Flüelapass

Davos - Susch
Flüelapass - Motorradtouren und Pässe
© adobe stock, HerrKaiser

Passprofil:
Flüelapass

27Km
  • Höhe 2363 Meter
  • Höhenmeter 816 Meter 954 Meter
  • Steigung Durchschnitt6.6% 6.9 %
  • Steigung Maximal 14.1% 9 %
  • Länge 27 Kilometer
  • Kehren 17
  • Mautpflicht Nein
  • Wintersperre Ja
  • Schwierigkeit 3

Lage und geografische Einordnung

Der Flüelapass liegt im Schweizer Kanton Graubünden und verbindet Davos mit dem Unterengadin bei Susch. Der Pass bildet eine zentrale Ost-West-Verbindung innerhalb Graubündens und liegt zwischen der Silvretta- und der Albula-Region.

Durch seine Lage nahe Davos besitzt der Flüelapass sowohl regionale als auch touristische Bedeutung.

Kurzbeschreibung des Passes

Der Flüelapass ist eine hochgelegene, gut ausgebaute Alpenstraße mit gleichmäßiger Linienführung und moderatem bis anspruchsvollem Charakter. Er eignet sich besonders für Tourenfahrer, die flüssige Kurven und verlässliche Straßenqualität schätzen.

Im Vergleich zu schmaleren Hochalpenpässen wirkt der Flüelapass offener und technisch gut planbar.

Streckenführung und Fahrdynamik

Die Auffahrt aus Davos verläuft zunächst moderat und wird im oberen Bereich offener. Die Kurven sind überwiegend gut einsehbar und ermöglichen sauberes, rhythmisches Fahren.

Die Abfahrt Richtung Susch ist länger gezogen und weist mehrere deutlich ausgeprägte Kehren auf. Der fahrerische Anspruch entsteht aus der Kombination von Höhe, Steigung und Streckenlänge, bleibt jedoch gut kalkulierbar.

Öffnung, Saison und empfohlene Reisezeit

Der Flüelapass ist meist ganzjährig befahrbar, da er eine wichtige regionale Verbindung darstellt. In winterlichen Phasen kann es zu temporären Einschränkungen kommen.

Für Motorradtouren gelten Mai bis Oktober als angenehmste Reisezeit.

Verkehrsaufkommen und Streckenbesonderheiten

Der Pass wird regelmäßig von Pkw, Motorrädern und regionalem Verkehr genutzt. Schwerverkehr ist begrenzt, jedoch möglich.

In der Sommersaison sowie an Wochenenden kann das Verkehrsaufkommen ansteigen, bleibt jedoch meist moderat im Vergleich zu internationalen Transitachsen.

Wichtige Hinweise für Motorradfahrer

Die Straße ist gut ausgebaut und übersichtlich. In schattigen Abschnitten können bei Nässe rutschige Stellen auftreten.

Durch die Höhenlage sind schnelle Wetterwechsel möglich. In exponierten Bereichen kann Wind auftreten.

Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke

Im Bereich der Passhöhe befinden sich saisonale Einrichtungen. In Davos und Susch stehen zahlreiche Restaurants und Versorgungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Die Infrastruktur ist regional gut entwickelt.

Geschichte und Bedeutung

Der Flüelapass wurde im 19. Jahrhundert als Alpenverbindung ausgebaut und entwickelte sich zu einer wichtigen innerkantonalen Route.

Mit der touristischen Entwicklung von Davos gewann der Pass zusätzlich an Bedeutung.

Landschaft und regionaler Charakter

Der Flüelapass führt durch offene Hochalpenlandschaft mit Seen, weiten Hängen und klarer Gebirgskulisse. Oberhalb der Baumgrenze dominiert karges, alpines Gelände.

Die Strecke vermittelt typisches Graubündner Hochalpenambiente mit weiter Sicht.

Anschlussrouten und Tourenkombinationen

Der Flüelapass lässt sich gut mit weiteren Pässen in Graubünden kombinieren und eignet sich als Bestandteil einer Engadin- oder Davos-Rundtour.

Durch seine Lage bildet er ein zentrales Verbindungselement innerhalb der Region.

Redaktionelle Einschätzung

Der Flüelapass ist eine gut ausgebaute Hochalpenstraße mit solider Kurvenstruktur und verlässlicher Fahrbarkeit. Er bietet ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Panorama und fahrerischem Anspruch.

Für extreme technische Herausforderung gibt es in Graubünden schmalere Alternativen. Als klassische Hochalpenverbindung überzeugt der Flüela durch klare Linienführung und landschaftliche Weite.

Auch der Flüelapass bietet uns Bikern reichlich Gelegenheit für unbeschwerte Kurvenhatz fernab allen Reise- und Durchgangsverkehrs. Die Westrampe führt gut ausgebaut ins Flüelatal, hinter Tschuggen liegen dann die ersten Serpentinen vor uns. Die Passhöhe auf felsigem Hochplateau sowie das Hospiz mit kleinem See laden zur Rast. Auf der Ostrampe wird die Strecke deutlich holperiger und abschnittsweise gleicht sie einer mühsam geflickten Schlaglochpiste.

Eine atemberaubend historische Art der Pass-Eroberung bietet die Postkutschenfahrt von Davos hinauf zum Flüela-Hospiz. Die originalgetreu nachgebaute Postkutsche startet mit einem Gespann von 6 Pferden in der Sommersaison jeden Dienstag vom Bahnhof Davos Platz zu ihrer Reise durch die Geschichte. Alternativ können Sie auch eine Kombination aus Postkutsche und historischem Postauto buchen, um den Flüelapass zu erfahren. Ein Erlebnis nicht nur für das Kind im Biker.

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