Deister bei Hannover im Frühling
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Radfahren im Deister: Wo Niedersachsens grüner Höhenzug zum Trailrevier wird

Bewaldete Höhenzüge, legendäre Trails und Fachwerkidylle: Der Deister ist Norddeutschlands grünes Radabenteuer direkt vor den Toren Hannovers.

Radfahren im Deister entdecken

Der Deister ist so etwas wie der heimliche Hausberg der Region Hannover – ein bewaldeter Höhenzug, der sich südwestlich der niedersächsischen Landeshauptstadt über rund 20 Kilometer erstreckt. Wer hier in die Pedale tritt, merkt schnell: Das ist kein flaches Norddeutschland-Klischee, sondern überraschend hügeliges, waldreiches Terrain, das Beine und Lunge gleichermaßen fordert.

Schon beim ersten Anstieg umfängt dich der Duft von Buchenlaub und feuchter Walderde. Über dir wölbt sich ein dichtes Blätterdach, durch das die Sonne in flirrenden Flecken auf den Waldboden tropft. Der Deister gilt als eines der beliebtesten Mountainbike-Reviere Norddeutschlands – legendär sind die zahlreichen legalen und legendären Trails, die Generationen von Bikern selbst angelegt und gepflegt haben. Aber auch für gemütliche Tourenradler und E-Biker hält der Höhenzug breite Forstwege und sanfte Routen bereit.

Rund um den Deister reihen sich charmante Orte wie Springe, Wennigsen, Barsinghausen und Bad Münder, die mit Fachwerkflair, gemütlichen Gasthäusern und einer herzlichen Landlust-Mentalität locken. Nach einer schweißtreibenden Auffahrt zum Annaturm oder zum Nordmannsturm wartet oft ein kühles Getränk und ein Stück Kuchen – das hat man sich dann auch redlich verdient.

Der Deister ist Naherholungsgebiet, Trainingsrevier und Naturparadies in einem. Hier brüten Schwarzspechte, hier wachsen knorrige alte Buchen, und hier findest du an einem Werktagmorgen oft das Gefühl, den ganzen Wald für dich allein zu haben. Egal ob entspannte Familienrunde oder knackige Trailsession – der Deister überrascht jeden, der ihn für ein bloßes Wäldchen vor den Toren Hannovers gehalten hat.

Topografie & Landschaft

Bewaldeter Höhenzug

Höhenlage

bis 405 m (Bröhn)

Geländecharakter

Forstwege, Waldtrails, Radwege

Infrastruktur

Türme, Gasthäuser, Bahnanbindung

Beste Reisezeit

Mai bis Oktober

Navigation

Sehenswertes rund um den Deister

Türme mit Weitblick

Der Deister ist gespickt mit Aussichtstürmen, die sich als Etappenziele jeder Radtour anbieten. Der Annaturm auf dem Bröhn ist mit seinem markanten Holzbau einer der bekanntesten Treffpunkte – an klaren Tagen reicht der Blick weit über das niedersächsische Hügelland bis hinüber zum Harz. Direkt nebenan lädt eine Gastronomie zur verdienten Pause, und an Wochenenden herrscht hier ein buntes Treiben aus Wanderern, Bikern und Familien.

Auch der Nordmannsturm und der Bismarckturm bei Barsinghausen gehören zu den lohnenden Zielen. Wer den Anstieg gemeistert hat, wird mit Panoramen belohnt, die das vermeintlich flache Norddeutschland in einem ganz neuen Licht zeigen. Wusstest du schon, dass der höchste Punkt des Deisters, der Bröhn, immerhin 405 Meter misst – für hannoversche Verhältnisse beinahe alpin?

Bergbaugeschichte unter dem Waldboden

Der Deister birgt eine spannende Vergangenheit: Über Jahrhunderte wurde hier Steinkohle abgebaut. In Barsinghausen erinnert das Klosterstollen-Bergwerksmuseum an diese Epoche, und mit einer Grubenbahn kann man tief in den Berg hineinfahren. Für Radfahrer ist das ein perfekter Zwischenstopp an einem regnerischen Tag oder einfach, um die Region mit anderen Augen zu sehen.

