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Anniviers - und Zinal-Hochstraße
Passprofil:
Anniviers - und Zinal-Hochstraße
- Höhe 2250 Meter
- Höhenmeter 2553 Meter 749 Meter
- Steigung Durchschnitt5.7% 5.4 %
- Steigung Maximal 13.4% 14.6 %
- Länge 50 Kilometer
- Kehren 33
- Mautpflicht Nein
- Wintersperre Nein
- Schwierigkeit 3
Lage und geografische Einordnung
Die Anniviers- und Zinal-Hochstraße liegt im Schweizer Kanton Wallis. Sie führt von Sierre durch das Val d’Anniviers hinauf nach Zinal und erschließt eines der südlichen Seitentäler des Rhonetals.
Es handelt sich nicht um einen klassischen Alpenpass, sondern um eine hochalpine Stichstraße mit regionaler und touristischer Bedeutung.
Kurzbeschreibung des Passes
Die Anniviers- und Zinal-Hochstraße ist eine schmale, kurvenreiche Hochgebirgsstraße mit deutlichem Höhenunterschied und konzentrierter Linienführung. Sie richtet sich an Motorradfahrer, die eine anspruchsvolle Bergstraße mit alpinem Charakter suchen.
Im Vergleich zu breiten Transitpässen wirkt die Strecke enger, ursprünglicher und fahrerisch fokussierter.
Streckenführung und Fahrdynamik
Bereits kurz nach Sierre beginnt die Straße steil und kurvenreich ins Val d’Anniviers anzusteigen. Mehrere eng angelegte Kehren strukturieren die unteren Abschnitte.
Im weiteren Verlauf wechselt die Strecke zwischen engeren Waldpassagen und offeneren Abschnitten mit Blick auf die Walliser Alpen. Der fahrerische Anspruch entsteht aus der Kombination von Steigung, schmaler Fahrbahn und dichter Kurvenfolge. Da es sich um eine Stichstraße handelt, wird die Strecke bergauf und bergab gefahren.
Öffnung, Saison und empfohlene Reisezeit
Die Anniviers- und Zinal-Hochstraße ist in der Regel von Frühjahr bis Herbst befahrbar. In Wintermonaten kann es aufgrund von Schnee und Eis zu Einschränkungen kommen.
Für Motorradtouren gelten Mai bis Oktober als geeignet. In höheren Abschnitten sind auch im Sommer kühlere Temperaturen möglich.
Verkehrsaufkommen und Streckenbesonderheiten
Die Strecke wird überwiegend touristisch und regional genutzt. Pkw, Motorräder und Busse sind regelmäßig unterwegs.
In der Hauptsaison kann das Verkehrsaufkommen ansteigen, insbesondere im Bereich der Ferienorte im Tal.
Wichtige Hinweise für Motorradfahrer
In schmaleren Abschnitten ist bei Gegenverkehr erhöhte Aufmerksamkeit erforderlich. Die enge Linienführung verlangt vorausschauendes Fahren.
In schattigen Bereichen kann bei Nässe rutschiger Asphalt auftreten. Durch die steilen Passagen ist kontrolliertes Bremsen bei der Abfahrt wichtig.
Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke
Entlang der Route befinden sich mehrere Ortschaften mit gastronomischen Betrieben, insbesondere in Vissoie, Grimentz und Zinal.
Die Infrastruktur ist regional geprägt und auf Tourismus ausgerichtet.
Geschichte und Bedeutung des Passes
Die Straße ins Val d’Anniviers wurde zur Erschließung der hochgelegenen Walliser Seitentäler ausgebaut. Ihre Bedeutung liegt vor allem im regionalen Zugang zu Bergdörfern und Tourismusgebieten.
Eine klassische Transitfunktion besitzt die Strecke nicht.
Landschaft und regionaler Charakter
Die Strecke führt durch ein typisches Walliser Seitental mit steilen Hängen, bewaldeten Abschnitten und hochalpiner Kulisse. In höheren Bereichen öffnen sich Ausblicke auf Viertausender der Walliser Alpen.
Der landschaftliche Charakter ist deutlich hochgebirgig und weniger touristisch inszeniert als bei bekannten Alpenhauptpässen.
Anschlussrouten und Tourenkombinationen
Die Anniviers- und Zinal-Hochstraße eignet sich als eigenständige Hochgebirgsetappe im Wallis. Sie lässt sich gut mit weiteren Walliser Alpenstraßen kombinieren.
Als Stichstraße erfordert sie die Rückfahrt auf gleicher Strecke.
Redaktionelle Einschätzung
Die Anniviers- und Zinal-Hochstraße ist eine schmale, fahrerisch konzentrierte Hochgebirgsroute mit deutlichem Höhenunterschied. Sie eignet sich besonders für Motorradfahrer, die enge, steile Bergstraßen mit alpinem Charakter bevorzugen.
Weniger geeignet ist sie für Fahrer, die breite, flüssig ausgebaute Transitstrecken suchen.
Der Genuss dieser Panorama-Hochstraße beginnt mit dem bezaubernden Val d'Anniviers. Dessen Straße schlängelt sich zielstrebig hinein in die Walliser Alpen. In Vissoie scheiden sich die Wege, rechts geht es hinauf zum Lac de Moiry, einem Speichersee auf 2250 m Höhe, links zur Zinal-Hochtalstraße. Bis auf gut 1700 m Höhe geht es äußerst kurvenreich dahin. Am Kiesbett des Navisence ist dann auch für Enduros Schluss.
Das zweigeteilte Tal Val d'Herens / Val d'Hérémence südlich von Sion ist ein ähnlicher Genuss sondergleichen. Nicht nur dessen Talschluss mit seinem zu Fuß oder via Seilbahn zu erreichenden, riesigen Speichersee Lac de Dix, auch Arolla am Ende des Val d'Herens bieten herrliche Möglichkeiten, weit in die Gletscherwelten der Walliser Alpen vorzudringen. Und beide Täler verbindet eine selbst an Sommertagen nur mäßig verkehrs-, dafür herrlich kurvenreiche Piste, die uns enormen Fahrgenuss beschert.
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