Radfahren im Bregenzerwald: Genussstrecken, Bergpässe und Käsealpen zwischen sanften Hügeln
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Radfahren im Bregenzerwald: Genussstrecken, Bergpässe und Käsealpen zwischen sanften Hügeln

Grüne Hügel, würziger Bergkäse und Traumpässe – hier wird jede Radtour zur Genussreise.

Radfahren im Bregenzerwald

Es gibt Landschaften, die man nicht einfach nur durchfährt, sondern die einen mit jedem Kurbelumdrehen tiefer in ihren Bann ziehen. Der Bregenzerwald im Vorarlberger Nordosten ist genau so ein Ort. Sanfte grüne Hügel, saftige Almwiesen, in die Landschaft geduckte Holzhäuser mit ihrer typischen Schindelfassade und über allem der Duft von frisch gemähtem Gras und würzigem Bergkäse. Wer hier mit dem Rad unterwegs ist, erlebt Vorarlberg von seiner schönsten und ehrlichsten Seite.

Der Bregenzerwald ist kein wilder Hochgebirgskessel, sondern eine liebliche, abwechslungsreiche Mittelgebirgslandschaft, die sich vom Bodenseeraum bei Bregenz bis hinauf zu den markanten Kalkbergen um Damüls und Warth zieht. Zwischen Egg, Bezau, Schoppernau und Au reihen sich charmante Dörfer aneinander, die zu Recht für ihre preisgekrönte Holzarchitektur und ihre bodenständige Gastfreundschaft berühmt sind. Genau diese Mischung macht das Radfahren hier so besonders: Du strampelst durch echte Kulturlandschaft, nicht durch Kulisse.

Für Genussradler und Familien gibt es entspannte Talwege entlang der Bregenzer Ach, für sportliche E-Biker und Rennradfahrer warten legendäre Pässe wie der Furkajoch oder das Faschinajoch. Und Mountainbiker finden ein wachsendes Netz aus Forststraßen, Trails und Almauffahrten, das kaum Wünsche offenlässt. Überall spürst du diese entspannte Bergluft-Atmosphäre, die einen sofort das Tempo drosseln lässt.

Was den Bregenzerwald aber wirklich einzigartig macht, ist die Verbindung von Bewegung und Genuss. Kaum eine Region verwöhnt Radler so konsequent mit regionalen Köstlichkeiten. Alle paar Kilometer lockt eine Sennerei, ein Alpgasthof oder ein Käseladen entlang der berühmten KäseStrasse. Radfahren wird hier zur kulinarischen Entdeckungsreise, bei der man sich das nächste Stück Alpkäse redlich verdient hat.

Topografie & Landschaft

Sanfte Hügel und Kalkberge

Höhenlage

600 bis 2044 m (Kanisfluh)

Geländecharakter

Asphaltwege, Forststraßen, Passstraßen

Infrastruktur

Gut ausgebaut, viele Einkehrmöglichkeiten

Beste Reisezeit

Mai bis Oktober

Navigation

Was den Bregenzerwald so besonders macht

Holzarchitektur, die Geschichte erzählt

Der Bregenzerwald ist weit über die Grenzen Österreichs hinaus für seine herausragende Holzbaukultur bekannt. Wer durch Dörfer wie Bezau, Andelsbuch oder Krumbach radelt, fährt an Häusern vorbei, die eine ganz eigene Formensprache besitzen: fein gestrickte Schindelfassaden, klare Linien und die traditionelle Bauweise des Bregenzerwälderhauses, das Wohnen und Wirtschaften unter einem Dach vereinte.

Besonders spannend ist die Verbindung von Alt und Neu. Junge Architekten haben es geschafft, moderne Holzbauten harmonisch in die gewachsene Landschaft zu setzen. Das Werkraumhaus in Andelsbuch, entworfen von Peter Zumthor, ist ein Wallfahrtsort für Designfans. Ein Zwischenstopp lohnt sich – auch wenn du eigentlich nur Radfahren wolltest.

KäseStrasse und kulinarische Schätze

Kaum eine Region trägt ihre Kulinarik so selbstbewusst nach außen wie der Bregenzerwald. Die berühmte KäseStrasse verbindet Sennereien, Alpen, Gasthäuser und Bauernhöfe zu einem genussvollen Netzwerk. Hier entsteht der würzige Bergkäse und der milde Alpkäse, oft noch in echter Handarbeit und in Kupferkesseln über offenem Feuer.

