Voralpen mit See und Bergen
Radfahren im Chiemgau: Zwischen Alpenpanorama, Seenglitzern und Genussstrecken
Radfahren im Chiemgau
Es gibt Regionen, da spürst du schon beim ersten Tritt in die Pedale, dass hier etwas Besonderes wartet. Der Chiemgau ist so ein Ort. Zwischen dem türkisblau schimmernden Chiemsee, den sanften Voralpenhügeln und den schroffen Gipfeln der Chiemgauer Alpen breitet sich eine Landschaft aus, die wie gemacht ist für alle, die das Radfahren nicht als Kampf gegen die Uhr, sondern als Feier des Augenblicks verstehen.
Hier rollst du an blühenden Streuobstwiesen vorbei, durch Moorlandschaften, die morgens im Nebel liegen, und entlang von Ufern, an denen die Berge sich im Wasser spiegeln. Der Chiemsee, liebevoll das Bayerische Meer genannt, ist der glitzernde Mittelpunkt der Region und Ziel unzähliger Radler, die ihn auf gut ausgebauten Wegen umrunden. Doch der Chiemgau ist mehr als nur sein See: Er ist Almwiesen, Barockkirchen, dampfende Kaspressknödel und der Duft von frisch gemähtem Heu.
Egal, ob du entspannt mit der Familie über flache Uferwege gleitest, mit dem E-Bike die Höhenmeter Richtung Kampenwand angehst oder als sportlicher Rennradfahrer die Passstraßen erklimmst, die Region liefert für jede Laune die passende Strecke. Und das Beste: Nach getaner Arbeit warten urige Wirtshäuser, Biergärten unter alten Kastanien und ein Stück Kuchen, das jede verbrannte Kalorie mehr als wett macht.
Der Chiemgau verbindet auf wunderbare Weise sportliche Herausforderung mit tiefer Entschleunigung. Hier musst du nichts beweisen, sondern darfst einfach genießen: die klare Bergluft, das Panorama, die Gastfreundschaft. Steig auf und lass dich von einer der schönsten Radregionen Bayerns verzaubern.
Topografie & Landschaft
Höhenlage
518 bis 1669 m (Kampenwand)
Geländecharakter
Asphalt, Uferwege, Almstraßen
Infrastruktur
Sehr gut ausgebaut, viele Verleihe
Beste Reisezeit
Mai bis Oktober
Sehenswürdigkeiten und Naturschätze im Chiemgau
Der Chiemsee: Das Bayerische Meer
Kein Besuch im Chiemgau ohne den Chiemsee, den größten See Bayerns. Mit seinem türkis bis tiefblau changierenden Wasser und der Bergkulisse im Hintergrund ist er das unbestrittene Herzstück der Region. Rund 60 Kilometer lang zieht sich der beliebte Uferradweg um den See, vorbei an Schilfgürteln, kleinen Badebuchten und idyllischen Hafenorten wie Prien, Gstadt und Seebruck.
Wer eine Pause einlegt, sollte unbedingt eine der Inseln besuchen. Auf der Herreninsel thront Schloss Herrenchiemsee, das König Ludwig II. dem Schloss Versailles nachempfinden ließ, ein wahrer Traum aus Spiegeln und Gold. Die kleinere Fraueninsel dagegen verzaubert mit dem uralten Kloster, engen Gassen und einem Charme, der die Zeit stillstehen lässt. Ein Schiffchen bringt dich mitsamt Rad hinüber.
Die Chiemgauer Alpen und die Kampenwand
Im Süden erheben sich die Chiemgauer Alpen, deren Wahrzeichen die markante Kampenwand ist. Mit ihrer zackigen Silhouette wacht sie über die Region und lockt Bergbegeisterte ebenso wie E-Biker, die den Aufstieg zu den Almen wagen. Von oben eröffnet sich ein Panorama, das vom Chiemsee bis weit in die Tiroler Bergwelt reicht.