Viele der heutigen Forstwege folgen alten Bergbaupfaden, und manch ein Trail führt an stillgelegten Stolleneingängen vorbei. Diese Verbindung aus Industriegeschichte und wiedererobertem Naturraum macht den Deister zu einem ganz besonderen Erlebnis – hier fährt man im Wortsinn über gewachsene Geschichte.

Fachwerk, Klöster und Land & Leute

Rund um den Höhenzug reihen sich charmante Ortschaften, die zum Verweilen einladen. Das Kloster Wennigsen, ein ehemaliges Augustinerkloster, ist ein stiller Ort mit jahrhundertealter Geschichte. In Springe lohnt der Wisentgehege, ein Wildpark, in dem Wisente, Wölfe und Luchse beobachtet werden können – ein Highlight besonders für Familien.

Die Menschen am Deister sind bodenständig und gastfreundlich. In den Dorfgasthäusern bekommst du herzhafte niedersächsische Küche, von Bregenwurst über Grünkohl bis zur deftigen Brotzeit. Ein Geheimtipp sind die kleinen Hofcafés am Waldrand, in denen hausgebackener Kuchen serviert wird – die perfekte Belohnung nach einer ausgiebigen Runde.

Natur pur

Der Deister ist überwiegend von ausgedehnten Buchenwäldern bedeckt, durchsetzt von Fichten und Eichen. Im Frühjahr verwandeln blühende Buschwindröschen den Waldboden in einen weißen Teppich, im Herbst leuchtet das Laub in warmen Gold- und Kupfertönen. Schwarzspechte, Kolkraben und mit etwas Glück sogar Rotwild begleiten dich auf deinen Touren.

Wusstest du schon, dass der Deister als wichtiges Trinkwassereinzugsgebiet für die Region Hannover dient? Die zahlreichen Quellen und Bäche sorgen nicht nur für saubere Luft und üppiges Grün, sondern auch dafür, dass es nach einem Regenguss richtig herrlich nach Wald riecht.

Warum der Deister ein Radfahrer-Paradies ist

Norddeutschlands Trail-Mekka

Wenn Mountainbiker in Niedersachsen von einem Revier schwärmen, fällt fast immer der Name Deister. Der Höhenzug ist berühmt für seine Vielzahl an Trails – von flowigen Abfahrten bis zu technisch anspruchsvollen Strecken mit Wurzelpassagen, Anliegern und Sprüngen. Hier hat sich über Jahre eine engagierte Bike-Community entwickelt, die in Zusammenarbeit mit Forst und Gemeinden legale Strecken pflegt und ausbaut.

Das Besondere: Auf wenigen Höhenmetern bekommst du erstaunlich abwechslungsreiches Fahrgefühl. Die Anstiege erfolgen meist über breite, gut fahrbare Forstwege, während die Abfahrten dann das Adrenalin liefern. Wer aus dem flachen Norden kommt, findet hier endlich das Gefälle, das sonst weit fehlt.

Auch für Genussradler und E-Biker

Der Deister ist längst nicht nur etwas für Downhill-Helden. Rund um den Höhenzug verlaufen zahlreiche Rundwege, die sich entspannt mit dem Tourenrad oder E-Bike befahren lassen. Der Deisterkreisel, eine ausgeschilderte Runde um den gesamten Höhenzug, verbindet die charmanten Ortschaften und bietet immer wieder schöne Ausblicke aufs Vorland.

Gerade E-Bikes haben den Deister für viele neu erschlossen – die knackigen Anstiege sind mit Motorunterstützung deutlich entspannter zu bewältigen, sodass auch weniger trainierte Radler die Aussichtstürme erreichen. Familien finden auf den breiten Wegen entlang der Waldränder ideale Bedingungen für gemütliche Ausflüge.

Wegequalität und Orientierung

Die Forstwege im Deister sind überwiegend gut ausgebaut und auch bei wechselhaftem Wetter befahrbar. Die offiziellen Radrouten sind solide ausgeschildert, und an den Wanderparkplätzen rund um den Höhenzug findest du Übersichtstafeln. Wer die Trails sucht, sollte sich allerdings vorab über aktuelle, legale Strecken informieren – der Deister lebt von einem respektvollen Miteinander zwischen Bikern, Wanderern und Naturschutz.

