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Flexenpass
Passprofil:
Flexenpass
- Höhe 1784 Meter
- Höhenmeter 681 Meter 541 Meter
- Steigung Durchschnitt7.3% 5.3 %
- Steigung Maximal 12.4% 13 %
- Länge 20 Kilometer
- Kehren 5
- Mautpflicht Nein
- Wintersperre Nein
- Schwierigkeit 2
Lage und geografische Einordnung
Der Flexenpass liegt in Österreich und verbindet Zürs am Arlberg mit Stuben im Klostertal. Er bildet eine zentrale Verbindung innerhalb der Arlbergregion und stellt die direkte Straßenachse zwischen Lech/Zürs und dem Arlbergpass dar.
Durch seine Lage zwischen Vorarlberg und Tirol besitzt der Flexenpass hohe regionale Bedeutung.
Kurzcharakter der Strecke
Der Flexenpass ist eine kompakte, gut ausgebaute Alpenstraße mit markanter Galeriearchitektur und moderatem fahrerischem Anspruch. Er eignet sich vor allem als verbindende Etappe innerhalb der Arlbergregion.
Im Vergleich zu klassischen Hochalpenpässen steht hier weniger die extreme Höhe oder Kehrenzahl im Vordergrund, sondern die verkehrstechnische Funktion und die exponierte Linienführung.
Streckenführung und Fahrdynamik
Die Strecke verläuft in mehreren offenen Kurven und durch charakteristische Lawinengalerien entlang steiler Felshänge. Besonders markant sind die langen Galerieabschnitte oberhalb des Klostertals.
Die Straße ist breit ausgebaut und gut einsehbar. Der fahrerische Anspruch bleibt moderat und gut kalkulierbar.
Befahrbarkeit und Saison
Der Flexenpass ist eine wichtige regionale Verbindung und in der Regel ganzjährig befahrbar. Aufgrund seiner Bedeutung für die Arlbergregion wird die Strecke winterlich intensiv betreut.
Für Motorradtouren eignen sich die Monate zwischen Mai und Oktober besonders.
Verkehrsaufkommen
Der Flexenpass wird stark touristisch genutzt und ist Teil der Zufahrt in bekannte Wintersportorte. Pkw- und Reiseverkehr sind regelmäßig unterwegs.
In Ferienzeiten und an Wochenenden ist mit erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen.
Wichtige Hinweise für Motorradfahrer
In den Galerieabschnitten können Lichtwechsel die Sichtverhältnisse beeinflussen. Bei Nässe kann es in schattigen Bereichen rutschig werden.
Aufgrund der guten Ausbauqualität wird teilweise zügig gefahren. Defensive Fahrweise ist empfehlenswert.
Einkehrmöglichkeiten
In Zürs, Lech, Stuben und im Klostertal bestehen zahlreiche Restaurants und Versorgungsmöglichkeiten. Die Infrastruktur ist stark touristisch geprägt.
Direkt auf der Passhöhe selbst stehen nur begrenzte Einrichtungen zur Verfügung.
Geschichte und Bedeutung
Der Flexenpass wurde im späten 19. Jahrhundert als wichtige Verbindung innerhalb der Arlbergregion ausgebaut. Mit der touristischen Entwicklung von Lech und Zürs gewann er erheblich an Bedeutung.
Heute ist er eine zentrale Achse innerhalb des Arlbergraums und verbindet mehrere alpine Regionen.
Landschaft und regionaler Charakter
Die Strecke verläuft entlang steiler Felswände mit Blick ins Klostertal. Der Charakter ist hochalpin, jedoch weniger weitläufig als bei großräumigen Hochpässen.
Die Nähe zu bekannten Wintersportorten prägt das Umfeld.
Anschlussrouten und Kombinationen
Der Flexenpass lässt sich direkt mit dem Arlbergpass kombinieren und bildet einen Bestandteil vieler Vorarlberg-Tirol-Routen.
Er eignet sich vor allem als verbindendes Element innerhalb einer größeren Alpenrunde.
Redaktionelle Einschätzung
Der Flexenpass ist eine funktionale, gut ausgebaute Alpenverbindung mit moderatem Anspruch und markanter Galeriearchitektur. Er bietet weniger technische Herausforderung, dafür stabile Straßenqualität und klare Linienführung.
Für Motorradfahrer ist er vor allem als Teil einer Arlberg-Tour interessant und weniger als eigenständiges Kurvenhighlight.
Der Flexenpass führt von Lech-Zürs Richtung Süden und mündet anschließend in die Arlberg-Passstraße, die sodann über den Arlbergpass führt. Der historische Passweg bestand aus ungezählten Kehren den "Flexen" - und verlief durch ein von Lawinen und Muren arg gebeuteltes Gelände. 1897 wurde das erste Teilstück der neuen Flexenstraße eingeweiht, eine Trasse mit zahlreichen Schutzdächern und Tunnels. Seit 1936 wird die Strecke auch im Winter geräumt, um die Zufahrt zu den Wintersportgebieten zu gewährleisten.
Das Bergdorf Lech wurde 2004 immerhin zum "Schönsten Dorf Europas" gewählt und empfiehlt sich nicht erst seit diesen Tagen auch Motorradfahrern gerne für einen ausgiebigen Boxenstopp. Inmitten einer traumhaften Bergnatur mit ihren unendlich weiten, bereits deutlich hochalpinen Horizonten lohnt es sich auf jeden Fall sogar, die Bergstiefel im Topcase mitzuführen und sich zum Beispiel einen der unzähligen ausgeschilderten Wanderwege über atemberaubend schöne Almwiesen zu gönnen. Ein gesünderes Kontrastprogramm zu ausgiebiger Kurvenhatz ist wohl kaum zu finden.
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