Rund um Orte wie Aschau, Marquartstein und Reit im Winkl findest du eine Bilderbuchlandschaft aus Almwiesen, weidenden Kühen und traditionellen Bauernhöfen. Die Region ist durchzogen von einem dichten Netz an Wegen, das dich immer wieder zu Hütten führt, in denen es frische Buttermilch und deftige Brotzeit gibt.
Kulinarik: Wo Genuss Tradition hat
Der Chiemgau ist ein Schlaraffenland für Genießer. Hier trifft bayerische Deftigkeit auf alpine Frische. In den Wirtshäusern kommen Schweinsbraten mit knuspriger Kruste, Kaspressknödel in klarer Brühe und Dampfnudeln mit Vanillesoße auf den Tisch. Dazu ein kühles, regional gebrautes Bier, und der Radlertag findet seinen perfekten Abschluss.
Besonders schön ist die Kultur der Almen und Sennhütten, wo im Sommer noch selbst gemachter Käse und Butter produziert werden. Wusstest du schon? Der Chiemgau ist berühmt für seine Almkäse-Vielfalt, und viele Sennerinnen verkaufen ihre Produkte direkt ab Hütte, oft bezahlst du einfach in eine kleine Kasse des Vertrauens.
Kultur, Land und Leute
Die Menschen im Chiemgau sind bodenständig, herzlich und stolz auf ihre Heimat. Traditionelle Trachtenvereine, Blasmusik und Volksfeste gehören ebenso zum Alltag wie die Pflege alter Handwerkskünste. In Orten wie Grassau, Übersee oder Bergen begegnest du gelebtem Brauchtum, ohne dass es kitschig wirkt.
Ein echter Geheimtipp abseits der bekannten Pfade sind die stillen Moorlandschaften der Kendlmühlfilzen bei Grassau. Hier führt ein hölzerner Steg durch ein einzigartiges Hochmoor, in dem seltene Pflanzen und Vögel zuhause sind, ein Ort der Ruhe, der einen wunderbaren Kontrast zum lebhaften Seetreiben bildet.
Warum der Chiemgau ein Paradies für Radfahrer ist
Radfahren für jeden Anspruch
Der Chiemgau ist eine dieser seltenen Regionen, in denen sich Anfänger, Familien und ambitionierte Sportler gleichermaßen wohlfühlen. Die Landschaft bietet flache Uferwege am Chiemsee für gemütliche Genussrunden, aber auch anspruchsvolle Anstiege in die Chiemgauer Alpen für alle, die ihre Wadenmuskeln fordern wollen. Diese Vielfalt macht die Region so beliebt.
Wer es entspannt mag, folgt den top ausgebauten und meist asphaltierten Radwegen rund um den See. Sportliche Fahrer finden auf den Panoramastraßen Richtung Sudelfeld oder den Auffahrten zur Kampenwand ihr Glück. Und dank des dichten E-Bike-Ladenetzes sind selbst die höheren Ziele heute für nahezu jeden erreichbar.
Wegequalität und Beschilderung
Der Chiemgau punktet mit einer vorbildlichen Infrastruktur. Die Radwege sind hervorragend beschildert, viele davon Teil überregionaler Routen wie dem Chiemsee-Radweg oder dem Bodensee-Königssee-Radweg. Verirren ist hier fast unmöglich, die grün-weißen Wegweiser leiten dich zuverlässig von Ort zu Ort.
Ein großer Vorteil ist die gute Verbindung mit dem öffentlichen Nahverkehr. Zahlreiche Bahnhöfe und die Chiemsee-Schifffahrt nehmen Räder mit, sodass du Touren flexibel gestalten und abkürzen kannst, wenn die Beine mal müde werden. Fahrradverleihe und E-Bike-Stationen findest du in fast jedem größeren Ort.
Naturerlebnisse und Aussichtspunkte
Was das Radfahren im Chiemgau so besonders macht, sind die stetig wechselnden Ausblicke. Mal glitzert der See zwischen den Bäumen hervor, mal öffnet sich der Blick auf die schneebedeckten Gipfel, mal radelst du durch schattige Wälder oder über offene Almwiesen voller Wildblumen.
