weder sicher noch erlaubt, da die Geschwindigkeiten für das Tier gefährlich sind. Hier ist der Hund fehl am Platz.

Für gemütliche Genussrunden über Forstwege und rund um die Seen kann ein gut trainierter, ausdauernder Hund hingegen mitlaufen, sofern du auf seine Kondition und ausreichend Wasserpausen achtest. Beachte, dass rund um die Badeseen teils Leinenpflicht oder Badeverbote für Hunde gelten. Informiere dich vorab über die örtlichen Regeln und nimm Rücksicht auf Weidevieh auf den Alpen.

Wo kann ich Mountainbikes und E-Bikes mieten?

In Laax und Flims gibt es mehrere gut ausgestattete Verleihstationen, viele davon direkt an den Talstationen der Bergbahnen. Dort findest du eine breite Auswahl an modernen Mountainbikes, Enduro-Bikes für den Park sowie E-Mountainbikes für Touren. Auch Schutzausrüstung wie Helme und Protektoren kann meist gleich mit gemietet werden.

Es empfiehlt sich, gerade in der Hochsaison im Voraus zu reservieren, um sicherzugehen, dass dein Wunschmodell und die passende Größe verfügbar sind. Das Personal berät dich gerne zu passenden Touren und stellt das Bike auf deine Bedürfnisse ein. So bist du auch ohne eigenes Rad bestens für die Trails der Region gerüstet.

Brauche ich für den Bikepark spezielle Ausrüstung?

Für den Bikepark Laax ist ein Helm Pflicht, und aus gutem Grund. Zusätzlich empfehlen wir dringend Protektoren wie Knie- und Ellbogenschützer sowie idealerweise einen Rückenprotektor, denn im Park geht es teils schnell und technisch zur Sache. Ein Fullface-Helm bietet zusätzlichen Schutz für Gesicht und Kinn.

Ein geländetaugliches Mountainbike mit guten Bremsen und ausreichend Federweg ist Voraussetzung. Handschuhe, feste Schuhe und wetterangepasste Kleidung runden die Ausrüstung ab. Falls du nicht alles selbst besitzt, kannst du die komplette Schutzausrüstung an den Verleihstationen mieten. Sicherheit geht hier klar vor, denn die Trails verzeihen Fahrfehler nicht immer.

Wie komme ich mit den Bergbahnen und meinem Bike nach oben?

Die Bergbahnen von Flims Laax sind auf den Biketransport eingestellt. Die Gondeln, etwa von Laax Murschetg zum Crap Sogn Gion, verfügen über Halterungen oder Transportmöglichkeiten für Mountainbikes. So sparst du dir den anstrengenden Aufstieg und kannst dich ganz auf den Abfahrtsspaß konzentrieren.

Für die Nutzung der Bahnen mit Bike gibt es spezielle Bike-Tickets oder Mehrfahrtenkarten, teils auch Saisonpässe für Vielfahrer. Es lohnt sich, die aktuellen Betriebszeiten und Preise vorab online zu prüfen, da diese saisonal variieren. Mit dem Uplift per Gondel holst du an einem Tag deutlich mehr Abfahrten heraus, ohne deine Beine vorzeitig zu ruinieren.

Gibt es geführte Bike-Touren in der Region?

Ja, in Flims Laax werden zahlreiche geführte Touren und Fahrtechnikkurse angeboten. Lokale Bikeschulen und Guides kennen die besten Trails, Aussichtspunkte und Geheimtipps und passen die Touren an dein Können an. Das ist besonders praktisch, wenn du die Region zum ersten Mal besuchst und nicht selbst planen möchtest.

Von Anfängerkursen über Flowtrail-Sessions bis hin zu anspruchsvollen Enduro-Touren ist für jedes Niveau etwas dabei. Geführte Touren bieten zudem den Vorteil, dass du dich um Navigation und Streckenwahl keine Gedanken machen musst und ganz nebenbei viel über Land, Leute und Fahrtechnik lernst. Eine Buchung im Voraus wird empfohlen.

Wie anspruchsvoll sind die Trails in Flims Laax wirklich?

Das Spektrum ist enorm breit. Von kinderleichten, flachen Seenrunden bis zu technisch fordernden Singletrails und steilen Downhill-Sektionen findest du hier alles. Die Flowtrails im Bikepark sind so gestaltet, dass auch weniger geübte Fahrer Spaß haben, während erfahrene Biker auf den technischen Lines und in den Wurzelpassagen richtig gefordert werden.

Die Beschilderung folgt üblichen Schwierigkeitsgraden, sodass du deine Route gut nach deinem Können auswählen kannst. Wichtig ist eine ehrliche Selbsteinschätzung, gerade bei den alpinen Touren, die neben Fahrtechnik auch Kondition und Bergerfahrung verlangen. Wer sich unsicher ist, startet auf den einfacheren Trails und steigert sich langsam.

Wo kann ich unterwegs einkehren und mich verpflegen?

An Verpflegungsmöglichkeiten mangelt es in Flims Laax nicht. Entlang vieler Touren liegen Bergrestaurants, Alpbeizen und Waldschenken, etwa auf der Alp Nagens oder bei Conn nahe der Aussichtsplattform Il Spir. Dort bekommst du regionale Bündner Spezialitäten wie Capuns, Bündnerfleisch oder frischen Alpkäse.

Am Caumasee gibt es einen Kiosk mit Erfrischungen und Glace, ideal für eine sonnige Pause am Wasser. In den Dörfern Flims, Laax und Falera findest du zahlreiche Restaurants und Cafés für die Einkehr nach der Tour. Bei alpinen Touren ins abgelegenere Gelände solltest du dennoch stets ausreichend Wasser und Snacks mitnehmen, da die Versorgung dort dünner wird.

Wie erreiche ich Flims Laax am besten?

Flims Laax ist gut erreichbar. Mit dem Auto gelangst du über die Autobahn A13 bis Chur und von dort auf der Kantonsstraße hinauf in die Region. Vor Ort gibt es Parkmöglichkeiten an den Talstationen und in den Dörfern. Wer auf das Auto verzichten möchte, reist bequem mit der Bahn nach Chur und weiter mit dem Postauto nach Flims und Laax.

Die Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist komfortabel und die Postautos verkehren regelmäßig zwischen den Dörfern und Talstationen. Manche fahren auch mit Bike-Anhängern. Innerhalb der Region kommst du zudem oft direkt per Rad von einem Ort zum nächsten, sodass du das Auto während des Aufenthalts getrost stehen lassen kannst.

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