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Col du Lautaret
Passprofil:
Col du Lautaret
- Höhe 2058 Meter
- Höhenmeter 1190 Meter 1223 Meter
- Steigung Durchschnitt4.8% 3.9 %
- Steigung Maximal 14.3% 11.5 %
- Länge 56 Kilometer
- Kehren 14
- Mautpflicht Nein
- Wintersperre Nein
- Schwierigkeit 2
Lage und geografische Einordnung
Der Col du Lautaret liegt in den französischen Alpen und verbindet das Tal der Romanche bei La Grave mit dem Guisane-Tal in Richtung Briançon. Der Pass bildet eine zentrale Ost-West-Verbindung zwischen den Départements Hautes-Alpes und Savoie.
Durch seine Lage am Fuß des Col du Galibier übernimmt der Lautaret eine wichtige Rolle als hochalpine Verkehrsachse in den Westalpen.
Kurzbeschreibung des Passes
Der Col du Lautaret ist eine breit ausgebaute, gleichmäßig verlaufende Hochalpenstraße mit moderatem fahrerischem Anspruch. Er richtet sich besonders an Tourenfahrer, die eine verlässliche und flüssig fahrbare Alpenquerung bevorzugen.
Im Vergleich zu technisch anspruchsvolleren Pässen der Region steht hier weniger die Kurvendichte als die Funktion als zentrale Verbindungsstraße im Vordergrund.
Streckenführung und Fahrdynamik
Der Col du Lautaret zeichnet sich durch lange, offene Kurven und moderate Steigungen aus. Die Straße ist breit und übersichtlich, wodurch ein ruhiger und gleichmäßiger Fahrstil möglich ist.
Die Auffahrt aus dem Romanche-Tal wirkt landschaftlich eindrucksvoller, während die Seite Richtung Briançon etwas kompakter ausfällt. Der fahrerische Anspruch ist insgesamt moderat.
Öffnung, Saison und empfohlene Reisezeit
Der Col du Lautaret ist meist ganzjährig befahrbar, da er eine wichtige Verkehrsverbindung darstellt. Witterungsbedingte Einschränkungen sind jedoch möglich.
Die angenehmste Reisezeit liegt zwischen Mai und Oktober. In den Wintermonaten können winterliche Straßenverhältnisse auftreten.
Verkehrsaufkommen und Streckenbesonderheiten
Als bedeutende Verbindungsstraße weist der Col du Lautaret ein entsprechend hohes Verkehrsaufkommen auf. Neben Motorrädern sind Pkw, Wohnmobile und Lkw regelmäßig unterwegs.
In der Hochsaison und an Wochenenden ist mit erhöhtem Verkehr zu rechnen. Der Pass besitzt eine klare Transitfunktion.
Wichtige Hinweise für Motorradfahrer
Durch die Höhenlage können Wetterumschwünge auftreten. Besonders in exponierten Bereichen ist die Strecke windanfällig.
Aufgrund des Verkehrs empfiehlt sich eine defensive und vorausschauende Fahrweise. Der Asphaltzustand ist überwiegend gut.
Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke
Im Bereich der Passhöhe befinden sich Restaurants und saisonale Einrichtungen. Auch in den angrenzenden Tälern stehen zahlreiche Einkehrmöglichkeiten zur Verfügung.
Die Infrastruktur ist gut entwickelt.
Geschichte und Bedeutung des Passes
Der Col du Lautaret wurde früh als Alpenverbindung ausgebaut und entwickelte sich zu einer wichtigen Verkehrsroute zwischen den Tälern. Seine strategische Lage trug zur kontinuierlichen Erschließung bei.
Heute ist der Pass sowohl verkehrstechnisch als auch touristisch von großer Bedeutung.
Landschaft und regionaler Charakter
Der Lautaret bietet weite Ausblicke auf markante Gipfel, darunter die La-Meije-Gruppe. Die Umgebung wirkt hochalpin, jedoch weniger karg als bei höheren Pässen.
Die offene Landschaft vermittelt ein ausgeprägtes Alpenpanorama mit klaren Sichtachsen.
Anschlussrouten und Tourenkombinationen
Der Col du Lautaret lässt sich direkt mit dem nahegelegenen Col du Galibier kombinieren. Gemeinsam bilden beide Pässe eine klassische Hochalpenroute.
Durch seine zentrale Lage ist der Lautaret ein wichtiger Bestandteil vieler Westalpen-Touren.
Redaktionelle Einschätzung
Der Col du Lautaret ist eine verlässliche, gut ausgebaute Hochalpenverbindung mit moderatem Anspruch. Er eignet sich besonders für Tourenfahrer und als verbindendes Element zwischen anspruchsvolleren Pässen.
Wer enge, technisch fordernde Kurven sucht, findet in der Region Alternativen. Als landschaftlich reizvolle und funktionale Hochalpenstraße erfüllt der Lautaret jedoch eine zentrale Rolle.
Aktuelle Hinweise aus der Community
Da Wetter und Verkehrsaufkommen variieren können, empfiehlt sich vor der Fahrt ein aktueller Check. Ergänzende Erfahrungsberichte, Bilder und Hinweise finden sich in der Community.
Auf der RN91 geht es aus Mont de Lans auf reizvoller Strecke hinauf zum Lac du Chambon, die ersten Kehren der RN91 führen weiter nach Villar d’Arene, ab hier steigt die Passstraße zügig auf über 2000 Meter. Die Passhöhe bietet einige Gasthöfe mit Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten sowie den obligatorischen Souvenirshop. Nördlich geht es dann weiter in die Kurvenparadiese des Galibier, östlich nach Briançon Richtung "Route des Grandes Alpes".
Das ehemalige Militärlager Briançon wurde 1692 von Frankreichs berühmtestem Festungsbaumeister Vauban erbaut und gilt mit seinem meterdicken, doppelten Verteidigungsring, einer Zitadelle und mehreren kleinen Festungen heute als eine der sehenswertesten Städte der Alpen. Die gut erhaltene Altstadt mit ihren kaum lenkerbreiten Gassen ist bequem zu Fuß zu erkunden, zahlreiche Cafés und Kneipen laden vor allem am Abend zum Verweilen ein. Und 300 Tage pro Jahr mit mehr als 6 Stunden Sonnenschein können auch Biker herrlich verwöhnen.
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