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Jaunpass
Passprofil:
Jaunpass
- Höhe 1509 Meter
- Höhenmeter 842 Meter 884 Meter
- Steigung Durchschnitt5.1% 5.3 %
- Steigung Maximal 10% 10.3 %
- Länge 34 Kilometer
- Kehren 11
- Mautpflicht Nein
- Wintersperre Ja
- Schwierigkeit 3
Lage und geografische Einordnung
Der Jaunpass liegt in der Westschweiz und verbindet das Simmental im Kanton Bern mit dem Greyerzerland im Kanton Freiburg. Er stellt eine regionale Alpenverbindung zwischen Boltigen und Jaun dar.
Durch seine Lage zwischen Berner Oberland und Freiburger Voralpen besitzt der Jaunpass vor allem regionale Bedeutung ohne ausgeprägte Transitfunktion.
Kurzbeschreibung des Passes
Der Jaunpass ist eine mittlere Alpenstraße mit kurvenreicher Linienführung und moderatem fahrerischem Anspruch. Er eignet sich besonders für Motorradfahrer, die eine abwechslungsreiche Verbindung abseits großer Hochalpenachsen suchen.
Im Vergleich zu hochalpinen Pässen steht hier weniger die extreme Höhe als die harmonische Streckenführung im Vordergrund.
Streckenführung und Fahrdynamik
Die Auffahrt von Boltigen verläuft kurvenreich durch bewaldete Hänge und bietet mehrere klar angelegte Kehren. Die Straße ist gut ausgebaut und ermöglicht flüssiges Kurvenfahren.
Die Abfahrt Richtung Jaun wirkt teilweise etwas enger, bleibt jedoch übersichtlich. Der fahrerische Anspruch ist moderat und gut kalkulierbar.
Öffnung, Saison und empfohlene Reisezeit
Der Jaunpass ist meist ganzjährig befahrbar, da er regionale Bedeutung besitzt. In winterlichen Phasen kann es zu temporären Einschränkungen kommen.
Für Motorradtouren gelten Mai bis Oktober als angenehmste Reisezeit.
Verkehrsaufkommen und Streckenbesonderheiten
Der Pass wird vorwiegend regional genutzt. Pkw, Motorräder und landwirtschaftlicher Verkehr sind typisch.
Auch in der Sommersaison bleibt das Verkehrsaufkommen meist überschaubar im Vergleich zu stark frequentierten Hochalpenpässen.
Wichtige Hinweise für Motorradfahrer
In schattigen Bereichen kann die Fahrbahn bei Nässe rutschig sein. In bewaldeten Abschnitten ist mit Laub oder Feuchtigkeit zu rechnen.
Gegenverkehr in engeren Kurven erfordert vorausschauende Fahrweise.
Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke
Im Bereich der Passhöhe sowie in den Orten Boltigen und Jaun bestehen Einkehrmöglichkeiten. Die Infrastruktur ist regional geprägt und nicht stark touristisch inszeniert.
Geschichte und Bedeutung
Der Jaunpass war historisch eine wichtige Verbindung zwischen dem Berner Oberland und dem Greyerzerland. Mit dem Ausbau zur modernen Straße gewann er an regionaler Bedeutung.
Heute dient er vor allem dem regionalen Verkehr und dem Ausflugstourismus.
Landschaft und regionaler Charakter
Die Strecke führt durch voralpine Landschaft mit bewaldeten Hängen, Almflächen und Blicken auf die Freiburger und Berner Voralpen.
Der Charakter ist alpin, jedoch nicht hochgebirgig, und vermittelt eine ruhige, landschaftlich geprägte Atmosphäre.
Anschlussrouten und Tourenkombinationen
Der Jaunpass lässt sich gut in Rundtouren zwischen Berner Oberland und Westschweiz integrieren. Er eignet sich als verbindendes Element zwischen regionalen Alpenrouten.
Redaktionelle Einschätzung
Der Jaunpass ist eine ausgewogene, gut fahrbare Alpenroute mit moderatem Anspruch und regionalem Charakter. Er bietet abwechslungsreiche Kurvenführung ohne extreme technische Herausforderung.
Für Motorradfahrer, die eine ruhigere Alternative zu großen Hochalpenpässen suchen, ist der Jaunpass eine empfehlenswerte Strecke in der Westschweiz.
Der Jaunpass verbindet das Freiburger Land östlich des Genfer Sees mit dem Berner Oberland. Die Straße beginnt in Charmey und führt auf landschaftlich schöner Strecke schnurstracks nach Jaun. Danach steigt die ordentlich ausgebaute Strecke zügig zur Passhöhe an, auf der ein paar Hotels sowie Gasthäuser zur Einkehr laden. Zu echtem Kurventanz bittet die Ostrampe hinunter nach Oberwil. Einige schöne Rastplätze entlang der Strecke laden zum Verweilen ein.
Einen gänzlich anderen Genuss bietet die Alpkäserei auf dem Jaunpass. Wer einmal live miterleben möchte, wie der Käse entsteht, kann dies direkt in der Käserei. 3000 Liter feinste Alpenmilch werden dort täglich dank modernster Technik und ordentlich viel Handarbeit zu 25 - 30 Alpkäsen von jeweils 10 kg Gewicht "verkast". Und mag auch ein ganzer Laib nicht in Topcase oder Seitenkoffer passen, es gibt ihn auch als kleines Probierstückchen. Grund genug für einen leckeren Boxenstopp.
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