Vulkanisches Mittelgebirge mit Hochflächen
Radfahren in der Eifel: Vulkanwege, Maare und endlose Genusstouren
Radfahren in der Eifel
Die Eifel ist ein Mittelgebirge mit Charakter – und für Radfahrer eine echte Liebeserklärung auf zwei Rädern. Zwischen Aachen, Trier und dem Rhein erstreckt sich eine Landschaft, die geprägt ist von erloschenen Vulkanen, tiefblauen Maaren, sanften Hochflächen und Flusstälern, in denen sich asphaltierte Radwege wie geschmeidige Bänder durch die Natur ziehen. Wer hier in die Pedale tritt, merkt schnell: Die Eifel macht es einem leicht, sie zu lieben.
Das Besondere ist diese Mischung aus Wildheit und Gemütlichkeit. Auf den ehemaligen Bahntrassen rollst du fast steigungsfrei durch dichte Wälder und über alte Viadukte, während dich am Wegesrand mal eine Burgruine, mal ein dampfendes Kohlensäure-Maar und mal ein einsames Café mit hausgebackenem Kuchen erwartet. Die großen Radwege wie der Vulkanradweg, der Maare-Mosel-Radweg oder der Kylltal-Radweg sind echte Aushängeschilder und ziehen jedes Jahr Genussradler und Familien gleichermaßen an.
Doch die Eifel kann auch anders. Wer die Hochflächen rund um die Hohe Acht oder die Schneifel sucht, findet ordentliche Anstiege, einsame Straßen und Panoramen, die einem den Atem rauben – im wahrsten Sinne. Rennradfahrer und Mountainbiker kommen hier ebenso auf ihre Kosten wie Familien mit Anhänger oder E-Bike-Genießer, die lieber die Aussicht als die Wattzahlen im Blick haben.
Und dann ist da noch das, was nach der Tour kommt: deftige Eifeler Küche, ein kühles Bier aus einer regionalen Brauerei und die fast schon trotzige Gelassenheit der Menschen hier. Die Eifel drängt sich nicht auf – sie wirkt leise, aber sie bleibt hängen. Genau das macht sie zu einer der schönsten Radregionen Deutschlands.
Topografie & Landschaft
Höhenlage
bis 747 m (Hohe Acht)
Geländecharakter
Asphaltierte Bahntrassen, Wald- und Forstwege
Infrastruktur
Gut ausgebaut, fahrradfreundlich
Beste Reisezeit
Mai bis Oktober
Sehenswertes in der Eifel: Vulkane, Maare und mehr
Vulkanismus zum Anfassen: Maare und Krater
Die Eifel ist die einzige Region Deutschlands, in der du Vulkanismus so unmittelbar erleben kannst. Die berühmten Maare – wassergefüllte Explosionskrater – wie das Pulvermaar, das Gemündener Maar oder das Weinfelder Maar liegen wie dunkelblaue Augen in der Landschaft. Sie entstanden, als aufsteigendes Magma auf Grundwasser traf und in gewaltigen Explosionen riesige Trichter in den Boden riss. Heute sind sie idyllische Badeseen und perfekte Rastplätze für Radler.
Wer es noch spektakulärer mag, fährt zum Laacher See, dem größten Eifelmaar, an dessen Ufer noch immer Kohlensäure aus dem Untergrund blubbert. Geologen sind sich einig: Der Vulkanismus der Eifel ist nicht erloschen, sondern nur schlafend. Wusstest du schon? Der letzte Ausbruch liegt rund 11.000 Jahre zurück – aus geologischer Sicht ist das praktisch gestern.
Burgen, Klöster und mittelalterliche Städtchen
Die Eifel ist gespickt mit Burgen und Ruinen, die von einer bewegten Vergangenheit erzählen. Das absolute Highlight ist die Burg Eltz im Tal der Elz, eine der schönsten und besterhaltenen Burgen Deutschlands, die sich seit über 800 Jahren im Besitz derselben Familie befindet. Auch die Nürburg, die Genovevaburg in Mayen oder die Kasselburg sind beliebte Ziele für eine Radpause.