Ein Tipp für die Orientierung: Lade dir vorab eine GPS-Route auf dein Gerät, denn im dichten Wald verlieren manche Verzweigungen schnell ihren Überblick. Die guten alten Türme dienen dabei als verlässliche Fixpunkte am Höhenkamm.

Für wen lohnt sich der Deister?

Kurz gesagt: für fast jeden. Ambitionierte Mountainbiker finden hier ein Spielparadies, Tourenradler genießen abwechslungsreiche Rundkurse, und Familien rollen entspannt durch lichten Wald. Selbst Rennradfahrer kommen auf den umliegenden Landstraßen mit ihren welligen Profilen auf ihre Kosten.

Die Nähe zu Hannover macht den Deister außerdem zum perfekten Feierabend- und Wochenendrevier. In einer guten halben Stunde bist du aus der Stadt im Wald – und tauschst Asphalt gegen Waldboden, Verkehrslärm gegen Vogelgezwitscher.

Übernachten am Deister: Gemütliche Unterkünfte für Radfahrer

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Die schönsten Radtouren im Deister

Deisterkreisel – Die große Umrundung

Der Deisterkreisel ist der Klassiker für alle, die den Höhenzug auf einer entspannten Rundtour kennenlernen wollen. Auf rund 40 Kilometern führt die ausgeschilderte Route einmal komplett um den Deister herum und verbindet dabei die charmanten Orte Wennigsen, Barsinghausen, Bad Münder und Springe. Start- und Zielpunkt ist frei wählbar, da es sich um einen Rundkurs handelt – viele beginnen am Bahnhof Wennigsen, der bequem aus Hannover erreichbar ist.

Die Strecke verläuft überwiegend auf gut ausgebauten Rad- und Wirtschaftswegen am Fuße des Höhenzugs und bietet immer wieder schöne Ausblicke auf den bewaldeten Kamm und das umliegende Vorland. Steigungen halten sich in Grenzen, sodass die Runde auch für E-Biker und konditionsstarke Familien gut machbar ist.

Unterwegs lohnen Abstecher zum Kloster Wennigsen oder zum Bergwerksmuseum Klosterstollen in Barsinghausen. Wer mag, kehrt in einem der vielen Dorfgasthäuser ein. Die Tour eignet sich hervorragend als Tagesausflug und zeigt den Deister von seiner sanften, genussvollen Seite.

Auffahrt zum Annaturm

Diese Tour ist ein Muss für jeden, der den Deister erklimmen möchte. Vom Wanderparkplatz Wennigsen führt der Weg über breite Forstwege stetig bergauf in Richtung Bröhn, dem mit 405 Metern höchsten Punkt des Deisters. Hier thront der markante Annaturm, ein hölzerner Aussichtsturm, der zum beliebtesten Treffpunkt des Höhenzugs zählt.

Die Auffahrt fordert die Beine – rund 300 Höhenmeter wollen bewältigt werden – doch die Wege sind gut fahrbar und auch mit dem Mountainbike oder E-Bike problemlos zu meistern. Unterwegs begleiten dich dichte Buchenwälder, das Rauschen der Baumkronen und gelegentlich der Ruf eines Schwarzspechts.

Oben angekommen lohnt der Aufstieg auf den Turm: Bei klarer Sicht reicht der Blick weit über das niedersächsische Land. Die angeschlossene Gastronomie sorgt für die verdiente Stärkung. Anschließend kannst du über verschiedene Wege wieder hinabrollen – ein Rundkurs von etwa 20 Kilometern lässt sich gut zusammenstellen.

Trail-Runde rund um den Nienstedter Pass

Für ambitionierte Mountainbiker ist der Bereich um den Nienstedter Pass das Herzstück des Deisters. Der Pass verbindet die Nord- und Südseite des Höhenzugs und dient als idealer Ausgangspunkt für eine sportliche Trail-Runde. Von hier aus erreichst du zahlreiche der legendären Deister-Trails, die über die Jahre von der lokalen Bike-Community gepflegt wurden.

Die Tour kombiniert lange Auffahrten auf Forstwegen mit knackigen, teils technischen Abfahrten durch Wurzelpassagen und über natürliche Hindernisse. Wichtig: Informiere dich vorab über aktuell freigegebene, legale Strecken, denn der Deister lebt vom respektvollen Miteinander zwischen Bikern, Wanderern und Naturschutz.