Besonders lohnenswert sind die Aussichtspunkte am Ratzinger Höhe zwischen Prien und dem See, von wo aus du einen der schönsten Blicke über den Chiemsee mit den Alpen im Hintergrund genießt. Auch die Fahrt entlang der Tiroler Ache oder durch die Marquartsteiner Landschaft belohnt dich mit unvergesslichen Naturmomenten.
Genuss und Entschleunigung
Radfahren im Chiemgau ist nie reiner Sport, es ist immer auch ein Genusserlebnis. Alle paar Kilometer lockt ein Biergarten, ein Hofladen oder ein Café mit hausgemachtem Kuchen. Das entschleunigt und macht jede Tour zu einem kleinen Fest der Sinne.
Für Familien ist die Region ein Traum: kurze, flache Etappen, Bademöglichkeiten an vielen Seeufern und Spielplätze in den Orten sorgen dafür, dass auch die Kleinsten Spaß haben. So wird der Radtag zum entspannten Familienausflug statt zum Kraftakt.
Radlerfreundliche Hotels und Unterkünfte im Chiemgau
Wir konnten leider kein Hotel finden...
Sie sind Hotelier, oder führen einen Gasthof oder eine Pension und interessieren sich für eine Aufnahme in unser Portal?
oder direkt anrufen
+49 (0)8167-69 63 70
Die schönsten Radtouren im Chiemgau
Die große Chiemsee-Umrundung
Der Klassiker schlechthin: Der rund 60 Kilometer lange Chiemsee-Radweg führt dich einmal komplett um das Bayerische Meer. Start und Ziel legst du am besten in Prien am Chiemsee fest, von wo aus du gegen den Uhrzeigersinn über Bernau, Übersee und Chieming rollst. Der Weg ist überwiegend flach und gut asphaltiert, ideal für Familien und Genussradler.
Unterwegs passierst du idyllische Uferabschnitte, Schilfgürtel und immer wieder Badebuchten, in denen du an heißen Tagen abtauchen kannst. In Seebruck lohnt ein Stopp am römischen Museum Bedaium, in Chieming der Blick über die weite Seefläche zur Kampenwand. Nördlich verläuft die Strecke teils etwas weiter vom Ufer entfernt durch offenes Land.
Ein Highlight ist die Möglichkeit, per Schiff zu den Inseln überzusetzen. Plane dafür ruhig einen ganzen Tag ein, denn Schloss Herrenchiemsee und das Kloster auf der Fraueninsel verdienen Zeit. So wird die Umrundung zum unvergesslichen Rundum-Erlebnis.
Ratzinger Höhe Panoramatour
Diese Tour ist etwas für alle, die den schönsten Ausblick über den Chiemsee suchen. Von Prien aus führt die Route über Rimsting hinauf zur Ratzinger Höhe, einem sanften Höhenzug südwestlich des Sees. Die Anstiege sind moderat, aber mit dem Rennrad oder E-Bike gut zu meistern.
Oben angekommen wirst du mit einem Postkartenpanorama belohnt: der türkise See, davor grüne Hügel und dahinter die gezackte Silhouette der Chiemgauer Alpen. Zahlreiche Bänke und ein bekanntes Ausflugscafé laden zur Rast ein, hier schmeckt der Kuchen mit Aussicht besonders gut.
Die Abfahrt zurück Richtung See ist ein Genuss, mit dem Wind im Gesicht und dem glitzernden Wasser vor Augen. Für die ganze Runde solltest du etwa 30 bis 40 Kilometer einplanen, je nachdem, ob du sie mit einem Abstecher ans Ufer kombinierst.
Aschau und das Priental Richtung Kampenwand
Wer die Berge sucht, findet im Priental sein Ziel. Von Prien aus radelst du entlang der Prien flussaufwärts nach Aschau im Chiemgau, einem der schönsten Orte der Region, überragt vom mächtigen Schloss Hohenaschau. Die Strecke ist bis Aschau angenehm und meist flach.
Ab Aschau wird es sportlich: Wer will, kann die Auffahrt Richtung Kampenwand-Bergstation angehen. Der Anstieg ist knackig und fordert vor allem ohne Motor ordentlich Kraft, mit dem E-Bike aber gut machbar. Oben locken urige Almen mit Brotzeit und ein grandioser Rundumblick über das Voralpenland.
