Felbertauernpass

Mittersill - Matrei
Felbertauernpass - Motorradtouren und Pässe
© adobe stock, TRFilm

Passprofil:
Felbertauernpass

36Km
  • Höhe 1632 Meter
  • Höhenmeter 1002 Meter 1118 Meter
  • Steigung Durchschnitt4.5% 2.6 %
  • Steigung Maximal 14.7% 10.4 %
  • Länge 36 Kilometer
  • Kehren 1
  • Mautpflicht Ja
  • Wintersperre Nein
  • Schwierigkeit 3

Lage und geografische Einordnung

Der Felbertauernpass liegt in Österreich und verbindet Mittersill im Salzburger Land mit Matrei in Osttirol. Die Passstraße verläuft parallel zum Felbertauerntunnel und bildet eine bedeutende Nord-Süd-Verbindung zwischen Pinzgau und Osttirol.

Durch seine Lage zwischen Hohe Tauern und Venedigergruppe besitzt der Felbertauernpass sowohl regionale als auch touristische Bedeutung.

Kurzbeschreibung des Passes

Der Felbertauernpass ist eine hochgelegene, gut ausgebaute Alpenstraße mit moderatem fahrerischem Anspruch und landschaftlich offener Streckenführung. Er eignet sich besonders für Motorradfahrer, die eine gut planbare Hochalpenverbindung mit wenig extremer Kehrenarchitektur suchen.

Im Vergleich zu stark kehrenreichen Hochalpenpässen steht hier weniger die technische Enge als die weiträumige Streckenführung im Vordergrund.

Streckenführung und Fahrdynamik

Die Nordrampe aus dem Pinzgau verläuft gleichmäßig ansteigend mit gut einsehbaren Kurven. Die Südseite Richtung Matrei ist landschaftlich offen und ebenfalls flüssig angelegt.

Die Straße ist breit genug für entspanntes Kurvenfahren. Der fahrerische Anspruch ist moderat und gut kalkulierbar.

Öffnung, Saison und empfohlene Reisezeit

Die alte Passstraße ist witterungsabhängig geöffnet. Der Felbertauerntunnel stellt ganzjährig eine Verbindung sicher.

Für Motorradtouren gilt der Zeitraum von Mai bis Oktober als empfehlenswert.

Verkehrsaufkommen und Streckenbesonderheiten

Ein Großteil des Durchgangsverkehrs nutzt den Tunnel. Die Passstraße wird überwiegend touristisch genutzt.

Motorräder, Pkw und Ausflugsverkehr sind typisch. Das Verkehrsaufkommen bleibt meist moderat.

Wichtige Hinweise für Motorradfahrer

In schattigen Bereichen kann bei Nässe rutschiger Asphalt auftreten. In höheren Lagen sind schnelle Wetterwechsel möglich.

Aufgrund der moderaten Steigungswerte ist die Strecke auch für weniger erfahrene Fahrer gut beherrschbar.

Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke

Entlang der Strecke sowie in Mittersill und Matrei bestehen Restaurants und Versorgungsmöglichkeiten. Die Infrastruktur ist gut entwickelt.

Die Passhöhe selbst ist weniger stark touristisch inszeniert als bekannte Hochalpenstraßen.

Geschichte und Bedeutung

Der Felbertauern war historisch ein bedeutender Alpenübergang. Mit dem Bau des Tunnels in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gewann die Verbindung zusätzliche wirtschaftliche Bedeutung.

Heute ist die Route eine wichtige Verbindung zwischen Salzburg und Osttirol.

Landschaft und regionaler Charakter

Die Strecke verläuft durch alpine Landschaft mit Blick auf Gipfel der Hohen Tauern. Der Charakter ist offen und weitläufig, ohne extreme Hochgebirgspassagen.

Der landschaftliche Reiz entsteht vor allem durch die umliegenden Bergketten.

Anschlussrouten und Tourenkombinationen

Der Felbertauernpass eignet sich gut als Verbindung zwischen Salzburger Land und Osttirol und lässt sich mit weiteren Alpenrouten kombinieren.

Er bildet eine solide Etappe innerhalb größerer Österreich-Rundtouren.

Redaktionelle Einschätzung

Der Felbertauernpass ist eine gut ausgebaute, moderat anspruchsvolle Alpenverbindung mit klarer Streckenstruktur. Er bietet verlässliche Fahrbarkeit ohne extreme technische Herausforderung.

Für Motorradfahrer, die eine entspannte Nord-Süd-Route durch die Hohen Tauern suchen, ist der Felbertauernpass eine funktionale und landschaftlich reizvolle Option.

Auf der 36 km langen herrlichen Panoramastrecke des Felbertauern geht es selbst an Hochsommertagen ruhig zu. Von Mittersill windet sich die Nordrampe mit gut 9% Steigung bergan zum 5 km langen Felbertauerntunnel, dessen Südportal den Biker bereits in die sonnenverwöhnte Hochgebirgslandschaft Osttirols entlässt. Dreispurig ausgebaut geht es hinauf auf 1632 Höhenmeter, dann durch die grandiosen Alpenpanoramen der Hohen Tauern bergab.

Ein besonderer Reiz liegt rechts und links des Lenkers. Gönnen Sie sich unbedingt eine Fahrt durch das Virgental sowie einen Abstecher zur mautpflichtigen Kalser Großglocknerstraße bei Huben. Letztere führt von Süden an die imposanten Flanken von Österreichs höchstem Gipfel heran und bietet auf nahezu der gesamten Strecke atemberaubende Ausblicke auf die Hohen Tauern. Und ganz am Ende der Mautstrecke erwartet uns das berühmte Lucknerhaus, eine ganzjährig bewirtschaftete Berghütte. Und das Defereggental im Süden der Felbertauernstraße führt uns herrlich kurvenreich direkt zum Staller Sattel.

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