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Reschenpass

Foto vom Reschenpass
Foto: Heinz E. Studt

Der Reschenpass verbindet Tirol mit dem Südtiroler Vinschgau. Beide Passseiten sind bundesstraßenähnlich ausgebaut, nur vom Schweizer Örtchen Martina kommend erfreuen den Biker einige abwechslungsreiche Kehren über die Norbertshöhe. Direkt beim Dorf Reschen auf 1504 m verläuft die Grenze zwischen Österreich und Italien, die Passhöhe selbst dominieren zahlreiche Einkehrmöglichkeiten sowie einige obligatorische Andenkenläden, auf österreichischer Seite liegt eine vergleichsweise günstige Tankstelle.

Das Highlight des Passes ist zweifelsohne die tragische Geschichte um das kleine Bergdorf Graun, dessen Kirchturm der wohl meist fotografierteste der ganzen Welt ist. 1948 wurde der Reschensee aufgestaut, dabei versank der Ort Graun in den Fluten, lediglich der Kirchturm des Ortes ragt bis heute trotzig aus den Fluten. Bei Niedrigwasser steht er in einer Art Lagune und kann umwandert werden. Nicht nur die Tatsache, dass es rein wirtschaftliche Interessen schafften, die Einwohner eines kompletten Dorfes zwangsweise zu enteignen und ihre Heimat in den Wassern versinken zu lassen, gibt diesem Ort einen ganz besonderen Flair.

Umgebungskarte

Höhenprofil

Passtelegramm

Name: Reschenpass
Start: Österreich Pfunds (Tirol, Österreich)
Ziel: Italien Malles (Südtirol, Italien)
Höhenmeter: bergauf: 610 Meter
bergab: 497 Meter
Steigung: bergauf: 2.9% (Durchschnitt) 13% (maximal)
bergab: 2.8% (Durchschnitt) 8% (maximal)
Höchster Punkt: 1504 Meter
Länge: 40 km
Kehren: 10
Schwierigkeit: leicht leicht
Maut: nein
Wintersperre: nein

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