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Pragelpass
Passprofil:
Pragelpass
- Höhe 1550 Meter
- Höhenmeter 1183 Meter 1234 Meter
- Steigung Durchschnitt5.5% 4.8 %
- Steigung Maximal 12.9% 13.1 %
- Länge 48 Kilometer
- Kehren 18
- Mautpflicht Nein
- Wintersperre Ja
- Schwierigkeit 4
Lage und geografische Einordnung
Der Pragelpass liegt in der Zentralschweiz und verbindet Muotathal im Kanton Schwyz mit dem Klöntal im Kanton Glarus. Er bildet eine regionale Alpenverbindung zwischen dem Muotatal und dem Glarnerland.
Durch seine Lage abseits großer Transitachsen zählt der Pragelpass zu den ruhigeren Übergängen der Schweizer Alpen.
Kurzbeschreibung des Passes
Der Pragelpass ist eine schmale, naturnahe Alpenstraße mit technisch anspruchsvollen Abschnitten und ursprünglichem Charakter. Er eignet sich besonders für erfahrene Motorradfahrer, die kompakte Kurven, reduzierte Straßenbreite und wenig touristische Inszenierung schätzen.
Im Vergleich zu breit ausgebauten Hochalpenpässen steht hier nicht die Höhe, sondern die Streckencharakteristik im Vordergrund.
Streckenführung und Fahrdynamik
Die Auffahrt von Muotathal verläuft kurvenreich durch bewaldete Hänge und weist mehrere enge, technisch fordernde Kehren auf. Die Straße ist stellenweise einspurig mit Ausweichstellen.
Die Glarner Seite wirkt landschaftlich offen, bleibt jedoch schmal. Der fahrerische Anspruch entsteht vor allem durch die reduzierte Straßenbreite und die engen Kurvenradien.
Öffnung, Saison und empfohlene Reisezeit
Der Pragelpass ist in der Regel von Frühjahr bis Herbst befahrbar. In den Wintermonaten kann es zu Sperrungen kommen.
Die beste Reisezeit liegt zwischen Mai und Oktober. In den frühen Morgenstunden ist die Strecke meist besonders ruhig.
Verkehrsaufkommen und Streckenbesonderheiten
Der Pass wird überwiegend regional genutzt. Aufgrund der schmalen Straße ist mit Gegenverkehr in engen Abschnitten zu rechnen.
Das Verkehrsaufkommen bleibt in der Regel moderat, kann jedoch an Wochenenden durch Ausflugsverkehr ansteigen.
Wichtige Hinweise für Motorradfahrer
Die schmalen Passagen erfordern vorausschauende Fahrweise und reduzierte Geschwindigkeit. Ausweichstellen sollten bei Gegenverkehr genutzt werden.
In bewaldeten Bereichen kann bei Nässe rutschiger Asphalt auftreten. Auch lose Steine oder Laub sind möglich.
Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke
Im Bereich der Passhöhe sind die Einrichtungen begrenzt. In Muotathal und im Raum Glarus bestehen Restaurants und Versorgungsmöglichkeiten.
Die Infrastruktur ist funktional und nicht stark touristisch geprägt.
Geschichte und Bedeutung
Der Pragelpass wurde als regionale Verbindung zwischen Innerschweiz und Glarnerland ausgebaut und besitzt vor allem lokale Bedeutung.
Sein ursprünglicher Charakter blieb trotz Modernisierung weitgehend erhalten.
Landschaft und regionaler Charakter
Die Strecke führt durch bewaldete Hänge, alpine Weiden und offene Hochflächen. Besonders markant ist die naturnahe Atmosphäre abseits großer Verkehrsachsen.
Der landschaftliche Charakter wirkt ruhig und wenig verbaut.
Anschlussrouten und Tourenkombinationen
Der Pragelpass eignet sich als Bestandteil einer Zentralschweiz-Rundtour und lässt sich gut mit weiteren regionalen Alpenstraßen kombinieren.
Er bildet eine interessante Alternative zu stärker frequentierten Verbindungen.
Redaktionelle Einschätzung
Der Pragelpass ist eine schmale, technisch anspruchsvolle Alpenroute mit ursprünglichem Charakter. Er bietet fahrerische Herausforderung durch Enge und Kurvenführung, weniger durch Höhe.
Für erfahrene Motorradfahrer ist der Pragelpass eine reizvolle, naturnahe Alternative zu großen Hochalpenstraßen.
Samstags und sonntags gilt ein Verbot für Motorwagen und Motorräder
Der Pass verläuft parallel zum Klausenpass von Schwyz durch das Muotatal über den Klöntaler See hinunter nach Glarus, im oberen Bereich nahezu einspurig, einige deutliche Anstiege verlangen volle Aufmerksamkeit. Er gilt bei Schweizer Töfffahrern als Geheimtipp. Die Passhöhe zieren eine Kirche und hübsch gelegene Pausenplätze. Achtung: Richtung Klöntal verkehren auch Postautobusse, deren Fahrer polizeiähnliche Weisungsbefugnis haben und alle anderen Fahrzeuge zum Ausweichen zwingen.
Vor allem die wunderschöne Landschaft rund um den Klöntalersee würzen den Kurvengenuss hinauf zum Pass. Herrlich gelegene Gasthöfe laden zur Einkehr, eine kleine Siedlung bietet sogar einen Zeltplatz. "Endlich kommt uns in der Ferne der Klöntalersee zu Gesicht Wem es glückt, hier eine günstige Beleuchtung, also Sonnenstrahl, womöglich Abendsonnenstrahl, vorzufinden, wird diesen Punkt für einen der schönsten in der Schweiz erklären." - schwärmte bereits Carl Spitteler, einer der bekanntesten Schweizer Lyriker und Schriftsteller.
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