Diese Runde ist nichts für Anfänger – Fahrtechnik und Kondition sind gefragt. Doch wer die Herausforderung sucht, findet hier flowiges Gelände, das in Norddeutschland seinesgleichen sucht. Nach der Session bietet sich eine Einkehr in Springe oder Bad Münder an.

Familienrunde am Waldrand bei Springe

Wer mit Kindern unterwegs ist, findet rund um Springe entspannte Wege am Fuße des Deisters. Diese rund 15 Kilometer lange Runde startet am Wisentgehege Springe und verläuft auf breiten, weitgehend flachen Wegen entlang des Waldrandes – ideal für die ganze Familie.

Das Wisentgehege selbst ist ein lohnendes Ausflugsziel: Hier lassen sich Wisente, Wölfe, Luchse und andere Wildtiere in weitläufigen Gehegen beobachten. Besonders die Flugschau mit Greifvögeln begeistert große und kleine Besucher gleichermaßen.

Die Route bietet immer wieder schattige Abschnitte und gemütliche Rastplätze. Da kaum nennenswerte Steigungen zu bewältigen sind, eignet sie sich perfekt für einen entspannten Familientag. Unterwegs laden Hofcafés zu einer Pause mit hausgemachtem Kuchen ein – ein Genuss, der besonders bei den kleinen Radlern für strahlende Augen sorgt.

Über den Kamm von Wennigsen nach Barsinghausen

Diese Tour verbindet zwei der wichtigsten Deister-Orte und führt dabei über den waldreichen Kamm des Höhenzugs. Start ist in Wennigsen, von wo aus es über Forstwege hinauf zum Kammweg geht. Oben angekommen rollst du entlang des Höhenrückens durch dichte Buchenwälder und passierst dabei verschiedene Aussichtspunkte.

Ein Highlight unterwegs ist der Nordmannsturm, von dem aus sich ein schöner Blick über die nördliche Region bietet. Der Kammweg selbst hat etwas Meditatives – das gleichmäßige Surren der Reifen, das Spiel von Licht und Schatten unter den hohen Bäumen und die frische Waldluft machen den Reiz dieser Strecke aus.

In Barsinghausen angekommen, bietet sich ein Besuch des Bergwerksmuseums Klosterstollen an, das an die Bergbauvergangenheit des Deisters erinnert. Die rund 25 Kilometer lange Strecke kann als Punkt-zu-Punkt-Tour mit Bahnrückfahrt oder als Rundkurs gefahren werden – beides ist dank guter Anbindung gut machbar.

Häufige Fragen

Ist der Deister für Anfänger zum Radfahren geeignet?

Absolut, der Deister bietet für jedes Niveau die passende Strecke. Während ambitionierte Mountainbiker die anspruchsvollen Trails suchen, finden Einsteiger und Genussradler zahlreiche breite Forst- und Wirtschaftswege, die entspannt zu befahren sind.

Besonders der Deisterkreisel rund um den Höhenzug eignet sich gut für Anfänger, da er größtenteils ohne extreme Steigungen auskommt. Auch die Wege am Waldrand bei Springe oder Wennigsen sind ideal für die ersten Touren. Wer die Aussichtstürme erreichen möchte, sollte etwas Kondition mitbringen – oder einfach auf ein E-Bike setzen, das die Anstiege deutlich erleichtert.

Kann ich im Deister mit dem E-Bike fahren?

Ja, der Deister ist hervorragend für E-Bikes geeignet und hat durch sie für viele Radler erst richtig an Attraktivität gewonnen. Die teils knackigen Anstiege zum Annaturm oder über den Kamm werden mit Motorunterstützung deutlich entspannter zu bewältigen.

Auf den breiten Forstwegen kommst du mit dem E-Bike problemlos voran und kannst die Aussichtspunkte genießen, ohne völlig erschöpft oben anzukommen. In den umliegenden Orten wie Wennigsen, Springe und Barsinghausen findest du zudem Möglichkeiten, dein E-Bike bei Bedarf nachzuladen, etwa in Cafés oder bei örtlichen Anbietern.

