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Nufenenpass - Passo della Novena
Passprofil:
Nufenenpass - Passo della Novena
- Höhe 2478 Meter
- Höhenmeter 1168 Meter 1321 Meter
- Steigung Durchschnitt7.7% 6.3 %
- Steigung Maximal 9.3% 9.5 %
- Länge 36 Kilometer
- Kehren 22
- Mautpflicht Nein
- Wintersperre Ja
- Schwierigkeit 4
Lage und geografische Einordnung
Der Nufenenpass liegt in der Schweiz und verbindet das Obergoms im Kanton Wallis mit dem Bedrettotal im Kanton Tessin. Er bildet eine direkte Nord-Süd-Verbindung zwischen Ulrichen und Airolo.
Mit seiner hohen Passlage zählt der Nufenenpass zu den höchsten asphaltierten Alpenpässen der Schweiz.
Kurzbeschreibung des Passes
Der Nufenenpass ist eine hochgelegene, klar strukturierte Hochalpenstraße mit ausgeprägter Kurvenführung und spürbarem fahrerischem Anspruch. Er richtet sich besonders an Motorradfahrer, die große Höhenunterschiede, weite Panoramablicke und gleichmäßig angelegte Kehren schätzen.
Im Vergleich zu schmaleren Alpenpässen ist der Nufenen gut ausgebaut, bleibt jedoch anspruchsvoll durch Höhe und Exposition.
Streckenführung und Fahrdynamik
Die Walliser Nordrampe verläuft langgezogen mit mehreren klar angelegten Kehren und offenen Hochalpenpassagen. Die Tessiner Südseite ist steiler und wirkt kurvenintensiver.
Die Straße ist breit genug für flüssiges Kurvenfahren, erfordert jedoch aufgrund der Steigungswerte und Höhenlage eine vorausschauende Fahrweise. Der fahrerische Anspruch entsteht aus der Kombination von Höhe, Steigung und exponierter Streckenführung.
Öffnung, Saison und empfohlene Reisezeit
Der Nufenenpass ist in der Regel von spätem Frühjahr bis in den Herbst geöffnet. Aufgrund der hohen Lage kann die Öffnungsdauer stark von Schneelage und Witterung abhängen.
Die beste Reisezeit liegt zwischen Juni und September. Auch im Hochsommer sind niedrige Temperaturen möglich.
Verkehrsaufkommen und Streckenbesonderheiten
Der Pass wird vorwiegend touristisch genutzt. Motorräder, Pkw und Radfahrer sind regelmäßig unterwegs. Schwerverkehr spielt eine untergeordnete Rolle.
Im Vergleich zu großen Transitachsen bleibt das Verkehrsaufkommen meist moderat, kann jedoch an Wochenenden ansteigen.
Wichtige Hinweise für Motorradfahrer
Durch die Höhenlage sind schnelle Wetterumschwünge möglich. Wind, Nebel oder plötzliche Temperaturabfälle können auftreten.
In exponierten Abschnitten ist mit Seitenwind zu rechnen. Die lange Abfahrt erfordert vorausschauende Bremsdosierung.
Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke
Im Bereich der Passhöhe befindet sich eine saisonale Einkehrmöglichkeit. Weitere Restaurants und Versorgungsmöglichkeiten bestehen in Ulrichen und Airolo.
Die Infrastruktur am Pass selbst ist funktional und nicht stark touristisch ausgebaut.
Geschichte und Bedeutung
Der Nufenenpass wurde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts als moderne Alpenstraße realisiert und zählt zu den jüngeren hochalpinen Straßenverbindungen der Schweiz.
Er besitzt vor allem regionale Bedeutung als direkte Nord-Süd-Verbindung.
Landschaft und regionaler Charakter
Die Strecke führt durch offene Hochalpenlandschaft oberhalb der Baumgrenze mit weitem Blick auf umliegende Gipfel. Die Passhöhe wirkt exponiert und vermittelt ausgeprägtes Hochgebirgsgefühl.
Besonders markant ist der landschaftliche Übergang vom eher trockenen Wallis ins südlich geprägte Tessin.
Anschlussrouten und Tourenkombinationen
Der Nufenenpass lässt sich gut mit weiteren Hochalpenpässen der Region kombinieren und eignet sich als Bestandteil einer anspruchsvollen Schweizer Alpenrunde.
Durch seine Lage bildet er ein wichtiges Verbindungselement zwischen Wallis und Tessin.
Redaktionelle Einschätzung
Der Nufenenpass ist eine hochgelegene, anspruchsvolle Hochalpenroute mit klarer Kurvenstruktur und weiter Panoramalage. Er bietet fahrerische Herausforderung ohne extreme Enge.
Für Motorradfahrer, die Höhe, Weite und gleichmäßig angelegte Kehren schätzen, zählt der Nufenenpass zu den eindrucksvolleren Alpenrouten der Schweiz.
Kein Innerschweizer Pass ist höher als der Nufenen, er besitzt auf gesamter Länge das grüne Band besonderer landschaftlicher Schönheit, deshalb unser Tipp: Genießen Sie den Nufenen ausgiebig und keinesfalls unter Zeitdruck. Die Westrampe beginnt in Ulrichen und schwingt in wahrem Kurvenrausch hinauf auf hochalpine Höhen. Den Pass halten ein Gasthaus sowie ein Andenkenladen besetzt, ein kleiner See lädt zur Rast. Dann geht es in vielen Serpentinen auf mäßig guter Strecke hinunter nach Airolo.
Das mächtige Rhônetal kombiniert mit einer Handvoll lieblicher Seitentäler - das ist das herrliche Wallis am westlichen Ende des Nufenen. Großstädte sucht man hier vergebens, winzige Talstraßen führen hinein in die Berge, enden als kehrenreiche Hoch- oder sogar Panoramastraßen. Das Ganze inmitten begeisternder Landschaften und so manch mediterraner Brise - geradezu ideal für Genussbiker.
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