Zwischen den Höhenzügen liegen charmante Städtchen wie Monschau mit seinen Fachwerkhäusern an der Rur oder Bad Münstereifel mit seiner vollständig erhaltenen Stadtmauer. Hier lohnt es sich, vom Rad zu steigen, durch enge Gassen zu schlendern und in einem Café die Beine hochzulegen.
Kulinarik: Deftig, ehrlich, lecker
Nach Stunden im Sattel hat man sich eine ordentliche Mahlzeit verdient – und die Eifel liefert. Hier kommt der berühmte Eifeler Döppekooche auf den Tisch, ein herzhafter Kartoffelauflauf, oder Reibekuchen mit Apfelmus. Dazu ein Bier aus einer der kleinen regionalen Brauereien oder ein Glas Wein aus dem nahen Mosel- oder Ahrtal.
Ein echter Geheimtipp sind die kleinen Hofläden und Cafés am Wegesrand, die hausgemachten Kuchen, regionale Wurst und frischen Honig anbieten. Wusstest du schon? Die Eifel ist auch für ihren Senf bekannt – die Senfmühle in Monschau produziert noch heute nach traditionellen Verfahren über zwei Dutzend Sorten.
Nationalpark Eifel: Wildnis pur
Im Norden liegt der Nationalpark Eifel, Deutschlands erster Nationalpark in Nordrhein-Westfalen. Hier darf sich die Natur frei entfalten: Wildkatzen schleichen durch die Wälder, Biber bauen ihre Dämme und der seltene Schwarzstorch brütet in den Baumkronen. Rund um den Rursee findest du gut ausgebaute Radwege mit traumhaften Ausblicken auf das Wasser.
Ein besonderes Erlebnis bietet sich nachts: Der Nationalpark ist als Sternenpark zertifiziert, weil die Lichtverschmutzung hier so gering ist. Wer abends nach der Tour den Blick hebt, sieht einen Sternenhimmel, wie man ihn in Mitteleuropa kaum noch findet.
Warum die Eifel ein Paradies für Radfahrer ist
Bahntrassen-Radwege: Genuss fast ohne Schweiß
Das Herzstück des Radfahrens in der Eifel sind die ehemaligen Bahntrassen, die zu komfortablen Radwegen umgebaut wurden. Da Züge keine steilen Steigungen mögen, sind diese Wege herrlich gleichmäßig und steigungsarm – perfekt für Familien, Genussradler und alle, die lieber die Landschaft genießen als am Berg zu kämpfen. Der Vulkanradweg, der Maare-Mosel-Radweg und der Kylltal-Radweg gehören zu den schönsten ihrer Art in ganz Deutschland.
Das Besondere an diesen Strecken sind die alten Bahnviadukte und Tunnel, durch die du fährst. Stell dir vor, du rollst durch einen kühlen, beleuchteten Tunnel und tauchst auf der anderen Seite in ein sonnendurchflutetes Tal ein – das hat fast etwas Magisches. Die Wege sind durchgehend asphaltiert und damit auch für Rennräder, E-Bikes und Anhänger bestens geeignet.
Für sportliche Radler: Anstiege mit Belohnung
Wer es sportlicher mag, findet in der Eifel reichlich Höhenmeter. Die Hochflächen rund um die Hohe Acht, mit 747 Metern der höchste Berg der Eifel, fordern Rennradfahrer ebenso heraus wie die einsamen Straßen der Schneifel. Hier rollst du oft kilometerlang, ohne einem Auto zu begegnen, und wirst mit weiten Panoramen belohnt.
Auch die legendäre Nordschleife des Nürburgrings lockt Rennradfahrer an, die an bestimmten Tagen die berühmte Strecke ohne Motoren befahren dürfen – ein ganz besonderes Gänsehaut-Erlebnis. Die Anstiege in der Eifel sind selten brutal steil, aber sie ziehen sich, und genau das macht sie zu einem guten Trainingsrevier.
Mountainbike und Gravel: Abenteuer abseits des Asphalts
Die Eifel ist auch ein hervorragendes Terrain für Mountainbiker und Gravelfahrer. Rund um den Nationalpark Eifel, im Hohen Venn und in den Tälern von Kyll und Ahr findest du naturnahe Trails, Forstwege und Schotterpisten, die durch dichte Wälder und über offene Hochflächen führen. Die Mischung aus technischen Passagen und flowigen Abschnitten begeistert sowohl Einsteiger als auch erfahrene Biker.