Alternativ genießt du in Aschau selbst das Ambiente rund um das Schloss und kehrst gemütlich zurück. Diese Tour verbindet Kultur, sportliche Herausforderung und Bergkulisse und eignet sich hervorragend für konditionsstarke Radler und E-Biker.
Durch die Kendlmühlfilzen bei Grassau
Diese Tour ist ein echter Geheimtipp für Naturliebhaber. Von Grassau oder Übersee aus führt der Weg in eines der größten Hochmoore Bayerns, die Kendlmühlfilzen. Auf gut befahrbaren Wegen radelst du durch eine geheimnisvolle Landschaft aus Moorwiesen, Birken und stillen Wasserflächen.
Ein hölzerner Bohlensteg (den du zu Fuß erkundest) führt ins Herz des Moores, wo seltene Pflanzen wie der Sonnentau und viele Vogelarten zuhause sind. Die Ruhe hier ist beinahe magisch, ein wunderbarer Kontrast zum Trubel am See. Info-Tafeln erklären die Geschichte des einstigen Torfabbaus.
Die Runde lässt sich gut mit einer Fahrt zum nahen Chiemsee-Ufer bei Übersee verbinden. Insgesamt eine entspannte, überwiegend flache Tour von rund 20 bis 30 Kilometern, ideal für Familien und alle, die intakte Natur schätzen.
Reit im Winkl und die Tiroler Ache
Im südöstlichen Chiemgau liegt das malerische Reit im Winkl, eingebettet in eine Bergwelt, die an die Alpen von der Postkarte erinnert. Von Marquartstein aus folgst du dem Radweg entlang der Tiroler Ache flussaufwärts durch das enge, waldreiche Achental.
Die Strecke steigt sanft an und begleitet dich vorbei an rauschenden Wasserläufen und dichten Wäldern bis in den Kurort Reit im Winkl. Der Ort selbst lädt mit seinen Cafés und dem alpinen Flair zum Verweilen ein, und die umliegenden Berge wie der Hausberg Winklmoosalm bieten grandiose Kulissen.
Für die Rückfahrt kannst du dieselbe Route genießen, diesmal mit angenehmem Gefälle. Die Tour ist landschaftlich besonders reizvoll und eignet sich für sportlich ambitionierte Radler sowie E-Biker, die das Achental in seiner ganzen Schönheit erleben möchten.
Seebruck und Seeon: Rund um die kleinen Seen
Diese Tour führt dich in den nördlichen Chiemgau, wo neben dem großen Chiemsee auch die idyllischen Seeoner Seen liegen. Von Seebruck startend radelst du durch sanftes Hügelland Richtung Kloster Seeon, das malerisch auf einer Halbinsel im See thront.
Das ehemalige Benediktinerkloster ist heute ein Kultur- und Bildungszentrum und ein wunderschöner Ort für eine Pause. Die umliegenden kleinen Seen laden zum Baden und Verweilen ein, und die Wege sind fast durchweg flach und familienfreundlich.
Auf dem Rückweg nach Seebruck genießt du die weite Landschaft mit Blick auf das Bergpanorama im Süden. Diese abwechslungsreiche Runde von etwa 25 Kilometern verbindet Kultur, Wasser und stille Natur, perfekt für einen entspannten Genusstag im Sattel.
Häufige Fragen
Ist der Chiemgau für Anfänger zum Radfahren geeignet?
Absolut, der Chiemgau ist für Einsteiger geradezu ideal. Besonders der Chiemsee-Radweg und die Uferstrecken sind überwiegend flach, gut asphaltiert und hervorragend beschildert, sodass du dich ganz auf das Fahren und die Aussicht konzentrieren kannst.
Wer noch nicht so trittsicher ist oder längere Strecken scheut, kann dank der guten Anbindung an Bahn und Chiemsee-Schifffahrt Touren jederzeit abkürzen. Auch E-Bikes stehen in vielen Orten zum Verleih bereit und nehmen dir die Angst vor den wenigen Steigungen. So findet wirklich jeder eine passende Runde.