Für Radler ist das ein Segen: Nach einem anstrengenden Anstieg gibt es kaum etwas Befriedigenderes als eine deftige Brettljause mit hausgemachtem Käse, Speck und einem Glas frischer Buttermilch. Viele Sennereien bieten Führungen an, bei denen du dem Käse quasi beim Reifen zusehen kannst. Wusstest du schon? Der Bregenzerwälder Bergkäse braucht mindestens drei bis sechs Monate Reifezeit – gut Ding will eben Weile haben.

Natur zwischen Bodensee und Bergen

Der Bregenzerwald bietet eine erstaunliche landschaftliche Bandbreite. Im unteren Talbereich rund um Egg und Alberschwende dominieren sanfte, grüne Hügel, während sich im hinteren Wald bei Schröcken und Warth schroffe Kalkgipfel auftürmen. Die Bregenzer Ach schlängelt sich als lebendige Ader durch das Tal und schafft immer wieder idyllische Uferabschnitte.

Ein echtes Naturhighlight ist die Bergwelt rund um die Kanisfluh, den heimlichen Hausberg des Bregenzerwaldes. Ihre markante Felswand ist von vielen Radrouten aus zu sehen und begleitet dich wie ein stiller Wächter. Wer Ruhe sucht, findet sie an den vielen kleinen Bergseen und auf den weitläufigen Alpflächen, wo im Sommer die Kühe mit ihren Glocken für den Soundtrack sorgen.

Land und Leute mit Charakter

Die Bregenzerwälder gelten als bodenständig, eigenständig und herzlich – manchmal mit einem trockenen Humor gesegnet, den man erst auf den zweiten Blick versteht. Traditionen wie die Bregenzerwälder Tracht oder die typische Juppe werden hier nicht museal gepflegt, sondern gelebt. Bei Festen und in den Gasthäusern spürst du diese echte Verwurzelung.

Ein Geheimtipp für neugierige Radler ist ein Abstecher zu einem der kleinen Bauernläden oder Selbstbedienungshütten am Wegesrand. Hier bezahlst du oft ehrlich in die Kasse des Vertrauens und nimmst dir frischen Käse, Eier oder Honig mit. Ein schönes Zeichen dafür, wie viel Vertrauen und Bodenständigkeit in dieser Region noch selbstverständlich sind.

Warum der Bregenzerwald ein Radparadies ist

Vielfalt für jeden Radeltyp

Der große Reiz des Bregenzerwaldes liegt in seiner enormen Vielseitigkeit. Kaum eine andere Region schafft es, Genussradler, Familien, ambitionierte Rennradfahrer und Mountainbiker gleichermaßen glücklich zu machen. Im Talboden entlang der Bregenzer Ach findest du entspannte, weitgehend flache Radwege, die auch mit Kindern gut zu bewältigen sind. Wer es sportlicher mag, findet in den umliegenden Bergen genug Höhenmeter, um an seine Grenzen zu gehen.

Gerade durch den E-Bike-Boom hat sich die Region enorm gewandelt. Steile Alpauffahrten, die früher nur trainierten Bergziegen vorbehalten waren, sind heute für viele zugänglich. Ein dichtes Netz an Verleihstationen und Ladepunkten macht spontane Touren einfach. So kannst du morgens gemütlich frühstücken und mittags trotzdem hoch oben auf einer sonnigen Alp sitzen.

Legendäre Pässe für Rennradfahrer

Für Rennradfahrer ist der Bregenzerwald ein echtes Sehnsuchtsziel. Die Region ist von einigen der schönsten Alpenpässe Vorarlbergs umgeben. Das Furkajoch mit seinen engen Kehren, das Faschinajoch und die anspruchsvolle Auffahrt zum Hochtannbergpass Richtung Warth und Schröcken gehören zu den absoluten Klassikern. Diese Anstiege verlangen dir einiges ab, belohnen dich aber mit grandiosen Panoramen.

Das Besondere: Die Straßen sind vergleichsweise wenig befahren und der Asphalt oft in gutem Zustand. Du kannst also lange Serpentinen genießen, ohne ständig von Autos bedrängt zu werden. Kombinierst du mehrere Pässe, entstehen anspruchsvolle Rundtouren, die es locker mit den bekannteren Alpenregionen aufnehmen können, aber weit weniger überlaufen sind.

