Alpine Hochgebirgstäler mit Dolomitengipfeln
Radfahren rund um die Drei Zinnen: Dolomiten-Klassiker zwischen Panoramastraßen und Almwegen
Radfahren an den Drei Zinnen
Wenn morgens die ersten Sonnenstrahlen über die Sextner Dolomiten kriechen und die drei markanten Felstürme in einem warmen Rosarot aufglühen, dann weißt du: Hier ist Radfahren mehr als nur Kurbeln. Die Region um die Drei Zinnen gehört zu den spektakulärsten Bühnen, die die Alpen für Radler bereithalten. Kaum ein Bergpanorama ist so ikonisch, kaum eine Kulisse treibt dich derart entschlossen den nächsten Anstieg hinauf.
Zwischen Toblach, Sexten, Innichen und dem Höhlensteintal spannt sich ein Wegenetz, das seinesgleichen sucht. Hier rollst du auf dem legendären Radweg entlang der alten Bahntrasse durchs Pustertal, schnaufst dich auf schmalen Bergstraßen zur Auronzohütte hinauf oder tauchst mit dem Mountainbike in stille Almtäler ein, in denen nur das Bimmeln der Kuhglocken die Ruhe unterbricht. Und immer wieder taucht sie auf, die unverwechselbare Silhouette der drei Zinnen, mal frontal, mal seitlich, mal nur als Schemen am Horizont.
Was diese Ecke Südtirols so besonders macht, ist die Mischung. Genussradler finden hier flache, familienfreundliche Strecken entlang der Rienz und Drau, während ambitionierte Rennradfahrer und Bergziegen sich an den knackigen Höhenmetern austoben können. Dazwischen liegt eine Landschaft, die dich immer wieder zum Anhalten zwingt, weil du einfach schauen musst.
Nach der Tour wartet die Südtiroler Gastfreundschaft. Speck, Schlutzkrapfen und ein Glas Vernatsch auf einer sonnigen Hüttenterrasse, während unter dir die Täler im Abendlicht liegen. Radfahren an den Drei Zinnen ist kein Sport, es ist ein kleines Fest für Beine, Augen und Gaumen. Und wenn du einmal hier warst, wirst du verstehen, warum manche jedes Jahr wiederkommen.
Topografie & Landschaft
Höhenlage
Von 1.200 m bis 2.320 m (Auronzohütte)
Geländecharakter
Asphaltradwege, Bergstraßen, Forst- und Almwege
Infrastruktur
Verleih, Bahnanbindung, radlerfreundliche Hotels
Beste Reisezeit
Ende Mai bis Anfang Oktober
Was die Region der Drei Zinnen so besonders macht
Die Drei Zinnen als Wahrzeichen der Dolomiten
Sie sind das Postkartenmotiv schlechthin und doch verlieren die drei markanten Felstürme aus Dolomit nie ihre Wirkung. Ob du sie zum ersten Mal siehst oder zum zwanzigsten Mal, dieser Anblick lässt dich staunen. Die Große Zinne ragt fast 3.000 Meter in den Himmel, flankiert von Westlicher und Kleiner Zinne, und bildet damit eine der eindrucksvollsten Bergsilhouetten der Welt.
Seit 2009 gehören die Sextner Dolomiten zum UNESCO-Welterbe, und das aus gutem Grund. Die schroffen Felswände, die im Ersten Weltkrieg umkämpften Höhen und die einzigartige geologische Formation machen die Region zu einem Freilichtmuseum der Natur. Als Radfahrer erlebst du dieses Wahrzeichen aus vielen Perspektiven, mal in voller Frontalansicht von der Auronzohütte, mal geheimnisvoll verhüllt im Morgennebel des Höhlensteintals.
Toblach, Sexten und Innichen: charmante Orte mit Geschichte
Die Dörfer rund um die Drei Zinnen sind mehr als nur Ausgangspunkte für deine Touren. Toblach mit seinem eleganten Grand Hotel erinnert an die große Zeit des Alpentourismus und war einst Sommerresidenz von Gustav Mahler, der hier seine 9. und 10. Sinfonie komponierte. Wer genau hinhört, meint fast, die Melodien noch zwischen den Lärchen zu vernehmen.
Innichen begeistert mit seiner romanischen Stiftskirche, einem der bedeutendsten Sakralbauten Südtirols, während Sexten sich als bodenständiges Bergdorf mit langer Bergführertradition präsentiert. Überall spürst du die Mischung aus Südtiroler Bodenständigkeit und dem Erbe der habsburgischen Sommerfrische. Nach einer langen Radtour lohnt sich der Bummel durch die Gassen mit ihren Cafés und kleinen Läden allemal.