Kann ich den Chiemsee mit Kindern umrunden?
Ja, die Chiemsee-Umrundung ist ein beliebter Familienausflug. Der Weg ist größtenteils flach und autofrei oder verkehrsarm, was ihn sicher für Kinder macht. Die rund 60 Kilometer solltest du mit Kindern aber auf zwei Tage aufteilen oder Teilstücke mit dem Schiff überbrücken.
Unterwegs gibt es zahlreiche Badebuchten, Spielplätze und Eisdielen, die für willkommene Pausen sorgen. Gerade an heißen Sommertagen ist die Möglichkeit zum Baden ein großer Motivationsfaktor für die kleinen Radler. Plane genügend Zeit ein und mache das Radeln zum Erlebnis statt zum Pflichtprogramm.
Darf ich mein Rad in der Chiemsee-Schifffahrt mitnehmen?
Ja, die meisten Schiffe der Chiemsee-Schifffahrt nehmen Fahrräder gegen einen kleinen Aufpreis mit. Das ist besonders praktisch, wenn du eine Tour verkürzen oder die Inseln besuchen möchtest, ohne einen großen Umweg zu fahren.
Beachte allerdings, dass die Kapazität für Räder begrenzt ist, gerade in der Hochsaison und an schönen Wochenenden kann es voll werden. Es empfiehlt sich, früh am Tag zu fahren oder die Abfahrtszeiten vorab zu prüfen. So kombinierst du entspannt Radfahren und Schifffahrt.
Ist Radfahren im Chiemgau mit Hund möglich?
Grundsätzlich ja, viele Radwege eignen sich gut für Ausflüge mit Hund, sofern dein Vierbeiner fit ist und neben dem Rad herlaufen kann. Für längere Touren gibt es auch spezielle Fahrradanhänger oder Körbe für kleinere Hunde.
Achte an heißen Tagen unbedingt auf ausreichend Pausen im Schatten und Wasser für deinen Hund, denn die Sonne am See kann intensiv sein. Am Chiemsee gibt es zudem eigene Hundestrände, an denen dein Begleiter planschen darf. In vielen Biergärten und Cafés sind Hunde ebenfalls willkommen.
Wo kann ich im Chiemgau ein Fahrrad oder E-Bike leihen?
In nahezu allen größeren Orten wie Prien, Bernau, Grassau oder Reit im Winkl findest du Fahrradverleihe, die von klassischen Trekkingrädern über Kinderräder bis hin zu modernen E-Bikes alles anbieten. Viele Hotels stellen ihren Gästen ebenfalls Leihräder zur Verfügung.
Gerade E-Bikes sind sehr gefragt, weshalb sich eine Reservierung in der Hochsaison empfiehlt. Das dichte Netz an Verleihstationen und Ladepunkten macht es leicht, auch spontan loszuradeln. Frage einfach in deiner Unterkunft oder der örtlichen Tourist-Information nach, dort erhältst du aktuelle Tipps.
Welche ist die beste Reisezeit zum Radfahren?
Die ideale Zeit für Radtouren im Chiemgau reicht von Mai bis Oktober. Im Frühsommer blühen die Wiesen, die Luft ist frisch und die Wege sind noch nicht überlaufen. Der Sommer lockt mit warmen Temperaturen und der Möglichkeit, im See zu baden.
Besonders schön ist der Herbst, wenn die Wälder sich färben und die Fernsicht auf die Berge kristallklar ist. An sonnigen Herbsttagen hast du die Wege oft fast für dich allein. Beachte lediglich, dass es in den Bergregionen auch im Sommer zu Wetterumschwüngen kommen kann, ein Regenschutz gehört immer ins Gepäck.
Gibt es anspruchsvolle Touren für Rennradfahrer?
Ja, der Chiemgau bietet einiges für ambitionierte Rennradfahrer. Die Passstraßen und Anstiege in den Chiemgauer Alpen, etwa Richtung Sudelfeld oder ins Achental nach Reit im Winkl, sorgen für ordentliche Höhenmeter und fahrerischen Genuss.