Sind die Mountainbike-Trails im Deister legal?

Diese Frage ist im Deister besonders wichtig. Über die Jahre haben sich viele Trails entwickelt, doch nicht alle sind offiziell freigegeben. Es gibt in Zusammenarbeit zwischen Bike-Community, Forst und Gemeinden ausgewiesene, legale Strecken, die du nutzen solltest.

Bitte informiere dich vor deiner Tour über den aktuellen Stand der freigegebenen Strecken, da sich dieser ändern kann. Der Deister lebt von einem respektvollen Miteinander zwischen Mountainbikern, Wanderern und dem Naturschutz. Wer sich an die Regeln hält und Rücksicht nimmt, trägt dazu bei, dass dieses einzigartige Revier auch in Zukunft erhalten bleibt.

Wie komme ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Deister?

Der Deister ist hervorragend an den öffentlichen Nahverkehr angebunden, was ihn zum idealen Ausflugsziel aus Hannover macht. Die S-Bahn und Regionalbahnen halten in Wennigsen, Bad Münder, Springe und in der Nähe von Barsinghausen.

Vom Bahnhof Wennigsen aus startest du direkt in viele Touren, und auch der Bahnhof Springe liegt günstig für den südlichen Deister. In den Zügen der Region Hannover kannst du dein Fahrrad in der Regel problemlos mitnehmen – beachte aber mögliche Einschränkungen zu Stoßzeiten. Eine Anreise ohne Auto ist also problemlos möglich und sehr empfehlenswert.

Ist Radfahren im Deister mit Hund möglich?

Grundsätzlich ja, allerdings solltest du einige Dinge beachten. Der Deister ist ein Naturraum mit reichem Wildbestand, weshalb dein Hund unter Kontrolle bleiben und in sensiblen Bereichen angeleint sein sollte. Gerade in der Brut- und Setzzeit im Frühjahr ist Rücksicht auf die Tierwelt wichtig.

Auf den breiten Forstwegen kann ein gut trainierter Hund neben dem Rad herlaufen, sofern die Distanzen und Temperaturen es zulassen. Auf den schmalen Trails ist das Mitführen eines Hundes hingegen kaum praktikabel und gefährlich. Plane ausreichend Pausen und Wasser ein, besonders an warmen Tagen, und genieße die gemeinsame Zeit im Wald.

Welche ist die beste Jahreszeit zum Radfahren im Deister?

Der Deister lässt sich grundsätzlich das ganze Jahr über befahren, doch die schönste Zeit liegt zwischen dem späten Frühjahr und dem Herbst. Im Mai und Juni leuchtet der frische Buchenwald in sattem Grün, und die Temperaturen sind angenehm zum Radeln.

Der Herbst ist eine besondere Empfehlung: Wenn sich das Laub golden und kupfern verfärbt, verwandelt sich der gesamte Höhenzug in ein farbenprächtiges Spektakel. Im Sommer spendet das dichte Blätterdach angenehmen Schatten. Im Winter sind die Wege bei Frost gut fahrbar, bei Nässe oder Schnee können die Trails jedoch matschig und rutschig werden – dann ist Vorsicht geboten.

Gibt es Einkehrmöglichkeiten entlang der Routen?

Ja, der Deister ist gut versorgt mit Einkehrmöglichkeiten. Am Annaturm auf dem Bröhn gibt es eine beliebte Gastronomie, die zur Pause mit Aussicht einlädt – hier kannst du dich nach der Auffahrt mit Getränken und Speisen stärken.

In den umliegenden Orten Wennigsen, Springe, Barsinghausen und Bad Münder findest du zahlreiche Gasthäuser, Cafés und Restaurants mit bodenständiger niedersächsischer Küche. Ein besonderer Tipp sind die kleinen Hofcafés am Waldrand, die hausgebackenen Kuchen servieren. Plane deine Pausen am besten so, dass du diese Höhepunkte unterwegs mitnehmen kannst.

Wie viele Höhenmeter muss ich im Deister einplanen?

Das hängt stark von deiner Route ab. Der höchste Punkt des Deisters, der Bröhn, liegt bei 405 Metern. Für eine Auffahrt zum Annaturm solltest du je nach Startpunkt mit etwa 250 bis 350 Höhenmetern rechnen.