Kulinarik: Einkehren mit Aussicht
Radfahren macht hungrig, und in dieser Region kannst du dich getrost darauf verlassen, dass die Belohnung großartig schmeckt. Die Almhütten und Berggasthöfe servieren deftige Südtiroler Küche, die perfekt für ausgehungerte Radler ist. Ein Teller Schlutzkrapfen mit brauner Butter, eine kräftige Gerstsuppe oder eine üppige Marende mit Speck, Kaminwurzen und Bergkäse geben verlorene Kraft zurück.
Die Südtiroler Küche ist ein köstlicher Grenzgänger zwischen alpiner Bergkost und italienischer Leichtigkeit. Auf der Hüttenterrasse gibt es Kaiserschmarrn neben hausgemachter Pasta, dazu einen Espresso, der jedem Bar-Barista in Rom Ehre machen würde. Und zum Abschluss? Ein Stück Apfelstrudel, natürlich. Wusstest du schon? Der Südtiroler Speck reift nach traditionellem Rezept mit einer Mischung aus Räuchern und Lufttrocknung, was ihm sein unverwechselbares Aroma verleiht.
Naturjuwel Pragser Wildsee und Höhlensteintal
Nur einen Katzensprung von der Kernregion entfernt liegt der Pragser Wildsee, dessen türkisgrünes Wasser zu den meistfotografierten Motiven der Alpen gehört. Zwar radelst du nicht direkt am Ufer entlang, doch das Höhlensteintal, das Toblach mit Cortina verbindet, führt dich durch eine wildromantische Schlucht mit dem Dürrensee und traumhaften Ausblicken auf die Monte-Cristallo-Gruppe.
Das Höhlensteintal ist ein Paradebeispiel für die dramatische Schönheit der Dolomiten. Steile Felswände, dunkle Fichtenwälder und immer wieder das Aufblitzen türkiser Bergseen begleiten dich. Geheimtipp: Fahre früh am Morgen los, wenn der Dürrensee noch spiegelglatt ist und die Cristallo-Gruppe sich darin spiegelt. Dieser Moment gehört ganz dir allein, bevor die Tagesausflügler kommen.
Warum die Drei Zinnen ein Traum für Radfahrer sind
Der Drau- und Pustertal-Radweg: rollender Genuss für alle
Das Herzstück des Radfahrens in der Region ist der berühmte Radweg durchs Pustertal, der teilweise auf der alten Bahntrasse verläuft. Von Toblach aus kannst du fast ohne Steigung Richtung Innichen und weiter nach Lienz rollen, größtenteils bergab entlang der Drau. Diese Strecke ist ein Klassiker für Familien und Genussradler, denn der Untergrund ist asphaltiert, gut markiert und meist vom Autoverkehr getrennt.
Was diesen Weg so beliebt macht, ist die entspannte Atmosphäre. Du gleitest durch grüne Talwiesen, vorbei an alten Bauernhöfen und immer mit Blick auf die umliegenden Dolomitengipfel. Praktisch: Zurück geht es bequem mit dem Zug samt Fahrradmitnahme. So wird auch eine längere Etappe für ungeübte Beine zum Vergnügen.
Bergstraßen für Rennradfahrer mit Ambitionen
Wer Höhenmeter sucht, wird an den Drei Zinnen glücklich. Die Auffahrt zur Auronzohütte auf über 2.300 Meter zählt zu den anspruchsvollsten und schönsten Panoramastraßen der Dolomiten. Steigungen jenseits der zehn Prozent verlangen dir alles ab, doch die Belohnung ist der direkte Blick auf die berühmten Felstürme.
Auch die Klassiker der Umgebung locken: Das Kreuzbergpass-Sträßchen, die Auffahrt nach Sexten oder Abstecher Richtung Cortina und Passo Tre Croci bieten alpine Rennrad-Erlebnisse pur. Die Straßen sind meist in gutem Zustand, kurvig und mit spektakulären Ausblicken gespickt. Für ambitionierte Rennradler ist die Region ein wahres Eldorado, das sich mit den großen Dolomiten-Pässen problemlos messen kann.
