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Passo di Lavazé
Passprofil:
Passo di Lavazé
- Höhe 1807 Meter
- Höhenmeter 919 Meter 808 Meter
- Steigung Durchschnitt7.2% 7.8 %
- Steigung Maximal 11.4% 11.1 %
- Länge 23 Kilometer
- Kehren 13
- Mautpflicht Nein
- Wintersperre Nein
- Schwierigkeit 2
Lage und geografische Einordnung
Der Passo di Lavazé liegt zwischen Südtirol und dem Trentino in Italien. Er verbindet das Eggental bei Deutschnofen mit dem Fleimstal (Val di Fiemme) bei Cavalese.
Der Pass besitzt vor allem regionale und touristische Bedeutung und dient als Verbindung innerhalb der westlichen Dolomitenregion.
Kurzbeschreibung des Passes
Der Passo di Lavazé ist eine moderat ansteigende, gut ausgebaute Alpenstraße mit gleichmäßigem Verlauf und überschaubarem fahrerischem Anspruch. Er eignet sich besonders für Motorradfahrer, die eine ruhige, landschaftlich offene Verbindung suchen.
Im Vergleich zu den höher gelegenen Dolomitenpässen steht hier weniger die spektakuläre Felskulisse als vielmehr eine waldreiche Hochfläche mit flüssiger Linienführung im Vordergrund.
Streckenführung und Fahrdynamik
Die Strecke steigt gleichmäßig an und führt überwiegend durch Waldabschnitte. Enge Spitzkehren sind selten, stattdessen dominieren langgezogene Kurven mit gutem Überblick.
Die Abfahrt ins Fleimstal verläuft flüssig und bietet einen kontinuierlichen Kurvenrhythmus. Der fahrerische Anspruch bleibt moderat und gut kalkulierbar.
Öffnung, Saison und empfohlene Reisezeit
Der Passo di Lavazé ist meist ganzjährig befahrbar. Winterliche Bedingungen können temporäre Einschränkungen verursachen.
Für Motorradtouren gelten Mai bis Oktober als geeignetste Reisezeit. In den Sommermonaten ist mit touristischem Verkehr zu rechnen.
Verkehrsaufkommen und Streckenbesonderheiten
Die Strecke wird überwiegend regional und touristisch genutzt. Pkw, Motorräder und saisonaler Ausflugsverkehr sind typisch.
Im Vergleich zu stark frequentierten Dolomitenpässen bleibt das Verkehrsaufkommen meist moderat.
Wichtige Hinweise für Motorradfahrer
In bewaldeten Bereichen kann es bei Nässe rutschig sein. Laub oder Verschmutzungen sind möglich.
Die offene Hochfläche auf der Passhöhe kann bei Wind exponiert wirken.
Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke
Im Bereich der Passhöhe befinden sich gastronomische Betriebe. Auch in Deutschnofen und Cavalese bestehen zahlreiche Versorgungs- und Einkehrmöglichkeiten.
Die Infrastruktur ist touristisch geprägt.
Geschichte und Bedeutung des Passes
Der Passo di Lavazé diente historisch als regionale Verbindung zwischen Eggental und Fleimstal. Seine Bedeutung war vor allem lokal geprägt.
Mit dem Ausbau der Dolomitenregion gewann er touristische Relevanz.
Landschaft und regionaler Charakter
Die Strecke führt über eine waldreiche Hochfläche mit Almgebieten und offenen Abschnitten. Im Gegensatz zu den markanten Dolomiten-Felstürmen dominieren hier Wälder und weite Wiesenflächen.
Der Charakter ist ruhig, alpin und weniger spektakulär, aber landschaftlich ausgewogen.
Anschlussrouten und Tourenkombinationen
Der Passo di Lavazé eignet sich gut als Verbindung innerhalb einer Dolomiten-Rundtour. Er lässt sich sinnvoll mit weiteren Pässen der Region kombinieren.
Er bietet eine ruhigere Alternative zu stark frequentierten Hauptachsen.
Redaktionelle Einschätzung
Der Passo di Lavazé ist eine solide, moderat anspruchsvolle Alpenverbindung mit ruhigem Charakter. Er eignet sich besonders für Motorradfahrer, die eine flüssige, weniger überlaufene Route suchen.
Weniger geeignet ist er für Fahrer, die extreme Kehrenarchitektur oder hochalpine Felskulissen erwarten.
Zunächst schwingt die Pass-Straße durch dichten Wald, in Rechts-Links-Kombinationen geht es gemächlich bergan. Oben auf der Passhöhe haben sich mehrere Berggasthöfe angesiedelt und bieten einen entspannten Einkehrschwung sogar mit kleinem Badesee. Die Südrampe des Passo di Lavazé führt in mehreren Abschnitten zunächst durch lichte Wälder sowie im unteren Verlauf über weite Hochalmen, die einen herrlichen Ausblick auf das Val di Fiemme erlauben. Der Straßenzustand des gesamten Passes ist gut, das Verkehrsaufkommen mäßig.
Oben an der Passhöhe des Lavazé zweigt er ab: der Weg zum ziemlich unbekannten und nur winzig ausgeschilderten Passo d’Oclini. Gönnen Sie sich unbedingt diesen 8 Kilometer langen Sackgassen-Abstecher hinauf auf knapp 2 000 Meter Höhe. Kurvenreich geht es durch lichten Tannenwald und weite Hochalmen auf ordentlicher Piste bergan. Vorsicht ist nur vor den hier frei weidenden Kühen geboten, sie betrachten die Straßen und Wege – zu Recht – als ihr ureigenes Territorium. Auch oben am Passo d’Oclini existieren mehrere Berggasthöfe, Wanderfreunde finden hier ein weites Betätigungsfeld.
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