Besonders das Hohe Venn, ein Hochmoor an der belgischen Grenze, bietet eine fast nordische Stimmung mit Holzstegen, weiten Mooren und windgepeitschten Bäumen. Hier fühlt man sich wie in einer anderen Welt. Wer Ruhe und Einsamkeit sucht, ist auf diesen Wegen genau richtig.
E-Bike-Region mit guter Infrastruktur
Die Eifel hat sich in den letzten Jahren zu einer echten E-Bike-Region entwickelt. Zahlreiche Ladestationen, fahrradfreundliche Unterkünfte und gut ausgeschilderte Routen machen es leicht, auch längere Touren zu meistern, ohne am Berg zu verzweifeln. Mit dem E-Bike rücken auch die höher gelegenen Ziele in greifbare Nähe.
Für Familien und Einsteiger ist das ein echter Segen: Mit elektrischer Unterstützung lassen sich die welligen Hochflächen entspannt erkunden, und am Ende des Tages bleibt noch Kraft für ein Stück Kuchen im Hofcafé. Die gute Anbindung an Bahnhöfe mit Fahrradmitnahme rundet das Angebot ab.
Fahrradfreundliche Hotels und Unterkünfte in der Eifel
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Die schönsten Radtouren in der Eifel
Maare-Mosel-Radweg: Von Daun nach Bernkastel-Kues
Der Maare-Mosel-Radweg ist der Klassiker schlechthin und führt auf rund 58 Kilometern von Daun in der Vulkaneifel hinunter ins Moseltal nach Bernkastel-Kues. Die Strecke folgt der ehemaligen Bahntrasse und ist nahezu durchgehend asphaltiert, sodass du dich ganz auf die Landschaft konzentrieren kannst. Das Beste: Es geht überwiegend bergab, von rund 420 Metern in Daun bis hinunter zur Mosel.
Unterwegs passierst du die berühmten Dauner Maare, fährst durch beleuchtete Tunnel und über imposante Viadukte, die einst die Eisenbahn trugen. In Wittlich lohnt sich ein Stopp im historischen Stadtkern, bevor es weiter durch Weinberge und sanfte Hügel Richtung Mosel geht.
Die Tour ist ideal für Familien und Genussradler, denn das gleichmäßige Gefälle macht sie auch für weniger Trainierte gut machbar. Am Ende wartet das malerische Bernkastel-Kues mit seinem Fachwerk-Marktplatz und einem Glas Mosel-Riesling als verdiente Belohnung.
Vulkanradweg: Durch das Herz der Vulkaneifel
Der Vulkanradweg verbindet auf etwa 70 Kilometern Andernach am Rhein mit dem Bahnhof in Daun und führt mitten durch die vulkanische Hochfläche der Eifel. Diese Tour ist ein echtes geologisches Abenteuer, denn unterwegs reihen sich Kraterseen, Lavafelder und Schlackenkegel aneinander. Auch dieser Weg nutzt eine alte Bahntrasse und ist daher angenehm zu fahren.
Highlights sind der Blick auf die zahlreichen Vulkankegel rund um Mayen und Mendig sowie die Möglichkeit, in die unterirdischen Lavakeller von Mendig hinabzusteigen, wo früher Bier gekühlt wurde. Die Landschaft wechselt zwischen offenen Hochflächen und schattigen Wäldern.
Da es von Daun aus tendenziell bergab Richtung Rhein geht, eignet sich die Strecke gut für eine Tagestour mit Rückfahrt per Bahn. Wer den Vulkanismus der Eifel hautnah erleben will, ist hier goldrichtig.
Kylltal-Radweg: Entlang des wilden Flusses
Der Kylltal-Radweg begleitet die Kyll auf rund 124 Kilometern von ihrer Quelle bei Losheim an der belgischen Grenze bis zur Mündung in die Mosel bei Ehrang nahe Trier. Diese Tour ist ideal für alle, die mehrere Tage unterwegs sein und tief in die Eifel eintauchen wollen. Der Fluss ist treuer Begleiter und sorgt mit seinem klaren Wasser für ständige Erfrischung.