Mountainbike und E-Bike: rein ins Gelände
Abseits der Asphaltstraßen öffnet sich ein weites Netz an Forst- und Almwegen, das Mountainbiker begeistert. Vom Fischleintal aus geht es hinein in eines der schönsten Hochtäler der Dolomiten, umrahmt von markanten Gipfeln wie dem Einserkofel und der Dreischusterspitze. Die Wege führen zu bewirtschafteten Hütten wie der Talschlusshütte, wo eine Rast in dieser Kulisse zum unvergesslichen Erlebnis wird.
Der Boom der E-Bikes hat die Region noch zugänglicher gemacht. Selbst wer nicht topfit ist, kann heute Almen und Aussichtspunkte erreichen, die früher nur den stärksten Beinen vorbehalten waren. Verleihstationen in den Orten machen den Einstieg leicht. So wird das Naturerlebnis in den Sextner Dolomiten zu einem Genuss für nahezu jede Fitnessstufe.
Für wen sich die Region eignet
Das Schöne an den Drei Zinnen ist die Vielfalt. Familien mit Kindern finden auf den flachen Talradwegen ideale Bedingungen, während Rennradprofis sich an den steilen Passstraßen austoben. Mountainbiker haben die Wahl zwischen gemütlichen Almtouren und knackigen Trails, E-Biker erschließen sich mühelos die Höhenzüge.
Dazu kommt die perfekte Infrastruktur. Radlerfreundliche Hotels, Verleihstationen, Werkstätten und die Möglichkeit, den Zug für den Rücktransport zu nutzen, machen die Planung angenehm unkompliziert. Egal ob du einen entspannten Familienurlaub oder ein sportliches Trainingslager planst, hier findest du die passenden Wege und dazu ein Panorama, das seinesgleichen sucht.
Radlerfreundliche Unterkünfte rund um die Drei Zinnen
Die schönsten Radtouren rund um die Drei Zinnen
Pustertal-Radweg: Von Toblach nach Innichen und weiter nach Lienz
Diese Etappe ist der perfekte Einstieg für alle, die das Radfahren in der Region entspannt genießen möchten. Von Toblach aus folgst du dem hervorragend ausgebauten Drauradweg, der über weite Strecken auf der ehemaligen Bahntrasse verläuft. Es geht sanft bergab entlang des jungen Flusslaufs, sodass du dich ganz auf die Landschaft konzentrieren kannst, statt in die Pedale treten zu müssen.
Vorbei an Innichen mit seiner beeindruckenden romanischen Stiftskirche rollst du über Vierschach und Winnebach bis zur österreichischen Grenze und weiter durch das Osttiroler Pustertal bis Lienz. Die Strecke ist asphaltiert, familienfreundlich und größtenteils autofrei. Immer wieder öffnen sich Blicke auf die Lienzer Dolomiten und die grünen Talwiesen.
Das Beste kommt zum Schluss: In Lienz steigst du bequem in den Zug und lässt dich samt Rad zurück nach Toblach bringen. Ideal für Familien, Genussradler und alle, die einen unbeschwerten Tag auf dem Rad verbringen wollen, ohne sich um lange Anstiege sorgen zu müssen.
Auffahrt zur Auronzohütte: Der Rennrad-Klassiker
Wer sich einer echten Herausforderung stellen will, wählt die legendäre Panoramastraße hinauf zur Auronzohütte. Von Misurina aus, dem malerischen Bergsee südlich der Drei Zinnen, führt die mautpflichtige Straße in engen Kehren steil bergauf. Die Steigungen erreichen zweistellige Prozentwerte, und deine Waden werden dir jeden Höhenmeter nachtragen.
Doch was dich oben erwartet, ist die reine Belohnung. Auf über 2.300 Metern Höhe stehst du direkt vor den drei berühmten Felstürmen, deren gewaltige Wände fast zum Greifen nah scheinen. Die Auronzohütte bietet Einkehr mit Panoramaterrasse, und der Blick reicht weit über die Sextner Dolomiten.
Diese Tour ist etwas für konditionsstarke Rennradfahrer und ambitionierte E-Biker, die den Reiz der großen Anstiege lieben. Plane genügend Zeit ein, denn oben angekommen wirst du erst einmal nur staunen wollen. Die Abfahrt zurück nach Misurina ist rasant und verlangt volle Konzentration.
