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Simplonpass
Passprofil:
Simplonpass
- Höhe 2005 Meter
- Höhenmeter 1658 Meter 2062 Meter
- Steigung Durchschnitt5.5% 6.2 %
- Steigung Maximal 14.8% 10.7 %
- Länge 64 Kilometer
- Kehren 8
- Mautpflicht Nein
- Wintersperre Nein
- Schwierigkeit 3
Lage und geografische Einordnung
Der Simplonpass liegt zwischen dem Schweizer Kanton Wallis und der italienischen Region Piemont. Er verbindet Brig im Rhonetal mit Domodossola im Ossolatal und bildet eine bedeutende Nord-Süd-Verbindung durch die westlichen Alpen.
Durch seine Lage nahe der italienischen Grenze besitzt der Simplonpass sowohl internationale als auch regionale Bedeutung.
Kurzbeschreibung des Passes
Der Simplonpass ist eine hochgelegene, großzügig ausgebaute Alpenstraße mit gleichmäßiger Linienführung und moderatem fahrerischem Anspruch. Er eignet sich besonders für Motorradfahrer, die lange, flüssige Kurven und stabile Straßenqualität schätzen.
Im Vergleich zu engen, stark kehrenbetonten Pässen steht hier weniger die technische Enge als die weiträumige Streckenführung im Vordergrund.
Streckenführung und Fahrdynamik
Die Nordrampe aus Brig verläuft in weiten, gut einsehbaren Kurven mit gleichmäßigem Anstieg. Die Straße ist breit ausgebaut und ermöglicht flüssiges Fahren.
Die Südseite Richtung Domodossola ist landschaftlich abwechslungsreich und leicht kurvenintensiver, bleibt jedoch technisch gut planbar. Der fahrerische Anspruch entsteht primär durch Streckenlänge und Höhenlage.
Öffnung, Saison und empfohlene Reisezeit
Der Simplonpass ist in der Regel ganzjährig befahrbar, da er eine wichtige internationale Verbindung darstellt. Winterliche Bedingungen können temporäre Einschränkungen verursachen.
Für Motorradtouren gelten Mai bis Oktober als angenehmste Reisezeit.
Verkehrsaufkommen und Streckenbesonderheiten
Der Pass wird sowohl regional als auch international genutzt. Pkw, Motorräder und auch Schwerverkehr sind möglich.
Trotz Tunnelverbindung spielt der Simplon weiterhin eine Rolle im Transitverkehr. In der Sommersaison kann das Verkehrsaufkommen ansteigen.
Wichtige Hinweise für Motorradfahrer
Durch die Höhenlage sind schnelle Wetterwechsel möglich. In exponierten Bereichen kann Wind auftreten.
Aufgrund der breiten Straße wird teilweise zügig gefahren. Defensive Fahrweise ist bei Gegenverkehr empfehlenswert.
Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke
Im Bereich der Passhöhe sowie entlang der Strecke befinden sich Restaurants und Rastmöglichkeiten. In Brig und Domodossola bestehen zahlreiche Versorgungsangebote.
Die Infrastruktur ist gut entwickelt.
Geschichte und Bedeutung
Der Simplonpass wurde bereits in der Antike genutzt und im 19. Jahrhundert als moderne Alpenstraße ausgebaut. Er war lange eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen durch die Alpen.
Mit dem Bau des Simplontunnels gewann die Region zusätzliche verkehrstechnische Bedeutung.
Landschaft und regionaler Charakter
Die Strecke führt durch offene Hochalpenlandschaft mit weiten Blicken auf umliegende Gipfel. Besonders markant ist der landschaftliche Wechsel vom Wallis ins südlich geprägte Ossolatal.
Der Pass vermittelt deutlich den Übergang zwischen alpinem Norden und mediterran beeinflusstem Süden.
Anschlussrouten und Tourenkombinationen
Der Simplonpass eignet sich hervorragend als Bestandteil einer Westalpenroute zwischen Schweiz und Norditalien. Er lässt sich gut mit weiteren Pässen der Region kombinieren.
Durch seine Länge bildet er eine eigenständige Etappe innerhalb größerer Alpenrouten.
Redaktionelle Einschätzung
Der Simplonpass ist eine großzügig angelegte Hochalpenstraße mit moderatem Anspruch und internationaler Bedeutung. Er bietet flüssiges Fahren in offener Alpenkulisse ohne extreme technische Herausforderung.
Für Motorradfahrer, die eine verlässliche und gut ausgebaute Nord-Süd-Verbindung suchen, ist der Simplonpass eine klassische Route im westlichen Alpenraum.
Der Simplon gleicht fahrerisch einer Schnellstraße, er verbindet das Wallis mit Norditalien. Napoleon ließ 1801 - 1805 eine erste befestigte Passstraße bauen, ab 1970 wurde sie erneuert und mit Brücken und Lawinengalerien wintersicher gemacht. Auf der Passhöhe mit seinem überdimensionalen Granitadlers in 2000 Metern hat man eine traumhafte Aussicht auf die umliegenden Gipfel- und Gletscherwelten der Berner Alpen.
Dort oben am Simplon soll bis heute ein verborgener Goldbrunnen rieseln. Männer aus den umliegenden Tälern hatten ihn eines Tages mit Hilfe einer Wünschelrute entdeckt. Doch kaum hatten sie damit begonnen, den Brunnen freizulegen, da erhob sich ein furchtbares Getöse in den Felsen. In Panik stürzten die Männer davon und alle Versuche, ihn wieder aufzuspüren, blieben bis heute vergeblich. Falls Sie also einen Feldstecher und Wanderstiefel dabei haben, suchen Sie doch nach dem legendären Goldbrunnen vom Simplon. Viel Glück!!
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