Mountainbiken zwischen Alpen und Trails

Auch Mountainbiker kommen im Bregenzerwald auf ihre Kosten. Ein weitverzweigtes Netz aus Forststraßen führt hinauf zu den Alpen und bietet lohnende Auffahrten mit spektakulären Ausblicken. Rund um die Bezauer Seilbahn und im Gebiet der Kanisfluh gibt es klassische Bike-Touren, bei denen sich Anstrengung und Aussicht die Waage halten.

Die Region setzt zunehmend auf naturverträgliche Trails und ausgewiesene Strecken, um Konflikte mit Wanderern und Landwirtschaft zu vermeiden. Für Genuss-Mountainbiker sind vor allem die Almrunden reizvoll, bei denen du unterwegs immer wieder an bewirtschafteten Hütten einkehren kannst. So wird aus einer sportlichen Tour schnell ein genussvoller Tag in den Bergen.

Aussichten, die man nicht vergisst

Egal für welche Art des Radfahrens du dich entscheidest, die Ausblicke sind im Bregenzerwald allgegenwärtig. Von den höher gelegenen Alpen und Passhöhen reicht der Blick oft bis zum Bodensee, an klaren Tagen sogar bis in die Schweizer und deutschen Alpen. Die Kanisfluh, der Hohe Ifen und die Bergketten rund um Damüls prägen die Kulisse.

Ein besonderer Moment ist das Radfahren in den frühen Morgenstunden, wenn der Nebel noch in den Tälern liegt und die Gipfel golden in der Sonne leuchten. Wer einmal bei diesem Licht eine Passhöhe erreicht hat, versteht schnell, warum so viele Radler immer wieder in den Bregenzerwald zurückkehren.

Fahrradfreundliche Hotels und Unterkünfte im Bregenzerwald

Die schönsten Radtouren im Bregenzerwald

Bregenzerach-Radweg von Bezau nach Bregenz

Diese Genusstour ist der ideale Einstieg in die Radregion Bregenzerwald und perfekt für Familien und entspannte Radler. Start ist im charmanten Dorf Bezau, von wo aus du dem Verlauf der Bregenzer Ach überwiegend leicht bergab folgst. Der Weg schlängelt sich durch Dörfer wie Andelsbuch, Egg und Alberschwende und führt dich vorbei an typischen Bregenzerwälder Holzhäusern und weiten Wiesen.

Unterwegs lohnt sich ein Stopp am Werkraumhaus in Andelsbuch oder in einer der Sennereien entlang der Strecke. Je näher du dem Bodensee kommst, desto milder wird das Klima und desto weiter öffnet sich die Landschaft. Das Finale in Bregenz mit Blick auf den Bodensee ist ein würdiger Abschluss.

Da es überwiegend abwärts geht, ist diese Route auch für weniger trainierte Radler und Kinder machbar. Für die Rückfahrt nach Bezau kannst du bequem den Bus mit Radtransport nutzen, was die Tour angenehm entspannt macht.

Furkajoch-Runde für Rennradfahrer

Diese anspruchsvolle Rennradtour richtet sich an ambitionierte Fahrer, die Höhenmeter und Kehren lieben. Von Rankweil oder dem Rheintal aus führt der Weg hinauf zum legendären Furkajoch auf rund 1760 Metern. Die Auffahrt aus dem Laternsertal ist bekannt für ihre engen Serpentinen und den ruhigen Straßenverlauf.

Oben auf der Passhöhe wartet ein grandioses Panorama, bevor du die Abfahrt Richtung Damüls und weiter in den Bregenzerwald genießt. Von hier lässt sich die Runde je nach Kondition über das Faschinajoch verlängern, was die Tour zu einer echten Königsetappe macht.

Die Kombination aus wenig Verkehr, gutem Asphalt und atemberaubenden Ausblicken macht diese Tour zu einem Klassiker unter Vorarlberger Rennradfahrern. Wichtig ist eine gute Grundkondition und die richtige Übersetzung für die steilen Rampen.

KäseStrasse-Genusstour rund um Schwarzenberg

Diese Tour verbindet Radfahren mit kulinarischem Genuss und ist ideal für E-Biker und Genussradler. Ausgangspunkt ist das malerische Schwarzenberg mit seinem denkmalgeschützten Dorfplatz. Von hier aus folgst du der Idee der KäseStrasse und verbindest mehrere Sennereien und Alpgasthöfe zu einer aromatischen Runde.

Die Strecke führt durch sanft gewelltes Gelände mit immer wieder herrlichen Blicken auf die umliegenden Berge. Unterwegs kannst du in Sennereien Halt machen, frischen Bergkäse verkosten und mehr über die traditionelle Käseherstellung erfahren. Eine Brettljause auf einer sonnigen Alpterrasse gehört einfach dazu.