Touren über den Kamm oder Trail-Runden können deutlich mehr Höhenmeter ansammeln, da man oft mehrfach auf- und absteigt. Der flachere Deisterkreisel rund um den Höhenzug kommt dagegen mit moderaten Steigungen aus. Für Norddeutschland sind die Anstiege durchaus respektabel – wer aus dem flachen Land kommt, wird die Beine spüren, aber mit einem grandiosen Naturerlebnis belohnt.

Eignet sich der Deister für Familien mit Kindern?

Ja, der Deister bietet schöne Möglichkeiten für Familienausflüge. Besonders die flacheren Wege am Waldrand, etwa rund um Springe, sind gut für Kinder geeignet. Hier gibt es kaum starke Steigungen, und die Wege sind breit und sicher.

Ein Highlight für Familien ist das Wisentgehege Springe, in dem sich Wildtiere beobachten lassen – ein toller Programmpunkt, der eine Radtour perfekt ergänzt. Achte darauf, die Touren an das Können und die Ausdauer der Kinder anzupassen und ausreichend Pausen einzuplanen. Mit einem E-Bike oder einem Kinderanhänger lassen sich auch etwas längere Strecken entspannt bewältigen.

Brauche ich ein Mountainbike oder reicht ein normales Trekkingrad?

Das kommt ganz darauf an, was du vorhast. Für die Trails und technischen Abfahrten ist ein vollgefedertes Mountainbike klar zu empfehlen, da die Strecken Wurzeln, Sprünge und steile Passagen enthalten.

Für die breiten Forstwege, den Deisterkreisel und gemütliche Touren rund um den Höhenzug reicht jedoch ein robustes Trekkingrad oder ein Gravelbike völlig aus. Wenn du nur die Forstwege und Aussichtstürme ansteuern möchtest, brauchst du kein spezielles Bike. Wer hingegen die volle Trail-Erfahrung sucht, sollte mit entsprechendem Gerät und etwas Fahrtechnik anreisen.

Gibt es Bikeparks oder Verleihstationen am Deister?

Der Deister selbst ist kein klassischer Bikepark mit Lift, sondern ein natürliches Trailrevier, das von der lokalen Community geprägt ist. Die Strecken werden in Eigeninitiative und Zusammenarbeit mit Forst und Gemeinden gepflegt.

Fahrradverleih und Service findest du in den umliegenden Orten und natürlich im nahen Hannover. Es empfiehlt sich, vorab zu recherchieren, welche Anbieter aktuell E-Bikes oder Mountainbikes vermieten, besonders wenn du ohne eigenes Rad anreist. Für Reparaturen und Ersatzteile gibt es Fahrradläden in Barsinghausen, Springe und Wennigsen.

Wie ist die Wegequalität im Deister?

Die Forstwege im Deister sind überwiegend gut ausgebaut und solide befahrbar. Auch nach Regen lassen sie sich meist problemlos nutzen, da der Untergrund größtenteils befestigt ist. Die Hauptrouten und Radwege sind ordentlich ausgeschildert.

Die Trails hingegen sind naturbelassen und bieten je nach Witterung unterschiedliche Bedingungen – bei Nässe können sie rutschig und matschig werden. Für die Orientierung empfiehlt es sich, eine GPS-Route zu nutzen, da der dichte Wald manche Verzweigungen unübersichtlich macht. Die Aussichtstürme dienen dabei als gute Fixpunkte am Höhenkamm.

Wie weit ist der Deister von Hannover entfernt?

Der Deister liegt direkt vor den Toren Hannovers im Südwesten und ist von der Innenstadt aus in der Regel in etwa 30 bis 40 Minuten mit dem Auto erreichbar. Damit ist er das ideale Feierabend- und Wochenendrevier für Radfahrer aus der Region.

Auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist der Deister bestens angebunden, sodass du dein Rad bequem in der Bahn mitnehmen und entspannt anreisen kannst. Diese Nähe zur Großstadt macht den Reiz des Deisters aus: In kürzester Zeit tauschst du Asphalt und Verkehrslärm gegen Waldboden, Vogelgezwitscher und frische Luft.

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