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Col du Telegraphe
Passprofil:
Col du Telegraphe
- Höhe 1566 Meter
- Höhenmeter 844 Meter 146 Meter
- Steigung Durchschnitt6.8% 2.9 %
- Steigung Maximal 8.2% 10.9 %
- Länge 18 Kilometer
- Kehren 18
- Mautpflicht Nein
- Wintersperre Nein
- Schwierigkeit 3
Lage und geografische Einordnung
Der Col du Télégraphe liegt in den französischen Alpen im Département Savoie und verbindet Saint-Michel-de-Maurienne mit Valloire. Der Pass bildet die südliche Zufahrt zum Col du Galibier und ist damit Teil einer der bekanntesten Hochalpenachsen der Westalpen.
Durch seine Lage dient der Télégraphe als vorgelagerter Übergang innerhalb der Maurienne-Region.
Kurzbeschreibung des Passes
Der Col du Télégraphe ist eine kompakte, kurvenreiche Passstraße mit klar strukturiertem Verlauf. Er richtet sich besonders an Motorradfahrer, die enge Kehren und sauberes Kurvenfahren schätzen.
Im Vergleich zu hochalpinen Pässen steht hier weniger die Höhe als die dichte Kurvenfolge im Vordergrund.
Streckenführung und Fahrdynamik
Der Col du Télégraphe bietet eine dichte Abfolge enger Kehren mit klarer Linienführung. Die Straße ist gut ausgebaut, bleibt jedoch kurvenintensiv und verlangt saubere Blickführung.
Die Auffahrt aus der Maurienne ist gleichmäßig strukturiert und rhythmisch fahrbar. Der fahrerische Anspruch entsteht vor allem aus der Kurvendichte und der konstanten Steigung.
Öffnung, Saison und empfohlene Reisezeit
Der Télégraphe ist meist ganzjährig befahrbar, da er eine wichtige Verbindung nach Valloire darstellt. Witterungsbedingte Einschränkungen sind jedoch möglich.
Die beste Reisezeit liegt zwischen Mai und Oktober. In den Sommermonaten ist mit erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen.
Verkehrsaufkommen und Streckenbesonderheiten
Der Pass wird sowohl touristisch als auch regional genutzt. Motorräder, Pkw und Radfahrer sind regelmäßig unterwegs, insbesondere im Zusammenhang mit dem benachbarten Col du Galibier.
In der Hochsaison und an Wochenenden kann es zu dichterem Verkehr kommen.
Wichtige Hinweise für Motorradfahrer
Die enge Kurvenfolge erfordert präzise Linienwahl und ruhige Gasannahme. Bei Nässe können schattige Kehren rutschig sein.
Aufgrund des Verkehrs ist vorausschauendes Fahren besonders wichtig, insbesondere bei Gegenverkehr in engen Abschnitten.
Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke
Direkt am Pass befinden sich wenige Einrichtungen. In Saint-Michel-de-Maurienne und Valloire stehen mehrere Restaurants und Cafés zur Verfügung.
Die touristische Infrastruktur konzentriert sich vor allem auf Valloire.
Geschichte und Bedeutung des Passes
Der Col du Télégraphe erhielt seinen Namen durch eine historische Telegrafenstation, die im 19. Jahrhundert errichtet wurde. Der Pass entwickelte sich früh zu einer wichtigen Verbindung innerhalb der Region.
Heute ist er vor allem als Bestandteil der Route zum Col du Galibier bekannt.
Landschaft und regionaler Charakter
Der Télégraphe verläuft überwiegend durch bewaldetes Gelände mit gelegentlichen Ausblicken ins Maurienne-Tal. Im Vergleich zu hochalpinen Pässen wirkt die Landschaft geschützter und weniger exponiert.
Er bildet den Übergang von bewaldeter Mittelgebirgslandschaft in hochalpines Gelände Richtung Galibier.
Anschlussrouten und Tourenkombinationen
Der Col du Télégraphe wird häufig in Kombination mit dem Col du Galibier gefahren. Gemeinsam bilden beide eine klassische Hochalpenroute in den Westalpen.
Durch seine Lage eignet er sich ideal als Auftakt zu anspruchsvolleren Hochalpenpässen.
Redaktionelle Einschätzung
Der Col du Télégraphe ist eine kurvenintensive, technisch saubere Passstraße mit klarer Struktur. Er bietet auf kurzer Distanz ein konzentriertes Fahrerlebnis.
Für Motorradfahrer ist er besonders in Kombination mit dem Galibier interessant. Wer hochalpines Panorama sucht, findet dieses erst im anschließenden Streckenabschnitt Richtung Galibier.
Der Col du Télégraphe stellt die Hauptverbindung des Ferienortes Valloire mit dem Arc-Tal dar. Namensgebend war das naheliegende Fort du Télégraphe aus dem 19. Jahrhundert. Bikern beschert der Pass unbeschwerte Kurvenhatz auf gut ausgebauter Piste, oben auf der Passhöhe heißt es unbedingt kurz den Seitenständer auszuklappen. Ein Gasthaus lädt zur Stärkung, doch viel mehr noch lohnt der Blick hinab in das Arc-Tal. Serpentinen führen sodann zum Bergdorf Valloire und der Galibier-Pass-Straße.
Bei Motorradfahrern äußerst beliebt ist eine pässereiche Rundtour ausgehend von St. Jean de Maurienne, die zunächst Richtung Südwesten über den weitgehend unbekannten Col du Mollard (1698 Meter) führt, sodann via D926 die Pässe Croix de Fer und Glandon erobert, weiter über Allemond nach Le Bourg d'Oissan geht mit Abstecher nach Alpe d'Huez. Über den Col du Lautaret geht es hinauf zum Galibier, den Abschluss bildet dann der Col du Télégraphe retour nach St. Jean de Maurienne. 200 Kilometer und 7 Pässe sowie satte 6000 Höhenmeter lassen den Gleichgewichtssinn tagelang nachschunkeln.
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