Dank der E-Bike-Unterstützung sind auch die kleinen Anstiege gut zu bewältigen, sodass du dich ganz auf den Genuss konzentrieren kannst. Diese Tour ist perfekt für alle, die Bewegung und Kulinarik verbinden möchten.

Kanisfluh-Alprunde für Mountainbiker

Diese Mountainbiketour dreht sich um den markanten Hausberg des Bregenzerwaldes, die Kanisfluh. Start ist in Au oder Mellau, von wo aus du über Forststraßen hinauf zu den umliegenden Alpen kurbelst. Die imposante Felswand der Kanisfluh begleitet dich fast auf der gesamten Tour und sorgt für eine grandiose Kulisse.

Der Aufstieg verlangt eine solide Kondition, belohnt dich aber mit weiten Ausblicken über den hinteren Bregenzerwald. Auf den bewirtschafteten Alpen kannst du einkehren und dich mit regionalen Spezialitäten stärken, bevor die Abfahrt auf teils rasanten Schotterwegen zurück ins Tal führt.

Diese Tour eignet sich für konditionsstarke Mountainbiker, die klassische Almauffahrten mit lohnenden Panoramen schätzen. Mit dem E-Mountainbike wird die Runde auch für weniger trainierte Fahrer zugänglich.

Bödele-Auffahrt von Dornbirn nach Schwarzenberg

Diese abwechslungsreiche Tour verbindet das Rheintal mit dem Bregenzerwald über das beliebte Ausflugsgebiet Bödele. Start ist in Dornbirn, von wo aus es zunächst kontinuierlich bergauf durch Wald und über sonnige Hänge zum Bödele geht. Der Anstieg ist gleichmäßig und daher gut kalkulierbar.

Oben angekommen genießt du eine herrliche Aussicht über das Rheintal bis zum Bodensee. Von hier aus rollst du in einer schönen Abfahrt hinüber nach Schwarzenberg und tauchst so direkt ins Herz des Bregenzerwaldes ein. Die Tour verbindet damit zwei sehr unterschiedliche Landschaftsbilder.

Für Rennradfahrer und sportliche E-Biker ist diese Strecke ein Klassiker als Verbindung zwischen Rheintal und Wald. Unterwegs laden mehrere Gasthäuser zur Rast ein, was die Tour auch zu einem genussvollen Erlebnis macht.

Hochtannbergpass Richtung Warth und Schröcken

Diese hochalpine Rennradtour führt dich in den beeindruckenden hinteren Bregenzerwald. Von Schoppernau oder Au aus folgst du dem Talschluss und beginnst die anspruchsvolle Auffahrt zum Hochtannbergpass. Die Landschaft wird zunehmend alpiner und die Kalkberge um Schröcken und Warth rücken näher.

Der Anstieg ist konditionell fordernd, entlohnt dich aber mit spektakulären Bergpanoramen und einer beeindruckenden Hochgebirgskulisse. Warth ist als schneereichstes Dorf der Alpen bekannt, im Sommer präsentiert sich die Region jedoch als grüne Bergwelt mit weiten Alpflächen.

Diese Tour ist etwas für erfahrene und trainierte Radfahrer, die die Herausforderung suchen. Die Kombination aus Länge, Höhenmetern und alpiner Landschaft macht sie zu einem unvergesslichen Erlebnis im Bregenzerwald.

Häufige Fragen

Ist der Bregenzerwald für Radanfänger geeignet?

Ja, der Bregenzerwald bietet für Einsteiger eine ganze Reihe entspannter Möglichkeiten. Besonders die Talwege entlang der Bregenzer Ach sind überwiegend flach und daher ideal, um erste längere Touren zu unternehmen. Der Bregenzerach-Radweg von Bezau in Richtung Bregenz ist ein guter Startpunkt, da es hier tendenziell bergab geht.

Wichtig ist, dass du deine Tour bewusst auswählst und die Höhenmeter im Blick behältst. Die Region ist bergig, daher solltest du steile Passauffahrten wie das Furkajoch am Anfang meiden. Mit einem E-Bike werden aber auch anspruchsvollere Strecken plötzlich machbar, sodass Anfänger schnell viel Freude an der Region finden.

Kann ich im Bregenzerwald gut mit dem E-Bike fahren?