Beliebt sind Rundtouren, die flache Seepassagen mit knackigen Bergauffahrten kombinieren, sodass du sowohl Tempo als auch Klettern erleben kannst. Die gut ausgebauten Straßen und das grandiose Panorama machen jede Tour zum Erlebnis. Wer die Herausforderung sucht, findet hier Strecken für einen ganzen Trainingsurlaub.
Wie gut ist die Anbindung mit dem Zug?
Die Anbindung ist ausgezeichnet. Prien am Chiemsee liegt direkt an der Bahnstrecke München-Salzburg und ist stündlich erreichbar. Auch Übersee, Bergen und weitere Orte verfügen über Bahnhöfe, sodass du bequem mit dem Zug anreisen und deine Touren flexibel gestalten kannst.
In den Regionalzügen kannst du dein Rad mitnehmen, in der Hauptsaison ist es allerdings ratsam, früh zu fahren, da die Fahrradabteile schnell voll werden. Diese gute Verkehrsanbindung macht es leicht, auf das Auto zu verzichten und entspannt anzureisen, ein echter Pluspunkt für umweltbewusste Radler.
Kann man die Radtouren gut mit Baden verbinden?
Der Chiemgau ist geradezu prädestiniert dafür. Am Chiemsee gibt es zahlreiche Badestellen, Strandbäder und lauschige Buchten direkt am Radweg, an denen du dein Rad abstellen und ins kühle Nass springen kannst. Ein Handtuch gehört im Sommer definitiv ins Gepäck.
Auch die kleineren Seen wie die Seeoner Seen oder der Hartsee laden zum Erfrischen ein und sind oft ruhiger als der große Chiemsee. Nach einer schweißtreibenden Etappe gibt es kaum etwas Schöneres, als sich im See abzukühlen. Diese Kombination aus Radfahren und Baden macht die Region im Sommer unschlagbar.
Sind die Radwege im Chiemgau gut ausgeschildert?
Ja, die Beschilderung im Chiemgau ist vorbildlich. Die überregionalen Routen wie der Chiemsee-Radweg oder der Bodensee-Königssee-Radweg sind durchgängig mit grün-weißen Schildern markiert, sodass du kaum eine Karte brauchst, um dein Ziel zu finden.
Zusätzlich gibt es zahlreiche regionale Themenrouten mit eigener Kennzeichnung. Viele Tourist-Informationen bieten kostenlose Radkarten an, und diverse Apps und GPS-Tracks ergänzen die Orientierung. Verirren ist hier also praktisch ausgeschlossen, du kannst dich ganz entspannt treiben lassen.
Wo kann ich unterwegs gut einkehren?
Der Chiemgau ist ein Paradies für Genussradler. Entlang der Wege reihen sich urige Wirtshäuser, gemütliche Biergärten und Cafés mit hausgemachtem Kuchen. In Orten wie Aschau, Grassau oder auf der Fraueninsel findest du besonders charmante Einkehrmöglichkeiten.
Ein Highlight sind die Almen in den Bergregionen, wo du frische Brotzeit, selbst gemachten Käse und Buttermilch direkt vom Erzeuger genießen kannst. Probiere unbedingt die regionalen Spezialitäten wie Kaspressknödel oder Dampfnudeln. Die Einkehr ist im Chiemgau kein bloßer Zwischenstopp, sondern ein fester Bestandteil des Raderlebnisses.
Brauche ich ein E-Bike für die Bergtouren?
Für die flachen Seetouren brauchst du kein E-Bike, hier reicht ein normales Trekkingrad völlig aus. Sobald du aber in die Berge Richtung Kampenwand oder in höhere Lagen möchtest, macht ein E-Bike den Aufstieg deutlich angenehmer und öffnet auch weniger trainierten Radlern die Bergwelt.
Sportlich Ambitionierte meistern die Anstiege natürlich auch mit dem klassischen Rennrad oder Mountainbike. Es hängt also ganz von deiner Kondition und deinen Zielen ab. Dank der vielen Ladestationen musst du dir mit dem E-Bike auch bei längeren Touren keine Sorgen um den Akku machen.