Unterwegs passierst du Gerolstein mit seinen markanten Dolomitfelsen, die wie Zähne aus dem Wald ragen, und das charmante Kyllburg mit seiner Stiftskirche. Die Strecke führt durch enge Täler, vorbei an Felswänden und durch dichte Mischwälder, in denen sich der Fluss immer wieder windet.
Der Weg ist überwiegend gut ausgebaut, bietet aber durch die Tallage auch einige naturnahe Abschnitte. Für Naturliebhaber ist diese Tour ein Traum, denn man begegnet hier mehr Reihern als Autos.
Rursee-Runde im Nationalpark Eifel
Diese rund 27 Kilometer lange Tour führt rund um den malerischen Rursee im Herzen des Nationalparks Eifel. Start- und Endpunkt ist meist der Ort Rurberg oder Einruhr, von wo aus du dem Ufer des Stausees folgst. Die Strecke ist abwechslungsreich und bietet immer wieder traumhafte Ausblicke über das tiefblaue Wasser.
Unterwegs durchquerst du die wilde Natur des Nationalparks, in dem Wildkatzen und Biber zuhause sind. Ein Abstecher zur Urftstaumauer oder ein Stopp am Aussichtspunkt Eschauel lohnen sich besonders. Wer mag, kombiniert die Radtour mit einer Fahrt auf dem Ausflugsschiff, das auch Fahrräder mitnimmt.
Die Runde hat einige Anstiege und ist daher etwas anspruchsvoller, aber mit dem E-Bike gut zu bewältigen. Für Naturfreunde und alle, die Ruhe und Weite suchen, ist diese Tour ein echtes Erlebnis.
Ahr-Radweg: Genuss zwischen Weinbergen
Der Ahr-Radweg folgt dem Lauf der Ahr von ihrer Quelle in Blankenheim bis zur Mündung in den Rhein bei Sinzig auf rund 78 Kilometern. Die Strecke führt durch eines der nördlichsten Rotweingebiete Deutschlands, und die steilen Weinberge entlang des Flusses prägen das Landschaftsbild auf unverwechselbare Weise.
Vom beschaulichen Oberlauf in der Eifel geht es hinunter in das immer breiter werdende Ahrtal, vorbei an Orten wie Altenahr mit seiner Burgruine und der Weinstadt Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die historische Stadtmauer von Ahrweiler ist ein echtes Schmuckstück und lädt zu einer Pause ein.
Der Weg ist überwiegend gut befahrbar und tendenziell bergab, was ihn für Genussradler attraktiv macht. Ein Stopp in einer der zahlreichen Straußwirtschaften, um den lokalen Spätburgunder zu kosten, gehört bei dieser Tour einfach dazu.
Häufige Fragen
Ist die Eifel für Anfänger zum Radfahren geeignet?
Ja, die Eifel ist trotz ihres Rufs als Mittelgebirge erstaunlich anfängerfreundlich. Das liegt vor allem an den vielen ehemaligen Bahntrassen, die zu Radwegen umgebaut wurden. Diese Strecken wie der Maare-Mosel-Radweg oder der Vulkanradweg haben kaum nennenswerte Steigungen, da Eisenbahnen nur sehr sanfte Anstiege bewältigen konnten.
Für Einsteiger empfehlen sich diese flachen Bahntrassen-Wege, idealerweise in Gefällerichtung gefahren. Wer sich unsicher ist, kann ein E-Bike nutzen, das gerade bei welligem Gelände viel Sicherheit gibt. So lässt sich die Landschaft entspannt genießen, ohne sich zu überfordern.
Kann ich in der Eifel gut mit Kindern radfahren?
Die Eifel ist hervorragend für Familienradtouren geeignet. Besonders die Bahntrassen-Radwege bieten ideale Bedingungen, da sie autofrei oder verkehrsarm, gut asphaltiert und ohne steile Anstiege sind. Kinder können hier sicher und entspannt mitfahren, und auch Fahrradanhänger lassen sich problemlos ziehen.
Entlang der Strecken gibt es zahlreiche Rastmöglichkeiten, Spielplätze und Attraktionen wie die Maare zum Baden oder die alten Tunnel, die für Kinder ein kleines Abenteuer darstellen. Plane die Etappen kindgerecht und lege genügend Pausen ein, dann wird die Radtour zum Familienerlebnis.
Darf ich mit Hund in der Eifel radfahren?
