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Berninapass - Passo del Bernina
Passprofil:
Berninapass - Passo del Bernina
- Höhe 2330 Meter
- Höhenmeter 738 Meter 2112 Meter
- Steigung Durchschnitt3.5% 5.8 %
- Steigung Maximal 13.9% 14.5 %
- Länge 58 Kilometer
- Kehren 14
- Mautpflicht Nein
- Wintersperre Ja
- Schwierigkeit 3
Lage und geografische Einordnung
Der Berninapass liegt in den Schweizer Alpen im Kanton Graubünden und verbindet das Engadin bei Pontresina mit dem italienischen Veltlin bei Tirano. Der Pass stellt eine bedeutende Nord-Süd-Verbindung zwischen der Schweiz und Italien dar.
Durch seine Lage nahe dem Berninamassiv mit markanten Gletschern zählt der Berninapass zu den landschaftlich eindrucksvollsten Übergängen der Ostalpen.
Kurzbeschreibung des Passes
Der Berninapass ist eine hochgelegene, breit ausgebaute und vergleichsweise gleichmäßig verlaufende Alpenstraße. Er eignet sich besonders für Tourenfahrer, die verlässliche Straßenführung und hochalpines Panorama schätzen.
Im Vergleich zu stark kehrenbetonten Pässen steht hier weniger die technische Enge als die Kombination aus Höhe, Weite und landschaftlicher Präsenz im Vordergrund.
Streckenführung und Fahrdynamik
Der Berninapass bietet eine gleichmäßig ansteigende Nordrampe mit weiten Kurven und offener Linienführung. Die Südseite Richtung Tirano fällt deutlich länger und kurvenreicher ab, bleibt jedoch übersichtlich.
Die Straße ist breit ausgebaut und ermöglicht flüssiges Fahren. Der fahrerische Anspruch entsteht eher durch Streckenlänge und Höhenunterschied als durch enge Kehrenfolgen.
Öffnung, Saison und empfohlene Reisezeit
Der Berninapass ist meist ganzjährig befahrbar, da er eine wichtige internationale Verbindung darstellt. Witterungsbedingte Einschränkungen sind jedoch möglich.
Die angenehmste Reisezeit liegt zwischen Mai und Oktober. In den Wintermonaten sind winterliche Straßenverhältnisse möglich.
Verkehrsaufkommen und Streckenbesonderheiten
Als internationale Verbindung weist der Berninapass regelmäßigen Pkw- und Lkw-Verkehr auf. Zudem verläuft die Berninabahn parallel zur Straße und prägt das Streckenbild.
In der Hauptreisezeit ist mit erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen. Die Straße besitzt eine klare Transitfunktion.
Wichtige Hinweise für Motorradfahrer
Die Südabfahrt Richtung Tirano weist längere Gefällestrecken auf. Eine vorausschauende Fahrweise ist insbesondere bei starkem Verkehr empfehlenswert.
Durch die Höhenlage können schnelle Wetterwechsel auftreten. In exponierten Bereichen ist Wind möglich.
Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke
Im Bereich der Passhöhe sowie im Engadin befinden sich Restaurants und Versorgungsmöglichkeiten. Auch entlang der Südrampe in Richtung Tirano stehen mehrere Einkehrmöglichkeiten zur Verfügung.
Die Infrastruktur ist gut ausgebaut.
Geschichte und Bedeutung des Passes
Der Berninapass wurde früh als Alpenverbindung genutzt und im 19. Jahrhundert zur modernen Passstraße ausgebaut. Mit dem Bau der Berninabahn gewann die Region zusätzlich an verkehrstechnischer Bedeutung.
Heute ist der Pass sowohl touristisch als auch wirtschaftlich wichtig.
Landschaft und regionaler Kontext
Der Berninapass bietet eindrucksvolle Ausblicke auf Gletscher, Hochgebirgsseen und das Berninamassiv. Oberhalb der Baumgrenze dominiert offene Hochalpenlandschaft.
Der Übergang vom Engadin ins Veltlin vermittelt einen deutlichen landschaftlichen Wechsel von alpiner Hochfläche zu südlicher geprägtem Tal.
Anschlussrouten und Tourenkombinationen
Der Berninapass lässt sich hervorragend mit weiteren Pässen in Graubünden kombinieren und eignet sich als Bestandteil einer grenzüberschreitenden Alpenroute in Richtung Italien.
Durch seine Länge und Lage ist er ein zentraler Baustein vieler Ostalpen-Touren.
Redaktionelle Einschätzung
Der Berninapass ist eine hochgelegene, gut ausgebaute Alpenverbindung mit beeindruckender Gletscherkulisse. Technisch ist er moderat anspruchsvoll, landschaftlich jedoch außergewöhnlich.
Für Tourenfahrer bietet er eine verlässliche Hochalpenroute. Wer enge, extrem kurvenintensive Passagen sucht, findet in der Region technischere Alternativen.
Der Berninapass ist legendär, er zählt zu den berühmtesten Schweizer Pässen. Fahrerisch abwechslungsreich, aber wenig anspruchsvoll begeistert vor allem seine grandiose Landschaft mit der gewaltigen Berninagruppe. Unterhalb der Passhöhe liegen das Ospizio Bernina mit Bikertreff sowie zwei Gletscherseen. Die Passhöhe selbst liegt etwa 300 Meter weiter östlich. Hier steht auch das Passschild für alle "Ich-war-auch-hier"-Fotos.
Auf einer der schönsten Bahnstrecken der Welt fährt die Rhätische Bahn mit ihrem Bernina-Express von Chur über Pontresina und St. Moritz hinauf zum Bernina-Hospiz auf 2200 m und weiter ins italienische Tirano. Die abenteuerlich angelegte Bahntrasse bietet atemberaubende Ausblicke auf die Eisriesen- und Gletscherwelten der Bernina-Gruppe. Zwei Stunden dauert die Fahrt von St. Moritz nach Tirano und zählt zu den Highlights europäischer Eisenbahn-Geschichte. Eine rechtzeitige Platzreservierung ist unbedingt zu empfehlen.
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