Absolut, der Bregenzerwald ist geradezu prädestiniert für E-Bike-Touren. Das oft hügelige bis bergige Gelände lässt sich mit elektrischer Unterstützung deutlich entspannter genießen. Steile Almauffahrten und Passstraßen, die früher trainierten Sportlern vorbehalten waren, sind heute für viele erreichbar.

In der Region gibt es ein gut ausgebautes Netz an E-Bike-Verleihstationen und Ladepunkten, oft direkt bei Hotels, Gasthäusern und Sennereien. So kannst du unterwegs bequem den Akku laden und musst dir keine Sorgen um die Reichweite machen. Gerade für Genusstouren entlang der KäseStrasse ist das E-Bike eine wunderbare Wahl.

Wann ist die beste Zeit zum Radfahren im Bregenzerwald?

Die ideale Radsaison im Bregenzerwald reicht in der Regel von Mai bis Oktober. Im späten Frühling erwacht die Landschaft mit blühenden Wiesen und frischem Grün, was besonders für Genussradler reizvoll ist. Die höher gelegenen Pässe sind meist ab Ende Mai bis in den Herbst schneefrei befahrbar.

Die Sommermonate bieten stabiles Wetter und lange Tage, ideal für ausgedehnte Touren. Der Herbst wiederum verzaubert mit klarer Fernsicht und goldenem Licht. Beachte, dass es in den Bergen auch im Sommer kühl werden kann und Gewitter am Nachmittag möglich sind. Plane anspruchsvolle Passtouren daher am besten in den Vormittagsstunden.

Ist Radfahren mit Kindern im Bregenzerwald möglich?

Ja, mit der richtigen Tourenwahl ist der Bregenzerwald durchaus familienfreundlich. Die flacheren Talradwege entlang der Bregenzer Ach eignen sich gut für Familien mit Kindern, da sie wenig Steigung aufweisen und teilweise abseits stark befahrener Straßen verlaufen.

Für kleinere Kinder empfehlen sich kürzere Etappen mit vielen Einkehr- und Pausenmöglichkeiten. Sennereien, Spielplätze und Alpgasthöfe sorgen für Abwechslung und Motivation. Praktisch ist auch die Möglichkeit, Busse mit Radtransport für die Rückfahrt zu nutzen. So könnt ihr entspannt bergab fahren und müsst nicht wieder mühsam bergauf strampeln.

Darf ich meinen Hund beim Radfahren mitnehmen?

Grundsätzlich ist das Radfahren mit Hund im Bregenzerwald möglich, erfordert aber Rücksicht und gute Planung. Auf ruhigen Forststraßen und weniger befahrenen Wegen kann dein Hund neben dem Rad herlaufen, sofern er gut trainiert und konditionell fit ist. Achte unbedingt auf ausreichende Pausen und genügend Wasser.

In der Region gibt es viele Almflächen mit Weidevieh, weshalb du deinen Hund dort besonders gut unter Kontrolle halten und anleinen solltest. Kühe können auf Hunde empfindlich reagieren. Bei langen oder steilen Touren ist es oft besser, den Hund zuhause oder in der Unterkunft zu lassen, um ihn nicht zu überfordern.

Wo kann ich im Bregenzerwald Fahrräder oder E-Bikes leihen?

In den größeren Orten des Bregenzerwaldes wie Bezau, Au, Schwarzenberg und Egg findest du eine gute Auswahl an Verleihstationen. Viele Sportgeschäfte und Hotels bieten hochwertige Miet-E-Bikes, Mountainbikes und teilweise auch Rennräder an. Es empfiehlt sich, besonders in der Hochsaison vorab zu reservieren.

Zahlreiche Unterkünfte kooperieren mit lokalen Verleihern oder haben eigene E-Bike-Flotten. So kannst du oft direkt am Hotel starten. Frag am besten bei deiner Unterkunft nach, viele Gastgeber helfen gerne bei der Organisation und geben Tourentipps. Auch Zubehör wie Helme und Kindersitze ist meist erhältlich.

Wie anspruchsvoll sind die Passstraßen im Bregenzerwald?

Die Passstraßen rund um den Bregenzerwald zählen zu den schönsten, aber auch fordernsten Anstiegen Vorarlbergs. Das Furkajoch, das Faschinajoch und der Hochtannbergpass verlangen eine gute Grundkondition und die richtige Übersetzung am Rad. Die Steigungen sind teils steil und über längere Strecken gleichbleibend fordernd.