Grundsätzlich ist Radfahren mit Hund in der Eifel möglich, erfordert aber etwas Planung. Auf den breiten, gut ausgebauten Bahntrassen-Radwegen kann dein Hund neben dem Rad herlaufen oder in einem Anhänger mitfahren. Achte aber auf die Temperaturen, denn an heißen Sommertagen kann das Mitlaufen für den Hund schnell zu anstrengend werden.
Im Nationalpark Eifel gilt eine Leinenpflicht, um die Wildtiere zu schützen. Viele Maare und Seen bieten Möglichkeiten zur Abkühlung, allerdings ist das Baden nicht überall erlaubt. Informiere dich vorab über die jeweiligen Regelungen und nimm ausreichend Wasser für deinen Vierbeiner mit.
Wann ist die beste Zeit zum Radfahren in der Eifel?
Die ideale Zeit zum Radfahren in der Eifel liegt zwischen Mai und Oktober. Im Frühling erwacht die Natur, die Wälder leuchten in frischem Grün und die Temperaturen sind angenehm zum Fahren. Der Sommer bietet lange Tage und warmes Wetter, kann aber auf den offenen Hochflächen auch heiß werden.
Besonders schön ist der Herbst, wenn sich die Laubwälder in warme Farben tauchen und im Ahrtal die Weinlese läuft. Beachte, dass die Eifel als Mittelgebirge auch im Sommer wechselhaftes Wetter haben kann und es auf den Höhen frischer ist als im Tal. Eine Regenjacke gehört immer ins Gepäck.
Wie komme ich mit dem Zug und Fahrrad in die Eifel?
Die Eifel ist gut mit der Bahn erreichbar, was sie zum idealen Ziel für Streckentouren macht. Wichtige Bahnhöfe liegen in Daun, Gerolstein, Trier, Andernach und im Norden in Richtung Aachen. Viele Regionalzüge nehmen Fahrräder mit, sodass du eine Strecke fahren und mit der Bahn zum Ausgangspunkt zurückkehren kannst.
Gerade die Bahntrassen-Radwege wie der Maare-Mosel-Radweg oder der Vulkanradweg lassen sich so bequem als Einbahn-Touren in Gefällerichtung planen. Buche bei stark frequentierten Verbindungen am besten vorab einen Fahrradstellplatz und informiere dich über die aktuellen Fahrpläne der jeweiligen Bahnbetreiber.
Brauche ich ein E-Bike für die Eifel?
Ein E-Bike ist in der Eifel kein Muss, aber eine echte Bereicherung. Auf den flachen Bahntrassen kommst du auch mit einem normalen Tourenrad gut zurecht. Sobald du jedoch die welligen Hochflächen, die Anstiege rund um die Hohe Acht oder anspruchsvollere Rundtouren angehen willst, macht ein E-Bike vieles entspannter.
Mit elektrischer Unterstützung rücken auch höher gelegene Ziele in greifbare Nähe, und du bleibst auch am Ende einer langen Tour noch fit. Die Eifel hat sich auf E-Biker eingestellt: Es gibt zahlreiche Ladestationen und fahrradfreundliche Unterkünfte mit Akku-Lademöglichkeit.
Welche Radwege sind die bekanntesten in der Eifel?
Zu den bekanntesten Radwegen der Eifel zählen der Maare-Mosel-Radweg, der Vulkanradweg, der Kylltal-Radweg und der Ahr-Radweg. Diese Strecken folgen größtenteils ehemaligen Bahntrassen oder Flussläufen und bieten daher angenehmes Fahren bei abwechslungsreicher Landschaft.
Daneben gibt es zahlreiche regionale Themenrouten und Rundwege, etwa rund um den Rursee im Nationalpark oder die Eifel-Höhen-Route, die sportlichere Radler anspricht. Für jeden Geschmack und jedes Fitnesslevel ist also etwas dabei, von der gemütlichen Genussfahrt bis zur ambitionierten Bergtour.
Wo kann ich unterwegs einkehren und essen?
Entlang der großen Radwege findest du regelmäßig Einkehrmöglichkeiten, von urigen Gasthäusern über gemütliche Cafés bis zu kleinen Hofläden. Die Eifeler Küche ist deftig und ehrlich: Probiere unbedingt den Döppekooche, Reibekuchen mit Apfelmus oder regionale Wurst- und Käsespezialitäten.