Fischleintal-Runde ab Sexten: MTB-Genuss im Hochtal
Vom Ortsteil Moos bei Sexten startet diese Mountainbike-Tour in eines der schönsten Hochtäler der Dolomiten. Das Fischleintal, italienisch Val Fiscalina, empfängt dich mit einem sanft ansteigenden Forstweg, der tief in die Berge hineinführt. Rechts und links ragen markante Gipfel wie der Einserkofel und die Dreischusterspitze auf.
Ziel ist die urige Talschlusshütte, die du nach dem letzten Anstieg im hintersten Winkel des Tals erreichst. Hier lohnt sich eine ausgiebige Rast mit Blick auf die Sextner Sonnenuhr, jene berühmte Gipfelformation, die den Bergdörfern einst als natürliche Uhr diente. Bei einer Portion Kaiserschmarrn tankst du neue Energie.
Der Rückweg folgt größtenteils derselben Route talauswärts und geht angenehm bergab. Die Tour eignet sich hervorragend für Mountainbiker mittlerer Kondition und dank E-Bike-Verleih in Sexten auch für weniger geübte Radler. Ein familientauglicher Klassiker in traumhafter Kulisse.
Höhlensteintal: Von Toblach zum Dürrensee
Diese Tour führt dich vom Toblacher See hinein ins wildromantische Höhlensteintal, das historisch Cortina d'Ampezzo mit dem Pustertal verband. Auf einer teils autofreien Radroute entlang der alten Bahntrasse geht es sanft bergauf durch dichte Fichtenwälder und vorbei an steilen Felswänden.
Der landschaftliche Höhepunkt ist der Dürrensee, in dessen stillem Wasser sich bei windstillem Wetter die imposante Monte-Cristallo-Gruppe spiegelt. Früh am Morgen, wenn noch keine Ausflügler unterwegs sind, gehört dir dieser magische Moment ganz allein. Der Toblacher See am Ausgangspunkt lädt vor oder nach der Tour zu einer entspannten Runde ums Ufer ein.
Die Strecke ist landschaftlich grandios und dank moderater Steigung auch für ambitionierte Genussradler und E-Biker gut machbar. Wer möchte, verlängert die Tour Richtung Cortina d'Ampezzo, muss dann aber mit mehr Höhenmetern rechnen. Ein Erlebnis, das die dramatische Seite der Dolomiten zeigt.
Kreuzbergpass ab Sexten: Grenzüberschreitendes Rennrad-Erlebnis
Der Kreuzbergpass verbindet das Sextner Tal mit dem Cadore und ist ein lohnender Anstieg für Rennradfahrer, die abwechslungsreiche Strecken schätzen. Von Sexten aus führt die gut ausgebaute Straße in mehreren Kehren hinauf zur Passhöhe auf rund 1.630 Metern, umrahmt vom markanten Massiv der Sextner Rotwand.
Der Aufstieg ist gleichmäßig und weniger extrem als die Auronzohütte, was ihn auch für ambitionierte Freizeitradler machbar macht. Auf der Passhöhe angekommen, öffnet sich der Blick auf die südlichen Ausläufer der Dolomiten. Die alten Kriegsstellungen am Wegesrand erinnern an die bewegte Geschichte dieser Region im Ersten Weltkrieg.
Wer möchte, rollt auf der italienischen Seite weiter Richtung Padola und kehrt in einem der urigen Berggasthöfe ein. Die Abfahrt zurück nach Sexten ist ein Genuss und belohnt für die Mühen des Aufstiegs. Eine Tour für alle, die alpine Passstraßen mit historischem Flair verbinden möchten.
Häufige Fragen
Ist Radfahren an den Drei Zinnen auch für Anfänger geeignet?
Absolut, die Region bietet für jedes Niveau die passende Strecke. Anfänger und Familien fühlen sich vor allem auf dem Pustertal- und Drauradweg wohl, der größtenteils flach verläuft und über die alte Bahntrasse führt. Hier gibt es kaum Steigungen und der Weg ist meist vom Autoverkehr getrennt.
Wer sich unsicher ist, kann mit kurzen Etappen beginnen und die praktische Fahrradmitnahme im Zug nutzen, um bequem zum Ausgangspunkt zurückzukehren. Die steilen Bergstraßen und anspruchsvollen Mountainbike-Trails sind dagegen den geübteren Radlern vorbehalten. Mit einem E-Bike lassen sich aber auch höhere Ziele deutlich leichter erreichen.
Kann ich mit Kindern in der Region radfahren?
