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Oberjochpass
Passprofil:
Oberjochpass
- Höhe 1150 Meter
- Höhenmeter 366 Meter 277 Meter
- Steigung Durchschnitt4.4% 2.5 %
- Steigung Maximal 8.3% 6.2 %
- Länge 20 Kilometer
- Kehren 10
- Mautpflicht Nein
- Wintersperre Nein
- Schwierigkeit 3
Lage und geografische Einordnung
Die Südwestrampe ist fahrerisch durchaus anspruchsvoll, zudem herrscht auf der Bundesstraße ganzjährig reger Verkehr. Der große Parkplatz unterhalb von Oberjoch ist ein beliebter Bikertreff mit Applauskurve, der eigentliche Pass liegt allerdings noch ein Stück entfernt Richtung Tannheimer Tal. Kurz vor der österreichischen Grenze passieren wir den ungekennzeichneten Oberjochpass. Anschließend geht es über Schattwald hinunter nach Tannheim in die herrliche Bergwelt des gleichnamigen Tales.
Kurzbeschreibung des Passes
Der Oberjochpass ist eine kurze, sehr kurvenreiche Passstraße mit klar erkennbarem Rhythmus. Er ist besonders bei Motorradfahrern beliebt, da er auf geringer Distanz viele enge Kehren bietet und technisch sauber zu fahren ist.
Im Vergleich zu hochalpinen Pässen fehlt die extreme Höhe, dafür überzeugt der Oberjochpass mit hoher Kurvendichte und gutem Ausbau.
Streckenführung und Fahrdynamik
Der Oberjochpass ist geprägt von engen, gleichmäßig aufeinanderfolgenden Kehren, die einen klaren und gut planbaren Fahrfluss erzeugen. Die Kurven sind übersichtlich angelegt und ermöglichen eine saubere Linienwahl.
Der fahrerische Anspruch entsteht weniger durch Steigung oder Länge, sondern durch die hohe Kurvendichte. Nord- und Südrampe unterscheiden sich kaum und bieten einen sehr ähnlichen Charakter.
Öffnung, Saison und empfohlene Reisezeit
Der Oberjochpass ist grundsätzlich ganzjährig befahrbar. In den Wintermonaten kann es jedoch witterungsbedingt zu eingeschränkten Bedingungen kommen.
Die beste Reisezeit liegt zwischen April und Oktober. Besonders angenehm sind Fahrten unter der Woche oder in den frühen Morgenstunden, da der Pass bei gutem Wetter stark frequentiert ist.
Verkehrsaufkommen und Streckenbesonderheiten
Der Oberjochpass ist eine der meistbefahrenen Passstraßen im Allgäu. Neben Motorrädern nutzen auch Pkw, Busse und Radfahrer die Strecke.
Durch die Beliebtheit des Passes ist regelmäßig mit erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen. Polizeikontrollen sind keine Seltenheit, was eine angepasste Fahrweise erforderlich macht.
Wichtige Hinweise für Motorradfahrer
Der Asphalt ist in der Regel in gutem Zustand, kann jedoch in schattigen Kehren bei Nässe oder kühleren Temperaturen rutschig sein. Aufgrund der engen Kurvenfolge ist eine saubere Blickführung wichtiger als hohe Geschwindigkeit.
Wildwechsel ist insbesondere in den Morgen- und Abendstunden möglich. Eine defensive Fahrweise empfiehlt sich bei hohem Verkehrsaufkommen.
Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke
Im Ort Oberjoch sowie entlang der Strecke befinden sich mehrere Gasthöfe und Restaurants. Weitere Einkehrmöglichkeiten finden sich in Bad Hindelang und im angrenzenden Tannheimer Tal.
In der Hauptsaison sind diese Betriebe gut besucht, besonders an Wochenenden.
Geschichte und Bedeutung des Passes
Der Oberjochpass war bereits früh ein wichtiger Übergang im Allgäu und diente als Verbindung zwischen den Tälern. Mit dem Ausbau zur modernen Passstraße entwickelte er sich zu einer der bekanntesten und meistbefahrenen Passrouten Deutschlands.
Heute ist der Pass vor allem als touristische Attraktion und Motorradstrecke bekannt.
Landschaft und regionaler Kontext
Der Oberjochpass liegt in einer typischen Allgäuer Alpenlandschaft mit grünen Hängen, bewaldeten Flanken und offenen Ausblicken. Die Umgebung wirkt weniger hochalpin, dafür freundlich und gut erschlossen.
Der Übergang in Richtung Tannheimer Tal verstärkt den Eindruck eines klassischen Alpenraums mit ausgeprägter touristischer Infrastruktur.
Anschlussrouten und Tourenkombinationen
Der Oberjochpass lässt sich hervorragend mit Strecken im Allgäu und dem Tannheimer Tal kombinieren. Er eignet sich sowohl für kurze Rundtouren als auch als verbindendes Element auf dem Weg in weiter entfernte Alpenregionen.
Durch seine Länge und Lage ist er ideal für halbtägige Touren oder als fahraktiver Zwischenabschnitt.
Redaktionelle Einschätzung
Der Oberjochpass bietet auf kurzer Strecke hohen Fahrspaß durch enge Kehren und klaren Rhythmus. Er eignet sich für Einsteiger mit erster Passerfahrung ebenso wie für geübte Fahrer, die präzises Kurvenfahren schätzen.
Wer lange Hochgebirgsetappen oder große Höhen sucht, wird hier weniger gefordert, findet jedoch eine der fahraktivsten Passstraßen im Allgäu.
Die Südwestrampe ist fahrerisch durchaus anspruchsvoll, zudem herrscht auf der Bundesstraße ganzjährig reger Verkehr. Der große Parkplatz unterhalb von Oberjoch ist ein beliebter Bikertreff mit Applauskurve, der eigentliche Pass liegt allerdings noch ein Stück entfernt Richtung Tannheimer Tal. Kurz vor der österreichischen Grenze passieren wir den ungekennzeichneten Oberjochpass. Anschließend geht es über Schattwald hinunter nach Tannheim in die herrliche Bergwelt des gleichnamigen Tales.
In Oberjoch ist das Leben besonders gesund. Denn hier auf 1200 Metern existieren kaum Pollen oder Hausstaubmilben, das Klima damit als allergiefrei eingestuft. Auch das einmalige und dazu auch noch kostenlose Hochmoorschwimmbad verwöhnt Körper und Geist ebenso, wie die herrlichen Wanderwege ins Tannheimer Tal. Kulturelle Höhepunkte in Oberjoch sind alljährlich die sogenannte "Viehscheidsaison", der Almabtrieb ab 11. September und das Oldtimer Memorial, einem spannenden Gleichmäßigkeitsrennen auf dem kurvenreichen Jochpass mit anschließendem Oldtimer Fest.
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