Ein besonderer Tipp sind die Hofcafés, die oft selbstgebackenen Kuchen und frischen Kaffee anbieten. Im Ahrtal locken zusätzlich die Straußwirtschaften mit lokalem Wein. Plane deine Pausen ruhig nach den Einkehrmöglichkeiten, denn nach einer Stärkung treten sich die nächsten Kilometer gleich viel leichter.
Sind die Radwege gut ausgeschildert?
Ja, die Eifel verfügt über eine durchweg gute Beschilderung der Radwege. Die großen Routen wie der Maare-Mosel-Radweg oder der Vulkanradweg sind durchgehend und gut sichtbar markiert, sodass du dich auch ohne ständigen Blick auf die Karte zurechtfindest.
Dennoch empfiehlt es sich, eine Karte oder eine Navigations-App auf dem Smartphone dabei zu haben, besonders wenn du Rundtouren oder weniger bekannte Verbindungen fährst. In Tälern und Wäldern kann der Mobilfunkempfang schwanken, daher ist es sinnvoll, Kartenmaterial offline verfügbar zu haben.
Gibt es Mountainbike-Strecken in der Eifel?
Die Eifel ist auch für Mountainbiker ein attraktives Revier. Rund um den Nationalpark Eifel, im Hohen Venn und in den Flusstälern findest du zahlreiche Trails, Forstwege und Schotterpisten, die durch Wälder und über Hochflächen führen. Es gibt sowohl flowige Abschnitte für Einsteiger als auch technisch anspruchsvolle Passagen.
Besonders das Hohe Venn an der belgischen Grenze bietet mit seinen Mooren und Holzstegen eine einzigartige Atmosphäre. Achte beim Fahren immer auf ausgewiesene Wege und respektiere die Naturschutzbestimmungen, gerade im Nationalpark, wo der Schutz der Wildtiere Vorrang hat.
Wie anspruchsvoll sind die Touren in der Eifel?
Das hängt ganz von der gewählten Route ab. Die Bahntrassen-Radwege sind dank ihres geringen Gefälles auch für ungeübte Radler und Familien gut machbar. Sie zählen zu den entspanntesten Touren, die das Mittelgebirge zu bieten hat.
Wer dagegen die Hochflächen, Rundtouren oder Rennradstrecken sucht, muss mit ordentlichen Höhenmetern rechnen. Die Anstiege sind selten brutal steil, ziehen sich aber oft in die Länge. Schätze deine Kondition realistisch ein und wähle die Tour entsprechend. Mit einem E-Bike lassen sich auch anspruchsvollere Strecken gut bewältigen.
Kann ich in der Eifel mehrtägige Radreisen machen?
Ja, die Eifel eignet sich hervorragend für mehrtägige Radreisen. Lange Strecken wie der Kylltal-Radweg über 124 Kilometer oder der Ahr-Radweg lassen sich gut in Etappen aufteilen. Entlang der Routen gibt es zahlreiche fahrradfreundliche Unterkünfte, die sich auf Radreisende eingestellt haben.
Viele Hotels und Pensionen bieten abschließbare Fahrradräume, Lademöglichkeiten für E-Bikes und Werkzeug für kleinere Reparaturen. Dank der guten Bahnanbindung kannst du deine Mehrtagestour flexibel planen und bei Bedarf einzelne Abschnitte mit dem Zug zurücklegen. So entstehen entspannte Radurlaube ganz nach deinem Tempo.
Wo kann ich in der Eifel Fahrräder mieten?
In den größeren Orten und Tourismuszentren der Eifel wie Daun, Gerolstein, Bad Neuenahr-Ahrweiler oder rund um den Rursee findest du zahlreiche Fahrradverleihstationen. Dort kannst du sowohl normale Trekkingräder als auch E-Bikes mieten, oft tageweise oder für mehrere Tage.
Einige Anbieter bieten praktische Bring- und Hol-Services an, sodass du eine Strecke fahren und das Rad am Zielort abgeben kannst. Gerade bei den beliebten Bahntrassen-Touren ist das sehr komfortabel. Buche in der Hauptsaison am besten vorab, damit dein Wunschrad auch verfügbar ist.