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Achenpass
Passprofil:
Achenpass
- Höhe 941 Meter
- Höhenmeter 377 Meter 326 Meter
- Steigung Durchschnitt2.1% 1.4 %
- Steigung Maximal 8.7% 7.3 %
- Länge 42 Kilometer
- Kehren 1
- Mautpflicht Nein
- Wintersperre Nein
- Schwierigkeit 1
Lage und geografische Einordnung
Der Achenpass liegt an der Grenze zwischen Bayern und Tirol und verbindet das Tegernseer Tal mit dem Achensee. Er bildet einen Übergang vom bayerischen Alpenvorland in den Alpenraum Tirols und ist eine wichtige Verbindung zwischen Süddeutschland und dem Inntal.
Aufgrund seiner moderaten Höhe zählt der Achenpass zu den niedrigeren Alpenpässen und ist ganzjährig befahrbar.
Kurzbeschreibung des Passes
Der Achenpass ist eine breit ausgebaute, gleichmäßig verlaufende Passstraße mit eher sanftem Charakter. Er richtet sich vor allem an Genussfahrer, Einsteiger und Tourenfahrer, die eine entspannte Alpenüberquerung bevorzugen.
Im Vergleich zu hochalpinen Pässen bietet der Achenpass wenig technische Herausforderung, überzeugt dafür mit Fahrkomfort und guter Planbarkeit.
Drei Gründe lassen den unscheinbaren Achenpass zu einem Genuss werden. 1. Nach Westen geht’s über den Sylvenstein-Stausee ins prächtige Tölzer Land, 2. Gen Nordosten direkt ins herrliche Tegernseer Tal, 3. und nach Süden direkt zum Bikerparadies am Achensee. An Sommerwochenenden tanzt auf der gesamten Strecke der bikende "Bär", vor allem auch in den zahlreichen gemütlichen Biergärten und Gasthöfen mit herrlich entspanntem Einkehrschwung. Und gleich "ums Eck" kann man Richtung Achensee das Benzinfass günstig randvoll füllen.
Westlich des Sylvenstein-Stausees findet sich eine der schönsten alpenländischen Bikerstrecken: Die Mautstrecke durch das Engtal hinauf zum Großen Ahornboden - ein Pflichttermin für jeden Motorradfahrer. 25 Kilometer lang, von Frühling bis in den Herbst hinein ein kurvenreicher Leckerbissen. Wohl selten bekommt man für zweieinhalb Euro Maut so viel landschaftlichen und fahrerischen Gegenwert! Und am Ende der Strecke erwartet uns der Gasthof in der Eng, ein beliebter Bikertreff mit unvergleichlichem Panorama.
Streckenführung und Fahrdynamik
Der Achenpass zeichnet sich durch weite, gut einsehbare Kurven und einen gleichmäßigen Streckenverlauf aus. Die Straße erlaubt ein ruhiges, flüssiges Fahren ohne enge Kehren oder abrupte Richtungswechsel.
Der fahrerische Anspruch entsteht weniger durch die Streckenführung als durch das Verkehrsaufkommen. Unterschiede zwischen Nord- und Südrampe sind gering, beide Seiten fahren sich ähnlich entspannt.
Öffnung, Saison und empfohlene Reisezeit
Der Achenpass ist ganzjährig geöffnet. Die angenehmste Reisezeit liegt zwischen April und Oktober, wenn die Temperaturen moderat sind und stabile Wetterlagen vorherrschen.
In den Sommermonaten sowie an Wochenenden ist mit erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen. Frühmorgendliche Fahrten bieten meist ruhigere Bedingungen.
Verkehrsaufkommen und Streckenbesonderheiten
Als wichtige Verbindung zwischen Bayern und Tirol ist der Achenpass stark frequentiert. Neben Motorrädern nutzen auch Pkw, Reisebusse und Lastkraftwagen die Strecke.
Insbesondere an Wochenenden, in Ferienzeiten und bei gutem Wetter kann es zu dichtem Verkehr kommen. Spezielle Fahrverbote oder zeitliche Einschränkungen bestehen nicht.
Wichtige Hinweise für Motorradfahrer
Der Asphaltzustand ist in der Regel gut. In schattigen Waldabschnitten kann es bei Nässe oder kühleren Temperaturen rutschig werden. Wildwechsel ist vor allem in den Morgen- und Abendstunden möglich.
Aufgrund des Verkehrs empfiehlt sich eine defensive und vorausschauende Fahrweise, insbesondere in Kurvenbereichen.
Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke
Direkt am Pass selbst sind die Einkehrmöglichkeiten begrenzt. In den angrenzenden Regionen finden sich jedoch zahlreiche Gasthöfe, Cafés und Restaurants.
Sowohl im Tegernseer Tal als auch rund um den Achensee bestehen gute Möglichkeiten für Pausen oder längere Aufenthalte. In der Hauptsaison sind diese entsprechend gut besucht.
Geschichte und Bedeutung des Passes
Der Achenpass diente bereits früh als Übergang zwischen Bayern und Tirol und wurde über Jahrhunderte als Handels- und Verbindungsweg genutzt. Mit dem Ausbau zur modernen Straße verlor er seinen ursprünglichen Saumwegcharakter und entwickelte sich zu einer wichtigen Verkehrsverbindung.
Heute spielt der Pass vor allem eine Rolle im regionalen Verkehr und im Tourismus.
Landschaft und regionaler Charakter
Die Nordseite des Achenpasses ist geprägt von bewaldeten Hängen und dem Charakter des bayerischen Alpenvorlands. Auf der Südseite öffnet sich der Blick in Richtung Tiroler Alpen und Achensee.
Der landschaftliche Übergang ist sanft und weniger hochalpin, bietet jedoch abwechslungsreiche Eindrücke entlang der Strecke.
Anschlussrouten und Tourenkombinationen
Der Achenpass eignet sich gut als Verbindungselement innerhalb größerer Touren. Er lässt sich sinnvoll mit Strecken rund um den Achensee, dem Tegernseer Tal sowie weiteren Pässen in Tirol kombinieren.
Durch seine Lage ist er ein häufiger Bestandteil von Alpenrouten zwischen Deutschland und Österreich.
Redaktionelle Einschätzung
Der Achenpass ist ideal für Motorradfahrer, die eine entspannte, gut ausgebaute Alpenüberquerung suchen. Besonders Einsteiger, Genussfahrer und Tourenfahrer profitieren von der übersichtlichen Streckenführung und der ganzjährigen Befahrbarkeit.
Wer enge Kehren, starke Steigungen oder ausgeprägten Hochgebirgscharakter sucht, wird hier weniger gefordert, findet jedoch eine zuverlässige und angenehme Passstraße.
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