Für trainierte Rennradfahrer sind diese Pässe ein echter Genuss, da der Verkehr meist überschaubar und der Asphalt gut ist. Weniger geübte Radler sollten diese Strecken lieber mit dem E-Bike in Angriff nehmen oder sich zunächst auf die einfacheren Talrouten konzentrieren. Wichtig ist, das eigene Tempo zu finden und ausreichend Pausen einzuplanen.

Gibt es ausgeschilderte Radrouten in der Region?

Ja, der Bregenzerwald verfügt über ein gut ausgeschildertes Radwegenetz, das sowohl Talrouten als auch Bergtouren umfasst. Der Bregenzerach-Radweg ist eine der bekanntesten Verbindungen und gut markiert. Auch für Mountainbiker gibt es ausgewiesene Strecken und Beschilderungen.

Ergänzend lohnt sich die Nutzung von Radkarten und digitalen Tourenportalen oder Apps, mit denen du deine Route flexibel planen kannst. Die örtlichen Tourismusbüros geben ebenfalls hilfreiche Informationen und Kartenmaterial heraus. So findest du dich auch als Ortsunkundiger schnell zurecht und kannst deine Touren gut an dein Können anpassen.

Kann ich den Bregenzerwald ohne Auto per Rad erkunden?

Ja, der Bregenzerwald ist erstaunlich gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erschlossen. Das dichte Busnetz verbindet die Dörfer regelmäßig, und viele Linien bieten Radtransportmöglichkeiten. So kannst du bequem anreisen und deine Touren flexibel gestalten, ohne aufs eigene Auto angewiesen zu sein.

Besonders praktisch ist die Kombination aus Radfahren und Bus, etwa wenn du eine lange Abfahrt genießen und für die Rückfahrt den Bus nutzen möchtest. Mit der oft angebotenen Gästekarte lassen sich viele Verkehrsmittel vergünstigt oder kostenlos nutzen. So wird eine autofreie Radreise in den Bregenzerwald ganz einfach.

Welche kulinarischen Highlights sollte ich unterwegs probieren?

Der Bregenzerwald ist ein Paradies für Genießer, und das solltest du beim Radfahren unbedingt ausnutzen. Ganz oben auf der Liste steht der Bregenzerwälder Bergkäse und der mildere Alpkäse, die du in vielen Sennereien direkt verkosten kannst. Eine deftige Brettljause mit Käse, Speck und frischem Brot ist die perfekte Stärkung nach einem Anstieg.

Darüber hinaus lohnt es sich, regionale Spezialitäten wie Kässpätzle, hausgemachte Buttermilch oder Bergkäse-Knödel zu probieren. Viele Alpgasthöfe entlang der KäseStrasse verwöhnen dich mit bodenständiger, ehrlicher Küche. Plane deine Touren am besten so, dass eine solche Einkehr zeitlich passt, denn der Genuss gehört im Bregenzerwald einfach dazu.

Ist der Bregenzerwald auch für Rennradfahrer attraktiv?

Für Rennradfahrer ist der Bregenzerwald ein echtes Kleinod. Die Region ist von mehreren beeindruckenden Alpenpässen umgeben, die sich zu anspruchsvollen Rundtouren kombinieren lassen. Klassiker wie das Furkajoch, das Faschinajoch und der Hochtannbergpass bieten lange Anstiege mit herrlichen Ausblicken.

Was den Bregenzerwald besonders macht, ist die vergleichsweise geringe Verkehrsbelastung auf vielen Strecken sowie der oft gute Straßenzustand. So kannst du die Kehren und Panoramen genießen, ohne ständig von Autos bedrängt zu werden. Im Vergleich zu bekannteren Alpenregionen ist es hier deutlich ruhiger, was den Reiz für Rennradfahrer zusätzlich erhöht.

Was sollte ich bei Wetterumschwüngen beachten?

In den Bergen kann sich das Wetter schnell ändern, das gilt auch für den Bregenzerwald. Gerade an heißen Sommertagen können sich am Nachmittag Gewitter bilden. Es ist daher ratsam, anspruchsvolle Bergtouren früh am Tag zu starten und die Wetterprognose vor der Abfahrt genau zu prüfen.

Packe unbedingt eine wind- und wasserdichte Jacke ein, denn auch bei sonnigem Start kann es auf Passhöhen empfindlich kühl und windig werden. In höheren Lagen sind die Temperaturunterschiede deutlich spürbar. Mit der richtigen Ausrüstung, etwas Vorausplanung und einem Blick auf den Himmel bist du auf der sicheren Seite und kannst deine Tour unbeschwert genießen.

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