Großer St. Bernhard-Pass - Colle del Gran San Bernardo

martigny - Aosta
Großer St. Bernhard-Pass / Colle del Gran San Bernardo - Motorradtouren und Pässe
© adobe stock, Pixelshop

Passprofil:
Großer St. Bernhard-Pass - Colle del Gran San Bernardo

94Km
  • Höhe 2469 Meter
  • Höhenmeter 2945 Meter 2841 Meter
  • Steigung Durchschnitt6.5% 5.8 %
  • Steigung Maximal 14.1% 13.4 %
  • Länge 94 Kilometer
  • Kehren 38
  • Mautpflicht Nein
  • Wintersperre Ja
  • Schwierigkeit 3

Lage und geografische Einordnung

Der Große St. Bernhard-Pass liegt an der Grenze zwischen der Schweiz (Kanton Wallis) und Italien (Aostatal). Er verbindet Martigny im Rhonetal mit Aosta im Aostatal und zählt zu den traditionsreichsten Alpenübergängen Europas.

Durch seine Lage im westlichen Alpenbogen besitzt der Pass sowohl historische als auch verkehrstechnische Bedeutung.

Kurzbeschreibung des Passes

Der Große St. Bernhard-Pass ist eine hochgelegene, gleichmäßig verlaufende Alpenstraße mit moderatem fahrerischem Anspruch und klarer Linienführung. Er eignet sich besonders für Tourenfahrer, die eine klassische, grenzüberschreitende Hochalpenroute suchen.

Im Vergleich zu extrem kehrenreichen Pässen steht hier weniger die technische Enge als die historische Bedeutung und die lange, offene Streckenführung im Vordergrund.

Streckenführung und Fahrdynamik

Die Schweizer Nordrampe verläuft langgezogen und gleichmäßig ansteigend mit übersichtlichen Kurven und moderaten Kehren. Die italienische Südseite ist etwas steiler und kurvenreicher, bleibt jedoch gut kalkulierbar.

Die Straße ist ausreichend breit ausgebaut und ermöglicht flüssiges Fahren. Der fahrerische Anspruch entsteht vor allem durch Streckenlänge und Höhenlage.

Öffnung, Saison und empfohlene Reisezeit

Die Passstraße ist in der Regel von spätem Frühjahr bis in den Herbst geöffnet. In den Wintermonaten erfolgt der Verkehr überwiegend durch den mautpflichtigen Tunnel.

Die beste Reisezeit liegt zwischen Juni und September. Aufgrund der Höhe sind auch im Sommer kühlere Temperaturen möglich.

Verkehrsaufkommen und Streckenbesonderheiten

Der Pass wird sowohl touristisch als auch regional genutzt. Durch den parallel verlaufenden Tunnel ist der Durchgangsverkehr auf der Passstraße reduziert.

In der Hochsaison sowie an Wochenenden ist mit erhöhtem Ausflugsverkehr zu rechnen.

Wichtige Hinweise für Motorradfahrer

Die lange Auffahrt erfordert vorausschauende Fahrweise, insbesondere bei wechselnden Wetterbedingungen. In exponierten Bereichen kann Wind auftreten.

Auch im Sommer sind Temperaturunterschiede zwischen Tal und Passhöhe deutlich spürbar.

Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke

Im Bereich der Passhöhe befinden sich das historische Hospiz sowie weitere saisonale Einrichtungen. In Martigny und Aosta stehen zahlreiche Restaurants und Versorgungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Die Infrastruktur am Pass ist historisch geprägt und funktional.

Geschichte und Bedeutung

Der Große St. Bernhard-Pass ist einer der ältesten bekannten Alpenübergänge und wurde bereits in der Antike genutzt. Das auf der Passhöhe gelegene Hospiz besitzt jahrhundertealte Tradition.

Mit dem Bau des Straßentunnels gewann die Region zusätzliche verkehrstechnische Bedeutung.

Landschaft und regionaler Charakter

Die Strecke führt durch hochalpines Gelände mit kargen Hängen, weiten Hochflächen und einem markanten Bergsee nahe der Passhöhe.

Die Landschaft wirkt offen und rau, ohne die extreme Schroffheit mancher Westalpenpässe.

Anschlussrouten und Tourenkombinationen

Der Große St. Bernhard-Pass eignet sich hervorragend als Bestandteil einer Westalpenroute zwischen Wallis und Aostatal. Er lässt sich gut mit weiteren Alpenübergängen der Region kombinieren.

Durch seine Länge bildet er eine eigenständige Tagesetappe.

Redaktionelle Einschätzung

Der Große St. Bernhard-Pass ist eine historisch bedeutende Hochalpenroute mit gleichmäßiger Streckenführung und moderatem Anspruch. Er bietet lange, planbare Auffahrten in klassischer Westalpenkulisse.

Für Motorradfahrer, die eine traditionsreiche Alpenverbindung mit guter Fahrbarkeit suchen, ist der Pass eine solide und landschaftlich reizvolle Wahl.

Der Große Sankt Bernhard Pass verbindet das Wallis mit dem Piemont, Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Fahrstraße fertig gestellt, den 1964 eröffneten 6 km langen Scheiteltunnel sollten wir aber tunlichst meiden. Autobahngleich geht es von Martigny aus bergan, auf der überbauten Passhöhe liegen ein Hospiz sowie die berühmteste Hundezucht der Welt. Nach den Gebäuden öffnet sich der Blick auf einen Bergsee sowie die Grenzstation nach Italien. Auf ordentlicher Piste geht es hinunter ins Aostatal.

Legendär wurde die Bernhardiner-Rasse vor allem durch ihren unfehlbaren Ortssinn, die gute Nase sowie ihre Wetterfestigkeit und Ausdauer. Allein Stammvater "Barry" soll weit über 40 Menschenleben gerettet haben. Heutzutage gilt er als idealer Familienhund, auf den man aber bis zu fünf Jahre warten muss. Zumindest für einen echten Bernhardiner vom Großen St. Bernard. Die legendäre Zucht kann besichtigt werden, erwarten Sie aber bitte kein Kuscheltier-Paradies. Die Zucht ist durchaus kommerziell ausgerichtet.

Weiterlesen

Zurück

Einstellungen gespeichert

Cookie-Hinweis: Wir setzen auf unserer Website Cookies ein. Einige von ihnen sind erforderlich, während andere uns helfen unser Onlineangebot zu verbessern. Sie können alle Cookies über den Button “Alle akzeptieren” zulassen, oder Ihre eigene Auswahl vornehmen.

Technisch erforderliche Cookies werden immer geladen.

Weitere Hinweise, welche Cookies jeweils geladen werden, finden Sie hier in unseren Datenschutzhinweisen.

You are using an outdated browser. The website may not be displayed correctly.