Ja, die Region ist ausgesprochen familienfreundlich. Der Drauradweg von Toblach nach Lienz ist ein echter Klassiker für Familien, da er überwiegend bergab und autofrei verläuft. Kinder kommen hier ohne große Anstrengung voran und es gibt zahlreiche schöne Rastplätze am Weg.
Auch das Fischleintal bei Sexten eignet sich gut für gemeinsame Ausflüge, da der Anstieg moderat ist und die Talschlusshütte als lohnendes Ziel lockt. Achte darauf, ausreichend Pausen einzuplanen und genügend Proviant sowie Wasser mitzunehmen. Viele Verleihstationen bieten auch Kinderräder, Anhänger und passende Helme an.
Wie sieht es mit E-Bike-Verleih und Ladestationen aus?
Die Infrastruktur für E-Biker ist in der Region hervorragend ausgebaut. In den Orten Toblach, Sexten, Innichen und Umgebung findest du zahlreiche Verleihstationen, die moderne E-Mountainbikes und E-Trekkingräder anbieten. Oft ist auch eine kurzfristige Reservierung problemlos möglich.
Entlang der beliebten Routen sowie bei vielen Almhütten und Berggasthöfen gibt es Lademöglichkeiten, sodass du auch längere Touren unternehmen kannst. Es empfiehlt sich, den Akkustand im Blick zu behalten und bei anspruchsvollen Bergtouren einen Ersatzakku oder einen Ladestopp einzuplanen. Viele radlerfreundliche Hotels bieten zudem Ladestationen und sichere Abstellplätze an.
Darf mein Hund beim Radfahren dabei sein?
Grundsätzlich kannst du deinen Hund auf vielen Touren mitnehmen, allerdings solltest du einige Dinge beachten. Auf den flachen Talradwegen wie dem Drauradweg ist ein Hund gut zu Fuß mitführbar, sofern du ein moderates Tempo wählst und regelmäßig Pausen einlegst. Bei Hitze ist besondere Vorsicht geboten.
Auf steilen Bergstraßen und langen Anstiegen ist es für den Hund oft zu anstrengend und gefährlich. Hier eignen sich eher kurze Almtouren am Morgen oder Abend. Achte stets auf ausreichend Wasser für deinen Vierbeiner und respektiere die Weidegebiete, in denen Kühe grasen. Eine Leine ist in vielen Bereichen Pflicht.
Wann ist die beste Zeit zum Radfahren an den Drei Zinnen?
Die Hauptsaison für Radfahrer reicht von Ende Mai bis Anfang Oktober. In den höheren Lagen und auf den Passstraßen kann bis in den späten Frühling hinein noch Schnee liegen, weshalb die Auffahrt zur Auronzohütte meist erst ab Juni geöffnet ist. Der Sommer bietet warme Temperaturen und lange Tage.
Besonders reizvoll sind der Frühsommer mit blühenden Bergwiesen und der Herbst, wenn die Lärchen sich golden färben und die Luft klar und angenehm kühl ist. Im Hochsommer solltest du früh starten, um der Mittagshitze und den Ausflüglern zu entgehen. Im Frühling und Herbst sind zudem die Straßen deutlich ruhiger.
Kann ich mein Fahrrad im Zug mitnehmen?
Ja, die Fahrradmitnahme in den Zügen der Region ist gut organisiert und sehr beliebt. Die Pustertalbahn verbindet die Orte entlang des Tals und bietet spezielle Fahrradabteile. So kannst du beispielsweise den Drauradweg bequem bergab fahren und mit dem Zug zurück zum Ausgangspunkt gelangen.
In der Hochsaison empfiehlt es sich, frühzeitig am Bahnsteig zu sein, da die Kapazitäten für Räder begrenzt sein können. Ein gültiges Fahrradticket ist erforderlich, das du an den Automaten oder Schaltern erhältst. Diese Kombination aus Rad und Bahn macht die Region besonders flexibel und stressfrei für Radausflüge jeder Länge.
Wie anspruchsvoll ist die Auffahrt zur Auronzohütte?
Die Auffahrt zur Auronzohütte gehört zu den anspruchsvollsten Rennrad-Anstiegen der Region. Von Misurina aus geht es über eine mautpflichtige Straße in engen Kehren steil bergauf, wobei Steigungen von über zehn Prozent keine Seltenheit sind. Du solltest über eine gute Grundkondition und passende Übersetzung verfügen.
Der Anstieg fordert dich körperlich stark, doch die Belohnung ist einzigartig. Auf über 2.300 Metern stehst du direkt vor den drei berühmten Felstürmen. Weniger geübte Radler greifen hier gerne zum E-Bike, um den Genuss ohne die vollständige Erschöpfung zu erleben. Plane für die Tour ausreichend Zeit und beachte die Öffnungszeiten der Mautstraße.
Gibt es radlerfreundliche Unterkünfte in der Region?
Die Region hat sich stark auf Radfahrer eingestellt und bietet zahlreiche spezialisierte Unterkünfte. Viele Hotels und Pensionen verfügen über abschließbare Fahrradräume, Werkzeug für kleine Reparaturen, Waschmöglichkeiten und Ladestationen für E-Bikes. Einige bieten sogar geführte Touren oder einen Verleihservice direkt im Haus an.
Bei der Buchung lohnt es sich, gezielt nach dem Prädikat radlerfreundlich zu suchen. Das reichhaltige Frühstücksbuffet und die Möglichkeit, ein Lunchpaket zu bestellen, sind für aktive Radler ebenfalls praktisch. Von der einfachen Pension bis zum komfortablen Wellnesshotel findest du in Toblach, Sexten und Innichen die passende Basis für deinen Radurlaub.
Brauche ich ein spezielles Fahrrad für die Region?
Das hängt ganz von deinen Plänen ab. Für die flachen Talradwege wie den Drauradweg reicht ein normales Trekking- oder Cityrad vollkommen aus. Möchtest du dagegen die steilen Passstraßen bezwingen, ist ein Rennrad mit passender Übersetzung ideal, um die Höhenmeter zu meistern.
Für die Almwege und Forststraßen im Gelände solltest du ein Mountainbike wählen, das über entsprechende Reifen und Federung verfügt. E-Bikes sind eine hervorragende Option für alle, die auch anspruchsvollere Ziele ohne extreme Anstrengung erreichen möchten. In den Verleihstationen der Orte findest du für jeden Zweck das passende Rad in gutem Zustand.
Sind die Radwege gut ausgeschildert?
Ja, die Beschilderung in der Region ist vorbildlich. Der Pustertal- und Drauradweg ist durchgehend markiert und leicht zu finden, sodass du dich auch ohne GPS gut zurechtfindest. Auch die wichtigsten Bergtouren und Mountainbike-Routen sind mit Wegweisern versehen.
Dennoch empfiehlt es sich, für abgelegenere Trails eine Karte oder eine Navigations-App mitzunehmen, besonders im Gelände. In den Tourismusbüros der Orte erhältst du kostenlose Karten und wertvolle Tipps zu aktuellen Streckenverhältnissen. Die gute Ausschilderung macht das Radfahren in der Region entspannt und unkompliziert, sodass du dich ganz auf die Landschaft konzentrieren kannst.
Wie ist das Wetter in den Bergen einzuschätzen?
Das Wetter in den Dolomiten kann rasch wechseln, weshalb du dich stets gut vorbereiten solltest. Am Morgen ist es oft klar und ruhig, während sich im Laufe des Nachmittags Gewitter entwickeln können, besonders im Hochsommer. Ein früher Start bringt daher nicht nur ruhigere Wege, sondern auch stabileres Wetter.
Nimm auch bei sonnigem Start immer eine Regen- und Windjacke mit, da es in der Höhe deutlich kühler werden kann. Ein Blick auf den lokalen Wetterbericht am Vorabend ist Pflicht. Sonnenschutz nicht vergessen, denn die Sonneneinstrahlung ist in den Bergen intensiv. Mit der richtigen Ausrüstung bist du für alle Launen des Bergwetters gewappnet.
Wo kann ich unterwegs einkehren?
Entlang der Radrouten gibt es zahlreiche Einkehrmöglichkeiten, die keine Wünsche offen lassen. Auf den Almen und in den Berggasthöfen bekommst du deftige Südtiroler Küche wie Schlutzkrapfen, Speckmarende und Kaiserschmarrn, perfekt zum Auftanken nach dem Anstieg. Die Talschlusshütte im Fischleintal und die Auronzohütte sind beliebte Ziele.
In den Dörfern Toblach, Sexten und Innichen findest du außerdem gemütliche Cafés, Bäckereien und Restaurants, die von traditionell bis modern reichen. Die Kombination aus alpiner und italienischer Küche macht jede Einkehr zum Genuss. Denke daran, dass viele Hütten nur während der Saison und teils nur bis zum Nachmittag geöffnet sind, also plane deine Rast entsprechend.